Der Wildpark Alte Fasanerie liegt am südlichen Mainufer im Hanauer Stadtteil Klein-Auheim, rund 25 Kilometer östlich von Frankfurt im hessischen Rhein-Main-Gebiet. Mit 110 Hektar gehört die Anlage zu den größten Wildparks Hessens und Süddeutschlands — ein Wert, der den meisten klassischen Zoos um ein Vielfaches überlegen ist. Eröffnet wurde der Park in seiner heutigen Form 1955, doch die Wurzeln des Geländes reichen bis 1773 zurück, als die Kurfürsten von Hessen-Kassel die ausgedehnten Mainwälder als Fasanen-Jagdrevier anlegten — daher der Name Alte Fasanerie. Rund 600 Tiere in etwa 80 Arten leben in großzügigen, naturnahen Gehegen, ausschließlich einheimische und europäische Wildtiere. Das Profil ist klar gesetzt: keine Exoten, keine Tropenhallen, sondern Wölfe, Eurasische Luchse, europäische Wildkatzen, Wildschwein-Rotten, Rot- und Damwild, Mufflons sowie eine umfangreiche Greifvogel-Sammlung. Der Eintritt liegt bei rund 7 Euro für Erwachsene und damit deutlich unter dem Niveau klassischer Zoos. Anreisen lässt sich der Park bequem über die Autobahnen A45 oder A66, Ausfahrt Hanau-Steinheim, oder per Bahn über den Bahnhof Klein-Auheim mit rund 15 Minuten Fußweg durch den Wald.
Anreise und Erreichbarkeit
Die Alte Fasanerie liegt am südlichen Mainufer im Hanauer Stadtteil Klein-Auheim, eingebettet in ein ausgedehntes Waldgebiet zwischen Main und dem Vorderen Spessart. Hanau selbst zählt zum östlichen Rand des Rhein-Main-Ballungsraums, rund 25 Kilometer östlich der Frankfurter Innenstadt. Die meisten Besucher kommen aus Frankfurt, Offenbach, Aschaffenburg, Darmstadt und dem südhessischen Raum — der Park ist als Tagesausflug von praktisch jedem Punkt im Rhein-Main-Gebiet in unter einer Stunde erreichbar. Die Lage am Main mit dichten Buchen-, Eichen- und Kiefernbeständen prägt den Charakter der Anlage: hier ist Wildpark nicht inszeniertes Naturidyll, sondern echter hessischer Mischwald.
Mit dem Auto
Klassische Anreise erfolgt über die Autobahnen A45 Hanau–Aschaffenburg oder A66 Frankfurt–Fulda. Aus beiden Richtungen führt die Ausfahrt Hanau-Steinheim am direktesten zum Park — von dort sind es noch rund 10 Minuten über Klein-Auheim bis zum Wildpark-Parkplatz. Aus Frankfurt nimmt die Strecke über die A66 und A45 rund 25 Minuten. Aus Aschaffenburg sind es ebenfalls knapp 25 Minuten über die A45. Direkt am Haupteingang steht ein großer kostenfreier Parkplatz für Pkw und Reisebusse zur Verfügung. An sonnigen Wochenenden, in den Oster-, Pfingst- und Sommerferien füllt sich der Parkplatz spürbar — frühe Anreise vor 10 Uhr lohnt sich, danach wird es eng. Wer vom südlichen Rhein-Main-Gebiet kommt, fährt über die A3 Frankfurt–Würzburg und wechselt am Seligenstädter Dreieck auf die A45.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Der Bahnhof Hanau-Klein-Auheim liegt an der Strecke Frankfurt–Aschaffenburg und wird im Halbstundentakt von Regionalbahnen bedient. Vom Bahnsteig führt ein ausgeschilderter Fußweg in rund 15 Minuten direkt durch den Wald zum Haupteingang des Wildparks — eine angenehme Annäherung, weil bereits der Anmarsch durch alten Buchenbestand führt. Vom Hauptbahnhof Frankfurt aus dauert die Fahrt rund 25 bis 30 Minuten plus Fußweg, vom Hauptbahnhof Hanau sind es nur zwei Stationen mit der Regionalbahn. Eine zweite Option ist der Stadtbus aus Hanau Innenstadt — er hält näher am Parkeingang, fährt aber weniger häufig als die Bahn. Wer das ICE-Netz nutzt, steigt am Hanau Hauptbahnhof um.
