Das Arberseehaus liegt unmittelbar am Ufer des Großen Arbersees auf rund 935 Metern Höhe im Lohberger Gemeindegebiet und gehört zu den traditionsreichsten Wirtshäusern des Bayerischen Waldes. Das Gebäude wurde 1822 als königlich-bayerisches Forsthaus errichtet und diente knapp ein Jahrhundert lang als Dienstsitz der Forstverwaltung, bevor es Anfang des 20. Jahrhunderts in einen Gasthof umgewandelt wurde und seither als Wirtshaus am See ununterbrochen geführt wird. Mit seiner Lage direkt am eiszeitlich geformten Karsee, einem der drei großen Eiszeitseen des Bayerwald-Hochlands, ist das Arberseehaus zugleich Einkehrziel für Wanderer auf dem Rundweg um den See und Ausgangspunkt für den Aufstieg auf den Großen Arber, den mit 1.456 Metern höchsten Berg des Bayerischen Waldes. Die Küche orientiert sich konsequent an regionaler Bayerwald-Tradition mit deftiger Brotzeit, Wildgerichten aus heimischer Jagd, hausgemachten Knödeln und Spätzle sowie einer wechselnden Tageskarte, der Biergarten unter alten Bäumen mit Blick auf den See ist im Sommer eines der beliebtesten Ausflugsziele der Region. Die Anreise erfolgt über die Bundesstraße B85 nach Lohberg und von dort über eine ausgeschilderte Stichstraße in rund fünf Autominuten zum Arberseehaus, ein gebührenpflichtiger Parkplatz liegt direkt am Haus. Geöffnet ist ganzjährig, in den Sommermonaten täglich, im Winter mit angepassten Ruhetagen.

Anreise und Erreichbarkeit

Das Arberseehaus liegt am Großen Arbersee im Gemeindegebiet von Lohberg im Landkreis Cham, rund 50 Kilometer östlich von Cham, etwa 80 Kilometer nordöstlich von Regensburg und rund 200 Kilometer nordöstlich von München. Die Anreise erfolgt klassisch über die Bundesstraße B85, die das Bayerwald-Hochland von Regen über Bayerisch Eisenstein nach Lohberg verbindet, von dort führt eine ausgeschilderte Stichstraße in rund fünf Autominuten zum Großen Arbersee und zum Arberseehaus direkt am Ufer.

Mit dem Auto

Aus Süden und Westen führt die klassische Anreise über die Autobahn A3 von Regensburg nach Deggendorf und weiter über die Bundesstraße B85 nach Regen, Zwiesel und schließlich Lohberg — die Fahrt von Regensburg dauert rund anderthalb bis zwei Stunden, von München rund zweieinhalb bis drei Stunden je nach Verkehrslage. Aus dem Norden über Furth im Wald und die B20 erreicht man Cham und von dort über die B85 das Bayerwald-Hochland in rund einer Stunde. In Lohberg ist der Großer Arbersee gut ausgeschildert, die Stichstraße führt durch den Bergwald hinauf auf rund 935 Meter Höhe und endet am gebührenpflichtigen Parkplatz unmittelbar vor dem Arberseehaus. In der Hauptsaison zwischen Juni und Oktober sowie an Winter-Wochenenden mit guten Schneeverhältnissen ist der Parkplatz an Vormittagen bereits stark gefüllt — eine frühe Anreise wird empfohlen.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Die Waldbahn von Plattling über Deggendorf nach Zwiesel und weiter nach Bayerisch Eisenstein ist die zentrale Bahnverbindung in den Bayerischen Wald und bietet stündliche bis zweistündliche Verbindungen aus den Großräumen München, Regensburg und Nürnberg. Vom Bahnhof Bayerisch Eisenstein oder vom Bahnhof Lam bringt die Linienbus-Linie 6075 Wanderer in rund 30 Minuten nach Lohberg, von dort verkehrt in der Hauptsaison ein Wanderbus zur Mittel- und Bergstation des Großen Arber sowie zum Großen Arbersee. Die Bayerwald-Ticket-Linienbusse sind speziell auf Wanderer und Tagesausflügler zugeschnitten und in der Sommer- und Skisaison in dichtem Takt unterwegs.

