Die Stadtpfarrkirche St. Michael in Regen pr'gt mit ihrem 75 Meter hohen Turm das Stadtbild der niederbayerischen Kreisstadt und gilt als eines der markantesten Wahrzeichen des Bayerischen Waldes. Die katholische Pfarrkirche steht direkt am Stadtplatz von Regen — der Adresse mitten im historischen Ortskern auf 542 Metern H'he — und ist zwischen 1893 und 1896 nach Pl'ne des Passauer Architekten Johann Baptist Schott errichtet worden. Schott zeichnete in derselben Epoche auch f'r die Stadtpfarrkirche Mari' Himmelfahrt im benachbarten Zwiesel verantwortlich; beide Bauten geh'ren zur Reihe neogotischer Backsteinkirchen, die im sp'ten 19. Jahrhundert die wachsenden Bayerwald-St'dte mit selbstbewussten neuen Pfarrkirchen ausstatteten. Die Pfarrei selbst reicht ins Mittelalter zur'ck — Regen ist seit 'ber 700 Jahren Pfarrsitz, der heutige Bau ist bereits der dritte an dieser Stelle. Innen pr'gen ein neogotischer Hochaltar, Glasfenster aus Bayerwald-Glasmacher-Werkst'tten und eine 1898 eingebaute Orgel den Raumeindruck. Der Eintritt ist frei, die Anreise vom Bahnhof Regen erfolgt in knapp zehn Minuten zu Fu'.

Anreise und Erreichbarkeit

Regen liegt im niederbayerischen Bayerischen Wald, rund 18 Kilometer s'dwestlich von Zwiesel und etwa 35 Kilometer n'rdlich von Deggendorf. Die Kreisstadt ist Mittelpunkt der Tourismus-Region und 'ber Bundesstra'e und Waldbahn gut erreichbar. Die Stadtpfarrkirche selbst steht im Zentrum direkt am Stadtplatz und ist von praktisch allen Anfahrtsrichtungen aus durch ihren weithin sichtbaren 75-Meter-Turm leicht zu finden.

Mit dem Auto

Aus s'dlicher Richtung 'ber die A3 Regensburg-Passau, Ausfahrt Deggendorf, weiter auf der B11 nordostw'rts nach Regen — die Strecke ist durchgehend zweispurig ausgebaut und in etwa 35 Minuten zur'ckzulegen. Aus Richtung M'nchen empfiehlt sich die A92 bis Deggendorf, von dort weiter 'ber dieselbe B11. Aus N'rnberg und dem Norden f'hrt die A3 ebenfalls direkt nach Deggendorf. In Regen stehen 'ffentliche Parkpl'tze rund um den Stadtplatz und am Schwarzen Steg unweit der Kirche zur Verf'gung, viele davon kostenfrei oder mit g'nstiger Parkscheibenregelung.

Mit der Bahn und dem 'PNV

Der Bahnhof Regen liegt an der Waldbahn-Linie Plattling — Bayerisch Eisenstein und wird im Stundentakt von Regionalz'gen bedient. Aus M'nchen erreicht man Regen 'ber Plattling in etwa 2:30 bis 2:50 Stunden, aus N'rnberg 'ber Schwandorf und Furth im Wald in rund drei Stunden. Vom Bahnhof Regen sind es zu Fu' rund zehn Minuten 'ber die Bahnhofstra'e in den Ortskern bis zum Stadtplatz und damit direkt zur Kirche. Wer mit der GUTi-G'stekarte des Bayerischen Waldes anreist, nutzt Waldbahn und Regionalbusse kostenfrei.

Mit dem Flugzeug

Der n'chste internationale Flughafen ist M'nchen-Erding rund 185 Kilometer s'dwestlich, gefolgt von N'rnberg rund 210 Kilometer im Westen. Ab M'nchen f'hrt die schnellste Verbindung per Mietwagen 'ber die A92 und B11 in etwa 2:15 Stunden. Per Bahn ist M'nchen-Hauptbahnhof in rund 2:40 Stunden mit Regen verbunden.

