Der Weltvogelpark Walsrode liegt mitten in der Lüneburger Heide, rund 60 Kilometer nordöstlich von Hannover, und gilt als der größte Vogelpark der Welt. Auf rund 24 Hektar leben dort etwa 4.000 Vögel in rund 650 Arten — das ist die weltweit größte Vogel-Sammlung in einer einzigen Anlage und macht Walsrode für Ornithologen, Familien und Tier-Fans gleichermaßen zur Pflichtadresse. Gegründet wurde der Park 1962 von Wolf Brehm, einem Nachfahren von Alfred Brehm, dessen Werk Brehms Tierleben bis heute zu den wichtigsten populären Tier-Enzyklopädien gehört — diese Brehm-Tradition prägt den konservatorischen Anspruch des Parks bis heute. Rund 500.000 Besucher pro Jahr machen den Weltvogelpark zu einem der erfolgreichsten Tier-Ausflugsziele Niedersachsens. Markenzeichen sind die Tropenhalle Toba mit ihrem nachgebildeten Indo-Pazifik-Tropenwald und frei fliegenden Vögeln, das Lori-Atrium mit Hand-Fütterung der bunten Papageien, große Greifvogel-Volieren, eine Pinguin-Anlage und die täglichen Flugshows mit Adlern, Geiern und Eulen. Der Eintritt liegt bei rund 26 Euro und macht den Park zu einem klassischen Tagesziel für Familien aus Hannover, Bremen, Hamburg und dem gesamten norddeutschen Raum, das man bei jedem Wetter besuchen kann — die großen Tropenhallen und Volieren machen den Park weitgehend regen-unabhängig.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Weltvogelpark Walsrode liegt verkehrsgünstig in der Lüneburger Heide an der Autobahn A7 zwischen Hannover und Hamburg und ist daher aus großen Teilen Norddeutschlands gut erreichbar. Die direkte Lage an der A7 macht den Park zum klassischen Tagesziel für Familien aus dem Raum Hannover, Bremen, Hamburg, Bielefeld und Braunschweig — die meisten Besucher kommen mit dem Auto, die Bahn-Anbindung ist möglich, verlangt aber etwas Planung. Wer aus dem Süden kommt, fährt rund 45 Minuten von Hannover, aus Hamburg sind es etwa eine Stunde und 15 Minuten.
Mit dem Auto
Aus allen Richtungen erreicht man den Weltvogelpark am einfachsten über die Autobahn A7, Ausfahrt 47 Westenholz/Walsrode, von dort führt eine gut ausgeschilderte Strecke in wenigen Minuten direkt zum Park. Aus dem Raum Bremen führt die Strecke über die A27 und die A7, aus Richtung Osnabrück über die A1 und die A7. Der Park verfügt über mehrere große Besucherparkplätze direkt am Eingang mit rund 1.000 Stellplätzen, an warmen Wochenenden in den Sommerferien füllt sich der Hauptparkplatz am späten Vormittag, ein früher Start lohnt sich. Das Parken ist kostenfrei und im Eintritt enthalten.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Der nächstgelegene Bahnhof ist Walsrode an der Strecke Hannover–Buchholz mit regionalen Verbindungen aus Hannover und Soltau. Vom Bahnhof Walsrode verkehrt in der Saison eine Buslinie zum Weltvogelpark mit eingeschränkter Frequenz, alternativ ist der Park mit dem Taxi in wenigen Minuten zu erreichen. Wer aus Hannover ohne Auto anreisen will, sollte vorab den aktuellen Fahrplan der Saisonbuslinie prüfen — für ein Wochenende ohne Auto funktioniert die Anreise, im Winter ist sie deutlich umständlicher.
Mit dem Flugzeug
Die nächstgelegenen Flughäfen sind Hannover-Langenhagen mit rund 60 Kilometer Entfernung und Hamburg-Fuhlsbüttel mit etwa 100 Kilometer. Hannover ist über die A7 in rund 45 Minuten mit dem Mietwagen erreichbar, Hamburg in einer guten Stunde. Für Besucher aus dem süddeutschen Raum oder aus dem Ausland ist der Flughafen Hannover die natürliche Wahl, weil die A7 direkt zum Park führt.