Mit dem Flugzeug

Die nächstgelegenen Flughäfen sind München mit rund 200 Kilometern Entfernung und Nürnberg mit rund 180 Kilometern. Auch der Flughafen Prag ist mit etwa 180 Kilometern noch im sinnvollen Anfahrtsradius, insbesondere für Gäste aus Tschechien und Mittel-Europa. Für Tagesausflüge ist eine Flug-Anreise nicht sinnvoll, für mehrtägige Aufenthalte in Lohberg, Lam oder Bayerisch Eisenstein ist München die beste Wahl mit Weiterfahrt per Mietwagen oder Bahn.

Vor Ort bewegen und Parken

Der Parkplatz direkt am Arberseehaus ist gebührenpflichtig mit Tagestarif zwischen rund vier und sechs Euro je nach Saison. Behindertenparkplätze stehen unmittelbar vor dem Haupteingang zur Verfügung, der Zugang zum Wirtshaus und zur Terrasse ist ebenerdig und rollstuhltauglich, der Rundweg um den Großen Arbersee verläuft auf befestigten Wegen und ist mit kleineren Einschränkungen ebenfalls für Rollstuhl und Kinderwagen geeignet. Vom Arberseehaus aus erreicht man zu Fuß den Rundweg um den See in wenigen Schritten, den Aufstiegsweg zum Großen Arber direkt vor dem Haus und in der Wintersaison die Skipisten der Arber-Bergbahnen mit dem Wanderbus oder eigenem Auto in rund 15 Minuten.

Cham 50 km ~1:00 h via B85
Regensburg 80 km ~1:30 h via A3 und B85
Passau 120 km ~1:50 h via B85
München 200 km ~2:45 h via A92 und B85
Nürnberg 220 km ~2:45 h via A3 und B85

Das Wirtshaus am See

Das Arberseehaus ist ein klassisches Bayerwald-Wirtshaus mit zwei Hauptstuben im Inneren, einer großzügigen Terrasse mit Blick auf den Großen Arbersee und einem Biergarten unter alten Linden und Fichten direkt am Ufer. Der Innenraum ist im traditionellen Stil mit dunklem Holz, gemauertem Kachelofen, geschnitzten Bänken und Hirschgeweihen an den Wänden eingerichtet — die Atmosphäre ist gemütlich, rustikal und ausdrücklich auf Wanderer, Spaziergänger und Tagesausflügler zugeschnitten, die nach einer Runde um den See oder einem Aufstieg auf den Großen Arber einkehren. Die Speisekarte ist überschaubar und konzentriert sich auf das, was in der Region traditionell gekocht wird, die Portionen sind großzügig und auf den Hunger nach einer Bergwanderung ausgelegt.

Bayerwald-Küche und Tradition

Im Mittelpunkt der Küche stehen klassische Bayerwald-Spezialitäten aus regionalen Zutaten, häufig direkt aus dem Lohberger Umland und den umliegenden Höfen. Die deftige Brotzeit mit geräuchertem Schinken, Kaminwurzen, Bauernkäse, sauren Gurken und frischem Bauernbrot ist der Klassiker für Wanderer mit kleinerem Hunger, dazu gehören Schmalznudeln, Obatzda und Wurstsalat. Für den größeren Hunger steht die warme Küche bereit — Schweinsbraten mit dunkler Soße und Knödel, gerade in den Wintermonaten Wildgerichte aus heimischer Jagd wie Wildgulasch, Rehbraten oder Hirschpfanne, hausgemachte Spätzle als Beilage oder in der Variante Käsespätzle als Hauptgericht. Zu den Süßspeisen gehören Apfelstrudel mit Vanillesoße, Kaiserschmarrn und je nach Saison Heidelbeer- oder Holunderpfannkuchen.