Mit dem Flugzeug
Der Flughafen Frankfurt am Main liegt rund 35 Kilometer westlich und ist über die A66 und A45 in etwa 35 bis 45 Minuten erreichbar — auch per S-Bahn und Regionalbahn mit Umstieg in Frankfurt machbar. Der zweite Rhein-Main-Flughafen Frankfurt-Hahn ist mit über 110 Kilometern Entfernung deutlich weiter weg und für Tagesausflüge nicht sinnvoll. Der Flughafen Köln-Bonn ist über die A3 in rund 1:30 Stunden erreichbar. Für die meisten Besucher dürfte die Anreise per Bahn oder Auto deutlich praktikabler sein als per Flugzeug — der Park bedient ein regionales Publikum aus dem Rhein-Main-Gebiet.
Vor Ort bewegen und Parken
Der Wildpark ist als reines Fuß-Areal angelegt, der Rundweg führt über mehrere Kilometer durch sämtliche Gehege-Bereiche und alte Waldparzellen. Die Hauptwege sind gut befestigt und mit Kinderwagen sowie überwiegend mit Rollstuhl zu bewältigen — einzelne Wege im hinteren Waldteil und am Wolfsgehege haben leichte Steigungen und Naturboden. Hunde sind im gesamten Park nicht erlaubt, was angesichts der vielen freilaufenden Wildtierarten in den großen Schaugehegen verständlich ist und für ruhige Beobachtungsphasen sorgt. Sitzbänke, mehrere Imbiss-Punkte mit hessischen Klassikern wie Handkäs und Frankfurter Würstchen, eine Gaststätte am Haupteingang und überdachte Picknick-Plätze verteilen sich über das gesamte Gelände. Wer einen ganzen Tag plant, sollte feste Schuhe einpacken — auf 110 Hektar kommen leicht acht bis zehn Kilometer Wegstrecke zusammen.
Tiere und Gehege in der Alten Fasanerie
Das Profil des Parks ist klar gesetzt und seit Jahrzehnten konsequent verfolgt: Hier leben ausschließlich Arten, die in Mitteleuropa heimisch sind oder es einmal waren. Damit unterscheidet sich die Alte Fasanerie bewusst von klassischen Zoos mit Tropenhallen, Elefanten oder Großkatzen — die Stärke der Anlage liegt im konsequenten Heimatfauna-Profil, in der Größe der Gehege und in der ruhigen Atmosphäre eines echten hessischen Mischwaldes. Rund 600 Tiere aus etwa 80 Arten leben in großzügig dimensionierten, naturnahen Gehegen, viele davon mit ausgedehntem Wald- und Wiesenbewuchs. Auf 110 Hektar verteilt sich der Bestand so weiträumig, dass Beobachtung Zeit und Geduld erfordert — wer schnell von einer Sensation zur nächsten hetzen will, ist hier falsch.
Wölfe — heimisches Rudel im Schaugehege
Das Wolfsareal ist eines der Schwerpunkte der Anlage. Ein Rudel mitteleuropäischer Grauwölfe lebt auf mehreren Hektar Mischwald mit Sichtachsen, Beobachtungspunkten und ausgedehnten Versteck-Möglichkeiten. Anders als reine Show-Anlagen setzt die Alte Fasanerie auf natürliche Beobachtung — die Tiere zeigen sich, wenn sie wollen, und ziehen sich in den Wald zurück, wenn ihnen danach ist. Bei kommentierten Pflegerführungen und während ausgewählter Fütterungen erläutern die Mitarbeiter Rudelhierarchie, Welpenaufzucht und das aktuelle Wolfsmanagement in Deutschland. Die Lage in einem traditionsreichen Jagdwald, in dem vor 250 Jahren der letzte Wolf erlegt wurde, gibt dem Areal eine besondere historische Dimension.