Vor Ort bewegen und Parken
Innerhalb des Weltvogelparks bewegt man sich ausschließlich zu Fuß, das Gelände ist mit rund 24 Hektar überschaubar, verlangt aber dennoch einen ganzen Tag für einen vollständigen Rundgang, weil sich Toba, Lori-Atrium, Flugshows und die einzelnen Themenbereiche an unterschiedlichen Ecken des Parks verteilen. Die Hauptwege sind durchgehend gut begehbar und kinderwagenfreundlich, ebene Pflasterung und befestigte Wege sind die Regel. Behindertenparkplätze und ein barrierefreier Eingang liegen am Hauptparkplatz, die Tropenhallen und das Lori-Atrium sind ebenfalls barrierefrei zugänglich. Für längere Strecken im Park empfiehlt sich bequemes Schuhwerk, der Park bietet zudem einen kostenlosen Bollerwagen-Verleih für Familien mit Kleinkindern.
Geschichte und Charakter
Die Geschichte des Weltvogelparks beginnt 1962, als Wolf Brehm — ein Nachfahre des Tierforschers Alfred Brehm — in der Lüneburger Heide einen Vogelpark eröffnete, der sich von Anfang an als wissenschaftlich orientierte Vogel-Sammlung verstand. Brehms Tierleben, das im 19. Jahrhundert von Alfred Brehm verfasste und später mehrfach überarbeitete populärwissenschaftliche Standardwerk zur Tierwelt, gilt bis heute als eines der wichtigsten Werke der populären Zoologie — diese Brehm-Tradition prägt den konservatorischen Anspruch des Walsroder Parks bis heute. Was als Familienunternehmen mit einigen Tausend Vögeln begann, hat sich über mehr als sechs Jahrzehnte zur weltweit größten Vogel-Sammlung in einer einzigen Anlage entwickelt.
Mit rund 4.000 Vögeln in etwa 650 Arten steht der Weltvogelpark Walsrode in einer eigenen Liga — kein anderer Vogelpark der Welt zeigt diese Artenvielfalt auf einer einzigen Fläche. Die 24 Hektar Park sind in mehrere Themenbereiche gegliedert, die der Geographie und Avifauna der großen Kontinente folgen: ein Asien-Bereich mit Fasanen, Kranichen und Tropenvögeln, ein Afrika-Bereich mit Geiern, Strauß-Verwandten und farbenfrohen Webervögeln, ein Amerika-Bereich mit Aras, Kondoren und Kolibris sowie ein Europa-Bereich mit Greifvögeln, Eulen und Wasservögeln. Diese geografische Ordnung erleichtert es Besuchern, sich einen Überblick über die globale Vogelwelt zu verschaffen, und macht den Rundgang gleichzeitig zur Lehrstunde in Vogelkunde.
Inhaltlich verbindet der Park drei Anliegen — die Zurschaustellung der ganzen Bandbreite der Vogelwelt, die Erhaltungszucht bedrohter Arten und die Vermittlung von Wissen über Vogel-Biologie und Vogel-Schutz. Mehrere Arten, die im Weltvogelpark gezüchtet werden, sind in freier Wildbahn akut bedroht, und der Park beteiligt sich an internationalen Zuchtprogrammen für Aras, Tukane, Geier und tropische Tauben. Das macht den Weltvogelpark deutlich anders als die meisten Stadtzoos in Deutschland und positioniert ihn in einer eigenen Nische zwischen Tier-Schauanlage, wissenschaftlicher Sammlung und konservatorischer Einrichtung.
Die Themenwelten des Weltvogelparks
Der Park ist in mehrere große Themenbereiche gegliedert, die der Geographie der großen Kontinente folgen und in jeweils eigenen Hallen, Volieren und Freianlagen die typischen Vogelarten der jeweiligen Region zeigen. Anders als ein klassischer Zoo arbeitet Walsrode konsequent mit der Klasse Vögel und vermeidet jede Vermischung mit Säugetieren — das macht den Park zur reinsten Vogel-Sammlung der Welt und gibt jedem Bereich einen klaren ornithologischen Schwerpunkt.
Tropenhalle Toba — Indo-Pazifik im Großformat
Die Tropenhalle Toba ist das Herzstück des Weltvogelparks und gehört zu den größten begehbaren Tropenhallen Europas. Auf mehreren Tausend Quadratmetern ist ein Indo-Pazifik-Tropenwald nachgebildet, in dem Vögel frei zwischen den Bäumen fliegen und Besucher auf erhöhten Stegen und Pfaden mitten durch das Geschehen wandern. Eingeflogen sind Arten wie Bartvögel, Glanzstare, Fruchttauben und kleine Papageien, die sich kaum von den Besuchern stören lassen — die Halle vermittelt einen direkten Eindruck der Vielfalt eines tropischen Regenwaldes.