Biergarten und Terrasse

Der Biergarten unter den alten Bäumen direkt am Ufer des Großen Arbersees ist im Sommer das Herzstück des Hauses — von hier blickt man über die Wasserfläche des Karsees auf die bewaldeten Berghänge des Großen Arber, der unmittelbar hinter dem See aufsteigt. Die Terrasse mit Sonnenschirmen ist auch in den Übergangsmonaten April bis Juni und September bis Oktober geöffnet, wenn die Bayerwald-Sonne über dem See steht. Gerade an klaren Septembertagen mit ihrem goldenen Licht und der schon angefärbten Buchenkulisse rund um den See ist die Terrasse einer der schönsten Einkehrplätze des Bayerwald-Hochlands.

Die sechs Highlights rund um das Arberseehaus

Großer Arbersee

Der eiszeitliche Karsee mit rund acht Hektar Wasserfläche unmittelbar vor dem Haus — einer der drei berühmten Eiszeitseen des Bayerwald-Hochlands mit klassischem Rundweg in rund anderthalb Stunden und beeindruckender Lage zwischen bewaldeten Berghängen.

Aufstieg Großer Arber

Vom Arberseehaus führt der klassische Wanderweg in rund zwei bis drei Stunden auf den Großen Arber mit 1.456 Metern, dem höchsten Berg des Bayerischen Waldes mit Gipfelkreuz, Aussichtsplattform und weiten Blicken über den Inneren Bayerwald bis nach Böhmen.

Biergarten am Seeufer

Der traditionelle Biergarten unter alten Linden und Fichten direkt am Ufer mit Blick über die Wasserfläche auf die bewaldeten Berghänge — im Sommer einer der schönsten Einkehrplätze der Region, mit Brotzeit, Apfelschorle und Bayerwald-Bier.

Wildgerichte aus der Region

In den Herbst- und Wintermonaten Wildgerichte aus heimischer Jagd der Lohberger Reviere — Wildgulasch mit Knödeln, Rehbraten mit Preiselbeeren, Hirschpfanne mit Spätzle, eine der traditionellen Bayerwald-Spezialitäten in authentischer Zubereitung.

Historisches Forsthaus von 1822

Das Gebäude wurde 1822 als königlich-bayerisches Forsthaus errichtet und diente knapp ein Jahrhundert als Dienstsitz der Forstverwaltung — die historische Bausubstanz mit dicken Mauern, alten Holzbalken und gemauertem Kachelofen ist im Innenraum bis heute erhalten.

Skifahren am Großen Arber

In der Wintersaison sind die Skipisten am Großen Arber mit dem Wanderbus oder eigenem Auto in rund 15 Minuten vom Arberseehaus erreichbar — das größte Skigebiet des Bayerischen Waldes mit Gondelbahn, mehreren Sesselliften und Abfahrten für Anfänger und Fortgeschrittene.

Vergleich der Wanderoptionen rund um den Arbersee

Kriterium
See-Rundweg
Großer Arber
Kleiner Arbersee
Risslochfälle
Winter-Tour
Ausgangshöhe
rund 935 Meter
rund 935 Meter
rund 920 Meter
rund 700 Meter
je nach Schneelage
Gehzeit gesamt
rund 1,5 Stunden
4 bis 5 Stunden hin und zurück
rund 2 Stunden
rund 3 Stunden
je nach Route
Höhenmeter
kaum Höhenunterschied
rund 520 Meter Aufstieg
rund 80 Meter Aufstieg
rund 250 Meter Aufstieg
vergleichbar Sommer plus Schnee
Schwierigkeit
leicht, familientauglich
mittel bis anspruchsvoll
leicht, familientauglich
mittel, mit Felspassagen
hoch, alpine Ausrüstung nötig
Einkehr
Arberseehaus am Start
Arberschutzhaus am Gipfel
keine direkt am See
Gasthof am Wanderparkplatz
Arberseehaus geöffnet
Beste Saison
ganzjährig
Mai bis Oktober
Mai bis Oktober
April bis Oktober
Januar bis März
Familieneignung
ab Kleinkind, Kinderwagen
ab Schulalter, geübt
ab Kleinkind, mit Pausen
ab Grundschulalter
nicht familientauglich

