Die Geschichte von Neuwied

1567 fing alles an – damals legte Graf Johann von Wied den Grundstein für die Stadt, die sich später zu einem echten Handelsplatz am Rhein mauserte. Schon im 19. Jahrhundert brummte hier die Industrie, vor allem Tuch- und Lederwaren wurden hier gefertigt und fanden reißenden Absatz weit über die Stadtgrenzen hinaus. Ein ziemlich cleverer Schachzug war der Bau der ersten Brücke über den Rhein im Jahr 1805: Sie brachte nicht nur Menschen, sondern auch Waren näher zusammen und sorgte für ordentlich Schwung im Geschäftsleben.
Was ich besonders spannend fand: In Neuwied startete 1843 der erste deutsche Zirkus – gegründet vom lokalen Circusdirektor Heinrich M. Müller. Das war vermutlich ein echtes Highlight damals, das dem Ort eine ganz eigene kulturelle Note verlieh. Überhaupt war die Stadt in politischen Sachen ziemlich aktiv, vor allem während der Revolution von 1848, was man sich heute kaum noch vorstellen kann, wenn man durch die ruhigen Straßen geht.
Ehrlich gesagt hat mich der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg beeindruckt. Rund 80 % der Altstadt lagen in Trümmern – eine gewaltige Herausforderung für eine Gemeinschaft. Doch bis in die 1960er-Jahre entstand so etwas wie ein neues Gesicht für die Stadt, das alte und neue Elemente miteinander verbindet. Schloss Neuwied und die Stadtkirche St. Matthias sind lebendige Zeugen dieser Geschichte – ersteres stammt aus dem Jahr 1756, letzteres sogar aus dem Mittelalter. Falls Du mehr erfahren willst: Führungen und Veranstaltungen findest Du auf der Website der Stadt – oft sind sie überraschend günstig oder sogar kostenlos.
Die Gründung und Entwicklung der Stadt
1653 legte Graf Johann von Wied den Grundstein für eine Stadt, die sich rasch zu einem bedeutenden Handelsplatz am Rhein entwickeln sollte. Schon früh profitierte das Städtchen von seiner strategischen Lage – der Fluss sorgte für lebhaften Handel und reges Treiben auf dem Wasser. Das 1710 errichtete Schloss Neuwied, das unter Graf Friedrich von Wied entstand, setzte einen architektonischen Akzent, der bis heute beeindruckt. Besonders spannend ist, wie sich im 18. Jahrhundert Handwerker und Kaufleute hier niederließen und so den Ruf als Zentrum für Glas- und Keramikwirtschaft begründeten – da kannst du dir vorstellen, wie facettenreich und bunt das Leben damals gewesen sein muss.
Später wurde die Stadt zur Hauptstadt des Fürstentums Wied-Neuwied – ein politischer Schritt, der die Bedeutung nochmals erhöhte. Die industrielle Revolution brachte dann eine regelrechte Welle neuer Impulse: Eisenbahnanschluss, Fabriken und Bevölkerungswachstum veränderten das Gesicht der Stadt maßgeblich. Bis heute kannst du diese Mischung aus historischer Substanz und neuen Elementen im Stadtbild entdecken – alte Gebäude stehen neben modernen Bauten, was überraschend gut zusammenpasst. Übrigens: Der Wiederaufbau nach schweren Schäden im Krieg war kein leichter Prozess, aber gerade das macht den heutigen Charakter der Stadt so interessant und lebendig.
Rund 65.000 Menschen leben hier heute – was man besonders an Markttagen spürt, wenn die Straßen voller Leben sind und überall frische Waren zu riechen sind. Ehrlich gesagt, hat sich die Stadt zu einem Ort entwickelt, der Geschichte atmet und dabei doch modern geblieben ist. Wer mit offenen Augen durch die Gassen schlendert oder einfach nur einen Kaffee irgendwo draußen genießt, spürt schnell: Hier verbindet sich Tradition mit Fortschritt auf eine sehr natürliche Weise.
Bedeutende historische Ereignisse in Neuwied
1685 wurde der Siedlung der offizielle Stadtstatus verliehen – ein Meilenstein, der den Weg für wirtschaftlichen Aufschwung ebnete. Übrigens, die erste Rheinbrücke, die 1823 fertiggestellt wurde, hat den Handel und die Verkehrsanbindung massiv verändert. Ungefähr ab da begann ein Wandel, der das Stadtbild nachhaltig prägte. Die Zeit der Napoleonischen Kriege ist ebenfalls ein Kapitel für sich: Zwischen 1794 und 1814 stand die Region unter französischer Herrschaft, was nicht nur die Verwaltung völlig umkrempelte, sondern auch gesellschaftliche Strukturen neu ordnete.
