Monaco ist mit nur 2,08 Quadratkilometern Fläche und rund 39.000 Einwohnern das zweitkleinste Land der Welt — und gleichzeitig der dichteste Konzentrationspunkt globalen Luxus an der Côte d'Azur zwischen Nizza und der italienischen Grenze. Das Fürstentum unter dem Haus Grimaldi seit 1297 lebt von einer einzigartigen Mischung aus Belle-Époque-Architektur, mondänem Glücksspiel, Mega-Yachten und Sternegastronomie. Der Port Hercule in La Condamine ist der grösste Yachthafen der gesamten französischen Riviera-Region mit über 700 Liegeplätzen für Schiffe bis 100 Meter Länge — jeden September verwandelt ihn die Monaco Yacht Show in die wichtigste Top-Tier-Yachten-Messe der Welt mit rund 120 Superyachten und 580 Ausstellern. Das Casino de Monte-Carlo wurde 1865 eröffnet und 1878 von Charles Garnier in eine Belle-Époque-Kathedrale verwandelt; die Salons Privés, das Casino Café de Paris, das Sun Casino und das Monte-Carlo Bay Casino bilden zusammen das Spielimperium der Société des Bains de Mer. Die Salle Garnier der Opéra Monte-Carlo glänzt im selben Belle-Époque-Stil, das Hôtel de Paris von 1864 ist das erste Grandhotel des Place du Casino, Hôtel Hermitage und Hôtel Métropole vervollständigen die Belle-Époque-Trias, das Princesse-Grace-Hotel erinnert an die Filmstar-Fürstin. Der Larvotto-Strand mit La Vigie als legendärer Beach-Club, die Buddha-Bar Monaco und die Sterneküche von Alain Ducasse im Le Louis XV, Joël Robuchon im Métropole und Yannick Alléno im Hôtel Hermitage komplettieren das Bild. Tickets und Programmtermine unter visitmonaco.com.

Anreise und Erreichbarkeit

Monaco liegt rund 18 Kilometer östlich von Nizza an der Côte d'Azur, eingebettet zwischen den steil aufragenden Seealpen und dem Mittelmeer. Das Fürstentum ist über den Flughafen Nice Côte d'Azur, die Autobahn A8 La Provençale und die Bahnstrecke Marseille–Ventimiglia hervorragend erschlossen. Wer Monacos Glamour-Welt erleben möchte, plant für die Highlights mindestens drei Tage ein — einen für Port Hercule, Monte-Carlo-Casino und Opéra, einen für La Condamine, La Rousse und Larvotto-Strand, einen für Le Rocher mit Fürstenpalast und Ozeanographischem Museum.

Mit dem Auto

Aus Deutschland und Österreich nimmt man die A8 La Provençale ab Aix-en-Provence bis Ausfahrt 56 La Turbie oder 58 Roquebrune, dann Abfahrt nach Monaco. Die Anfahrt von Frankfurt beträgt rund 1.000 Kilometer und 10 Stunden Fahrzeit, von München rund 950 Kilometer und 9:30 Stunden. Wer mit der eigenen Yacht oder einem hochwertigen Sportwagen anreist, findet im Fürstentum 22 öffentliche Parkhäuser — die wichtigsten sind Parking du Casino direkt unter dem Place du Casino, Parking des Pêcheurs am Le Rocher und Parking du Larvotto am Strand. Die Tagespauschale liegt bei rund 25 Euro, das Hôtel de Paris bietet Voiturier-Service.

Mit der Bahn

Die Bahnstation Monaco-Monte-Carlo liegt unterirdisch in der Avenue Prince Pierre und wird vom TER der SNCF zwischen Marseille und Ventimiglia bedient. Direktverbindungen ab Nizza-Ville dauern 23 Minuten und kosten rund 4 Euro, ab Cannes 55 Minuten und 9 Euro, ab Marseille knapp drei Stunden mit Umstieg in Nizza. Der TGV inOui ab Paris Gare de Lyon erreicht Monaco über Marseille in rund 7 Stunden. Vom Bahnhof Monaco führen Lifte und Rolltreppen in alle Stadtteile, der Place du Casino ist in 8 Minuten Fussmarsch erreichbar.

Mit dem Flugzeug

Der Flughafen Nice Côte d'Azur (NCE) liegt 22 Kilometer westlich von Monaco und wird ganzjährig aus Frankfurt, München, Wien, Zürich, Düsseldorf, Berlin und Hamburg von Lufthansa, Eurowings, Austrian, Swiss und Easyjet bedient. Flugzeit ab Frankfurt rund 1:35 h, ab Wien 1:45 h, ab Zürich 1:20 h. Vom Flughafen fährt ein Helikopter-Shuttle von Monacair in 7 Minuten direkt zum Heliport Monaco in Fontvieille — ab rund 175 Euro pro Strecke, eine Tradition seit den 1970er Jahren. Alternativ Express-Bus 110 in 50 Minuten für 22 Euro oder Taxi für rund 90 Euro.

