Der Regen ist mit rund 165 Kilometern der längste rechte Nebenfluss der Donau und einer der schönsten Paddel-Flüsse Bayerns. Er entspringt im Oberpfälzer und Bayerischen Wald, wo sich der Schwarze Regen und der Weiße Regen bei Zwiesel zum gemeinsamen Regen vereinigen. Von dort fließt er in weiten Schleifen über Regen, Cham und Roding bis zur Mündung bei Regensburg-Reinhausen. Für Kanuten bietet der Fluss eine ungewöhnliche Bandbreite: anspruchsvolle Wildwasser-Passagen im Oberlauf, gemütliche Tagestouren im Mittelteil und ruhige Auenlandschaften flussabwärts. Die Hauptkanu-Strecke zwischen Regen und Cham gilt als eine der beliebtesten Mehrtages-Touren Süddeutschlands.

Anreise und Erreichbarkeit

Die typischen Einstiegspunkte am Regen liegen in Bayerisch Eisenstein, Zwiesel, Regen, Cham und Roding. Wer im Oberlauf startet, reist meist aus Richtung Süden über die A92 und A3 an, der Mittel- und Unterlauf ist über die A93 und B85 erreichbar. Wer ohne Auto kommt, hat Glück: Die Waldbahn und die Oberpfalzbahn folgen dem Fluss über weite Strecken nahezu parallel und erlauben Shuttle-Lösungen.

Mit dem Auto

Aus Richtung München kommt man über die A92 Richtung Deggendorf und weiter auf die A3 nach Regensburg, von dort auf die A93 nach Cham. Für den Oberlauf rund um Zwiesel führt die B11 von Deggendorf über Regen nach Bayerisch Eisenstein direkt am Fluss entlang. Parkplätze gibt es an allen größeren Einstiegspunkten, oft direkt bei den Kanu-Verleihen oder an Sportplätzen und Festwiesen. Wer eine Mehrtagestour plant, kann sein Auto in der Regel gegen geringe Gebühr beim Verleih stehen lassen und am Ende der Tour mit dem Shuttle abholen lassen.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Die Waldbahn (Linie RB35) verbindet Plattling über Deggendorf, Regen und Zwiesel bis Bayerisch Eisenstein und ist für Kanuten ideal, weil sie quer durch das Oberlauf-Gebiet führt. Im Mittelteil übernimmt die Oberpfalzbahn auf der Strecke Schwandorf-Cham-Furth im Wald. Kanus dürfen in beiden Bahnen nicht ohne Weiteres mitgenommen werden, daher organisieren die Verleihe in der Regel Shuttle-Service für Boot und Paddler. Bus-Anbindungen ergänzen die Bahn-Linien zwischen den kleineren Orten.

Vor Ort bewegen und Parken

An den Hauptanlegestellen in Zwiesel, Regen, Cham und Roding gibt es ausgewiesene Bootsparkplätze und Anlegestellen. Wer mehrere Tage paddelt, sollte Shuttle-Termine schon bei der Buchung absprechen. Fahrradverleihe in Cham und Regen ermöglichen zusätzlich kombinierte Touren mit der parallel verlaufenden Regental-Radwanderstrecke.

München 180 km ~2:00 h via A92 nach Cham
Regensburg 55 km ~0:50 h via A93 nach Cham
Nürnberg 150 km ~1:45 h via A93 nach Cham
Passau 110 km ~1:30 h via A3/B11 nach Regen
Pilsen 90 km ~1:30 h über Furth im Wald

Der Fluss und seine Charakteristik

Der Regen entsteht aus zwei Quellflüssen, die beide tief im Bayerischen Wald entspringen. Der Schwarze Regen kommt vom Großen Arber, dem höchsten Gipfel des Bayerischen Waldes, und fließt über Bayerisch Eisenstein in Richtung Zwiesel. Der Weiße Regen entspringt am Osser an der tschechischen Grenze und stößt nördlich von Zwiesel auf den Schwarzen Regen. Ab dem Zusammenfluss heißt der Fluss schlicht Regen.

Landschaftliche Phasen

Im Oberlauf zwischen Bayerisch Eisenstein und Zwiesel zeigt der Fluss seinen wilden Charakter mit engen Tälern, Felsblöcken und schnellen Schwällen. Zwischen Zwiesel und Regen wird er ruhiger und mäandriert durch ein breiteres Tal mit Auwäldern. Der Mittelteil zwischen Regen und Cham ist die klassische Paddel-Strecke, fließt durch Granit-Schluchten und Wiesentäler und passiert dabei die Burgruinen Weißenstein und Stockenfels. Hinter Cham öffnet sich der Fluss zur breiten Auenlandschaft des Regentals, das sich bis zur Donau hin zieht.