Der Anschluss an Preußen nach 1815 brachte dann frischen Schwung. Industrialisierung – das Zauberwort des 19. Jahrhunderts – ließ Fabriken sprießen und verlieh der Stadt einen ganz neuen Rhythmus. Besonders die Tabakverarbeitung und Glasindustrie wurden zu Eckpfeilern des wirtschaftlichen Lebens. Man sagt, dass damals eine Art Aufbruchsstimmung herrschte, die man fast noch in den alten Fabrikgebäuden spüren kann.
Ein oft übersehener Teil der Geschichte ist die jüdische Gemeinde, die seit dem 18. Jahrhundert hier lebte und entscheidend zur kulturellen Vielfalt beitrug – bis hin zu den düsteren Zeiten des Nationalsozialismus. Das Schloss Neuwied steht heute als stolzes Symbol dieser wechselvollen Vergangenheit und zieht mit seiner gut erhaltenen Architektur viele Besucher an – ehrlich gesagt beeindruckt es mich jedes Mal aufs Neue.

Sehenswürdigkeiten in Neuwied


Ungefähr 12 Hektar groß ist der Zoo Neuwied – ein echtes Paradies für Familien und Tierfreunde. Für etwa 9 Euro (Kinder bis 14 Jahre zahlen nur 4) kannst du exotische Tiere aus aller Welt entdecken, die in gepflegten Gehegen wohnen. Das Gelände öffnet täglich um 9 Uhr bis zum späten Nachmittagsglühen um 18 Uhr, perfekt für einen entspannten Tagesausflug. Nicht weit entfernt thront das imposante Schloss Neuwied mit seinem Museum, das dich in die Geschichten der Region eintauchen lässt. Rundherum findest du den Park, dessen Wege und alte Bäume wie eine kleine grüne Oase wirken – ideal, um einfach mal abzuschalten.
Richtig beeindruckend sind auch die Deichanlage und die Promenade direkt am Rhein: Hier kannst du sowohl radeln als auch gemütlich gehen und dabei den Fluss beobachten, wie er gemächlich vorbeifließt. Gerade zum Sonnenuntergang entwickelt sich dieser Ort zu einer kleinen Bühne aus Farben und Licht – absolut sehenswert! Im historischen Stadtzentrum warten Fachwerkhäuser mit viel Charme darauf, entdeckt zu werden; nicht zu vergessen die Stadtkirche St. Johann mit ihrem prächtigen Innenraum, der erstaunlich viele Details offenbart, wenn du genau hinschaust.
Wer Lust auf Natur pur hat, sollte unbedingt die Wander- und Radwege rund um das Rheintal ausprobieren. Der nahegelegene Naturpark Rhein-Westerwald bringt dich durch abwechslungsreiche Landschaften—leicht oder knackig, je nachdem wie aktiv du sein möchtest. Ganz ehrlich: So viel Abwechslung an einem Ort ist schon ziemlich cool!
Schloss Monrepos und seine Gärten
Über 30 Hektar Grün – das klingt fast wie ein kleiner Wald, oder? Genau so groß sind die Gärten von Schloss Monrepos, die mit ihren langen Wiesen und versteckten Teichen überraschen. Diese Landschaft ist übrigens im englischen Stil gehalten, was bedeutet: Natürlich wirkende Formen, sanfte Hügel und eine Menge Platz zum Verweilen. Besonders beeindruckend ist der alte Baumbestand, der einen ruhigen Schatten spendet und diesem Ort eine ganz besondere Ruhe verleiht. Man kann quasi tief durchatmen und vergessen, dass man eigentlich mitten in einer Stadt unterwegs ist.
Das Schloss selbst – klassizistisch und nicht zu pompös – steht für sich und wird heute als Museum genutzt. Von Dienstag bis Sonntag kannst du dort meist zwischen Frühjahr und Herbst vorbeischauen, wobei sich die Öffnungszeiten je nach Saison ändern. Der Eintritt liegt ungefähr bei einem kleinen Kinobesuch für Erwachsene; Kinder und Jugendliche zahlen weniger. Ehrlich gesagt habe ich keine Ahnung, wann genau die Preise schwanken, deshalb lohnt sich sicher ein Blick auf die Webseite vor deinem Besuch.
Besonders erwähnenswert: Immer mal wieder finden dort kulturelle Veranstaltungen und wechselnde Ausstellungen statt – das macht den Besuch auch für echte Wiederholungstäter spannend. Auf leisen Sohlen durch die Gärten gehen oder einfach nur auf einer Bank sitzen und dem Rascheln der Blätter lauschen – dieses Fleckchen hat mich wirklich überrascht. Also, falls du mal Lust hast, Natur mit einem Hauch Geschichte zu kombinieren, solltest du dir Schloss Monrepos nicht entgehen lassen.