Lori-Atrium — Hand-Fütterung bunter Papageien
Das Lori-Atrium ist eine der publikumswirksamsten Stationen des Parks — hier können Besucher die bunten Loris, eine kleine Gruppe von Papageien aus dem indo-pazifischen Raum, mit Nektarbechern aus der Hand füttern. Die Vögel landen direkt auf Schulter, Arm oder Becher und liefern Begegnungen mit Tieren, die in einem klassischen Zoo unmöglich sind. Die Nektarbecher sind an einem kleinen Stand am Eingang des Atriums zu einem geringen Aufpreis erhältlich, der Erlös fließt in die Pflege des Bestands.
Pinguin-Anlage — die kalten Verwandten
Die Pinguin-Anlage zeigt mehrere kleine Pinguin-Arten in einer naturnah gestalteten Anlage mit Felsen, Wasserbecken und einer Unterwasser-Sichtachse. Besonders eindrucksvoll sind die täglichen Fütterungen, bei denen Pflegerinnen und Pfleger Einblicke in das Sozialverhalten der Vögel geben und auf die Bedrohung der Arten in freier Wildbahn hinweisen. Die Pinguine sind ganzjährig zu sehen und gehören zu den Lieblingsstationen jüngerer Besucher.
Greifvogel-Voliere und Flugshows
Die große Greifvogel-Voliere und die anschließende Flugarena sind das Programm-Herzstück des Weltvogelparks. Falknerinnen und Falkner führen täglich mit Adlern, Geiern, Bussarden, Falken und Eulen — die Vögel fliegen frei über die Köpfe der Zuschauer und kehren auf Handschuh-Signal zurück. Besonders eindrucksvoll ist der Vorbeiflug der großen Geier, die mit Spannweiten von bis zu drei Metern nur wenige Meter über das Publikum gleiten. Die Vorführungen finden meist am späten Vormittag und am frühen Nachmittag statt.
Asien-, Afrika- und Amerika-Bereich
Die geografisch gegliederten Themenbereiche zeigen die typische Avifauna der jeweiligen Kontinente in Freianlagen und überdachten Volieren. Im Asien-Bereich leben Fasanen, Kraniche und tropische Tauben, der Afrika-Bereich konzentriert sich auf Geier, Strauß-Verwandte, Marabus und farbenfrohe Webervögel. Der Amerika-Bereich zeigt große Aras, Kondoren, Tukane und Kolibris in spezialisierten Hallen und Volieren — ein Rundgang durch alle drei Bereiche dauert mehrere Stunden und ergibt einen geografisch geordneten Überblick über die globale Vogelwelt.
Europäische Vögel und Eulen-Voliere
Der europäische Bereich des Parks zeigt heimische Greifvögel, Eulen und Wasservögel in naturnahen Anlagen, die der Landschaft der Lüneburger Heide nachempfunden sind. Besonders die Eulen-Voliere mit Uhus, Schleiereulen, Steinkäuzen und Schnee-Eulen ist gut besucht — viele dieser Arten sind in Deutschland selten oder lokal ausgestorben, und ihre Erhaltungszucht in Walsrode trägt zu europaweiten Wiederansiedlungsprogrammen bei.
Die sechs Bereiche im Überblick
Tropenhalle Toba
Mehrere Tausend Quadratmeter nachgebildeter Indo-Pazifik-Tropenwald mit frei fliegenden Vögeln. Bartvögel, Glanzstare, Fruchttauben und kleine Papageien zwischen den Bäumen, Besucher wandern auf erhöhten Stegen und Pfaden mitten durch das Geschehen.
Lori-Atrium
Hand-Fütterung bunter Papageien mit Nektarbechern — Loris landen direkt auf Schulter, Arm oder Becher. Eine der publikumswirksamsten Stationen des Parks mit Begegnungen, die in einem klassischen Zoo unmöglich sind.
Pinguin-Anlage
Naturnah gestaltete Anlage mit Felsen, Wasserbecken und Unterwasser-Sichtachse für mehrere kleine Pinguin-Arten. Tägliche Fütterungen mit Pflegervorträgen zum Sozialverhalten und zur Bedrohung der Arten in freier Wildbahn.
