Jordanien passt gut, wenn du in einer Reise viel sehen willst: die Felsenstadt Petra, Wüstenlandschaften, das Tote Meer und das Rote Meer bei Aqaba. Das Land ist kompakt genug für eine Rundreise von 7 bis 14 Tagen, aber groß genug für klare Unterschiede zwischen Bergen, Wüste und Küste. Für Kulturfans, Paare, Familien mit älteren Kindern und Aktivurlauber ist Jordanien besonders spannend, weil du hier antike Stätten, einfache Wanderungen und Badezeit gut verbinden kannst. Wer im Frühling oder Herbst reist, bekommt meist angenehme Temperaturen und gute Bedingungen für Ausflüge.
Petra, Wüste und Rotes Meer: warum sich Jordanien lohnt
Jordanien ist kein Land für Nebenbei-Reisen. Die Wege zwischen den Stationen sind überschaubar, aber die Eindrücke wechseln schnell. Vormittags stehst du in Petra vor Al-Khazneh, nachmittags fährst du durch das Wadi Musa-Gebiet oder weiter in die Wüste, und ein paar Tage später liegst du schon am Roten Meer bei Aqaba. Genau diese Mischung macht das Land für viele Reisende so praktisch. Du brauchst keine endlose Rundreise. Du brauchst nur eine gute Reihenfolge und etwas Zeit für Pausen.
Besonders stark ist Jordanien bei klaren Kontrasten. Petra bringt Felsenarchitektur und Archäologie, das Tote Meer liefert einen leichten Badestopp mit extrem salzhaltigem Wasser, Wadi Rum steht für Sandstein, Weite und Jeeptouren, und Aqaba bringt Korallen, warme Temperaturen und kurze Wege zum Strand. Dazu kommen Amman mit Restaurants und Märkten sowie Jerash mit römischen Ruinen. Wenn du eine Reise suchst, bei der du nicht nur am gleichen Ort bleibst, funktioniert Jordanien sehr gut.
Für Familien ist vor allem die Abwechslung spannend. Kinder und Teenager erleben Petra oft als echtes Abenteuer, vor allem beim langen Weg durch den Siq. Paare schätzen die ruhigen Abende in Wadi Rum oder am Toten Meer. Aktivurlauber nehmen Wanderungen, Schnorcheln und Wüstentouren mit. Und wenn du lieber entspannt reist, kannst du die Route so bauen, dass es nur wenige lange Fahrten gibt.
Petra im Detail
Al-Khazneh und der Siq
Petra ist die bekannteste Sehenswürdigkeit Jordaniens, und der Einstieg über den Siq gehört fest dazu. Die enge Schlucht ist etwa 1,2 Kilometer lang. An den höchsten Stellen ragen die Felswände deutlich über dir auf. Der Weg selbst ist gut begehbar, aber nicht kurz. Genau deshalb wirkt der Moment am Ende so stark, wenn sich plötzlich die Fassade von Al-Khazneh zeigt. Das Schatzhaus ist rund 40 Meter hoch und gehört zu den meistfotografierten Bauwerken des Landes.
Die Anlage war einst Zentrum der Nabatäer. Sie nutzten den Ort als Handelsplatz und bauten Wasserleitungen, Gräber, Fassaden und Treppen in den Fels. Heute kannst du in Petra nicht nur Al-Khazneh sehen, sondern auch das Römische Theater, das Kloster Ad Deir, zahlreiche Grabfassaden und Aussichtspunkte über das Tal. Wer früh startet, hat mehr Ruhe und weniger Hitze. Spätestens mittags wird der Rundgang deutlich anstrengender.
Rund um Petra: mehr als der Hauptweg
Viele bleiben nur beim klassischen Weg bis zum Schatzhaus. Wer mehr Zeit hat, sollte den Aufstieg zum Ad-Deir-Kloster einplanen. Die Treppen sind lang, aber der Blick von oben lohnt sich. Ebenfalls interessant sind die höher gelegenen Pfade mit Blick auf das Tal und auf die Felsfassaden. Für gute Fotos ist der späte Nachmittag oft besser als der Vormittag, weil das Licht dann weicher wird.
Wichtig ist auch die Frage nach der Tagesplanung. Petra ist groß, und ein Kurzbesuch reicht oft nicht. Wenn du nur einen Tag einplanst, bleibt wenig Luft für Pausen. Zwei Tage sind entspannter. Dann kannst du den Hauptweg am ersten Tag gehen und am zweiten Tag die höher gelegenen Routen oder ruhigere Bereiche nehmen. So vermeidest du Hektik und bekommst mehr vom Ort mit.