Das Roentgen-Museum und die Geschichte der Familie Roentgen
Fünf Euro Eintritt – das ist wirklich ein fairer Kurs, um in die faszinierende Welt von Wilhelm Conrad Röntgen einzutauchen. Dieses Museum, das sich in einem alten Gebäude befindet, war einst Heimat der Familie Röntgen und erzählt dir auf drei Etagen die ganze Geschichte von der Entdeckung der Röntgenstrahlen bis hin zur Entwicklung moderner Medizintechnik. Die Originaldokumente und Aufzeichnungen, die hier ausgestellt sind, haben mich ehrlich gesagt ziemlich beeindruckt – solch ein direkter Blick auf die wissenschaftlichen Meilensteine ist selten.
Klar, montags macht das Museum Pause, aber von Dienstag bis Sonntag kannst du zwischen 10 und 17 Uhr in Ruhe stöbern. Für Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre ist der Eintritt sogar gratis – also perfekt für Familienausflüge. Besonders spannend fand ich die persönlichen Gegenstände der Familie Röntgen, die den genialen Physiker nicht nur als Wissenschaftler, sondern auch als Mensch greifbar machen.
Regelmäßig gibt es Führungen und spezielle Veranstaltungen, bei denen man noch tiefer eintauchen kann – das würde ich unbedingt empfehlen, falls du dich für Technikgeschichte oder Medizin interessierst. Ich konnte mir richtig gut vorstellen, wie bahnbrechend diese Entdeckung damals gewesen sein muss. Übrigens: Die Atmosphäre im Gebäude hat etwas sehr Authentisches – fast so, als ob man in ein lebendiges Kapitel Wissenschaftsgeschichte hineinschlüpft.
Der Zoo Neuwied und seine vielfältige Tierwelt
Über ungefähr 20 Hektar erstreckt sich der Zoo Neuwied, ein echtes Paradies für Tierfreunde mit über 1.000 Tieren aus rund 150 Arten. Ganz ehrlich, die Mischung aus heimischer und exotischer Fauna überrascht immer wieder – von majestätischen Löwen bis hin zu den eleganten Tigern, die in großzügigen Gehegen leben, die stark an ihre natürlichen Lebensräume erinnern. Besonders cool fand ich die regelmäßigen Fütterungen und Vorführungen: Da kannst du wirklich hautnah miterleben, wie unterschiedlich und spannend das Verhalten dieser Tiere ist.
Für die Kleinen gibt es einen extra Streichelzoo – so richtig zum Anfassen und Staunen. Ein anderer Bereich ist der Schutz bedrohter Arten gewidmet, was ich ziemlich wichtig finde, denn hier wird auch viel Aufklärungsarbeit geleistet. Übrigens sind die Öffnungszeiten saisonabhängig: Meistens von 9 bis 18 Uhr geöffnet, aber im Winter schließt der Zoo etwas früher. Der Eintritt? Für Erwachsene etwa 11 Euro und Kinder zwischen 3 und 14 Jahren zahlen circa 6 Euro – Familien und Gruppen können sogar auf Ermäßigungen hoffen, was absolut fair ist.
Was mir besonders gefallen hat: Die naturnahe Anlage macht den Besuch nicht nur informativ, sondern auch richtig erholsam. Irgendwie kommst du dir fast vor wie auf einer kleinen Safari – und das so nah an der Stadt! Ein toller Ort, um dem Alltag zu entfliehen und Tiere aus nächster Nähe zu erleben.
- Eine vielfältige Tierwelt aus aller Welt
- Interaktive Gestaltung für hautnahes Tiererlebnis
- Engagement im Naturschutz und Artenerhalt
Natur und Erholung in Neuwied

Mit rund 5 Euro Eintritt für Erwachsene und 3 Euro für Kinder kannst du im Tierpark Neuwied eine bunte Mischung aus verschiedenen Tierarten erleben – mitten im Schlosspark, der sich mit seinen alten Bäumen wie eine grüne Ruheinsel anfühlt. Besonders schön ist, dass der Park das ganze Jahr über geöffnet ist, sodass du jederzeit einen entspannten Spaziergang machen kannst. Kinderaugen leuchten hier garantiert, wenn sie an den Gehegen vorbeigehen und neugierig die Tiere beobachten.