Greifvogel-Flugshow
Tägliche Vorführungen mit Adlern, Geiern, Bussarden, Falken und Eulen, die frei über die Köpfe des Publikums fliegen. Spannweiten von bis zu drei Metern bei den großen Geiern — eines der eindrucksvollsten Programme im Park.
Asien-, Afrika- und Amerika-Bereich
Geografisch gegliederte Themenbereiche mit typischer Avifauna der jeweiligen Kontinente. Fasanen und Kraniche, Geier und Webervögel, Aras und Tukane in Freianlagen und überdachten Volieren — ein Rundgang dauert mehrere Stunden.
Europäische Vögel und Eulen
Heimische Greifvögel, Eulen und Wasservögel in naturnahen Anlagen nach Vorbild der Lüneburger Heide. Uhus, Schleiereulen, Steinkäuze und Schnee-Eulen — Erhaltungszucht für europaweite Wiederansiedlungsprogramme.
Vogelparks im Vergleich — wo Walsrode steht
Walsrode steht im Vergleich durch seinen kompromisslosen Vogel-Fokus in einer eigenen Liga — kein anderer Park der Welt zeigt 650 Vogelarten auf einer einzigen Fläche. Die Kombination aus Tropenhalle, Lori-Atrium und täglichen Greifvogel-Shows macht den Park zum Spezialisten unter den deutschen Tier-Ausflugszielen.
Vogel-Sammlung und Konzeption — was Walsrode besonders macht
Anders als ein klassischer Stadtzoo, der eine Bandbreite verschiedener Tierklassen zeigt, konzentriert sich der Weltvogelpark Walsrode ausschließlich auf die Klasse Vögel und vermeidet jede Vermischung. Diese Reduktion ist Programm und macht den Park zur reinsten Vogel-Sammlung der Welt — mit rund 4.000 Individuen in 650 Arten steht keine andere Anlage auch nur in der Nähe. Für Ornithologen und Vogel-Begeisterte ist Walsrode damit eine internationale Pilgeradresse, für Familien und Tier-Fans ein Ausflugsziel mit besonders hoher Begegnungs-Dichte.
Der wissenschaftliche Wert
Mit 650 gehaltenen Vogelarten ist der Weltvogelpark ein wichtiger Partner in internationalen Zuchtprogrammen und ein zentraler Anlaufpunkt für ornithologische Forschung in Mitteleuropa. Mehrere Arten, die in Walsrode gezüchtet werden, sind in freier Wildbahn akut bedroht — Aras aus Südamerika, asiatische Fasanen und tropische Tauben gehören zu den Schwerpunkt-Arten der Erhaltungszucht. Die Brehm-Tradition, die mit dem Gründer Wolf Brehm in den Park einzog, prägt diesen wissenschaftlichen Anspruch bis heute und unterscheidet Walsrode deutlich von rein touristischen Vogelparks.
Tierbestand und Begegnungs-Dichte
Der Schwerpunkt liegt auf der größtmöglichen Bandbreite — von winzigen Kolibris bis zu großen Geiern, von leise rufenden Loris bis zu lautstark trompetenden Kranichen. Diese Bandbreite macht den Park zu einem akustischen und visuellen Erlebnis-Raum, der in dieser Konzentration in keinem anderen Tierpark der Welt zu erleben ist. Die freien Begegnungen in der Tropenhalle Toba und im Lori-Atrium sind dabei das eigentliche Alleinstellungsmerkmal, weil sie eine Nähe zu Vögeln erlauben, die in Käfigen und Volieren unmöglich wäre.
Naturschutz und Erhaltungszucht
Der Weltvogelpark beteiligt sich an mehreren internationalen Erhaltungszuchtprogrammen für bedrohte Vogelarten. Aras, tropische Tauben, asiatische Fasanen und Geier gehören zu den Schwerpunkt-Arten — Nachzuchten aus Walsrode haben in den vergangenen Jahrzehnten zu Wiederansiedlungs- und Auswilderungsprojekten in verschiedenen Ländern beigetragen. Diese konservatorische Arbeit ist im Park an mehreren Tafeln und in Pflegervorträgen dokumentiert und unterscheidet Walsrode deutlich von einer reinen Schauanlage.
