Der Holiday Park liegt in der Pfälzer Tiefebene am östlichen Rand von Haßloch, an der Holiday-Park-Straße 1 bis 5 in 67454 Haßloch in Rheinland-Pfalz, rund 30 Kilometer westlich von Mannheim und 20 Kilometer westlich von Speyer. Der Park wurde 1971 unter dem Namen Haßlocher Freizeitpark eröffnet und ist mit rund 42 Hektar Fläche und etwa 1,2 Millionen Besuchern pro Jahr der größte Freizeitpark in Rheinland-Pfalz und einer der zehn meistbesuchten Themenparks Deutschlands. Seit 2010 gehört der Park zur belgischen Plopsa-Group, einem Tochterunternehmen des belgischen TV-Studios Studio 100, das auch die Schwesterparks Plopsaland De Panne, Plopsa Indoor Hasselt und Plopsa Coo betreibt. Die Anlage gliedert sich in fünf Themen-Bereiche — die Wickie-Themenwelt nach der Studio-100-Animationsserie Wickie der Wikinger, die Maya-Welt mit pseudo-mesoamerikanischer Tempelarchitektur, das Anubis-Land mit ägyptischer Thematik rund um den Launch-Coaster Anubis The Ride, einen Adventure-Bereich mit den großen Achterbahnen und einen Family-Bereich für jüngere Kinder. Hauptattraktion ist seit 2001 der vom Schweizer Hersteller Intamin gebaute Hyper-Coaster Expedition GeForce mit 54 Metern Höhe und einer Spitzengeschwindigkeit von rund 120 Kilometern pro Stunde, der in mehreren Branchen-Umfragen zu den weltweit besten Stahlachterbahnen gezählt wurde.

Anreise und Erreichbarkeit

Der Holiday Park liegt in der Rhein-Neckar-Region zwischen den Großstädten Mannheim, Ludwigshafen und Karlsruhe und damit verkehrstechnisch ausgesprochen günstig — die Autobahn A65 führt direkt am südlichen Ortsrand von Haßloch vorbei und ist über zwei eigene Ausfahrten an den Park angebunden. Die Pfälzer Tiefebene ist topographisch flach, die Anfahrt führt durch eine Mischung aus Weinbaugebieten, Tabakfeldern und Spargelanbau, die östlich des Parks am Rhein endet. Wer den Park besuchen möchte, kann ihn als Tagesausflug aus Mannheim, Karlsruhe, Heidelberg, Frankfurt am Main oder Saarbrücken gut bewältigen und dabei eine Übernachtung in einem der zahlreichen Pfälzer Weinorte einplanen — die Deutsche Weinstraße verläuft rund zehn Kilometer westlich des Parks und macht Haßloch zu einem überraschend reizvollen Standort für eine zweitägige Familien-Auszeit.

Mit dem Auto

Aus Richtung Norden und Süden kommt man über die A65 (Karlsruhe — Ludwigshafen) und nimmt die Ausfahrt 14 Haßloch-Süd, von dort führt die ausgeschilderte Zufahrtsstraße in wenigen Minuten direkt zum Parkeingang. Aus Richtung Mannheim und Ludwigshafen nutzt man die A650 in Richtung Bad Dürkheim und wechselt am Autobahnkreuz Mutterstadt auf die A65 in Richtung Süden. Aus Frankfurt am Main fährt man über die A61 und A6 zum Kreuz Frankenthal und dann über die A65 weiter, die Gesamtstrecke liegt bei rund 110 Kilometern in rund 70 bis 90 Minuten. Aus dem Saarland kommt man über die A6 zum Kreuz Frankenthal, aus Karlsruhe über die A65 direkt in rund 45 Minuten. Der Park-Parkplatz fasst mehrere tausend Fahrzeuge, die Parkgebühr liegt bei rund acht Euro pro Tag und wird beim Einfahren bezahlt.

Mit der Bahn und dem ÖPNV

Der nächstgelegene Bahnhof ist Haßloch (Pfalz) an der Bahnstrecke Schifferstadt — Wörth, die als Linie RB44 von DB Regio Mitte betrieben wird und stündlich ab Mannheim Hauptbahnhof in rund 25 bis 30 Minuten zu erreichen ist. Vom Bahnhof Haßloch bis zum Parkeingang sind es rund 2,5 Kilometer, die in der Hauptsaison von einem Park-Shuttle bedient werden — alternativ kann man die Strecke mit dem Stadtbus oder zu Fuß in rund 30 Minuten zurücklegen. Aus Frankfurt am Main fährt man mit dem Regional-Express RE60 nach Mannheim in rund 40 Minuten und steigt dort in die RB44 um, die Gesamtreisezeit liegt bei rund 90 Minuten ohne Wartezeiten am Bahnhof. Aus Karlsruhe sind es rund 50 Minuten via Mannheim oder direkt über Wörth und Schifferstadt.