Wasserführung und Pegel

Der Regen ist ein typischer Mittelgebirgsfluss mit deutlichen Schwankungen. Nach der Schneeschmelze im April und nach starken Regenfällen kann der Pegel rasch steigen, dann werden auch zahmere Passagen anspruchsvoll. Im Hochsommer fällt der Wasserstand mancherorts so weit ab, dass kleinere Schwellen ausgesetzt oder getreidelt werden müssen. Wer plant, sollte vor Tourbeginn immer den aktuellen Pegelstand bei den lokalen Verleihen abfragen.

Die fünf Hauptetappen im Überblick

Bayerisch Eisenstein nach Zwiesel

Der wilde Oberlauf mit Wildwasser-Charakter. Rund 20 Kilometer mit engen Stellen, Blockstrecken und schnellen Schwällen. Nur für erfahrene Kanuten mit Wildwasser-Kenntnissen und passendem Boot, bei höheren Pegeln Hochrisiko.

Zwiesel nach Regen

Die gemütliche Genussetappe. 15 Kilometer in drei bis vier Stunden, überwiegend WW1 mit ein paar zahmen Schwällen. Ideal als Tagestour für Anfänger und Familien, mit guten Ein- und Ausstiegspunkten an beiden Enden.

Regen nach Cham

Die Hauptstrecke und Klassiker der Region. Rund 60 Kilometer, die meist in zwei bis drei Tagen befahren werden. Mehrere ausgewiesene Übernachtungsplätze, Burgruinen, Granit-Schluchten und ein abwechslungsreicher Wechsel zwischen schnellen und ruhigen Passagen.

Cham nach Roding

Sanfte Auenlandschaft mit viel Ruhe. Etwa 25 Kilometer durch das weite Regental, kaum Strömung, dafür Eisvögel, Reiher und Fischadler. Eine entspannte Etappe, die sich auch als Familien-Tagestour anbietet.

Roding bis zur Mündung

Die finale Strecke von Roding über Nittenau und Ramspau bis zur Donaumündung bei Regensburg-Reinhausen. Rund 50 Kilometer durch eine ruhige Flusslandschaft. Vor der Mündung gibt es einige Wehre, die umtragen werden müssen.

Kombinierte Wochenendtour

Wer ein langes Wochenende hat, paddelt die Strecke Zwiesel-Regen-Cham in drei Tagen mit zwei Übernachtungen. Insgesamt rund 75 Kilometer, gemischtes Niveau, gute Infrastruktur und immer wieder Einkehrmöglichkeiten in den Flussorten.

Etappen-Vergleich auf einen Blick

Kriterium
Eisenstein-Zwiesel
Zwiesel-Regen
Regen-Cham
Cham-Roding
Roding-Mündung
Länge
20 km
15 km
60 km
25 km
~50 km
Dauer
1 Tag
3-4 h
2-3 Tage
5-6 h
1-2 Tage
Schwierigkeit
WW2-3
WW1
WW1, einzelne WW2
ZW (Zahmwasser)
ZW mit Wehren
Eignung
Erfahrene
Familien
Geübte
Familien
Allroundpaddler
Übernachtung
Optional
Tagestour
Pflicht
Optional
Optional
Highlights
Wildwasser
Auwald
Burgruinen
Vogelwelt
Donaunähe

Die Schwierigkeitsgrade gelten bei mittlerem Wasserstand. Bei Hochwasser nach starken Regenfällen kann jede Stufe um einen Grad anspruchsvoller werden.

Schwierigkeitsgrade und Sicherheit

Der Großteil des Regens lässt sich als WW1 einstufen, also als zahmes Wildwasser mit gelegentlichen kleinen Schwällen und überschaubarer Strömung. Im Oberlauf zwischen Bayerisch Eisenstein und Zwiesel finden sich Passagen, die je nach Pegel WW2 bis WW3 erreichen. Auch im Mittelteil gibt es einzelne Stellen, die nach starken Niederschlägen ihre Tücken haben, etwa kurz vor Chamerau oder an den Engstellen unterhalb von Regen.