Luchse und europäische Wildkatzen
Die Gehege für Eurasischen Luchs und europäische Wildkatze liegen im Waldteil des Parks. Beide Arten sind in Deutschland akut bedroht oder erst seit kurzem zurückgekehrt — die Alte Fasanerie ist Teil internationaler Erhaltungszuchtprogramme und gehört in Hessen zu den wenigen Einrichtungen, die beide Arten halten. Die scheuen Tiere zeigen sich tagsüber selten; in den ersten Öffnungsstunden und in der späten Nachmittagsdämmerung stehen die Chancen am besten. Wer Geduld mitbringt und an den Gehegen verweilt, statt schnell weiterzugehen, wird oft belohnt — mit dem Anblick einer Wildkatze auf dem Sonnen-Felsen oder eines Luchses am Wassergraben.
Wildschweine, Rot- und Damwild
Der zentrale Wildschwein-Bereich gehört zu den großzügigsten Anlagen im Rhein-Main-Gebiet — eine ganze Rotte mit Frischlingen, Bachen und Keilern lebt hier in offenem Mischwald. Besonders im Frühjahr mit den jungen Frischlingen und im Herbst zur Eichelmast ist das Gehege ein Publikumsmagnet. Ergänzt wird das Profil durch große Schaugehege für Rotwild, Damwild, Mufflons und Sikahirsche. Während der Brunft im September und Oktober röhren die Rothirsche durch den Wald — ein Naturschauspiel, das in vielen klassischen Zoos längst nicht mehr zu erleben ist. Im Streichelzoo am Eingang treffen kleinere Besucher auf zahme Ziegen, Schafe und Esel.
Greifvögel und Vogelwelt
Die Alte Fasanerie pflegt eine umfangreiche Greifvogel-Sammlung mit Adlern, Bussarden, Falken, Geiern und Eulen. Ihren Namen verdankt der Park ursprünglich den Fasanen, die hier seit 1773 gezüchtet wurden — auch heute leben Fasane und andere heimische Federwildarten auf dem Gelände. Eulen-Voliere, Falknerei und Greifvogel-Anlagen sind über den Park verteilt; einzelne Volieren sind so groß, dass die Tiere echte Flugbahnen ausnutzen können. Die Vielfalt der hessischen Vogelwelt von der Waldohreule bis zum Kolkraben ist in keiner anderen Anlage im Rhein-Main-Gebiet in dieser Dichte zu sehen.
Die 6 Tier-Highlights im Überblick
Wolfsgehege im Mischwald
Ein Rudel mitteleuropäischer Grauwölfe lebt auf mehreren Hektar in einem der traditionsreichsten Jagdwälder Hessens. Beobachtungspunkte und Sichtachsen ermöglichen Einblicke — Pflegerführungen erklären Rudelhierarchie, Welpenaufzucht und Wolfsmanagement in Deutschland.
Luchs- und Wildkatzen-Areal
Eurasischer Luchs und europäische Wildkatze sind Teil internationaler Erhaltungszuchtprogramme. Die scheuen Tiere zeigen sich besonders in den frühen Morgenstunden und in der späten Nachmittagsdämmerung — wer Geduld mitbringt, wird belohnt.
Wildschwein-Großgehege
Eine vollständige Rotte mit Frischlingen, Bachen und Keilern lebt in einem offenen Mischwald-Areal. Im Frühjahr mit den jungen Frischlingen und im Herbst zur Eichelmast bietet das Gehege Naturschauspiele aus nächster Nähe.
Rotwild und Hirsch-Brunft
Große Rotwild- und Damwild-Gehege ziehen sich durch den Park. Während der Brunft im September und Oktober röhren die Rothirsche durch den Wald — ein Naturschauspiel, das in klassischen Zoos kaum noch zu erleben ist.
Greifvogel- und Eulen-Volieren
Adler, Bussarde, Falken, Geier und Eulen leben in großzügigen Volieren über das gesamte Gelände verteilt. Ihren Namen verdankt der Park ursprünglich der Fasanenzucht der hessischen Kurfürsten — das vogelkundliche Profil ist seit 250 Jahren prägend.
Streichelzoo am Eingang
Zahme Ziegen, Schafe und Esel leben in einem ebenerdigen Kontaktgehege. Kinder dürfen die Tiere streicheln und mit Pflanzenfutter aus dem Automaten füttern — ein verlässlicher Highlight-Stopp für Familien mit jüngeren Kindern direkt am Park-Auftakt.