Das Rote Meer bei Aqaba
Strand, Schnorcheln und Tauchen
Aqaba ist Jordaniens Zugang zum Roten Meer. Die Küste ist kurz, aber für einen Bade- oder Tauchstopp reicht sie gut aus. Das Wasser ist meist warm, und die Sicht unter Wasser ist oft sehr gut. Gerade für Schnorcheln und Einsteiger-Tauchgänge ist die Gegend beliebt. Korallenriffe liegen teils nah an der Küste, dazu kommen Wracks und künstliche Riffe. Der bekannteste Tauchspot ist das Wrack der Cedar Pride, das längst zum Hausriff vieler Tauchgänge geworden ist.
Wer nicht taucht, kann trotzdem gut ans Wasser. Viele Hotels liegen in Reichweite des Strandes, und in einigen Bereichen gibt es einfache Einstiege ins Meer. Das macht Aqaba zu einem guten Abschluss einer Rundreise. Nach Petra, Wadi Rum und Wüste ist eine Nacht oder zwei am Wasser oft genau der richtige Wechsel. Wer länger bleibt, findet auch einen guten Ort für ruhige Strandtage ohne großen Trubel.
Wasser, Fisch und Riffe
Das Rote Meer ist für seine stabilen Temperaturen und die Korallen bekannt. In Aqaba sind die Unterwasserbedingungen oft freundlich, solange du auf die Sonne und auf die Strömung achtest. Für Schnorchler sind flache Riffbereiche spannend, für Taucher vor allem die Mischung aus Riffen, Steilwänden und Wracks. Viele Anbieter arbeiten mit kleinen Gruppen. Das ist praktisch, wenn du noch nicht viel Erfahrung hast oder lieber in Ruhe tauchst.
Wenn du Baden und Kultur verbinden willst, ist Aqaba vor allem als Ergänzung zur Route interessant. Allein für Strandurlaub wird Jordanien selten gebucht. Als Schlussstation nach Petra und Wüste passt Aqaba aber sehr gut. Dann bekommst du am Ende der Reise noch ein paar Tage mit Meer, warmem Wasser und weniger Fahrzeit.
Wüste, Tote Meer und Amman
Wadi Rum: rote Felsen und Nächte im Camp
Wadi Rum gehört zu den besten Ergänzungen für eine Jordanienreise. Die Landschaft besteht aus Sand, Felsen und weiten Ebenen. Viele Camps bieten Jeeptouren, Kamelausritte und einfache Wanderungen an. Wer nur einen halben Tag bleibt, bekommt schon einen guten Eindruck. Wer eine Nacht bleibt, erlebt die Wüste mit Sonnenuntergang und klarem Sternenhimmel deutlich intensiver. Die Camps reichen von sehr einfach bis komfortabel, deshalb lohnt sich der Vergleich vor der Buchung.
Totes Meer: kurzer Stopp, klare Wirkung
Das Tote Meer liegt für viele Reisende auf dem Weg zwischen Amman und dem Süden. Das Wasser ist extrem salzhaltig, deshalb schwimmst du hier eher an der Oberfläche. Für einen Badetag reicht oft schon ein Hotel mit Strandzugang. Der Ort ist nicht für lange Aktivitäten gedacht, sondern als ruhige Pause mit einem besonderen Badeerlebnis. Danach geht die Reise meist weiter Richtung Petra oder zurück nach Amman.
Amman und Jerash: Stadt, Märkte, Ruinen
Amman ist der Einstieg für viele Reisen nach Jordanien. Die Stadt ist groß, laut und im Vergleich zu Petra oder Wadi Rum deutlich urbaner. Genau das macht sie spannend für den Anfang oder das Ende der Route. Jerash liegt nördlich von Amman und ist für viele eine gute Tagestour. Die römischen Ruinen dort gehören zu den am besten erhaltenen Anlagen der Region. Wenn du noch einen zusätzlichen Kulturstopp suchst, ist Jerash eine sehr gute Wahl.
Die 6 wichtigsten Reiseformen in Jordanien
Petra zu Fuß
Der klassische Rundgang führt durch den Siq bis zum Schatzhaus, danach weiter zu Aussichtspunkten, Gräbern und auf Wunsch zum Ad Deir. Für den Hauptweg solltest du mit mehreren Stunden rechnen. Früh starten lohnt sich, weil es dann kühler und leerer ist.
Wadi-Rum-Jeeptour
Viele Camps und lokale Anbieter fahren Halbtagestouren oder Tagesrunden durch das Wadi Rum. Du siehst Felsenbrücken, Sanddünen und weite Täler. Besonders praktisch ist eine Tour am späten Nachmittag mit Sonnenuntergang.