Lage in der Lüneburger Heide und Umfeld
Der Weltvogelpark liegt in der nordwestlichen Lüneburger Heide, einem der größten zusammenhängenden Heidegebiete Europas mit weiten Wacholder-Landschaften, Heideflächen und kleinen Birken- und Kiefernwäldern. Diese Lage prägt den Charakter des Parks tiefer als bei jedem Stadtzoo — die Heide liefert die Kulisse, das Klima und den natürlichen Bestand der heimischen Vogelwelt. Die Region gilt als eine der naturreichsten in Niedersachsen und ist ein Schwerpunktgebiet für naturnahen Tourismus und Wandern.
In der Umgebung des Weltvogelparks bieten sich mehrere ergänzende Ausflugsziele an, die sich gut mit einem Park-Besuch verbinden lassen — Walsrode mit seinem Heidekloster aus dem Mittelalter, der Vogelpark-Naturschutzpark Lüneburger Heide rund um den Wilseder Berg, der Heide-Park Soltau als großer Freizeitpark der Region und das Heidemuseum Schneverdingen für regionale Volkskunde. Für Mehrtages-Aufenthalte ist die Lüneburger Heide ein touristischer Rahmen, der Vogelpark, Heide-Wanderungen, Wacholder-Hain und mehrere historische Klöster zusammenbringt.
Praktische Tipps für den Weltvogelpark-Besuch
-
€
Online-Ticket sichern
Tickets sind online meist einige Euro günstiger als an der Kasse und ersparen die Warteschlange am Eingang, gerade an warmen Wochenenden in den Sommerferien ein klarer Vorteil. Die Familienkarte lohnt sich ab zwei Kindern, eine Jahreskarte amortisiert sich ab dem zweiten Besuch und beinhaltet oft Rabatte bei den Nektarbechern im Lori-Atrium und in der Gastronomie.
-
✦
Bequemes Schuhwerk mitbringen
Das Gelände erstreckt sich über rund 24 Hektar mit ebenen, befestigten Wegen, ein vollständiger Rundgang verlangt dennoch mehrere Stunden Fußweg zwischen Toba, Lori-Atrium, Pinguin-Anlage und den geografischen Themenbereichen. Bequeme Turnschuhe sind klar besser als enges Schuhwerk, in den Tropenhallen ist es warm und feucht — leichte Kleidung in Schichten ist ideal.
-
+
Greifvogel-Flugshow einplanen
Die täglichen Flugshows mit Adlern, Geiern und Eulen sind eines der prägenden Erlebnisse im Park und sollten fest im Tagesplan stehen. Aktuelle Zeiten hängen am Eingang aus, meist finden zwei Vorführungen pro Tag statt — am späten Vormittag und am frühen Nachmittag. Beste Plätze auf den Tribünen füllen sich rund eine halbe Stunde vor Beginn.
-
i
Lori-Atrium mit Nektarbecher besuchen
Das Lori-Atrium ist nur dann ein echtes Erlebnis, wenn man die Hand-Fütterung mit einem Nektarbecher mitmacht — die kleinen Becher sind an einem Stand am Eingang des Atriums zu einem geringen Aufpreis erhältlich. Die Loris landen direkt auf Schulter, Arm oder Becher und liefern Begegnungen, die in einem klassischen Zoo unmöglich sind. Am besten gleich am Morgen, dann sind die Vögel besonders aktiv.
-
⌘
Tropenhalle Toba in Ruhe erkunden
Die Tropenhalle Toba lohnt sich für mindestens 45 Minuten — auf den erhöhten Stegen und Pfaden lassen sich frei fliegende Vögel in Ruhe beobachten, einzelne Bartvögel und Glanzstare kommen sehr nah heran. Wer Fotos machen will, sollte die feuchtwarme Luft in der Halle einkalkulieren — Objektive beschlagen, weil der Übergang vom kühleren Außenbereich groß ist. Eine kurze Eingewöhnungszeit hilft.
-
♿
Barrierefreiheit prüfen
Die Hauptwege sind durchgehend kinderwagen- und rollstuhlfreundlich, ebene Pflasterung und befestigte Wege sind die Regel. Tropenhalle Toba, Lori-Atrium und Pinguin-Anlage sind ebenfalls barrierefrei zugänglich, einzelne Volieren im Asien- und Amerika-Bereich haben kleinere Schwellen. Behindertenparkplätze und ein barrierefreier Eingang liegen am Hauptparkplatz, der Park bietet zudem einen kostenlosen Bollerwagen-Verleih für Familien mit Kleinkindern.