Vor Ort bewegen und Parken

Der historische Ortskern von Regen ist kompakt und l'sst sich gut zu Fu' erkunden. Vom Stadtplatz mit der Stadtpfarrkirche f'hren kurze Wege zum Schwarzen Regen, zur Burgruine Weissenstein oberhalb der Stadt und zu mehreren Caf's und Wirtsh'usern. F'r die etwas weiter au'erhalb gelegene Burgruine empfiehlt sich ein Aufstieg von rund 20 Minuten 'ber den Burgsteig. Behindertenparkpl'tze sind am Stadtplatz vorhanden, der Hauptzugang zur Kirche ist ebenerdig erreichbar.

M'nchen 180 km ~2:15 h via A92 und B11
Regensburg 95 km ~1:15 h via A3 und B11
Passau 75 km ~1:10 h via A3 und B85
Zwiesel 18 km ~25 min via B11
N'rnberg 210 km ~2:40 h via A3

Was es an der Stadtpfarrkirche zu sehen gibt

Die Stadtpfarrkirche St. Michael ist ein klassisches Beispiel f'r die Backstein-Neogotik des sp'ten 19. Jahrhunderts, wie sie in Bayern und 'sterreich zwischen 1880 und 1910 die Bl'tezeit der katholischen Sakralbaukunst pr'gte. Vier Elemente machen das Bauwerk besonders sehenswert — der weithin sichtbare 75-Meter-Turm, der neogotische Hochaltar im Inneren, die Glasfenster aus regionalen Bayerwald-Glasmacher-Werkst'tten und die historische Orgel von 1898. Wer den Stadtplatz von Regen betritt, sieht die Kirche schon von Weitem 'ber den umgebenden Geb'uden aufragen.

Der 75 Meter hohe Turm

Das markanteste Element der Kirche ist der schlanke neogotische Turm mit seinen 75 Metern H'he. Er ragt deutlich 'ber die D'cher des Stadtkerns hinaus und ist von vielen Punkten der Region aus zu sehen — von der Burgruine Weissenstein oberhalb der Stadt ebenso wie aus der Talaue des Schwarzen Regen. Der Turm tr'gt einen schlanken Spitzhelm und ist in feiner Backsteingliederung mit Lisenen, Spitzbogen-Schallarkaden und Pinakeln gestaltet. Der Eindruck erinnert bewusst an mittelalterliche Vorbilder, die der Bauherr und sein Architekt zur Identit'tsstiftung der wachsenden Bayerwald-Stadt nutzten.

Der neogotische Hochaltar

Im Inneren f'llt sofort der reich gestaltete Hochaltar im Chor auf. Er ist ein typisches Werk der historisierenden Sakralkunst des sp'ten 19. Jahrhunderts — geschnitzte Heiligenfiguren, Spitzbogen-Architektur, Fialen und Wimperge, alles im Stil der hochgotischen Vorbilder des 14. und 15. Jahrhunderts. Im Zentrum steht eine Figur des Pfarrpatrons Erzengel Michael, flankiert von Heiligen mit Bezug zur Bayerwald-Region. Die farbige Fassung des Altars wurde im Zuge sp'terer Restaurierungen behutsam erhalten.

Glasfenster aus dem Bayerischen Wald

Eine Besonderheit sind die Glasfenster, die zum gro'en Teil aus Bayerwald-Glasmacher-Werkst'tten stammen. Die Glas-Tradition der Region — von Frauenau bis Zwiesel und Bodenmais — pr'gte auch die Ausstattung lokaler Sakralbauten. Die Fenster der Stadtpfarrkirche zeigen Szenen aus dem Leben Christi und der Heiligen, gerahmt von ornamentaler Glasmalerei in den f'r die Bayerwald-H'tten typischen Farbgl'sern. Bei Sonneneinfall am Vormittag erscheint der Kirchenraum in einem warmen Lichtspiel.