Vor Ort bewegen und Parken

Monaco ist mit 2,08 Quadratkilometern kompakt und nahezu vollständig zu Fuß erschliessbar, dazu kommen 35 öffentliche Lifte und Rolltreppen, die die Höhenunterschiede zwischen den Stadtteilen überbrücken. Das Bus-Netz der Compagnie des Autobus de Monaco verbindet alle sechs Quartiers im 10-Minuten-Takt, ein 12er-Ticket-Bündel kostet 16 Euro. Wer mit der eigenen Yacht im Port Hercule liegt, nutzt die Lifte direkt vom Quai Antoine I. zum Place du Casino. Behindertenparkplätze gibt es an allen öffentlichen Parkhäusern.

Nizza Côte d'Azur → Monaco 22 km ~50 min Bus 110 oder 7 min Helikopter
Cannes → Monaco 58 km ~55 min mit TER-Bahn
Saint-Tropez → Monaco 125 km ~2:30 h via A8 oder per Yacht
Genua → Monaco 175 km ~2:15 h via A10 und A8
Frankfurt → Monaco 1.000 km ~10 h via A5, A6, A7 und A8

Port Hercule und Port de Fontvieille — die Yachthäfen

Monaco verfügt über zwei Yachthäfen, die zusammen das Herz der mondänen Mittelmeer-Yacht-Szene bilden. Der Port Hercule im Stadtteil La Condamine ist der ältere und prominentere — er liegt zwischen Le Rocher mit Fürstenpalast und Monte-Carlo mit Casino und ist seit der Antike als natürlicher Hafen genutzt. Der Port de Fontvieille im gleichnamigen, in den 1970er Jahren landgewonnenen Stadtteil ergänzt das Angebot mit kleineren Liegeplätzen für Yachten bis 40 Meter. Beide Häfen werden von der Société d'Exploitation des Ports de Monaco betrieben.

Port Hercule — der grösste Yachthafen der Region

Der Port Hercule in La Condamine ist mit rund 19 Hektar Wasserfläche und über 700 Liegeplätzen der grösste Yachthafen der gesamten französischen Riviera-Region zwischen Marseille und Ventimiglia. Die schwimmende Pier T zwischen Quai Antoine I. und Digue Rainier III. nimmt Superyachten bis 100 Meter Länge auf, die längeren Liegeplätze am Quai Antoine I. gehen bis 130 Meter. Liegegebühren beginnen bei rund 60 Euro pro Nacht für eine 12-Meter-Yacht und steigen auf rund 1.500 Euro pro Nacht für ein 80-Meter-Schiff. Während Grand Prix Ende Mai und Yacht Show im September sind Liegeplätze zwei Jahre im Voraus ausgebucht.

Port de Fontvieille — der kleinere Hafen am Felsen

Der Port de Fontvieille liegt westlich von Le Rocher im jüngsten Stadtteil Monacos, der zwischen 1971 und 1973 durch Landgewinnung dem Meer abgerungen wurde. Mit rund 5 Hektar und etwa 165 Liegeplätzen bis 40 Meter ist er intimer als Port Hercule. Direkt am Hafen liegen Stadion Louis-II., Princess-Grace-Rosengarten und der Eingang zum Ozeanographischen Museum. Liegegebühren rund 20 Prozent unter Port Hercule.

Monaco Yacht Show — die wichtigste Superyacht-Messe der Welt

Die Monaco Yacht Show findet jeden September über vier Tage am letzten Mittwoch bis Samstag des Monats im Port Hercule statt und gilt als Top-Tier-Veranstaltung der globalen Yachten-Branche. Rund 120 Superyachten — viele zum ersten Mal öffentlich präsentiert — liegen am Wasser, dazu 580 Aussteller mit Werften, Designern, Brokern und Lifestyle-Marken. Die Messe wurde 1991 ins Leben gerufen und zieht jährlich über 30.000 Fachbesucher an, darunter rund 4.000 vorqualifizierte Yacht-Eigner und Charterer. Tageskarten 350 Euro, VIP-Pakete mit Onboard-Visiten der grössten Yachten bis 6.000 Euro. Am Quai Antoine I. liegen 100-Meter-plus-Schiffe, am Quai Albert I. die kleineren Werften.