Wildpark Alte Fasanerie im Vergleich mit anderen Wildparks und Zoos im Rhein-Main-Gebiet
Die Alte Fasanerie ist mit 110 Hektar deutlich die größte Anlage im Rhein-Main-Gebiet und das einzige Großareal mit reinem Schwerpunkt auf einheimische Wildtiere — wer Exoten erwartet, ist im Frankfurter Zoo oder im Opel-Zoo besser aufgehoben.
Geschichte und Charakter
Die Wurzeln der Alten Fasanerie reichen bis 1773 zurück. In jenem Jahr ließen die Kurfürsten von Hessen-Kassel die ausgedehnten Mainwälder südlich von Hanau zum kurfürstlichen Fasanen-Jagdrevier umbauen — ein höfisches Statussymbol, das in vielen deutschen Residenzen üblich war. Über mehr als zwei Jahrhunderte blieb das Areal als Jagdwald in herrschaftlicher Hand, bis es nach dem Zweiten Weltkrieg in staatlichen Besitz überging. Die Eröffnung als Wildpark im heutigen Sinn erfolgte 1955 — damit gehört die Alte Fasanerie zu den ältesten öffentlichen Wildparks Hessens. Über sieben Jahrzehnte hat sich die Anlage von einem regionalen Ausflugsziel zu einer der wichtigsten Adressen für die Heimatfauna im westdeutschen Raum entwickelt.
Lage am südlichen Mainufer
Klein-Auheim ist der südlichste Stadtteil Hanaus, gelegen am rechten Ufer des Mains zwischen Hanau und Seligenstadt. Charakteristisch ist die landschaftliche Mischung aus Mainauen, alten Eichen- und Buchenwäldern und dem Übergang zum Vorderen Spessart. Direkt vor den Toren des Wildparks beginnt der Main-Radweg, eine der populärsten Fernradrouten Hessens. Wer Wildpark-Besuch und Region kombinieren möchte, findet rund acht Kilometer flussaufwärts die historische Klosterstadt Seligenstadt mit ihrem Karolinger-Kloster und mittelalterlichem Kern — eines der schönsten Fachwerkstädtchen Hessens.
Heimatfauna als zweite Säule
Neben dem klassischen Wildpark-Betrieb ist die Anlage in mehrere europäische Erhaltungszuchtprogramme eingebunden. Eurasischer Luchs und europäische Wildkatze sind die wichtigsten Arten — beide gelten in Deutschland als hochbedroht oder erst seit kurzem auf dem Weg der Rückkehr. Einige Nachzuchten gehen in Auswilderungsprojekte, etwa in den Pfälzerwald, in den Harz oder in osteuropäische Schutzgebiete. Damit hebt sich die Alte Fasanerie deutlich von reinen Schau-Tierparks ab — Besucher erleben hier nicht nur Tiere, sondern aktive Heimatfauna-Erhaltung. Die Kombination aus Größe, Tradition und Artenfokus macht den Park zu einer der bedeutendsten Einrichtungen seiner Art in Süddeutschland.
Praktische Tipps für den Wildpark-Besuch
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Eintritt und Familienkarte sparen Geld
Der reguläre Erwachsenen-Eintritt liegt bei rund 7 Euro, Kinder zahlen ermäßigt deutlich weniger. Familienkarten sind oft günstiger als die Summe einzelner Tickets, Jahreskarten lohnen sich ab dem zweiten Besuch im Jahr. Im Vergleich zu klassischen Zoos wie dem Frankfurter Zoo oder dem Opel-Zoo liegt das Preisniveau spürbar niedriger.
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Mit Bahn und Fußweg anreisen
Der Bahnhof Hanau-Klein-Auheim liegt nur 15 Minuten zu Fuß vom Haupteingang entfernt — der Weg führt durch alten Buchenwald und ist bereits ein Naturerlebnis. Wer das Auto stehen lässt, spart Parkplatzsuche an Sommer-Wochenenden und kommt entspannter an. Die Regionalbahn aus Frankfurt fährt im Halbstundentakt.