Die Orgel von 1898

Die Orgel wurde 1898, also nur zwei Jahre nach der Kirchweihe, eingebaut und steht auf der R'ckseite des Kirchenraums auf einer eigenen Empore. Das Instrument hat den f'r die Sp'tromantik typischen warmen Klang mit kr'ftigen Grundstimmen. Bei Gottesdiensten und gelegentlichen Konzerten — vor allem zur Sommerzeit und im Rahmen kirchenmusikalischer Reihen — ist die Orgel zu h'ren. Auch ohne Konzertbesuch lohnt der Blick zur Empore, um den historischen Prospekt mit seinen reich gestalteten Pfeifenfeldern zu sehen.

Die sechs Highlights an der Stadtpfarrkirche im 'berblick

Der 75-Meter-Turm

Schlanker neogotischer Backsteinturm mit Spitzhelm, weithin sichtbar als Wahrzeichen von Regen. Besonders sch'n vom S'dhang gegen'ber der Stadt oder von der Burgruine Weissenstein aus zu sehen.

Hochaltar im Chor

Geschnitzter neogotischer Hochaltar mit Spitzbogen-Architektur, Fialen und Heiligenfiguren. Im Zentrum die Figur des Pfarrpatrons Erzengel Michael, flankiert von regionalen Heiligen.

Bayerwald-Glasfenster

Bunt verglaste Spitzbogenfenster mit Szenen aus Bibel und Heiligenleben, viele aus Bayerwald-Glasmacher-Werkst'tten zwischen Frauenau und Zwiesel. Lichtspiel besonders sch'n am Vormittag.

Orgel von 1898

Sp'tromantische Pfeifenorgel auf der R'ckwand-Empore, eingebaut zwei Jahre nach Kirchweihe. Reich gestalteter historischer Prospekt mit gegliederten Pfeifenfeldern und seitlichen Verzierungen.

Neogotisches Raumgef'hl

Hoher Mittelschiff-Raum mit kreuzrippengew'lbter Decke und schlanken Pfeilern. Der Eindruck f'hrt typische gotische Raumwirkung — vertikale Streckung und Lichtf'hrung — in die Sprache des sp'ten 19. Jahrhunderts.

Lage am Stadtplatz

Die Kirche steht prominent am Stadtplatz von Regen, dem Mittelpunkt des historischen Ortskerns. Drumherum gruppieren sich B'rgerh'user, Wirtsh'user und Caf's — perfekt f'r einen kombinierten Stadtrundgang mit Kirchenbesuch.

Schott-Kirchen im Bayerischen Wald im Vergleich

Kriterium
St. Michael Regen
Mari' Himmelfahrt Zwiesel
St. Bartholom'us Bodenmais
St. Erhard Deggendorf
Stiftsbasilika Niederalteich
Stil
Neogotik
Neogotik
Barock
Klassizismus
Barock
Bauzeit
1893-1896
1891-1893
18. Jh.
19. Jh.
17.-18. Jh.
Architekt oder Bauherr
Johann Baptist Schott
Johann Baptist Schott
Pfarrei Bodenmais
Pfarrei Deggendorf
Benediktinerorden
Turmh'he
75 Meter
~71 Meter
~40 Meter
~58 Meter
2 T'rme ~50 Meter
Material
Backstein
Backstein
Putz
Putz
Putz mit Stuck
Eintritt
frei
frei
frei
frei
frei
Anschluss
Stadtplatz Regen
Stadtmitte Zwiesel
Marktplatz Bodenmais
Donau-Ufer
Donau-Ufer

Die beiden Schott-Bauten in Regen und Zwiesel bilden ein Geschwister-Paar des neogotischen Backstein-Stils im Bayerischen Wald. Wer beide besucht, sieht zwei Variationen einer Architektur-Sprache von derselben Hand binnen weniger Jahre.

