Bad Kreuznach ist die rund 51.000 Einwohner zählende Kreisstadt im nördlichen Rheinland-Pfalz, eingebettet ins Tal der Nahe zwischen Hunsrück, Soonwald und Rheinhessen. Berühmt sind die einzigartigen Brückenhäuser auf der Alten Nahebrücke aus dem 15. Jahrhundert, die ausgedehnten Salinen mit ihren begehbaren Gradierwerken, das traditionsreiche Bäderhaus mit Radon-Sole-Therme sowie die Burgruine Kauzenburg über der Stadt. Wer Wein, Heilbäder-Kultur und Wandern an der Nahe verbinden möchte, findet hier eine entspannte Alternative zum Rhein-Tourismus mit kurzen Wegen zu Bad Münster am Stein-Ebernburg und dem markanten Rotenfels, der höchsten Steilwand nördlich der Alpen.

Anreise und Erreichbarkeit

Bad Kreuznach liegt verkehrsgünstig im Schnittpunkt zwischen Mainz, Saarbrücken und Koblenz. Die A61 streift den Ort im Osten, die B41 verbindet das Nahetal mit dem Saarland, und der Bahnhof liegt an der wichtigen Nahetalbahn mit stündlichen Verbindungen aus dem Rhein-Main-Gebiet. Wer aus Norddeutschland anreist, plant am besten einen kurzen Stopp in Mainz oder Bingen ein.

Mit dem Auto

Aus Richtung Köln und Koblenz folgen Reisende der A61 in Richtung Ludwigshafen bis zur Abfahrt 47 Bad Kreuznach. Von dort sind es noch knapp zehn Minuten über die B41 ins Stadtzentrum. Aus dem Saarland kommt man ebenfalls über die B41, aus dem Rhein-Main-Gebiet über die A60, dann A61 oder direkt über die B428 von Mainz aus durch Rheinhessen. Die Strecke aus Frankfurt dauert rund eine Stunde, aus Köln etwa zwei Stunden.

Mit der Bahn / dem ÖPNV

Der Bahnhof Bad Kreuznach liegt zentrumsnah und wird mehrfach pro Stunde von Regionalzügen aus Mainz, Saarbrücken, Frankfurt am Main und Koblenz bedient. Die Fahrt aus Mainz Hauptbahnhof dauert rund 30 Minuten, aus Frankfurt am Main etwa eine Stunde, aus Köln über Bingen rund zwei Stunden. Innerhalb der Stadt verkehren Stadtbusse zu allen Stadtteilen, ergänzt durch Regionallinien nach Bad Münster am Stein-Ebernburg, Sobernheim und in die umliegenden Weindörfer.

Mit dem Flugzeug

Der nächstgelegene internationale Flughafen ist Frankfurt am Main, von dort etwa eine Stunde mit Bahn oder Auto. Frankfurt-Hahn im Hunsrück liegt rund 45 Autominuten entfernt und bedient vor allem Low-Cost-Verbindungen. Saarbrücken und Köln/Bonn sind als Ausweich-Airports ebenfalls in unter zwei Stunden erreichbar.

Vor Ort bewegen / Parken

Die Altstadt mit Brückenhäusern und Fußgängerzone lässt sich bequem zu Fuß erkunden. Parkhäuser gibt es am Eiermarkt, am Kornmarkt und am Bahnhof, mit Tagespauschalen zwischen sechs und neun Euro. Wer Salinen und Bäderhaus besucht, parkt am besten direkt am Salinental oder an der Kurhausstraße. Für Wanderungen rund um Bad Münster am Stein lohnt sich die kurze Bahnfahrt anstelle der Autosuche im engen Tal.

Mainz 45 km ~40 min via A60/A63
Frankfurt am Main 85 km ~1:05 h via A60/A61
Köln 160 km ~1:50 h via A61
Saarbrücken 130 km ~1:30 h via A6/A62
Stuttgart 230 km ~2:30 h via A6

Wahrzeichen und Highlights

Bad Kreuznachs Profil ist eine Mischung aus mittelalterlicher Brückenstadt, klassischem Heilbad des 19. Jahrhunderts und Tor zur Nahe-Weinregion. Wer einen Tag bleibt, sollte die Altstadt mit den Brückenhäusern, das Salinental und mindestens eine Aussicht auf den Rotenfels einplanen.