Das Casino-Imperium der Société des Bains de Mer

Das Casino de Monte-Carlo und seine vier Schwester-Casinos bilden zusammen das wichtigste Glücksspiel-Imperium Europas und stehen unter der Regie der Société des Bains de Mer de Monaco (SBM), die 1863 von Prinzessin Caroline und Banker François Blanc gegründet wurde. Die SBM ist bis heute Konzessionärin des Spielmonopols im Fürstentum und betreibt nicht nur die vier Casinos, sondern auch die Grandhotels Hôtel de Paris, Hôtel Hermitage und Monte-Carlo Beach. Monegassen selbst dürfen die Spielsäle übrigens nicht betreten — eine seit 1856 geltende Regelung von Fürst Charles III., die das Fürstentum vor Spielsucht der eigenen Bürger schützen sollte.

Casino de Monte-Carlo — die Belle-Époque-Kathedrale von Charles Garnier

Das Casino de Monte-Carlo am Place du Casino wurde am 14. Februar 1865 eröffnet — zunächst als bescheidener Bau, der 1878 von Charles Garnier (Architekt der Pariser Opéra) in eine Belle-Époque-Kathedrale verwandelt wurde. Die prunkvolle Hauptfassade mit zwei Türmen, das vergoldete Atrium mit Marmorsäulen und Deckenmalereien, der Salon Renaissance mit Kristallleuchtern und die Salle Europe als ältester Spielsaal sind bis heute im Originalzustand. Eintritt 18 Euro tagsüber, 25 Euro abends mit Zugang zu den Spieltischen. Dresscode ab 14 Uhr — Jackett für Herren, geschlossene Schuhe verpflichtend. Reisepass für Registrierung mitführen, Monegassen werden am Eingang abgewiesen.

Salons Privés — die exklusivsten Spielsäle

Die Salons Privés im Hinterteil des Casino de Monte-Carlo sind die exklusivste Spielzone des Fürstentums und nur über separate Eingangsformalitäten erreichbar. Hier liegen die Mindesteinsätze bei 100 Euro pro Spielzug, an einigen Roulette- und Punto-Banco-Tischen werden Einsätze bis 100.000 Euro pro Wurf akzeptiert. Die Atmosphäre ist deutlich ruhiger als in den allgemeinen Sälen — schwere Holzvertäfelung, gedimmtes Licht, persönliche Croupiers und ein eigener Bar-Service. Eintritt nur mit Voranmeldung über die SBM-Concierge oder als Hotelgast der angeschlossenen Grandhotels. Der Mythos der Salons Privés geht zurück auf die 1880er Jahre, als russische Grossfürsten, britische Lords und amerikanische Industriemagnaten hier ganze Vermögen gewannen und verloren.

Casino Café de Paris — Slot-Machines am Place du Casino

Das Casino Café de Paris liegt direkt gegenüber dem Casino de Monte-Carlo am Place du Casino und wurde 1868 als Brasserie und Spielsalon eröffnet. Heute Slot-Machine-Hochburg Monacos mit über 1.000 Spielautomaten, dazu American Roulette, Black Jack und Texas Hold'em Poker. Eintritt frei, Dresscode Smart Casual. Die angegliederte Brasserie Café de Paris ist Geburtshaus der Crêpe Suzette — angeblich 1895 vom Sommelier Henri Charpentier für den Prince of Wales erfunden.

Sun Casino — am Fairmont Monte Carlo

Das Sun Casino im Fairmont Monte Carlo am Av. des Spélugues ist die jüngste Innenstadt-Spielstätte mit rund 145 Slot-Machines, 13 Black-Jack-Tischen, Roulette, Craps und Ultimate Texas Hold'em. Dresscode Smart Casual, Eintritt frei. Im selben Komplex Nobu Monte Carlo und Nikki Beach Monte-Carlo mit Blick über die Larvotto-Bucht.

Monte-Carlo Bay Casino — am Larvotto-Strand

Das Monte-Carlo Bay Casino gehört zum Monte-Carlo Bay Hotel and Resort an der Av. Princesse-Grace direkt am Larvotto-Strand und ist seit 2005 in Betrieb. Das modernste der vier SBM-Casinos mit 145 Slot-Machines, 14 Black-Jack-Tischen, Roulette und Stud Poker richtet sich an Resort-Gäste. Eintritt frei, Spielsäle ins Hotel mit Lagunenpool und Strandzugang integriert.

Die wichtigsten Glamour-Adressen im Überblick

Casino de Monte-Carlo

Eröffnet 1865, Belle-Époque-Umbau 1878 durch Charles Garnier, den Architekten der Pariser Opéra. Salons Privés mit höchsten Einsätzen, Salle Europe als ältester Spielsaal. Eintritt 18 Euro tagsüber, 25 Euro abends. Dresscode ab 14 Uhr mit Jackett.