Geschichte der Pfarrei und der Vorg'ngerbauten

Die Pfarrei Regen ist seit dem Mittelalter belegt — die ersten urkundlichen Erw'hnungen reichen ins 13. Jahrhundert zur'ck. 'ber Jahrhunderte standen an dieser Stelle Vorg'ngerkirchen, die mit dem Wachstum der Stadt und sich wandelnden liturgischen Anforderungen mehrfach umgebaut oder ersetzt wurden. Der heutige Bau ist bereits der dritte und entstand in einer Zeit, in der Regen als Marktort wuchs und das alte sp'tgotisch-barocke Gotteshaus zu klein geworden war. 1893 wurde der Grundstein gelegt, 1896 erfolgte die Weihe — keine drei Jahre f'r einen 'ber 70 Meter hohen Backsteinbau, was den damaligen baulichen Ehrgeiz und die Leistungsf'higkeit der Pfarrgemeinde zeigt.

Johann Baptist Schott und die Schwesterkirche Zwiesel

Der Passauer Architekt Johann Baptist Schott geh'rte zu den profiliertesten Sakralbaumeistern Niederbayerns im sp'ten 19. Jahrhundert. Nur zwei bis drei Jahre vor Regen hatte er die fast baugleiche Stadtpfarrkirche Mari' Himmelfahrt in Zwiesel fertiggestellt — auch dort ein neogotischer Backsteinbau mit hohem Turm und reich gegliederten Fenstern. Die beiden Kirchen sind heute ein bemerkenswertes Geschwisterpaar in der Architekturgeschichte des Bayerischen Waldes. Wer Bauten der Backstein-Neogotik systematisch vergleichen m'chte, hat hier auf 18 Kilometern Entfernung zwei eng verwandte Hauptwerke desselben Architekten zur Verf'gung.

Neogotik als Programm-Architektur

Die Wahl der Neogotik war im sp'ten 19. Jahrhundert kein Zufall. Die katholische Kirche sah in der Hochgotik des 13. bis 15. Jahrhunderts die ideale architektonische Ausdrucksform — vertikale Streckung als Verweis auf das Himmlische, Spitzbogen und Kreuzrippengew'lbe als typische Sakralelemente. Backstein als Material war kostg'nstig, in der Region produzierbar und galt als robust f'r das raue Klima im Bayerwald. Pfarrkirchen wie St. Michael standen damit f'r ein Selbstverst'ndnis aufstrebender Bayerwald-St'dte — moderne und zugleich traditionsbewusste Gemeinden.

Praktische Tipps f'r den Kirchen-Besuch

  • Eintritt frei, Spenden willkommen

    Der Besuch der Stadtpfarrkirche kostet keinen Eintritt. F'r den Erhalt der Kirche und ihrer Ausstattung freut sich die Pfarrei 'ber eine Spende im Opferstock am Eingang. Wer mit Kindern kommt, kann das Spenden gut als kleinen pers'nlichen Moment einbauen.

  • Vormittag wegen Lichtspiel

    Die Bayerwald-Glasfenster entfalten ihre Wirkung am sch'nsten zwischen 9 und 12 Uhr, wenn die Vormittagssonne 'ber die Ostseite einf'llt. Wer das Lichtspiel auf den Fenstern und im Hauptschiff erleben m'chte, plant den Besuch entsprechend.

  • + Gottesdienstzeiten beachten

    Die Kirche ist tags'ber f'r Besucher ge'ffnet, w'hrend Gottesdiensten ist der Zugang als Besucher nat'rlich eingeschr'nkt. Sonntagvormittag und an Hochfesten sollte man den Besuch vor oder nach den Messen einplanen — Aush'nge am Eingang informieren 'ber aktuelle Zeiten.