Brückenhäuser über die Nahe

Die Alten Nahebrücke aus dem späten 15. Jahrhundert trägt bis heute Wohnhäuser, die direkt auf den Pfeilern stehen. Nur Florenz und Erfurt zeigen in Europa ein vergleichbares Bild. Die Brückenhäuser entstanden ab 1495, beherbergten Handwerker und Gerber und wurden im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, ab 1948 aber originalgetreu wiederaufgebaut. Heute prägen sieben Häuser das Postkartenmotiv der Stadt.

Salinental und Gradierwerke

Das Salinental zwischen Bad Kreuznach und Bad Münster am Stein gilt als größtes Freiluft-Inhalatorium Europas. Auf rund 1,1 Kilometern Länge stehen die historischen Gradierwerke, an deren Schwarzdornreisig die Salzsole hinabrieselt. Die salzhaltige Luft kommt damit der atlantischen Brandung erstaunlich nahe. Die Anlage stammt aus dem späten 17. Jahrhundert und ist frei zugänglich.

Karl-Marx-Brücke und neue Stadtseite

Die Karl-Marx-Brücke verbindet Altstadt und Neustadt nördlich der Alten Nahebrücke. Sie wurde 1893 als eiserne Bogenbrücke gebaut, 1945 gesprengt und 1947 als schlichte Stahlbeton-Konstruktion ersetzt. Von ihr aus eröffnet sich der klassische Blick auf die Brückenhäuser. Im Süden schließt der Eiermarkt mit Cafés und der Pauluskirche an.

Roseninsel und Kurpark

Die Roseninsel liegt mitten in der Nahe und gehört zum großzügigen Kurpark der Stadt. Sie wurde Ende des 19. Jahrhunderts angelegt, beherbergt mehrere tausend Rosenstöcke und ist über kleine Brücken zugänglich. Im Sommer finden hier Lesungen und Konzerte statt. Der angrenzende Kurpark mit Musikpavillon, Konzertmuschel und altem Baumbestand ist ein Kernstück des historischen Heilbads.

Kauzenburg über der Stadt

Die Burgruine Kauzenburg thront auf dem 234 Meter hohen Kauzenberg über der Altstadt. Erbaut um 1206, war sie Sitz der Grafen von Sponheim und wurde 1689 im Pfälzischen Erbfolgekrieg gesprengt. Heute beherbergt das wiederaufgebaute Hauptgebäude ein Restaurant. Die Aussicht reicht über das Nahetal, die Brückenhäuser und bei klarem Wetter bis zum Rotenfels.

Bäderhaus und Crucenia-Therme

Das Bäderhaus an der Kurhausstraße bietet Radon-Sole-Therme, Saunalandschaft und Wellness auf rund 6.000 Quadratmetern. Die Crucenia-Therme nebenan setzt seit den 1990er Jahren auf klassische Soleanwendungen. Die ortsgebundenen Heilmittel Sole und Radon machen Bad Kreuznach zu einem der wenigen Radon-Heilbäder Deutschlands.

Die 6 wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Überblick

Brückenhäuser auf der Alten Nahebrücke

Sieben Wohnhäuser stehen seit dem 15. Jahrhundert direkt auf den Brückenpfeilern. Der beste Foto-Standort ist die Karl-Marx-Brücke flussaufwärts oder das gegenüberliegende Naheufer am Eiermarkt bei Abendlicht.

Salinental mit Gradierwerken

Auf 1,1 Kilometern rieselt Salzsole durch Schwarzdornreisig und reichert die Luft mit Salz an. Frei zugängliche Wege führen am Wasserrad und den Quellbauten vorbei. Ideal bei Atemwegsbeschwerden oder einfach für einen ruhigen Spaziergang.

Kauzenburg

Burgruine auf 234 Metern Höhe mit Restaurant, Falknerei-Vorführungen im Sommer und Aussicht auf die Brückenhäuser. Aufstieg vom Salinental in rund 25 Minuten oder bequemer über die Burgstraße.

Bäderhaus und Crucenia-Therme

Wellness mit Radon-Sole, Saunalandschaft, Dampfbädern und Massagen. Tageskarte ab rund 28 Euro. Die Therme liegt nur wenige Minuten vom Kurpark und vom Salinental entfernt.

Pauluskirche und Eiermarkt

Die spätgotische Pauluskirche aus dem 13. Jahrhundert beherrscht den Eiermarkt mit seinen Fachwerkhäusern und Cafés. Direkt nebenan beginnt die Fußgängerzone der Altstadt mit Boutiquen und Konditoreien.