Port Hercule und Yacht Show

Grösster Yachthafen der französischen Riviera-Region mit über 700 Liegeplätzen bis 100 Meter Länge. Monaco Yacht Show jeden September mit 120 Superyachten und 580 Ausstellern. Tageskarte 350 Euro.

Hôtel de Paris Monte-Carlo

Das Grandhotel von 1864 am Place du Casino direkt gegenüber dem Casino. 209 Zimmer und Suiten, Restaurant Le Louis XV von Alain Ducasse, Bar Américain. Suite ab rund 1.200 Euro pro Nacht.

Salle Garnier Opéra Monte-Carlo

Die Belle-Époque-Oper ist Teil des Casino-Gebäudes und wurde 1879 ebenfalls von Charles Garnier eingeweiht — als Miniatur-Version seiner Pariser Opéra. 524 Plätze, Saison Oktober bis April. Tickets ab 30 Euro Galerie, bis 300 Euro Logen.

Larvotto-Strand und La Vigie

Der Larvotto-Strand ist Monacos einziger öffentlicher Sandstrand, 2020 komplett saniert. La Vigie als legendärer Beach-Club mit Holzdeck über dem Wasser, das Cap-Estel-Restaurant von Yannick Alléno und die Buddha-Bar Monaco am Place du Casino runden ab.

Sterne-Trio Ducasse, Robuchon, Alléno

Alain Ducasse leitet seit 1987 das Le Louis XV im Hôtel de Paris (drei Michelin-Sterne, Menü ab 380 Euro). Joël Robuchon Monte-Carlo im Hôtel Métropole hat zwei Sterne, Yannick Alléno gestaltet im Hôtel Hermitage die Küche im Pavyllon Monte-Carlo.

Vergleich der vier SBM-Casinos

Kriterium
Casino Monte-Carlo
Café de Paris
Sun Casino
Monte-Carlo Bay
Salons Privés
Eröffnung
1865, Umbau 1878
1868
1973 im Loews
2005
Teil Casino 1878
Stil
Belle-Époque Garnier
Brasserie-Salon
Moderne Saal
Resort-Casino
Privé-Salon Vertäfelung
Lage
Place du Casino
Place du Casino gegenüber
Fairmont Monte Carlo
Larvotto-Strand
Im Hauptcasino
Eintritt
18 bis 25 Euro
Frei
Frei
Frei für Hotelgäste
Voranmeldung SBM
Dresscode
Jackett ab 14 Uhr
Smart Casual
Smart Casual
Smart Casual
Smoking abends
Spielangebot
Roulette, Black Jack, Punto Banco
Über 1.000 Slots, Poker
145 Slots, Black Jack
145 Slots, Stud Poker
High-Stakes ab 100 Euro
Charakter
Klassisch-elegant
Belebt, touristisch
Zwanglos modern
Beach-Resort-Vibe
Maximal exklusiv

Wer Monaco zum ersten Mal besucht, kombiniert eine abendliche Besichtigung des Casino de Monte-Carlo mit einem Apéritif an der Bar Américain im Hôtel de Paris — die ikonische Achse des Place du Casino.

Die Belle-Époque-Grandhotels rund um den Place du Casino

Drei Belle-Époque-Grandhotels umrahmen den Place du Casino und stehen seit über 150 Jahren für gehobenste Hotellerie an der Côte d'Azur. Das Hôtel de Paris, das Hôtel Hermitage und das Hôtel Métropole bilden zusammen mit dem Princesse-Grace-Hotel in Monte-Carlo die Spitzengruppe der mondänen Mittelmeer-Hotellerie — alle vier mit eigener Geschichte, eigenem Charakter und drei eigenen Sterneküchen.

Hôtel de Paris Monte-Carlo seit 1864

Das Hôtel de Paris Monte-Carlo wurde am 1. Januar 1864 eröffnet — das erste Grandhotel des Fürstentums, von Casino-Gründer François Blanc direkt gegenüber dem späteren Casino erbaut. 209 Zimmer und Suiten, darunter die Suite Princesse Grace im 6. Stock mit eigenem Pool auf der Terrasse. Der Salon Empire mit Kristallleuchtern dient als Frühstückssaal, die Bar Américain ist seit den 1920er Jahren legendär. Le Louis XV mit drei Michelin-Sternen unter Alain Ducasse als Sterne-Adresse. Suite ab rund 1.200 Euro pro Nacht in der Hochsaison.