-
☀
Saison beachten
Der Weltvogelpark hat in der Hauptsaison von März bis Anfang November geöffnet, einzelne Wintertage und Termine zum Jahreswechsel werden zusätzlich angeboten. Die großen Tropenhallen und Volieren machen den Park weitgehend regen-unabhängig — ein Besuch lohnt sich auch bei wechselhaftem Wetter. Im Hochsommer können die Flugshows in der Mittagshitze pausieren, der aktuelle Plan steht am Eingang.
-
☂
Gastronomie und Picknick
Mehrere Restaurants und Imbiss-Stände im Park bieten warme Mahlzeiten, Snacks und Getränke zu üblichen Park-Preisen. Wer auf Gastronomie verzichten will, kann an mehreren Picknick-Plätzen mitgebrachtes Essen verzehren — die schönsten Plätze liegen rund um die Pinguin-Anlage und am See im Asien-Bereich. Trinkwasser-Brunnen sind im Park verteilt und kostenfrei nutzbar.
Insider-Tipps
Für Familien mit Kindern
Der Weltvogelpark ist mit seinen 24 Hektar gut bewältigbar für Familien mit Kindern jeden Alters, auch Dreijährige schaffen die Hauptattraktionen mit ein paar Pausen. Sinnvoll ist eine Konzentration auf Lori-Atrium, Tropenhalle Toba, Pinguin-Fütterung und die Greifvogel-Flugshow — vier Stationen, die garantiert begeistern. Der kostenlose Bollerwagen-Verleih am Eingang ist ein klarer Pluspunkt für Familien mit Kleinkindern, ab Schulalter funktioniert auch der vollständige Rundgang ohne Probleme.
Für Fotografen
Die besten Motive entstehen im Morgenlicht im Lori-Atrium, wenn die bunten Papageien noch frisch und aktiv sind, und in der Tropenhalle Toba, wo das diffuse Licht durch die Glasdächer eine besondere Atmosphäre schafft. Greifvögel im Flug sind eine fotografische Herausforderung — eine schnelle Brennweite, kurze Verschlusszeiten und ein guter Platz am Rand der Tribüne sind Pflicht. Für die geografischen Themenbereiche lohnt sich die späte Nachmittagssonne mit warmem Streiflicht über den Volieren.
Für Vogel-Liebhaber
Wer Walsrode wegen der Artenvielfalt besucht, sollte sich mindestens einen ganzen Tag Zeit nehmen und die Asien-, Afrika- und Amerika-Bereiche systematisch abgehen. Pflegervorträge an den Volieren geben tiefe Einblicke in Biologie, Sozialverhalten und Schutzstatus der einzelnen Arten und sind im Eintritt enthalten. Für Ornithologen lohnt sich ein zweiter Besuchstag, weil die Bandbreite mit 650 Arten an einem Tag kaum erschöpfend zu erleben ist — viele Wiederkehrer kombinieren Walsrode mit einer Heide-Wanderung am Folgetag.
Für Wiederkehrer
Wer den Weltvogelpark öfter besucht, profitiert von der Jahreskarte, die sich ab dem zweiten Besuch amortisiert. Saisonale Höhepunkte machen mehrere Besuche pro Jahr lohnenswert — die Lampion-Wochen im Spätsommer, die Falknerei-Tage im Frühling und die Adventszauber-Wochenenden im Dezember. Jede Saison zeigt einen anderen Park, weil sich Vogel-Aktivität, Vegetation und Lichtstimmung in den Tropenhallen und in der umgebenden Heide deutlich verändern.
Für Übernachtungsgäste
In Walsrode und der näheren Umgebung gibt es mehrere Hotels und Pensionen, die explizit Vogelpark-Pakete anbieten — mit Frühstück, Eintrittsticket und Wander-Hinweisen für die Lüneburger Heide. Wer aus der Ferne anreist und mehrere Tage plant, kann den Weltvogelpark gut mit dem Heide-Park Soltau, einer Wanderung am Wilseder Berg und dem Heidekloster Walsrode verbinden. Für Familien sind die mehreren Ferienparks in der Region eine günstige Alternative zum Hotel.