Die Tabelle vergleicht die wichtigsten Wandermöglichkeiten ab dem Arberseehaus mit Gehzeit, Höhenmetern und Familieneignung — der See-Rundweg ist die niederschwellige Spaziergangs-Option, der Aufstieg auf den Großen Arber das große Bergziel.

Geschichte und Charakter des Hauses

Das Arberseehaus wurde 1822 als königlich-bayerisches Forsthaus errichtet und ist damit eines der ältesten erhaltenen Forstgebäude des bayerisch-böhmischen Grenzgebirges. Der Bau erfolgte im Kontext der intensiven Forstnutzung des Bayerwald-Hochlands im frühen 19. Jahrhundert — die ausgedehnten Wälder rund um Großen und Kleinen Arber dienten der Holzversorgung für die Glashütten in Lam, Lohberg, Frauenau und Bodenmais, das Forsthaus am See war Verwaltungssitz und Wohnung des zuständigen Försters. Mit dem Rückgang der traditionellen Glashütten-Wirtschaft und der zunehmenden touristischen Erschließung des Bayerischen Waldes wurde das Forsthaus Anfang des 20. Jahrhunderts in einen Gasthof umgewandelt, der seither ununterbrochen als Wirtshaus am See geführt wird.

Vom Forsthaus zum Gasthof

Die Umwandlung des Forsthauses in ein Wirtshaus folgte dem allgemeinen Wandel des Bayerischen Waldes vom Wirtschafts- zum Erholungsraum, der mit dem Bau der Bahnstrecken nach Zwiesel und Bayerisch Eisenstein in den 1870er Jahren begann und sich mit dem aufkommenden Sommerfrische-Tourismus um die Jahrhundertwende zur ersten touristischen Hochphase entwickelte. Der Große Arbersee wurde schnell zu einem der bekanntesten Naturziele der Region, das Wirtshaus am See war über die Jahrzehnte fester Bestandteil dieser touristischen Erschließung. Im Inneren des Hauses sind die historische Bausubstanz mit dicken Mauern, alten Holzbalken und dem gemauerten Kachelofen bis heute erhalten und prägen die Atmosphäre.

Der Große Arbersee als geologisches Denkmal

Der Große Arbersee gehört zu den drei klassischen Karseen des Bayerischen Waldes und ist mit rund acht Hektar Wasserfläche der größte. Wie der Kleine Arbersee und der Rachelsee entstand der See während der letzten Eiszeit vor rund 20.000 Jahren — der Arber-Gletscher floss aus dem Hochmassiv des Großen Arber Richtung Norden und hob aus der Granit-Felsbasis ein tiefes Kar heraus, das nach dem Abschmelzen der Gletscher mit Schmelzwasser gefüllt wurde. Die nördlichen und westlichen Berghänge zeigen typische Gletscherschliffe und Moränenwälle, die die eiszeitliche Vergangenheit dokumentieren. Eine Besonderheit des Großen Arbersees sind die sogenannten Schwimmenden Inseln, kleine, vom Ufer gelöste Torfmoorinseln, die je nach Wind und Wasserstand auf der Seeoberfläche treiben.