Hôtel Hermitage Monte-Carlo seit 1900

Das Hôtel Hermitage am Square Beaumarchais wurde 1900 eröffnet — der ovale Speisesaal Belle Époque mit gläserner Glaskuppel von Gustave Eiffel zählt zu den schönsten Räumen Monacos. 278 Zimmer und Suiten plus der 1928 ergänzte Cinquantenaire-Flügel. Pavyllon Monte-Carlo unter Yannick Alléno als Sterne-Adresse. Spa Thermes Marins direkt unter dem Hotel mit Meerwasser-Therapien auf 6.600 Quadratmetern.

Hôtel Métropole Monte-Carlo seit 1886

Das Hôtel Métropole am Av. de la Madone wurde 1886 eröffnet und 2004 von Jacques Garcia im Stil eines mediterranen Boudoirs neu gestaltet — Samt, dunkles Holz, Marmor, schwere Vorhänge. 125 Zimmer und Suiten. Das Joël Robuchon Monte-Carlo mit zwei Michelin-Sternen serviert die Robuchon-Klassiker, das Yoshi mit einem Stern ist die einzige Sterne-Sushi-Adresse Monacos. Pool-Garten mit Karl-Lagerfeld-Design seit 2014.

Princesse-Grace-Hotel und La Vigie am Larvotto

Das Monte-Carlo Beach Hotel — von Locals oft Princesse-Grace-Hotel genannt — liegt am Av. Princesse-Grace direkt nördlich der Grenze. 1929 eröffnet, 2009 von India Mahdavi im Stil der italienischen Riviera neu gestaltet. 40 Zimmer und Suiten mit Meerblick, das Elsa als Vollblut-Bio-Adresse mit Michelin-Stern. La Vigie auf der Felsklippe darüber war von 1902 bis 1990 die Sommervilla von Edmond Rostand und ist heute ein Beach-Club mit Holzdeck über dem Wasser.

Praktische Tipps für Monacos Glamour-Welt

  • Casino-Eintritt und Dresscode

    Der Eintritt in die Spielsäle des Casino de Monte-Carlo beträgt 18 Euro tagsüber zur reinen Besichtigung und 25 Euro abends mit Zugang zu den Spieltischen. Ab 14 Uhr gilt Jackett-Pflicht für Herren, Damen erscheinen in eleganter Garderobe mit geschlossenen Schuhen. Reisepass für die Registrierung mitführen — Monegassen werden seit 1856 am Eingang abgewiesen, eine Regelung von Fürst Charles III.

  • Monaco Yacht Show im September

    Die Monaco Yacht Show findet jeden September am letzten Mittwoch bis Samstag des Monats im Port Hercule statt. Tagestickets kosten 350 Euro, exklusive VIP-Pakete mit Onboard-Besuchen der grössten Yachten bis 6.000 Euro. Hotelbuchungen für die vier Messetage müssen mindestens ein Jahr im Voraus erfolgen — Belle-Époque-Hotels wie das Hôtel de Paris sind oft zwei Jahre vorab ausgebucht.

  • + Le Louis XV von Alain Ducasse reservieren

    Das Drei-Sterne-Restaurant Le Louis XV im Hôtel de Paris ist seit 1987 unter Alain Ducasse — eine Reservierung erfolgt am besten drei bis sechs Monate im Voraus über die hauseigene Concierge. Das Menü beginnt bei 380 Euro pro Person ohne Wein, das Signature-Tasting mit Provençal-Klassikern liegt bei 450 Euro. Dresscode Jackett, Krawatte nicht zwingend.

  • i Helikopter-Transfer Nizza nach Monaco

    Monacair fliegt vom Flughafen Nice Côte d'Azur direkt zum Heliport Monaco in Fontvieille — die Flugzeit beträgt nur 7 Minuten, der Preis liegt bei rund 175 Euro pro Strecke und Person. Eine Tradition seit den 1970er Jahren, die das Fürstentum auch heute noch als Standard-Anreise für anspruchsvolle Gäste etabliert. Alternativ Express-Bus 110 in 50 Minuten für 22 Euro.

  • Salons Privés nur mit Voranmeldung

    Die Salons Privés im hinteren Teil des Casino de Monte-Carlo sind die exklusivste Spielzone des Fürstentums — Mindesteinsätze ab 100 Euro pro Spielzug, an einigen Tischen werden Einsätze bis 100.000 Euro pro Wurf akzeptiert. Eintritt nur mit Voranmeldung über die SBM-Concierge oder als Gast der angeschlossenen Grandhotels Hôtel de Paris, Hôtel Hermitage oder Hôtel Métropole. Smoking abends erwünscht.