Schnorcheln in Aqaba
Am Roten Meer kannst du Riffe oft schon mit kurzer Anfahrt erreichen. Einige Spots eignen sich auch für Anfänger. Prüfe vorab, ob Ausrüstung, Transfer und Guide im Preis enthalten sind.
Tauchen an der Cedar Pride
Das Wrack der Cedar Pride gehört zu den bekanntesten Tauchplätzen in Aqaba. Der Spot ist beliebt bei Tauchschulen und erfahrenen Tauchern. Wer einen Tauchschein machen will, findet in Aqaba passende Kurse und Tagespakete.
Badestopp am Toten Meer
Ein kurzer Aufenthalt reicht oft aus, um das Salzbad zu erleben. Viele Reisende kombinieren den Stopp mit einem Hotel direkt am Ufer. Achte auf Schutz für Augen und kleine Wunden, weil das Wasser stark reizt.
Tagestour nach Jerash
Jerash ist eine gute Ergänzung für Kulturfans, die nach Amman oder vor dem Süden noch einen historischen Stopp wollen. Die Anlage ist übersichtlich, aber groß genug für mehrere Stunden. Besonders stark sind die Säulenstraßen und das Forum.
Jordanien im Vergleich: welche Station passt zu dir?
Wenn du nur wenige Tage hast, nimm Petra und Aqaba oder Petra und Wadi Rum. Für eine klassische 10-Tage-Route passt die Kombination aus Amman, Jerash, Petra, Wadi Rum, Totes Meer und Aqaba sehr gut.
Anreise und Erreichbarkeit
Jordanien erreichst du meist per Flug nach Amman oder Aqaba. Für eine Rundreise ist ein Mietwagen oft die flexibelste Lösung. Wer nicht selbst fahren will, nimmt einen Fahrer oder bucht Transfers zwischen den Stationen. Die Entfernungen sind nicht extrem groß, aber die Fahrzeiten können wegen Straßenverhältnissen, Kontrollen und Tempolimits länger ausfallen als auf der Karte vermutet.
Mit dem Auto
Für Petra nutzt du meist die Route über Amman und dann weiter in den Süden Richtung Wadi Musa. Von Amman bis Petra bist du, je nach Verkehr und Pausen, mehrere Stunden unterwegs. Nach Aqaba geht es von Petra aus in der Regel weiter über die südliche Straße. Das Tolle Meer liegt ebenfalls gut auf einer Nord-Süd-Route. Ein Mietwagen lohnt sich vor allem, wenn du Petra, Wadi Rum, Aqaba und das Tote Meer in einer Reise verbinden willst.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Der öffentliche Verkehr ist für viele Reisende eher Ergänzung als Hauptlösung. Zwischen den wichtigen Orten fahren Busse und Minibusse, aber nicht immer so bequem oder planbar wie bei klassischen Urlaubsregionen. Für Amman gibt es gute Transfer- und Taxiverbindungen, für Petra und Wadi Rum sind vorab gebuchte Transfers oft entspannter. Vor Ort bist du mit organisierten Fahrten deutlich flexibler.
Mit dem Flugzeug
Der wichtigste Flughafen ist Amman. Für reine Südroute-Reisen kann auch Aqaba sinnvoll sein. Von dort bist du schnell am Roten Meer und mit Transfer auch gut in Richtung Wadi Rum unterwegs. Wenn du international ankommst, prüfe vor der Buchung, ob deine Route mit Hin- und Rückflug über denselben Flughafen sinnvoll ist oder ob ein Gabelflug besser passt.
Vor Ort bewegen / Parken
In Petra und Wadi Rum wirst du an vielen Stellen zu Fuß, per Jeep oder mit organisierten Transfers unterwegs sein. In Aqaba ist ein eigenes Auto nicht zwingend nötig, wenn du nur Strand und Tauchbasis planst. Am Toten Meer helfen Hotelanlagen mit eigenem Zugang und Parkplätzen. In Amman ist Parken oft schwieriger als draußen auf dem Land, deshalb sind dort Taxis und Fahrdienste praktisch.
Unterkunft in Jordanien
Bei Jordanien-Unterkünften zählt vor allem die Lage. In Petra solltest du möglichst nah am Eingang in Wadi Musa wohnen, damit du morgens nicht unnötig Zeit verlierst. In Wadi Rum ist das Camp-Erlebnis wichtiger als die Sternezahl allein. In Aqaba lohnt sich ein Hotel mit Strandzugang oder kurzer Distanz zum Meer. Am Toten Meer ist direkter Zugang oft der Hauptgrund für die Buchung. In Amman hilft eine zentrale Lage, wenn du Restaurants und Transfers unkompliziert erreichen willst.