Rheingrafenstein und Rotenfels

Spektakuläre Felsformationen oberhalb von Bad Münster am Stein. Der Rotenfels gilt mit 202 Metern als höchste Steilwand nördlich der Alpen. Aufstieg über den Rheingrafensteinpfad in rund 90 Minuten.

Stadtteile und Nachbarorte im Vergleich

Kriterium
Altstadt
Kurviertel
Bad Münster am Stein
Ebernburg
Hackenheim
Charakter
Mittelalter, Brückenhäuser
Belle Époque, Kurpark
Heilbad mit Felsen
Burgendorf, Wein
Wein, ruhig
Top-Sehenswürdigkeit
Alte Nahebrücke
Bäderhaus, Roseninsel
Rheingrafenstein
Burg Ebernburg
Weingüter
Beste Aktivität
Bummeln, Cafés
Therme, Konzerte
Wandern
Weinprobe
Radtour an der Nahe
Gastronomie
vielfältig, urban
gehoben, Hotelküche
bürgerlich
Straußwirtschaften
Winzergastronomie
Anbindung Zentrum
zu Fuß
10 min zu Fuß
5 min Bahn
10 min Bus
15 min Auto
Übernachtung
Boutique-Hotels
Kurhotels
Pensionen
Weingut-Zimmer
Ferienwohnungen
Für wen
Kultur, Städtetrip
Wellness, Ruhe
Wanderer
Weinfreunde
Familien

Die kompakte Lage erlaubt Tageswechsel zwischen den Stadtteilen ohne Auto. Bahn und Bus verbinden Altstadt, Kurviertel und Bad Münster am Stein im 20- bis 30-Minuten-Takt.

Bad Münster am Stein-Ebernburg und der Rotenfels

Seit 2014 ist Bad Münster am Stein-Ebernburg ein Stadtteil von Bad Kreuznach und liegt rund vier Kilometer flussaufwärts. Der Ort vereint zwei historische Heilbäder mit den dramatischsten Felsen des Nahetals. Der Rotenfels ragt mit 327 Metern über NN aus dem Tal, seine Steilwand misst 202 Höhenmeter und gilt damit als höchste Felswand nördlich der Alpen außerhalb des Alpenraums.

Burg Ebernburg und Franz von Sickingen

Die Burg Ebernburg auf einem Bergsporn über der Mündung der Alsenz in die Nahe war im frühen 16. Jahrhundert Sitz des Ritters Franz von Sickingen, der hier Ulrich von Hutten und andere Reformatoren beherbergte. Heute beherbergt die rekonstruierte Burg ein Hotel mit Restaurant und Aussichtsterrasse. Der Aufstieg vom Ortskern dauert rund 20 Minuten.

Rheingrafensteinpfad und Bastei

Der ausgeschilderte Rheingrafensteinpfad führt in rund zwei Stunden über die Bastei und die Ruine Rheingrafenstein zurück nach Bad Münster am Stein. Die Bastei bietet einen Aussichtspunkt direkt über dem Salinental. An sonnigen Wochenenden setzt eine kleine Handfähre Wanderer über die Nahe.

Geschichte von Bad Kreuznach

Die Wurzeln Bad Kreuznachs reichen bis in die Keltenzeit zurück. Aus dem 1. Jahrhundert n. Chr. ist eine römische Siedlung mit Namen Cruciniacum belegt, deren Reste in der Römerhalle am Hofgartenmuseum zu sehen sind. Im Mittelalter erlangte die Stadt durch die Salzgewinnung und ihre Lage am Knotenpunkt von Handelsstraßen Bedeutung. Die Brückenhäuser entstanden ab 1495 unter den Grafen von Sponheim.

Vom Saline-Ort zum Heilbad

Schon im 18. Jahrhundert wurden die Gradierwerke zur Salzgewinnung gebaut. Im frühen 19. Jahrhundert entdeckte der Bad Kreuznacher Mediziner Johann Erhard Prieger die heilende Wirkung der salzhaltigen Quellen, woraufhin sich Kurgäste in der Stadt einfanden. 1817 entstand das erste Solebad, 1843 wurde Bad Kreuznach offiziell zum Staatsbad erhoben. Die Radon-Therapie kam in den 1900er Jahren hinzu.