  • i Kombi mit Stadtrundgang

    Die Kirche liegt direkt am Stadtplatz und l'sst sich gut in einen Spaziergang durch den historischen Ortskern integrieren. F'r 1,5 bis 2 Stunden plant man Kirche, Stadtplatz, Schwarzer Regen und Burgruine Weissenstein als kleine Rundtour.

  • Kirchenf'hrungen erfragen

    Im Pfarramt von Regen lassen sich auf Voranmeldung Kirchenf'hrungen organisieren. Besonders f'r Schulklassen, Gruppen oder bauhistorisch Interessierte lohnt sich das — eine F'hrung erkl'rt Architektur, Ausstattung und den Schott-Bezug zu Zwiesel im Zusammenhang.

  • Hauptzugang ebenerdig

    Der Hauptzugang zur Kirche ist ebenerdig erreichbar, das Innere weitgehend stufenlos befahrbar. Behindertenparkpl'tze stehen am Stadtplatz zur Verf'gung. F'r weitere R'ume und die Empore mit Orgel sind allerdings Stufen zu 'berwinden.

  • Schlechtwetter-Option

    Bei Regen oder K'lte ist die Stadtpfarrkirche eine wettergesch'tzte Erg'nzung jedes Bayerwald-Besuchs. Wer ohnehin Glasmuseum Frauenau, Bayerwald-Tierpark oder Joska Bodenmais im Programm hat, baut die Kirche gut als 30-Minuten-Stopp am Vormittag oder Nachmittag dazu ein.

  • Fotografieren respektvoll

    Fotografieren im Inneren ist in der Regel ohne Blitz erlaubt. Aus R'cksicht auf andere Besucher und gegebenenfalls private Gebete sollte man leise sein und keine Stative aufstellen. F'r reine Architekturaufnahmen eignen sich Wochentage am Vormittag besonders.

Insider-Tipps

Mit Kindern in der Stadtpfarrkirche

F'r Familien mit Kindern eignet sich der Kirchenbesuch besonders, weil er kurz und kompakt ist — 20 bis 30 Minuten reichen, ohne dass die Aufmerksamkeit nachl'sst. Kleine Kinder finden den hohen Raum mit dem farbigen Licht oft sehr eindrucksvoll. Wer m'chte, kann den Besuch mit einer kleinen Suche verbinden — wie viele Heiligenfiguren findet ihr am Hochaltar, wie sieht der Erzengel Michael aus, welches Tier ist auf welchem Fenster zu sehen.

Kombi mit der Schott-Schwesterkirche Zwiesel

F'r bauhistorisch Interessierte ist die Tour Regen — Zwiesel ein lohnender Ausflug. 18 Kilometer trennen die beiden Schott-Bauten, beide in etwa 25 Fahrminuten verbunden. Wer den direkten Vergleich sucht, plant Vormittag Regen, Mittagessen unterwegs und Nachmittag Zwiesel mit anschlie'endem Besuch im Werksverkauf Schott Zwiesel oder im Glasmuseum Frauenau.

HÄUFIGE FRAGEN

Wo genau steht die Stadtpfarrkirche St. Michael in Regen?

Die Kirche steht direkt am Stadtplatz von Regen im historischen Ortskern der niederbayerischen Kreisstadt. Die Postleitzahl lautet 94209, die Kirche bildet das Zentrum des Stadtbildes und ist von praktisch allen Anfahrtsrichtungen aus durch ihren 75 Meter hohen Turm leicht zu erkennen.

Wann wurde die Stadtpfarrkirche Regen erbaut?

Die Kirche entstand zwischen 1893 und 1896 in nur drei Bauphasen. Grundstein war 1893, die Weihe erfolgte 1896. Sie ist bereits der dritte Sakralbau an dieser Stelle, die Pfarrei selbst reicht ins Mittelalter und ist seit 'ber 700 Jahren belegt.

Wer war der Architekt der Stadtpfarrkirche Regen?