Für eine Rundreise ist die Kombination aus zwei einfacheren Stadthotels und ein bis zwei besonderen Nächten in Wüste oder am Meer oft sinnvoller als nur ein Luxus-Hotel. So verteilst du das Budget besser und bekommst genau an den wichtigen Stellen mehr Komfort. Achte vor allem auf Frühstückszeiten, Parkplatz, Transferangebote und den Weg zum jeweiligen Eingang oder Strand.
Unterkunftsprofile, die gut passen
Familienhotel in Petra eignet sich, wenn du eine leichte Anreise zum Eingang und Zimmer mit Platz brauchst. Camp im Wadi Rum passt, wenn das Erlebnis selbst wichtig ist und du nachts in der Wüste bleiben willst. Strandhotel in Aqaba ist ideal für Baden und Tauchen nach der Rundreise. Resort am Toten Meer lohnt sich, wenn du den Badestopp mit Ruhe und Spa verbinden willst. Stadthotel in Amman macht Sinn, wenn du Ankunft, Marktbesuch und Restaurantabende bequem verbinden möchtest.
Praktische Tipps für Jordanien
-
€
Budget früh planen
Jordanien kann je nach Route günstig oder ordentlich teuer werden. Besonders Eintritte, Transfers und Wüsten-Camps summieren sich schnell. Wer Petra, Wadi Rum und Aqaba kombiniert, sollte das Gesamtbudget vorab grob aufteilen.
-
☀
Früh starten lohnt sich
In Petra und Wadi Rum wird es schnell heiß. Der frühe Morgen ist meist die beste Zeit für Besichtigungen und kurze Wanderungen. Mittags sind Schattenplätze und Pausen wichtiger als ein straffer Plan.
-
+ i
Wasser immer mitnehmen
Gerade bei Petra, Wadi Rum und längeren Fahrten brauchst du genug Trinkwasser. Kaufe lieber zu früh nach als zu spät. Das gilt besonders außerhalb der Städte.
-
♿
Wege vorher prüfen
Nicht jeder Ort ist gleich gut für Kinderwagen oder eingeschränkte Mobilität geeignet. Der Siq ist zwar relativ eben, aber die Wege in Petra und die Stufen zu manchen Aussichtspunkten sind anstrengend. Wer Probleme mit Treppen hat, plant kürzere Etappen.
-
✦
Eine Nacht in der Wüste einplanen
Wadi Rum wirkt mit Sonnenuntergang und Sternenhimmel deutlich stärker als bei einem kurzen Stopp. Selbst eine einzige Nacht macht die Route ruhiger. Viele Reisende sagen später, dass genau dieser Teil der Reise hängen bleibt.
-
⌘
Gabelflug prüfen
Wenn du im Norden startest und im Süden endest, kann ein offener Rückflug sinnvoll sein. So sparst du oft eine unnötige Rückfahrt nach Amman. Das ist besonders praktisch bei Petra, Wadi Rum und Aqaba in einer Route.
-
☂
Regenzeit nicht unterschätzen
Im Winter kann es in Jordanien kühl werden, vor allem abends und im Norden. In Schluchten und Wadis sind bei Starkregen kurzfristige Sperrungen möglich. Prüfe vor Ausflügen immer die lokale Lage.
-
i
Kleidung an Ort und Anlass anpassen
Leichte, bedeckende Kleidung ist in Städten und bei religiösen Orten sinnvoll. In der Wüste schützt sie auch vor Sonne und Wind. Für Aqaba und Hotelbäder reicht natürlich Badekleidung am Wasser.
Insider-Tipps
4-Phasen-Plan für Jordanien
Jordanien für wen sich die Reise eignet
Wenn du Kultur und Landschaft in einer Reise kombinieren willst, ist Jordanien eine gute Wahl. Petra ist das starke Zentrum für Geschichte und Architektur. Wadi Rum ergänzt die Route mit Wüste und Ruhe. Aqaba bringt Meer, Baden und Tauchen dazu. Das Tote Meer ist ein einfacher, aber markanter Stopp. So entsteht eine Reise, die ohne großen Umweg viel Abwechslung bietet.
Für Erstbesucher ist die klassische Route Amman, Jerash, Petra, Wadi Rum, Aqaba und Totes Meer am sinnvollsten. Wer nur 5 bis 7 Tage hat, konzentriert sich besser auf Petra, Wadi Rum und einen kurzen Küsten- oder Badestopp. Wer mehr Zeit mitbringt, kann auch den Norden mit einbauen. Wichtig ist nicht, alles zu sehen. Wichtig ist, die Reihenfolge sauber zu planen.