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Mit Seligenstadt oder Main-Radweg kombinieren
Wer früh anreist und gegen 14 Uhr aus dem Park kommt, kann nachmittags Seligenstadt oder einen Abschnitt des Main-Radwegs mitnehmen. Die Karolinger-Klosterstadt liegt acht Kilometer flussaufwärts und ist eines der schönsten Fachwerk-Ensembles Hessens. Die Kombination macht aus dem Tagesausflug ein Mainufer-Programm mit Tieren, Wald und Kultur.
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Pflegerführungen am Wolfsgehege
Mehrmals wöchentlich finden kommentierte Wolf-Fütterungen mit Pflegerführung statt. Das ist die spannendste Gelegenheit, Rudelhierarchie, Welpenaufzucht und aktuelles Wolfsmanagement in Deutschland aus erster Hand zu erfahren. Termine hängen am Eingang aus und am Wolfsareal — frühzeitig hingehen, weil die Plätze begehrt sind.
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Fütterungszeiten ablesen
Die Aushänge am Eingang zeigen die Fütterungszeiten der einzelnen Tierarten. Wolf-, Luchs- und Greifvogel-Fütterungen sind die Top-Termine — wer den Tagesplan an drei bis vier Fütterungen orientiert, sieht die scheuen Arten durchgängig aktiv statt im Versteck. Die Fütterungen sind im Eintritt enthalten.
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Barrierefreiheit auf Hauptwegen
Die Hauptwege sind asphaltiert oder gut befestigt und in weiten Teilen mit Rollstuhl sowie Kinderwagen befahrbar. Einige Nebenwege im Wolfs- und Luchs-Areal haben leichte Steigungen und Naturboden. Am Eingang gibt es eine Übersichtskarte mit empfohlener Route durch die zugänglichen Gehege-Bereiche — auf 110 Hektar sind Strecken-Entscheidungen wichtig.
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Beste Besuchszeit zwischen Frühjahr und Herbst
Von April bis Oktober sind alle Tiere aktiv, im Sommer empfiehlt sich der frühe Vormittag, weil viele Arten die Mittagshitze meiden. Die Hirsch-Brunft im September und Oktober ist ein besonderes Naturschauspiel — Wölfe und Luchse sind im Winter besonders gut zu beobachten und tragen dann ihr volles Winterfell.
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Regen ist kein Ausschlusskriterium
Im Mischwald ist das Mikroklima auch bei Regen erträglich, viele Tiere zeigen sich gerade dann aktiver. Wer eine Regenjacke und feste Schuhe dabei hat, kommt auch an grauen Tagen gut durch — überdachte Picknick-Plätze und die Gaststätte am Haupteingang bieten trockene Pausen.
Insider-Tipps
Frühmorgens für scheue Arten
Luchse, Wildkatzen und auch die Wölfe sind in den ersten zwei Öffnungsstunden deutlich aktiver als nach 11 Uhr. Wer pünktlich zur Öffnung kommt, hat die ruhigsten Bereiche fast für sich allein und sieht Arten, die sich später am Tag in den hinteren Gehege-Bereich zurückziehen oder im Versteck bleiben. Auch fotografisch sind die frühen Stunden Gold wert — das weiche Licht im Buchenwald kommt sonst kaum so vor.
Brunft-Zeit im Herbst
Wer den Park im September oder Oktober besucht, erlebt eines der eindrucksvollsten Naturschauspiele Mitteleuropas — die Rothirsch-Brunft. Die Platzhirsche röhren durch den Wald, kämpfen um die Vorherrschaft und ziehen Schaulustige aus dem gesamten Rhein-Main-Gebiet an. In klassischen Zoos ist die Brunft längst nicht mehr in dieser Intensität zu erleben — die 110 Hektar Mischwald machen es möglich.
Kombi mit Main-Radweg
Wer per Rad anreist, kombiniert den Wildpark-Besuch elegant mit dem Main-Radweg. Vom Bahnhof Hanau aus führt die Strecke flussabwärts in rund 30 Minuten zum Park, anschließend lässt sich der Rückweg flussaufwärts nach Seligenstadt oder Aschaffenburg verlängern. Die Mainauen mit ihren alten Pappeln und Sandflächen sind ein eigenes Naturerlebnis — Wildpark und Fluss-Radtour ergänzen sich perfekt.