Architekt war der Passauer Baumeister Johann Baptist Schott, einer der profiliertesten Sakralbaumeister Niederbayerns im sp'ten 19. Jahrhundert. Schott baute nahezu zeitgleich auch die fast baugleiche Stadtpfarrkirche Mari' Himmelfahrt in Zwiesel, beide Kirchen bilden ein architektonisches Geschwisterpaar.

Wie hoch ist der Turm der Stadtpfarrkirche?

Der Turm misst 75 Meter und ist damit eines der weithin sichtbaren Wahrzeichen von Regen und des gesamten Bayerischen Waldes. Er ist im Stil der Neogotik gestaltet mit Spitzhelm, Schallarkaden in Spitzbogenform und feiner Backsteingliederung.

In welchem Baustil ist die Kirche errichtet?

Die Stadtpfarrkirche ist ein klassisches Beispiel der Backstein-Neogotik des sp'ten 19. Jahrhunderts. Das Material ist roter Backstein, der Stil orientiert sich an der Hochgotik des 13. bis 15. Jahrhunderts mit Spitzbogenfenstern, Kreuzrippengew'lben und vertikaler Streckung.

Was kostet der Eintritt in die Stadtpfarrkirche Regen?

Der Eintritt ist frei. Die Kirche ist tags'ber f'r Besucher zug'nglich, Spenden zum Erhalt der Ausstattung sind willkommen und k'nnen in den Opferstock am Eingang eingelegt werden.

Wie komme ich ohne Auto zur Stadtpfarrkirche?

Die Anreise per Bahn erfolgt 'ber den Bahnhof Regen an der Waldbahn-Linie Plattling — Bayerisch Eisenstein. Vom Bahnhof sind es rund zehn Minuten zu Fu' 'ber die Bahnhofstra'e bis zum Stadtplatz mit der Kirche. Aus M'nchen ist Regen 'ber Plattling in 2:30 bis 2:50 Stunden erreichbar.

Was gibt es im Inneren der Kirche zu sehen?

Im Inneren pr'gen drei Elemente den Raumeindruck — der reich geschnitzte neogotische Hochaltar mit der Figur des Erzengels Michael, die farbigen Glasfenster aus Bayerwald-Glasmacher-Werkst'tten und die sp'tromantische Orgel von 1898 auf der R'ckwand-Empore.

Woher stammen die Glasfenster?

Ein gro'er Teil der Glasfenster wurde in Bayerwald-Glasmacher-Werkst'tten zwischen Frauenau und Zwiesel angefertigt. Die Glas-Tradition der Region pr'gte auch die Ausstattung lokaler Sakralbauten. Die Fenster zeigen Szenen aus dem Leben Christi und der Heiligen, gerahmt von ornamentaler Glasmalerei.

Wann wurde die Orgel eingebaut?

Die Orgel kam 1898 in die Kirche, also nur zwei Jahre nach der Weihe des Bauwerks. Sie steht auf der R'ckwand-Empore und hat den typisch sp'tromantischen Klangcharakter mit kr'ftigen Grundstimmen. Bei Gottesdiensten und gelegentlichen Konzerten ist sie zu h'ren.

Gibt es eine Schwesterkirche desselben Architekten?

Ja, Johann Baptist Schott baute fast zeitgleich die Stadtpfarrkirche Mari' Himmelfahrt im 18 Kilometer entfernten Zwiesel. Beide Kirchen sind neogotische Backsteinbauten mit hohem Turm und reich gegliederten Fenstern und bilden ein bemerkenswertes Geschwisterpaar der Bayerwald-Sakralarchitektur.

Wie lange sollte ich f'r den Kirchenbesuch einplanen?

F'r einen aufmerksamen Besuch mit Hochaltar, Glasfenstern und Orgel reichen 20 bis 40 Minuten. Wer den Besuch mit Stadtplatz, Bummel durch den Ortskern und Aufstieg zur Burgruine Weissenstein verbindet, plant insgesamt 2 bis 3 Stunden f'r Regen ein.
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