Pelagia noctiluca – die Lungenqualle – ist in Spaniens Mittelmeergewässern ein echter Hingucker, allerdings ein gefährlicher. Ihre Tentakel können locker drei Meter lang werden und mit einem Kontakt einen ziemlich unangenehmen Stich verursachen. Besonders im Sommer tauchen diese Tiere oft in großen Schwärmen auf, was das Schwimmen manchmal zu einer nervenaufreibenden Angelegenheit macht. Ehrlich gesagt, habe ich sie dort schon öfter gesehen, wenn das Wasser warm war, und bin jedes Mal froh, genau aufzupassen.
Ganz anders verhält es sich mit der Ohrenqualle (Aurelia aurita), die eher harmlos daherkommt. Ihre durchsichtige Glocke mit den vier blauen Ringen sieht fast aus wie ein glitzerndes Kunstwerk unter Wasser – und zum Glück verursacht sie meist nur milde Hautreizungen. Die begegnet dir meist direkt an den Küsten, wo das Wasser nicht zu tief ist.
Übrigens hat sich die Sichtung von Quallen in den letzten Jahren deutlich erhöht – Schuld daran sind wohl wärmere Wassertemperaturen und weniger Fische, die sonst Quallennachwuchs fressen würden. Gerade im Juni oder Juli bist du gut beraten, dich vor dem Sprung ins Meer mal online über aktuelle Quallenwarnungen zu informieren; es gibt tatsächlich praktische Apps für solche Fälle.
Falls du dennoch eine Begegnung hast: Bleib ruhig! Am besten sofort ärztliche Hilfe suchen, wenn der Schmerz stark wird. Meist sind die Juck- oder Brennattacken zwar unangenehm, aber nicht lebensgefährlich – trotzdem naja, besser ohne, oder?