Karl Marx und die Hochzeit in Bad Kreuznach

Im Juni 1843 heiratete Karl Marx in Bad Kreuznach seine Jugendliebe Jenny von Westphalen, und das Paar verbrachte hier seine Flitterwochen. Marx schrieb in dieser Zeit Teile seiner Kritik der Hegelschen Rechtsphilosophie. An die Episode erinnert die Karl-Marx-Brücke sowie eine Gedenktafel am Hochzeitshaus in der Kreuzstraße.

Bad Kreuznach im 20. Jahrhundert

Im Zweiten Weltkrieg wurden Altstadt und Brückenhäuser durch alliierte Bombardements und Sprengungen schwer beschädigt. Der originalgetreue Wiederaufbau begann 1948 und schuf die heutige Silhouette. In den 1970er Jahren wurde die Fußgängerzone angelegt, in den 1990ern das Bäderhaus modernisiert. Die jüngste größere Stadtentwicklung war 2014 die Eingemeindung von Bad Münster am Stein-Ebernburg.

Essen und Übernachten in Bad Kreuznach

Die Gastronomie spiegelt die Lage zwischen Rheinhessen, Pfalz und Hunsrück wider. Klassiker sind Saumagen, Spundekäs, Pfälzer Leberknödel und natürlich Wildgerichte aus dem Hunsrück. Dazu passt Riesling oder Spätburgunder von der Nahe. Die Brückenhäuser-Cafés bieten Mittagstische ab rund zwölf Euro, abends gehoben gibt es Menüs zwischen 50 und 90 Euro.

Klassische Adressen

Das Bayer am Eiermarkt ist seit Jahrzehnten Institution für regionale Küche. Im Burgrestaurant Kauzenburg trifft man auf Aussichts-Dining mit Pfälzer und mediterranen Einflüssen. Die Im Gütchen liegt in einem alten Weingut in Planig und kocht modern-regional. Wer Straußwirtschaft mag, findet in Winzenheim und Hackenheim gleich mehrere Adressen.

Übernachtungsoptionen

Die Hotellerie reicht von klassischen Kurhotels wie dem Steigenberger oder dem Park Hotel über Boutique-Hotels in der Altstadt bis hin zu Ferienwohnungen in Weingütern. Mittelklasse-Doppelzimmer liegen meist zwischen 90 und 140 Euro pro Nacht, Boutique-Häuser oberhalb von 160 Euro. Die meisten Häuser bieten Gästekarte und Wellness-Pakete an.

Nahe-Weinregion vor der Haustür

Bad Kreuznach ist nicht nur Heilbad, sondern auch Verwaltungssitz der Nahe-Weinregion mit ihren rund 4.200 Hektar Rebfläche. Die Region zählt zu den kleineren, aber qualitativ herausragenden Anbaugebieten Deutschlands, bekannt für mineralische Rieslinge auf Vulkan- und Schiefer-Böden. Schloss Wackenheim, Schlossböckelheim und Niederhausen liegen alle in einer Autostunde.

Top-Weingüter in Reichweite

Mehrere Weingüter in und um Bad Kreuznach öffnen ihre Vinotheken für Verkostungen, darunter Reichsgraf von Plettenberg, Korrell Johanneshof und Tesch in Langenlonsheim. In den Sommermonaten laden Straußwirtschaften zu offenen Weinen aus der Region ein.

Naheweinfest und Weinmesse

Das Naheweinfest auf dem Eiermarkt zählt mit fast 200 Jahren Tradition zu den ältesten Weinfesten Deutschlands. Es findet alljährlich im August statt und bringt für vier Tage Winzer der Region in die Altstadt. Im April folgt die Naheweinmesse als Pflichttermin für Sommeliers und Genießer.

Praktische Tipps für Bad Kreuznach

  • Kurkarte spart bares Geld

    Die Gästekarte Naheland gibt es ab der ersten Übernachtung kostenlos bei vielen Gastgebern und reduziert Eintritte ins Bäderhaus, in Museen und einige Burgen um bis zu drei Euro. Im Bus kann sie als Fahrschein dienen, was bei Touren nach Bad Münster am Stein deutlich entlastet.

  • Brückenhäuser von beiden Seiten anschauen

    Das Postkartenmotiv mit Blick vom Eiermarkt ist berühmt, aber die spannendere Perspektive bietet der Mühlenteich auf der gegenüberliegenden Seite. Von dort sieht man die Holzgalerien und die zugehörigen Wassermühlen, die heute teils als Wohnungen genutzt werden.