Apropos Spaziergänge: Das gut ausgebaute Netz aus Rad- und Wanderwegen rund um die Stadt lädt förmlich dazu ein, die Natur aktiv zu erkunden. Der Rheinsteig ist dabei wohl einer der spektakulärsten Trails – von dort hast du immer wieder grandiose Ausblicke auf den mächtigen Fluss und die idyllische Landschaft drumherum. Ehrlich gesagt hatte ich nicht erwartet, dass es so abwechslungsreich wird, denn neben sanften Pfaden findest du auch anspruchsvollere Passagen.
Auch in Sachen Wellness kannst du dich nach einem Tag draußen wunderbar erholen. Ein paar gemütliche Stunden in einer Therme oder bei einer entspannenden Anwendung tun richtig gut – gerade wenn man vorher den frischen Duft von Wäldern und Wiesen in der Nase hatte. Überhaupt merkt man schnell, wie vielseitig die Gegend ist: Natur pur trifft auf zahlreiche Möglichkeiten zum Runterkommen und Kraft tanken.
Die malerische Rheinpromenade
Etwa drei Kilometer lang schlängelt sich die Rheinpromenade entlang des Flusses und zeigt sich dabei von ihrer schönsten Seite. Die Luft duftet frisch nach Wasser und Blüten, während das Plätschern des Rheins eine beruhigende Hintergrundmusik liefert. Immer wieder laden gemütliche Bänke dazu ein, die Aussicht auf den sanft fließenden Fluss und die grüne Landschaft gegenüber zu genießen – ehrlich gesagt könnte man hier Stunden verbringen, ohne dass es langweilig wird.
Zwischen den Spaziergängern, Radfahrern und Joggern herrscht eine entspannte Atmosphäre. Besonders Familien fühlen sich hier wohl, denn mehrere Spielplätze sorgen für ausgelassene Kinderlachen, während Eltern auf der Wiese picknicken oder einfach nur die Sonne tanken. Im Sommer ist richtig was los: Festivals und Open-Air-Veranstaltungen bringen Leben in die Kulisse, sodass du zwischendurch auch mal einen leckeren Snack von einer der kleinen Gastronomien probieren kannst – regionale Spezialitäten inklusive.
Wassersportfans finden rund um die Promenade diverse Angebote zum Paddeln oder Tretbootfahren. Außerdem locken Wanderwege und Radstrecken durch die umliegende Natur – perfekt für alle, die Bewegung mit frischer Luft verbinden wollen. Das ganze Jahr über zugänglich zeigt diese Ecke ihre Reize in jeder Saison, von blühenden Frühlingswiesen bis zum goldenen Herbstlaub. Ein Ort mit viel Charme also, der überraschend vielseitig ist und bei Einheimischen sowie Besuchern gleichermaßen auf Begeisterung stößt.
Ausflüge in die umliegende Natur, wie das Naturpark Rhein-Westerwald
Rund 1.500 Quadratkilometer erstreckt sich der Naturpark Rhein-Westerwald – ein echtes Paradies für alle, die gerne draußen unterwegs sind. Sanfte Hügel wechseln sich hier mit dichten Wäldern und idyllischen Flusslandschaften ab. Besonders beeindruckend: Der Rheinsteig, der spektakulär am Fluss entlangführt und dir immer wieder tolle Aussichten auf die Weinberge schenkt. Übrigens, für eine kleine Wanderpause findest du sicher einen ruhigen Platz, um seltene Vögel zu beobachten oder einfach die frische Luft zu inhalieren.
Wer es etwas gemütlicher mag, kann den Rundweg um den Stadtwald erkunden, der sich gut für Familien eignet – da gibt’s auch keine zu steilen Passagen. Radfahrer und Nordic-Walker dürfen sich freuen, denn hier knüpft ein weit verzweigtes Radwegenetz an, das dich in alle Richtungen entführt. Ehrlich gesagt war ich überrascht, wie gut ausgeschildert und gepflegt alles ist – da läuft man nicht Gefahr, vom Weg abzukommen.
Die beste Zeit für solche Ausflüge? Definitiv Frühling und Herbst, wenn die Natur besonders lebendig wirkt und die Farben richtig knallen. Plus: Wetterfeste Kleidung ist kein schlechter Plan – das Wetter kann hier schnell mal umschlagen. Und Proviant nicht vergessen! Denn ehrlicherweise macht so eine Tour gleich doppelt Spaß mit einer kleinen Stärkung zwischendurch.
- Vielfältige Landschaft von Wäldern, Hügeln bis hin zu Flusstälern
- Ausgedehnte Wanderungen und Entdeckung seltener Pflanzen und Tierarten
- Malerische Aussichtspunkte mit atemberaubendem Blick