Praktische Tipps für den Besuch im Arberseehaus

  • Parkgebühr am Arbersee einplanen

    Der Parkplatz unmittelbar am Arberseehaus ist gebührenpflichtig mit Tagestarif zwischen rund vier und sechs Euro je nach Saison. Wer mit dem Wanderbus oder dem Bayerwald-Ticket-Linienbus anreist, spart sich die Parkgebühr — das Bayerwald-Ticket beinhaltet die Bus-Nutzung in den meisten Unterkünften der Region kostenfrei und ist eine entspannte Alternative zur Auto-Anreise.

  • Reservierung an Wochenenden ratsam

    An Sommer-Wochenenden, Feiertagen und in der Skisaison ist das Arberseehaus ein zentrales Ausflugsziel und entsprechend gut besucht. Wer warm essen möchte oder mit Gruppe ab vier Personen kommt, ruft am besten am Vormittag im Haus an und reserviert einen Tisch für die Mittagszeit oder den Nachmittag. An normalen Wochentagen außerhalb der Hauptsaison ist eine Reservierung in der Regel nicht nötig.

  • + Großer Arber als Ganztages-Tour

    Der Aufstieg vom Arberseehaus auf den Großen Arber dauert rund zwei bis drei Stunden hin, der Abstieg entsprechend kürzer — wer den Gipfel ansteuert, plant einen ganzen Tag ein und kombiniert die Tour mit einer Einkehr im Arberschutzhaus oben und einer zweiten Einkehr im Arberseehaus unten nach dem Abstieg. Festes Schuhwerk mit Profil und Knöchelschutz ist Pflicht.

  • i See-Rundweg als familientaugliche Alternative

    Der Rundweg um den Großen Arbersee dauert rund anderthalb Stunden und ist weitgehend eben, befestigt und mit Kinderwagen sowie eingeschränkt mit Rollstuhl befahrbar. Für Familien mit kleineren Kindern ist die Kombination aus See-Rundweg und Einkehr im Arberseehaus die ideale Tagesgestaltung mit überschaubarer Anstrengung.

  • Mit dem Wanderbus anreisen

    In der Hauptsaison verkehrt der Wanderbus zwischen Lohberg, Großem Arbersee, Mittelstation der Arber-Bergbahn und Bayerisch Eisenstein im dichten Takt. Die Anreise mit dem Bus ist deutlich entspannter als die Auto-Anreise mit Parkplatzsuche, und wer im Tal startet, kann oben einsteigen und die Tour als Einweg-Wanderung planen.

  • Barrierearmer Zugang

    Das Arberseehaus ist über einen ebenerdigen Zugang vom Parkplatz aus erreichbar, die Terrasse und der Innenraum sind rollstuhltauglich. Der See-Rundweg verläuft auf befestigten Wegen und ist mit kleineren Einschränkungen für Rollstuhl und Kinderwagen geeignet, der Aufstieg auf den Großen Arber ist nicht rollstuhlgeeignet — barrierefrei zum Arber-Gipfel führt die Gondelbahn ab der Talstation Brennes.

  • Beste Reisezeiten

    Der Hochsommer Juli und August ist die Hauptsaison mit warmem Biergarten-Wetter und vielen Besuchern, deutlich ruhiger sind Juni und September mit langen, klaren Tagen und milden Temperaturen. Der goldene Oktober mit buntem Laub rund um den See gehört zu den schönsten Wandermonaten, im Winter zwischen Januar und März verwandelt sich der Arbersee in eine verschneite Landschaft mit Skifahrern, Schneeschuh-Wanderern und gemütlicher Stuben-Atmosphäre im Haus.

  • Wettersturz einplanen

    Auf über 900 Metern Höhe kann das Wetter im Bayerischen Wald innerhalb einer Stunde von Sonnenschein auf dichten Nebel oder Regen umschlagen, im Frühjahr und Herbst gelegentlich auch auf Schnee. Eine wind- und wasserdichte Jacke und eine warme Schicht gehören auch im Hochsommer in den Rucksack — und wer überrascht wird, findet im Arberseehaus jederzeit eine warme Stube, eine Tasse Kaffee und ein trockenes Plätzchen.