  • + Gradierwerke früh besuchen

    Zwischen sieben und neun Uhr morgens ist das Salinental fast menschenleer, die Sole rieselt am intensivsten und der Geruch nach Meer ist hier am stärksten. Wer Asthma oder chronischen Bronchitis hat, profitiert von täglich 30 bis 60 Minuten Aufenthalt.

  • i Bad Münster am Stein mit der Bahn

    Statt mit dem Auto fährt man besser mit der Nahetalbahn nach Bad Münster am Stein. Die Fahrt dauert fünf Minuten, kostet wenig, und der Bahnhof liegt direkt am Wanderportal zum Rotenfels. Tickets gibt es im Verkehrsverbund Rhein-Neckar.

  • Kauzenburg-Aufstieg am Abend

    Der Burgaufstieg über die Burgstraße ist gepflastert und auch im Dunkeln gut beleuchtet. Wer um 19 Uhr im Burgrestaurant reserviert, sieht beim Aperitif die letzten Sonnenstrahlen auf den Brückenhäusern und genießt die Stadt von oben ohne Tageshitze.

  • Barrierefreiheit im Kurpark

    Der Kurpark, das Salinental und das Bäderhaus sind weitgehend barrierefrei mit befestigten Wegen und Aufzügen. Die Altstadt mit Kopfsteinpflaster ist herausfordernder. Rollstuhlfahrer nutzen besser den Eingang am Eiermarkt mit Asphaltbelag.

  • Weinprobe verbinden mit Tageskarte

    Mehrere Weingüter im Stadtteil Planig und Winzenheim bieten Verkostungen ab 15 Euro pro Person inklusive Brot und Käse. Mit der Tageskarte des Verkehrsverbunds erreicht man drei bis vier Güter ohne Auto, ideal für entspannte Probier-Touren.

  • Schlechtwetter im Bäderhaus

    Bei Regen wird das Bäderhaus zur Komfort-Option. Die Radon-Sole-Therme arbeitet mit 32 Grad Wassertemperatur, dazu kommen sechs Saunen und ein Außenbecken mit Blick auf den Kurpark. Tageskarten ab 28 Euro, Halbtag günstiger.

Insider-Tipps

Geheimtipp Schlosspark Bangert

Der Schlosspark Bangert nördlich des Bahnhofs ist bei Touristen kaum bekannt, aber unter Bad Kreuznachern beliebt. Der Park mit altem Baumbestand, kleinem Schloss und Skulpturenpfad ist frei zugänglich. Besonders im Mai blühen hier die Magnolien.

Donnersberg-Aussicht

Eine knappe Autostunde südlich liegt der Donnersberg, mit 687 Metern höchster Gipfel der Pfalz. Vom Aussichtsturm reicht der Blick bis Mainz, Frankfurt und an klaren Tagen sogar bis zum Schwarzwald. Eine perfekte Halbtagestour ergänzt mit Einkehr in einer Pfälzer Weinstube.

HÄUFIGE FRAGEN

Was macht Bad Kreuznach einzigartig in Deutschland?

Bad Kreuznach ist eines von nur wenigen Radon-Sole-Heilbädern Deutschlands und besitzt mit den Brückenhäusern auf der Alten Nahebrücke aus dem 15. Jahrhundert ein in Europa fast einmaliges Wahrzeichen. Vergleichbare bewohnte Brücken gibt es nur in Florenz und Erfurt. Dazu kommt das größte Freiluft-Inhalatorium Europas mit den Gradierwerken im Salinental.

Wie lange sollte ich für einen Bad Kreuznach-Besuch einplanen?

Für die Altstadt mit Brückenhäusern und Salinental reicht ein Tag. Wer auch das Bäderhaus, die Kauzenburg sowie Bad Münster am Stein mit Rotenfels und Rheingrafenstein erleben möchte, plant drei bis vier Tage ein. Für eine ausführliche Tour durch die Nahe-Weinregion sind eine Woche ideal.

Wann ist die beste Reisezeit für Bad Kreuznach?

Von Mai bis Oktober ist das Wetter zuverlässig mild, die Salinen lassen sich am angenehmsten besuchen und das Naheufer lädt zum Verweilen ein. Das Naheweinfest im August ist Höhepunkt, kann aber sehr voll werden. Wer Ruhe sucht, kommt im Juni oder September. Für Therme und Wellness ist Bad Kreuznach ganzjährig attraktiv.