Wehre und Hindernisse

Zwischen Regen und Cham gibt es mehrere Wehre, die meist umtragen werden müssen. Im Bereich Cham und Roding sind weitere Stauwehre zu beachten, an denen Ausstiegsstellen mit Treppen oder Rampen ausgeschildert sind. Wer die Strecke zum ersten Mal fährt, sollte sich von den Verleihen die aktuelle Wehre-Karte aushändigen lassen. Niemals ein unbekanntes Wehr ohne Besichtigung befahren.

Ausrüstung und Sicherheit

Schwimmweste ist auf dem Regen Pflicht, im Oberlauf zusätzlich Helm und neoprene Bekleidung empfohlen. Wasserdichte Tonnen für Wechselsachen, Verpflegung und Handy gehören in jedes Boot. Die Wassertemperatur liegt im Sommer zwischen 15 und 20 Grad, kann nach längeren Regenfällen aber deutlich abfallen. Wer mit Kindern paddelt, sollte die ruhigeren Abschnitte zwischen Zwiesel und Regen oder zwischen Cham und Roding wählen.

Kanu-Verleihe entlang des Flusses

Die drei wichtigsten Verleih-Stationen am Regen liegen in Zwiesel, Cham und Roding. Alle bieten klassische Kanus und Kajaks, Komplett-Ausrüstung mit Schwimmwesten und wasserdichten Tonnen sowie Shuttle-Service zwischen Ein- und Ausstiegsstellen. Reservierung in der Hauptsaison von Juni bis August dringend empfohlen.

Höllbach Zwiesel

Der Verleih in Zwiesel ist der nördlichste Bootsverleih und Ausgangspunkt für die Tagestour Richtung Regen oder für ambitionierte Wildwasser-Fahrer Richtung Eisenstein. Klassische Mietboote sind Mehrpersonen-Kanus und Einer-Kajaks, beides bei mittlerer Pegelhöhe komfortabel zu paddeln. Shuttle-Service nach Regen und Cham gegen Aufpreis.

Regental-Kanu Cham

Cham ist das logistische Herz der Mehrtages-Touren. Der Verleih liegt direkt am Fluss, hat eine eigene Anlegestelle und organisiert Pakete für die zwei- bis dreitägige Tour ab Regen oder von Cham flussabwärts. Sehr beliebt sind die geführten Touren am Wochenende, bei denen ein erfahrener Guide die Gruppe begleitet und unterwegs Infos zur Flora und Geschichte gibt.

Kanustation Roding

In Roding endet für viele Paddler die klassische Strecke. Die Kanustation übernimmt Boote, die in Cham gestartet sind, oder verleiht Material für die ruhige Tagestour Richtung Nittenau. Außerdem gibt es hier ein kleines Café mit Flussterrasse, ideal für die Rückkehr nach einer langen Etappe.

Übernachten am Fluss

Wer mehrere Tage auf dem Regen unterwegs ist, hat verschiedene Übernachtungsoptionen. Entlang der Hauptstrecke Regen-Cham gibt es offizielle Kanu-Rastplätze mit Lagerfeuer-Stelle und teilweise einfachen Sanitäranlagen. Daneben gibt es Campingplätze in Bodenmais, Viechtach, Chamerau und Cham, die ebenfalls direkt am Fluss oder in unmittelbarer Nähe liegen. Wer es bequemer mag, kann zwischen Gasthöfen in den Flussorten wählen, die oft schon seit Generationen Paddler beherbergen.

Wildes Zelten und Rastplätze

Wildes Zelten ist in Bayern grundsätzlich nicht erlaubt, allerdings sind entlang der Kanustrecke offizielle Biwakplätze ausgewiesen, an denen für eine Nacht gezeltet werden darf. Diese Plätze sind oft schmucklos, aber strategisch günstig gelegen. Müll wird grundsätzlich mitgenommen, Feuerstellen nur an ausgewiesenen Plätzen und mit Vorsicht.

Campingplätze in Flussnähe

Zwischen Viechtach und Cham liegen mehrere familienfreundliche Campingplätze mit Bootsanlegestellen, Strom für Wohnwagen und einfacher Gastronomie. In Bodenmais am Schwarzen Regen gibt es einen besonders schönen Platz mit Bergblick, in Chamerau einen direkt am Regen. Reservierung in der Hauptsaison Pflicht, vor allem an Wochenenden.

Praktische Tipps für die Kanutour

  • Preise bei Verleihen vergleichen

    Ein Zweier-Kanu kostet je nach Anbieter zwischen 35 und 55 Euro pro Tag, ein Einer-Kajak rund 25 bis 40 Euro. Mehrtagespakete mit Shuttle und Ausrüstung sind oft günstiger als Tagesmieten summiert.