  • Lifte und Rolltreppen statt Steigung

    Monaco hat 35 öffentliche Lifte und Rolltreppen, die die starken Höhenunterschiede zwischen Hafen, Casino-Quartier und Le Rocher überbrücken. Auch Rollstuhl-Nutzer kommen so problemlos vom Port Hercule zum Place du Casino. Die Karten an den Straßen-Ecken zeigen die Lift-Verbindungen, alle sind kostenlos und rund um die Uhr in Betrieb. Vom Bahnhof Monaco-Monte-Carlo führt ein Lift direkt zur Avenue Princess Alice nahe Place du Casino.

  • Beste Reisezeit Mai bis Oktober

    Mai und Juni mit 22 bis 26 Grad bieten warmes Mittelmeer-Klima vor den Sommer-Massen — Höhepunkt der Saison ist der Grand Prix de Monaco Ende Mai mit Straßen-Rennen durch die Stadt. September kombiniert die Monaco Yacht Show mit angenehmen 25 Grad, Oktober ist mit 20 bis 24 Grad und leeren Stränden ideal für ruhigere Tage. Juli und August mit über 28 Grad und vollem Larvotto eher anstrengend.

  • Larvotto-Strand und La Vigie-Klippe

    Der Larvotto-Strand ist Monacos einziger öffentlicher Sandstrand und wurde 2020 komplett saniert mit Holzpromenade, neuen Wellenbrechern und ausgebauten Strand-Restaurants. Eintritt frei, Liegen am öffentlichen Strand 12 Euro. La Vigie auf der Felsklippe darüber war von 1902 bis 1990 die Sommervilla von Edmond Rostand (Cyrano de Bergerac) und ist heute ein Beach-Club mit Holzdeck über dem Wasser, Reservierung über Monte-Carlo Beach Hotel.

Insider-Tipps

Salle Garnier der Opéra Monte-Carlo

Die Salle Garnier ist die offizielle Oper Monacos und wurde 1879 von Charles Garnier als Erweiterung des Casino-Gebäudes errichtet. Mit 524 Plätzen ist sie eine Miniatur-Version der Pariser Opéra Garnier und glänzt im gleichen Goldglanz, Stuck und Deckenmalerei. Die Saison läuft von Oktober bis April mit fünf bis sechs Opernproduktionen plus Konzerten der Monte-Carlo Philharmonic. Sergei Diaghilevs Ballets Russes hatten hier von 1911 bis 1929 ihren festen Wohnsitz. Tickets ab 30 Euro Galerie bis 300 Euro Logen.

Buddha-Bar Monaco und Sternegastronomie

Die Buddha-Bar Monaco liegt direkt am Place du Casino im ehemaligen Salle Garnier des Casino-Komplexes und ist seit 2010 die mondäne Late-Night-Adresse Monacos mit Pan-Asian-Sushi-, Dim-Sum- und Wok-Küche unter einer riesigen Buddha-Statue. Die Sternegastronomie konzentriert sich auf drei Adressen — Le Louis XV von Alain Ducasse im Hôtel de Paris (drei Michelin-Sterne seit 1990), Joël Robuchon Monte-Carlo im Hôtel Métropole (zwei Sterne) und Yannick Alléno im Pavyllon Monte-Carlo im Hôtel Hermitage. Dazu die Beefbar am Heliport mit Aussicht auf den Port de Fontvieille.

HÄUFIGE FRAGEN

Warum gilt Monaco als Hauptstadt von Luxusyachten und Casinos?

Monaco vereint auf nur 2,08 Quadratkilometern die dichteste Konzentration von Belle-Époque-Casinos, Mega-Yacht-Hafen und Sternegastronomie weltweit. Der Port Hercule in La Condamine ist der grösste Yachthafen der gesamten französischen Riviera-Region mit über 700 Liegeplätzen für Schiffe bis 100 Meter Länge, die Monaco Yacht Show im September ist die wichtigste Top-Tier-Superyacht-Messe der Welt mit 120 ausgestellten Yachten. Das Casino de Monte-Carlo von 1865 mit Belle-Époque-Architektur von Charles Garnier und die drei Grandhotels Hôtel de Paris, Hôtel Hermitage und Hôtel Métropole bilden seit über 150 Jahren das mondäne Herz des Fürstentums.

Was ist der Port Hercule und warum ist er der grösste Yachthafen der Region?

Der Port Hercule in La Condamine ist mit rund 19 Hektar Wasserfläche und über 700 Liegeplätzen der grösste Yachthafen der gesamten französischen Riviera-Region zwischen Marseille und Ventimiglia. Die schwimmende Pier T zwischen Quai Antoine I. und Digue Rainier III. nimmt Superyachten bis 100 Meter Länge auf, die längeren Liegeplätze am Quai Antoine I. selbst gehen bis 130 Meter. Liegegebühren beginnen bei rund 60 Euro pro Nacht für eine 12-Meter-Yacht und steigen auf rund 1.500 Euro pro Nacht für ein 80-Meter-Schiff in der Hochsaison. Während des Grand Prix Ende Mai und der Monaco Yacht Show im September sind die Liegeplätze zwei Jahre im Voraus ausgebucht.