Insider-Tipps

Stille Plätze und ruhige Zeiten

Wer das Arberseehaus in besonders ruhiger Atmosphäre erleben möchte, kommt am späten Nachmittag zwischen drei und fünf Uhr, wenn die Tagesausflügler bereits abgereist sind und vor der Abend-Stille der Bayerwald-Stuben. Die hinteren Plätze in der zweiten Stube mit Blick auf den Kachelofen sind ruhiger als die Terrasse oder die vordere Stube am Eingang. Wer am See spazieren gehen möchte, läuft den Rundweg gegen den Uhrzeigersinn und beginnt am westlichen Ufer — dann hat man die Sonne im Rücken und die meisten Tagesausflügler kommen einem entgegen statt im Pulk zu folgen.

Übernachten in der Region

Das Arberseehaus selbst bietet aktuell keine Übernachtungsmöglichkeit, wer länger bleiben möchte, findet in Lohberg, Lam, Bayerisch Eisenstein und Zwiesel eine breite Auswahl an Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Bauernhöfen. Lohberg selbst ist mit rund anderthalb Tausend Einwohnern überschaubar und besonders auf Wanderer und Skifahrer ausgerichtet, Bayerisch Eisenstein mit Bahnhof und Grenzlage zu Tschechien bietet zusätzlich gute Anbindung an die Böhmische Seite. Wer in einem klassischen Bayerwald-Gasthof übernachten möchte, fragt direkt im Arberseehaus nach Empfehlungen in der Nachbarschaft.

HÄUFIGE FRAGEN

Wo genau liegt das Arberseehaus?

Das Arberseehaus liegt unmittelbar am Ufer des Großen Arbersees auf rund 935 Metern Höhe im Gemeindegebiet von Lohberg im Landkreis Cham. Die Anreise erfolgt über die Bundesstraße B85 nach Lohberg und von dort über eine ausgeschilderte Stichstraße in rund fünf Autominuten zum See.

Seit wann gibt es das Arberseehaus?

Das Gebäude wurde 1822 als königlich-bayerisches Forsthaus errichtet und diente knapp ein Jahrhundert als Dienstsitz der Forstverwaltung. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde das Forsthaus in einen Gasthof umgewandelt und wird seither ununterbrochen als Wirtshaus am See geführt — damit gehört es zu den traditionsreichsten Gasthäusern des Bayerischen Waldes.

Welche Küche bietet das Arberseehaus?

Die Küche orientiert sich konsequent an der klassischen Bayerwald-Tradition mit deftiger Brotzeit, Wildgerichten aus heimischer Jagd, Schweinsbraten, hausgemachten Knödeln und Spätzle. In den Herbst- und Wintermonaten stehen Wildgulasch, Rehbraten und Hirschpfanne auf der Karte, im Sommer dominieren leichte Brotzeitgerichte, Wurstsalat und Schmalznudeln.

Ist das Arberseehaus ganzjährig geöffnet?

Ja, das Arberseehaus ist ganzjährig geöffnet, allerdings mit saisonal angepassten Ruhetagen und Öffnungszeiten. In den Sommermonaten Juli und August wird in der Regel täglich geöffnet, in der Skisaison Januar bis März ebenfalls. Im Spätherbst und im Frühjahr können einzelne Wochentage als Ruhetage festgelegt sein — vor der Anreise lohnt der direkte Anruf im Haus.

Gibt es einen Biergarten am Arberseehaus?

Ja, das Arberseehaus verfügt über einen großzügigen Biergarten unter alten Linden und Fichten direkt am Ufer des Großen Arbersees. Geöffnet ist der Biergarten in der Regel von April bis Oktober bei entsprechender Witterung, im Hochsommer ist er das Herzstück des Hauses mit Blick über die Wasserfläche auf die bewaldeten Berghänge des Großen Arber.