Mit dem Flugzeug

Der nächstgelegene große Flughafen ist Frankfurt am Main mit rund 100 Kilometern Entfernung, der über die A61 in rund 70 bis 90 Minuten zu erreichen ist und alle interkontinentalen Verbindungen sowie die meisten europäischen Hauptstrecken bietet. Frankfurt-Hahn liegt rund 100 Kilometer nördlich im Hunsrück, ist aber nur per Auto erreichbar und bedient vor allem Low-Cost-Strecken. Stuttgart liegt rund 130 Kilometer östlich und ist über die A6 und A8 in rund 90 Minuten zu schaffen. Saarbrücken liegt rund 120 Kilometer westlich und ist über die A6 erreichbar, bietet aber nur ein eingeschränktes Streckenangebot. Für Anreisen aus dem Ausland ist Frankfurt am Main die mit Abstand sinnvollste Option und gut mit Mietwagen oder ICE-Direktverbindung nach Mannheim kombinierbar.

Vor Ort bewegen und Parken

Das Parkgelände erstreckt sich über rund 42 Hektar mit fünf Themen-Bereichen, der gesamte Rundgang dauert zu Fuß rund 30 bis 40 Minuten ohne Wartezeiten. Vom Hauptparkplatz zum Eingang sind es rund fünf Minuten zu Fuß über einen asphaltierten Weg, an Spitzentagen werden die hinteren Parkbereiche genutzt, von dort sind es bis zu zehn Minuten. Der Park ist weitgehend barrierefrei, alle Hauptwege sind asphaltiert oder gepflastert, einige Themen-Bereiche liegen auf leicht modellierten Hügeln. Rollstuhlfahrer und Gäste mit Bewegungseinschränkung erhalten am Gästeservice eine Begleitkarte für reservierte Zeitslots an den Attraktionen, viele Familien-Fahrgeschäfte sind auch für Gäste mit Einschränkung zugänglich — die großen Coaster verlangen jedoch wegen der Sicherheits-Anforderungen volle Eigenständigkeit beim Ein- und Ausstieg.

Mannheim 30 km ~25 min via A650/A65
Speyer 20 km ~25 min via B39/A65
Karlsruhe 55 km ~45 min via A65
Frankfurt am Main 110 km ~90 min via A61/A6/A65
Saarbrücken 120 km ~90 min via A6

Die fünf Themen-Bereiche im Park

Der Holiday Park gliedert sich seit der Plopsa-Übernahme 2010 deutlich erkennbar in fünf Themen-Bereiche, die thematisch unterschiedlich konsequent durchgestaltet sind und sich teils überschneiden. Die größten Coaster liegen im Adventure-Bereich, die familienfreundlichen Fahrgeschäfte verteilen sich auf die Wickie-Themenwelt und den Family-Bereich, die Maya-Welt und das Anubis-Land setzen jeweils auf eine geschlossene Themen-Architektur mit Tempelbauten und ägyptischen Statuen.

Wickie-Themenwelt

Die Wickie-Themenwelt wurde 2013 als zentrales Plopsa-Branding-Projekt eröffnet und ist mit einem Wikinger-Dorf, geschnitzten Drachenbooten und einem Restaurant in einer großen Langhaus-Architektur thematisch aufwendig gestaltet. Die Themenwelt richtet sich an Familien mit Kindern zwischen vier und zehn Jahren und enthält rund acht Fahrgeschäfte, darunter ein Wikinger-Karussell, ein Drachenboot-Schaukel-Modul und eine kleine Familien-Achterbahn. An mehreren Punkten finden Meet-and-Greet-Termine mit Wickie und Halvar statt, in der Hauptsaison gibt es zusätzlich kleine Bühnen-Shows mit Studio-100-Charakteren.

Maya-Welt

Die Maya-Welt wurde in mehreren Etappen seit 2018 als pseudo-mesoamerikanischer Themen-Bereich ausgebaut und beherbergt mehrere mittelgroße Fahrgeschäfte mit Maya-Tempel-Architektur, darunter eine kleine Wildwasserbahn-Variante und ein Schiffsschaukel-Modul. Die Architektur kombiniert Stuck-Tempel mit künstlichem Dschungel-Bewuchs und ist eine der visuell überzeugendsten Themen-Bereiche im Park. Die Maya-Welt richtet sich tendenziell an ältere Kinder und Teenager und bietet eine gute Brücke zwischen den ganz kleinen Wickie-Fahrgeschäften und den großen Adventure-Coastern.