Wann findet die Monaco Yacht Show statt und was kostet der Eintritt?

Die Monaco Yacht Show findet jeden September über vier Tage am letzten Mittwoch bis Samstag des Monats im Port Hercule statt. Sie gilt als wichtigste Top-Tier-Veranstaltung der globalen Yachten-Branche mit rund 120 Superyachten am Wasser — viele zum ersten Mal öffentlich präsentiert — und 580 Ausstellern mit Werften, Designern, Brokern und Lifestyle-Marken. Tageskarten kosten 350 Euro, exklusive VIP-Pakete mit Onboard-Besichtigungen der grössten Yachten gehen bis 6.000 Euro. Die Messe wurde 1991 ins Leben gerufen und zieht jährlich über 30.000 Fachbesucher an, darunter rund 4.000 vorqualifizierte Yacht-Eigner, Käufer und Charterer.

Was macht das Casino de Monte-Carlo so legendär?

Das Casino de Monte-Carlo am Place du Casino wurde am 14. Februar 1865 eröffnet und 1878 von Charles Garnier — dem Architekten der Pariser Opéra — in eine Belle-Époque-Kathedrale verwandelt. Die prunkvolle Hauptfassade mit den zwei Türmen, das vergoldete Atrium mit Marmorsäulen und Deckenmalereien, der große Salon Renaissance mit Kristallleuchtern und die Salle Europe als ältester Spielsaal sind bis heute im Originalzustand erhalten. Der Eintritt beträgt 18 Euro tagsüber zur Besichtigung ohne Spielbetrieb und 25 Euro abends mit Zugang zu den Spieltischen. Ab 14 Uhr gilt Jackett-Pflicht für Herren, Reisepass für die Registrierung mitführen. Monegassen werden seit 1856 am Eingang abgewiesen, eine Regelung von Fürst Charles III.

Was sind die Salons Privés und wie kommt man hinein?

Die Salons Privés im Hinterteil des Casino de Monte-Carlo sind die exklusivste Spielzone des Fürstentums und nur über separate Eingangsformalitäten erreichbar. Hier liegen die Mindesteinsätze bei 100 Euro pro Spielzug, an einigen Roulette- und Punto-Banco-Tischen werden Einsätze bis 100.000 Euro pro Wurf akzeptiert. Die Atmosphäre ist deutlich ruhiger als in den allgemeinen Sälen — schwere Holzvertäfelung, gedimmtes Licht, persönliche Croupiers und eigener Bar-Service. Eintritt nur mit Voranmeldung über die SBM-Concierge oder als Hotelgast der angeschlossenen Grandhotels Hôtel de Paris, Hôtel Hermitage oder Hôtel Métropole. Smoking abends erwünscht.

Welche weiteren Casinos gibt es in Monaco?

Neben dem Casino de Monte-Carlo betreibt die Société des Bains de Mer drei weitere Spielstätten. Das Casino Café de Paris direkt gegenüber des Hauptcasinos am Place du Casino ist mit über 1.000 Slot-Machines die Slot-Hochburg, dazu American Roulette und Texas Hold'em Poker — Eintritt frei, Dresscode Smart Casual. Das Sun Casino im Fairmont Monte Carlo hat 145 Slot-Machines, 13 Black-Jack-Tische und Roulette in moderner Atmosphäre. Das Monte-Carlo Bay Casino seit 2005 am Larvotto-Strand mit Lagunenpool-Resort-Charakter bietet 145 Slots, Stud Poker und Black Jack für internationale Resort-Gäste.

Was ist die Salle Garnier der Opéra Monte-Carlo?

Die Salle Garnier ist die offizielle Oper Monacos und wurde 1879 von Charles Garnier als Erweiterung des Casino-Gebäudes errichtet — ein Jahr nach Fertigstellung der Casino-Belle-Époque-Renovierung. Mit 524 Plätzen ist sie eine Miniatur-Version der Pariser Opéra Garnier und glänzt im gleichen üppigen Goldglanz, Stuck und Deckenmalerei. Die Saison läuft von Oktober bis April mit fünf bis sechs Opernproduktionen, dazu Konzerten der Monte-Carlo Philharmonic. Sergei Diaghilevs Ballets Russes hatten hier von 1911 bis 1929 ihren festen Wohnsitz, Strawinsky brachte mehrere Werke zur Uraufführung. Tickets ab 30 Euro Galerie bis 300 Euro Logen.

Welche Belle-Époque-Grandhotels gibt es rund um den Place du Casino?