  • Pegelstand checken

    Der ideale Pegel für die Hauptstrecke liegt zwischen 60 und 110 Zentimetern am Pegel Marienthal. Bei höheren Werten wird das Wasser anspruchsvoll, bei niedrigeren müssen Schwellen umgangen werden.

  • + Wasserdichte Tonnen mitnehmen

    Mindestens zwei Tonnen pro Boot sind sinnvoll, eine für Wechselkleidung und eine für Verpflegung und Wertsachen. Verleihe haben Tonnen meist im Preis oder günstig zur Miete dabei.

  • i Karten und Flussführer

    Der Regen ist gut markiert, aber ein guter Flussführer hilft beim Erkennen von Wehren und Rastplätzen. Die Verleihe geben in der Regel laminierte Karten mit Kilometrierung und Gefahrenstellen heraus.

  • Shuttle früh buchen

    In der Hauptsaison sind Shuttle-Slots oft zwei bis drei Wochen im Voraus ausgebucht. Wer flexibel ist, kann auch die Waldbahn oder Oberpfalzbahn nutzen, dann jedoch ohne Boot.

  • Sonnenschutz nicht vergessen

    Auf dem Wasser wirkt die Sonne intensiver, weil die Reflexion vom Wasser dazukommt. Sonnencreme mit hohem Schutzfaktor, Mütze oder Kopftuch und langärmlige Funktionswäsche schützen vor Sonnenbrand.

  • Wetter beobachten

    Im Bayerischen Wald können Gewitter überraschend schnell aufziehen. Beim ersten Donnergrollen Boot anlanden, Schwimmweste ablegen und unter sichere Bäume oder ein Vordach abwarten.

  • Familienfreundliche Strecken wählen

    Mit Kindern unter zehn Jahren empfiehlt sich die Strecke Cham-Roding mit zahmem Wasser und vielen Pausenmöglichkeiten. Für Anfänger ohne Kinder eignet sich besonders Zwiesel-Regen als Halbtages-Einstieg.

Insider-Tipps

Geheimtipp Schwarzer Regen

Der Schwarze Regen zwischen Bayerisch Eisenstein und Zwiesel ist bei vielen Paddlern unbekannt, dabei einer der spannendsten Flussabschnitte Bayerns. Bei mittlerem Wasserstand bietet er WW2-Erlebnis mit Granit-Blöcken, engen Kurven und glasklarem Wasser. Nichts für Anfänger, aber für erfahrene Paddler ein Highlight, das man nicht jeden Tag in Süddeutschland findet.

Burgruinen-Stopp

Wer auf der Hauptstrecke Regen-Cham unterwegs ist, sollte einen kurzen Landgang bei der Ruine Weißenstein oberhalb Regen einplanen. Vom Anlegeplatz aus sind es etwa 20 Minuten zu Fuß hinauf. Der Ausblick auf das Regental und den Bayerischen Wald entschädigt für den Aufstieg, und es gibt am Fuß der Burg eine kleine Gaststätte mit hervorragendem Bauernbrot.

Saisonale Empfehlungen

Die Kanu-Saison auf dem Regen reicht offiziell von Mai bis September, mit Schwerpunkt auf den Sommermonaten Juni bis August. Im Frühjahr nach der Schneeschmelze ist der Pegel oft hoch, die Wassertemperatur kühl, dafür ist der Fluss naturnah und wenig befahren. Im Hochsommer sind Wochenenden auf den Hauptstrecken voll, dafür ist das Wasser angenehm warm.

Mai bis Juni

Beste Bedingungen für ambitionierte Paddler. Der Pegel ist meist noch hoch genug für die Wildwasser-Strecken, die Vegetation steht in vollem Saft, und es sind noch nicht so viele Boote unterwegs. Nachts kann es noch kühl werden, ein guter Schlafsack ist Pflicht.

Juli bis August

Klassische Familienzeit auf dem Regen. Warmes Wasser, lange Tage, viele Rastplätze geöffnet. Wochentage bevorzugen, weil Wochenenden auf der Strecke Regen-Cham gut besucht sind. Frühe Reservierung von Booten und Stellplätzen unbedingt empfohlen.

September bis Oktober

Spätsaison mit besonderem Charme. Wenige Boote unterwegs, herbstliche Verfärbung der Auwälder, oft stabile Wetterlagen mit klaren Tagen. Wassertemperatur fällt, Neopren wird empfohlen. Manche Verleihe schließen Mitte Oktober, vorher telefonisch klären.