Wie weit ist es vom Arberseehaus auf den Großen Arber?

Vom Arberseehaus führt der klassische Aufstiegsweg in rund zwei bis drei Stunden auf den Großen Arber mit 1.456 Metern, dem höchsten Berg des Bayerischen Waldes. Der Weg überwindet rund 520 Höhenmeter und führt durch Bergwald hinauf zum Gipfelbereich mit Gipfelkreuz, Aussichtsplattform und dem Arberschutzhaus als Einkehrmöglichkeit oben.

Kann man am Arberseehaus parken?

Ja, direkt am Arberseehaus befindet sich ein gebührenpflichtiger Parkplatz mit Tagestarif zwischen rund vier und sechs Euro je nach Saison. Behindertenparkplätze stehen unmittelbar vor dem Haupteingang zur Verfügung. In der Hauptsaison und an Wochenenden ist der Parkplatz an Vormittagen bereits stark gefüllt, eine frühe Anreise wird empfohlen.

Wie kommt man ohne Auto zum Arberseehaus?

Die Anreise mit der Bahn führt über die Waldbahn von Plattling über Deggendorf und Zwiesel nach Bayerisch Eisenstein oder über die Linie Cham-Lam. Vom Bahnhof Bayerisch Eisenstein oder Lam bringt die Buslinie 6075 Wanderer nach Lohberg, von dort verkehrt in der Hauptsaison der Wanderbus zum Großen Arbersee. Das Bayerwald-Ticket beinhaltet die Bus-Nutzung in den meisten Unterkünften kostenfrei.

Ist der See-Rundweg familientauglich?

Ja, der Rundweg um den Großen Arbersee verläuft auf befestigten, weitgehend ebenen Wegen und ist mit Kinderwagen sowie eingeschränkt mit Rollstuhl befahrbar. Die Gehzeit beträgt rund anderthalb Stunden bei normalem Schritt, mit Kindern entsprechend länger. Die Kombination aus See-Rundweg und Einkehr im Arberseehaus ist die ideale Tagesgestaltung für Familien mit kleineren Kindern.

Was sind die Schwimmenden Inseln am Großen Arbersee?

Die Schwimmenden Inseln sind kleine, vom Ufer gelöste Torfmoorinseln, die je nach Wind und Wasserstand auf der Seeoberfläche treiben. Sie bestehen aus dichten Wurzelgeflechten und Torfmoosen und sind eine geologische Besonderheit des Großen Arbersees — vergleichbare Phänomene gibt es in Mitteleuropa nur an wenigen anderen Seen. Beobachten kann man die Inseln am besten vom westlichen Ufer und vom Rundweg aus.

Gibt es Übernachtungsmöglichkeiten am Arberseehaus?

Das Arberseehaus selbst bietet aktuell keine Übernachtungsmöglichkeit. In der näheren Umgebung in Lohberg, Lam, Bayerisch Eisenstein und Zwiesel steht jedoch eine breite Auswahl an Hotels, Pensionen, Ferienwohnungen und Bauernhöfen zur Verfügung. Lohberg ist mit rund anderthalb Tausend Einwohnern besonders auf Wanderer und Skifahrer ausgerichtet, Bayerisch Eisenstein bietet zusätzlich gute Anbindung über den Bahnhof.

Kann man im Winter am Arbersee Ski fahren?

Ja, in der Wintersaison sind die Skipisten am Großen Arber mit dem Wanderbus oder eigenem Auto in rund 15 Minuten vom Arberseehaus erreichbar. Das Skigebiet ist das größte des Bayerischen Waldes mit Gondelbahn, mehreren Sesselliften und Abfahrten für Anfänger und Fortgeschrittene. Der Große Arbersee selbst bietet sich für Schneeschuh-Wanderungen rund um den See an, das Arberseehaus ist auch in der Skisaison als warme Einkehr geöffnet.
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