Drei Belle-Époque-Grandhotels umrahmen den Place du Casino. Das Hôtel de Paris Monte-Carlo wurde am 1. Januar 1864 eröffnet, zählt 209 Zimmer und Suiten und beherbergt das Drei-Sterne-Le-Louis-XV von Alain Ducasse. Das Hôtel Hermitage am Square Beaumarchais seit 1900 hat den ovalen Speisesaal Belle Époque mit gläserner Glaskuppel von Gustave Eiffel, 278 Zimmer und das Pavyllon Monte-Carlo von Yannick Alléno. Das Hôtel Métropole am Av. de la Madone seit 1886 wurde 2004 von Jacques Garcia neu gestaltet, 125 Zimmer, Joël Robuchon Monte-Carlo mit zwei Sternen und das Yoshi-Sushi-Restaurant mit einem Stern.

Wer ist Alain Ducasse und was ist Le Louis XV?

Alain Ducasse leitet seit 1987 das Restaurant Le Louis XV im Hôtel de Paris Monte-Carlo. Schon 1990 erhielt Le Louis XV die drei Michelin-Sterne und ist damit das am längsten ausgezeichnete Drei-Sterne-Restaurant der Welt unter durchgehender Leitung. Die Küche orientiert sich an mediterranen Klassikern aus der Provence, dem Piemont und der ligurischen Riviera mit fast ausschließlich regionalen Produkten. Das Menü beginnt bei 380 Euro pro Person ohne Wein, das Signature-Tasting mit Provençal-Klassikern wie Cookpot Légumes oder Loup-en-Croûte liegt bei 450 Euro. Reservierungen drei bis sechs Monate im Voraus über die Hôtel-de-Paris-Concierge, Dresscode Jackett.

Welche weiteren Sterne-Adressen gibt es in Monaco?

Neben Le Louis XV von Alain Ducasse mit drei Sternen führen das Hôtel Métropole und das Hôtel Hermitage je eine eigene Sterne-Adresse. Joël Robuchon Monte-Carlo im Métropole hat zwei Michelin-Sterne und serviert die Robuchon-Klassiker — Purée de Pommes de Terre, Caviar und Crustacés — im 2004 von Jacques Garcia neu gestalteten Saal. Das Pavyllon Monte-Carlo von Yannick Alléno im Hermitage seit 2021 verbindet seine Pariser Konzepte mit mediterranen Akzenten. Im Métropole zusätzlich das Yoshi-Sushi-Restaurant mit einem Stern, die einzige Sterne-Sushi-Adresse Monacos. Das Elsa im Monte-Carlo Beach Hotel führt als einzige Vollblut-Bio-Adresse einen Michelin-Stern für nachhaltige Gastronomie.

Was ist La Vigie und der Larvotto-Strand?

Der Larvotto-Strand ist Monacos einziger öffentlicher Sandstrand am östlichen Ende der Av. Princesse-Grace und wurde 2020 komplett saniert mit Holzpromenade, neuen Wellenbrechern und ausgebauten Strand-Restaurants. Eintritt am öffentlichen Strand frei, Liegen 12 Euro. La Vigie auf der Felsklippe darüber war von 1902 bis 1990 die Sommervilla des Schriftstellers Edmond Rostand (Cyrano de Bergerac) und ist heute ein exklusiver Beach-Club des Monte-Carlo Beach Hotels mit Restaurant und legendärem Holzdeck über dem Wasser. Reservierungen über die Monte-Carlo-Beach-Hotel-Concierge, in den Sommermonaten Juli und August Wochen im Voraus.

Wie kommt man am besten nach Monaco?

Der Flughafen Nice Côte d'Azur (NCE) liegt 22 Kilometer westlich und ist die wichtigste Anreise — Direktflüge ab Frankfurt in rund 1:35 h, ab München 1:30 h, ab Wien 1:45 h, ab Zürich 1:20 h mit Lufthansa, Eurowings, Austrian, Swiss und Easyjet. Vom Flughafen fliegt Monacair in 7 Minuten direkt zum Heliport Monaco in Fontvieille ab rund 175 Euro pro Strecke, eine Tradition seit den 1970er Jahren. Alternativ Express-Bus 110 in 50 Minuten für 22 Euro oder Taxi für rund 90 Euro. Mit der Bahn fahren TER-Züge der SNCF ab Nizza-Ville in 23 Minuten zum Bahnhof Monaco-Monte-Carlo für rund 4 Euro. Aktuelle Reiseinformationen, Termine und Reservierungs-Links unter visitmonaco.com.
Was denkst du? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare — wir lesen jedes Feedback und antworten gern.
Kommentar schreiben →