HÄUFIGE FRAGEN

Wie lang ist der Regen und wo mündet er?

Der Regen ist mit rund 165 Kilometern der längste rechte Nebenfluss der Donau. Er entsteht aus dem Schwarzen und dem Weißen Regen, die sich bei Zwiesel im Bayerischen Wald vereinigen, und mündet bei Regensburg-Reinhausen in die Donau.

Welche Strecke eignet sich für Anfänger und Familien?

Die Tagestour von Zwiesel nach Regen ist mit 15 Kilometern und drei bis vier Stunden ideal für Familien. Auch die Strecke Cham-Roding mit 25 Kilometern zahmem Wasser eignet sich gut für Einsteiger und Kinder ab etwa sechs Jahren.

Wie schwierig ist der Regen zu paddeln?

Der Großteil des Flusses ist WW1 und damit zahm. Im Oberlauf zwischen Bayerisch Eisenstein und Zwiesel finden sich Wildwasser-Passagen mit WW2 bis WW3, vor allem bei höheren Pegelständen nach starken Niederschlägen.

Welche Verleihe gibt es entlang des Regen?

Die drei wichtigsten sind Höllbach in Zwiesel, Regental-Kanu in Cham und die Kanustation in Roding. Alle bieten Kanus, Kajaks, Komplett-Ausrüstung und Shuttle-Service zwischen den Ein- und Ausstiegsstellen entlang des Flusses.

Was kostet ein Kanu-Verleih pro Tag?

Ein Zweier-Kanu kostet je nach Anbieter zwischen 35 und 55 Euro pro Tag, ein Einer-Kajak rund 25 bis 40 Euro. Mehrtagespakete mit Shuttle, Ausrüstung und teils Übernachtung sind im Gesamtpreis oft günstiger als einzeln summierte Tagesmieten.

Wann ist die beste Reisezeit für eine Kanutour?

Die Hauptsaison reicht von Mai bis September, mit Schwerpunkt auf Juni bis August. Mai und Juni bieten höhere Pegel und weniger Bootsverkehr, im Hochsommer ist das Wasser warm und die Tage lang, dafür sind Wochenenden gut besucht.

Wie lange dauert die Hauptstrecke Regen-Cham?

Die rund 60 Kilometer lange Hauptstrecke wird typischerweise in zwei bis drei Tagen befahren. Wer es entspannter angeht, plant drei Tage mit zwei Übernachtungen an offiziellen Biwakplätzen oder auf Campingplätzen ein.

Wo kann man am Regen übernachten?

Entlang der Strecke gibt es offizielle Kanu-Rastplätze, Campingplätze in Bodenmais, Viechtach, Chamerau und Cham sowie Gasthöfe in den Flussorten. Wildes Zelten ist in Bayern grundsätzlich nicht erlaubt, an den Biwakplätzen jedoch für eine Nacht gestattet.

Welche Ausrüstung ist unverzichtbar?

Schwimmweste ist Pflicht, im Oberlauf zusätzlich Helm und Neopren-Bekleidung empfohlen. Wasserdichte Tonnen für Kleidung und Verpflegung gehören in jedes Boot, dazu Sonnenschutz, regenfeste Kleidung und ein Notfall-Kit mit Erste-Hilfe-Material.

Muss man Wehre umtragen?

Ja, zwischen Regen und Cham gibt es mehrere Wehre, die umtragen werden müssen. Ausstiegsstellen sind ausgeschildert. Niemals ein unbekanntes Wehr ohne vorherige Besichtigung befahren, das ist eine der häufigsten Unfallursachen auf Mittelgebirgsflüssen.

Kann man ohne Auto anreisen?

Ja, die Waldbahn (Linie RB35) verbindet Plattling über Regen und Zwiesel bis Bayerisch Eisenstein. Die Oberpfalzbahn fährt von Schwandorf über Cham nach Furth im Wald. Boote dürfen in den Zügen meist nicht mitgenommen werden, dafür organisieren die Verleihe den Shuttle.

Ist der Regen für Kinder geeignet?

Ja, vor allem die Strecken Zwiesel-Regen und Cham-Roding sind familienfreundlich. Kinder ab etwa sechs Jahren können in einem Zweier-Kanu mit einem erwachsenen Begleiter mitfahren. Schwimmweste ist auch für Kinder Pflicht, und Pausen-Möglichkeiten gibt es entlang der Strecke ausreichend.
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