Was kostet ein Eintritt ins Bäderhaus Bad Kreuznach?

Die Tageskarte fürs Bäderhaus mit Radon-Sole-Therme, Saunalandschaft und Außenbecken kostet rund 28 Euro für Erwachsene, ermäßigt etwa 24 Euro. Halbtagskarten und Familienkarten sind deutlich günstiger. Die Gästekarte Naheland reduziert den Preis um zwei bis drei Euro.

Wie komme ich ohne Auto nach Bad Kreuznach?

Bad Kreuznach liegt an der Nahetalbahn mit stündlichen Regionalzügen aus Mainz, Frankfurt am Main, Saarbrücken und Koblenz. Aus Mainz dauert die Fahrt rund 30 Minuten, aus Frankfurt etwa eine Stunde. Der Bahnhof liegt zentrumsnah, von dort sind es zehn Minuten zu Fuß in die Altstadt.

Was sind die berühmten Brückenhäuser?

Die Brückenhäuser sind sieben Wohnhäuser, die seit dem späten 15. Jahrhundert direkt auf den Pfeilern der Alten Nahebrücke stehen. Sie waren ursprünglich Häuser von Handwerkern und Gerbern. Im Zweiten Weltkrieg teilweise zerstört, wurden sie ab 1948 originalgetreu wiederaufgebaut und prägen heute das Stadtbild.

Lohnt sich ein Ausflug nach Bad Münster am Stein-Ebernburg?

Definitiv. Der seit 2014 zu Bad Kreuznach gehörende Stadtteil liegt vier Kilometer flussaufwärts und bietet mit Rotenfels und Rheingrafenstein die dramatischste Felslandschaft der Region. Der Rotenfels gilt als höchste Steilwand nördlich der Alpen. Wanderwege starten direkt am Bahnhof.

Welche Wanderwege gibt es rund um Bad Kreuznach?

Beliebt sind der Rheingrafensteinpfad mit Bastei und Rotenfels-Aussicht, der Salinental-Rundweg, der Burgenweg zur Kauzenburg sowie der Naheweinwanderweg durch die Weinberge. Die meisten Touren dauern zwei bis vier Stunden und sind gut ausgeschildert.

Was bietet die Nahe-Weinregion?

Die Nahe ist ein eher kleines, aber qualitativ hochwertiges Weinanbaugebiet mit rund 4.200 Hektar Rebfläche. Bekannte Weingüter wie Reichsgraf von Plettenberg, Korrell und Tesch öffnen ihre Vinotheken für Verkostungen. Schwerpunkt liegt auf mineralischen Rieslingen, Spätburgundern und Weißburgundern auf Vulkan- und Schiefer-Böden.

Gibt es in Bad Kreuznach gute Restaurants?

Ja, die Altstadt bietet von rustikalen Weinstuben bis zur gehobenen Küche eine große Bandbreite. Das Burgrestaurant Kauzenburg bietet Aussichts-Dining, der Bayer am Eiermarkt setzt auf regionale Klassiker, und mehrere Brückenhäuser-Cafés bieten Mittagstische mit Blick aufs Wasser. Die Preise sind moderat im Vergleich zu Rheingau-Orten.

Ist Bad Kreuznach gut für Familien geeignet?

Ja, Kurpark, Salinental und Roseninsel bieten viel Platz zum Spielen, der Stadtteil Hackenheim hat Radwege und Familienweingüter. Die Therme im Bäderhaus hat Familien-Angebote, und die Burgruine Kauzenburg fasziniert Kinder besonders bei Falknerei-Vorführungen im Sommer. Hotels und Ferienwohnungen sind familienfreundlich ausgestattet.

Wo sollte ich in Bad Kreuznach übernachten?

Wer Stadtnähe will, bucht in der Altstadt zwischen Eiermarkt und Brückenhäusern. Für Ruhe und Wellness sind Kurhotels im Kurviertel ideal, etwa rund um die Kurhausstraße. Wer wandern oder Wein verkosten möchte, übernachtet besser in Bad Münster am Stein oder direkt auf einem Weingut in Winzenheim oder Roxheim.
Was denkst du? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare — wir lesen jedes Feedback und antworten gern.
Kommentar schreiben →