Anubis-Land

Das Anubis-Land ist seit 2009 das ägyptisch thematisierte Areal rund um den Launch-Coaster Anubis The Ride, ein vom deutschen Hersteller Gerstlauer gebauter Multi-Launch-Coaster mit einer Beschleunigung von null auf rund 95 Kilometer pro Stunde in 1,5 Sekunden. Der Coaster ist baugleich mit dem gleichnamigen Modell in Plopsaland De Panne und wurde ursprünglich für den damaligen Park-Eigner Studio 100 als Konzern-weite Thematisierung entwickelt. Architektonisch findet man Sphinx-Statuen, Tempel-Säulen und Hieroglyphen-Reliefs, die das Themen-Erlebnis stützen.

Adventure-Bereich

Der Adventure-Bereich ist die Heimat der großen Coaster Expedition GeForce und Sky Scream sowie weiterer Adrenalin-Attraktionen wie dem Free-Fall-Tower Free Fall und der Wildwasserbahn Donnerfluss. Die Themen-Architektur ist hier weniger konsequent als in den anderen Bereichen, der Fokus liegt klar auf den Achterbahnen selbst. Wer in den Park kommt, um Coaster zu fahren, verbringt hier in der Regel den größten Teil seines Tages — die Strecken sind die längsten im Park und die Wartezeiten in der Hauptsaison entsprechend.

Family-Bereich

Der Family-Bereich versammelt die jüngeren Kinder-Fahrgeschäfte, darunter Karussells, kleine Kinder-Achterbahnen und ein Kinder-Karussell mit Pfälzer-Wein-Thematik, das den regionalen Bezug zum Park-Standort herstellt. Hier finden sich auch mehrere Spielplätze, ein Streichelzoo-Modul und mehrere überdachte Bereiche für Familien-Pausen. Die Themen-Konsistenz ist hier eher dezent, der Bereich ist vor allem als Versorgungs- und Erholungszone für Familien mit Kleinkindern konzipiert.

Die sechs Top-Attraktionen im Überblick

Expedition GeForce

Der vom Schweizer Hersteller Intamin 2001 gebaute Hyper-Coaster ist mit 54 Metern Höhe und einer Spitzengeschwindigkeit von rund 120 Kilometern pro Stunde die unbestrittene Hauptattraktion des Parks. Die Strecke ist rund 1.220 Meter lang und gilt seit Eröffnung als eine der weltweit besten Stahlachterbahnen, mehrere Branchen-Umfragen wie die Mitchell-Hawker-Awards platzierten sie in den Top Five.

Sky Scream

Der vom US-Hersteller Premier Rides 2014 gebaute Multi-Launch-Coaster beschleunigt fünfmal vor- und rückwärts auf bis zu rund 95 Kilometer pro Stunde und enthält einen 33 Meter hohen Top-Hat-Loop. Die Strecke ist mit rund 350 Metern eher kurz, kombiniert aber Inversionen, Beschleunigungen und einen vertikalen Spike-Track zu einer der intensivsten Fahrten im Park.

Anubis The Ride

Der vom deutschen Hersteller Gerstlauer 2009 gebaute Multi-Launch-Coaster im Anubis-Land beschleunigt von null auf rund 95 Kilometer pro Stunde in 1,5 Sekunden und kombiniert mehrere Inversionen mit thematisierten Tempel-Passagen. Die Strecke ist baugleich mit dem Modell in Plopsaland De Panne und wurde ursprünglich für den Studio-100-Verbund entwickelt.

Donnerfluss

Die klassische Wildwasserbahn aus den Anfangsjahren des Parks führt über mehrere Hebezüge und Abfahrten durch eine bewaldete Schlucht-Landschaft. Die Strecke ist rund 600 Meter lang und endet in einer großen Plansch-Abfahrt, die Mitfahrer je nach Sitzposition unterschiedlich stark durchnässt — ein Klassiker für heiße Sommertage in der Pfalz.

Free Fall

Der Free-Fall-Tower aus der Familie der Intamin-Drop-Tower hebt die Gäste rund 65 Meter in die Höhe, hält oben kurz und lässt sie dann im freien Fall nach unten. Die Anlage bietet einen weiten Blick über die Pfälzer Tiefebene bis zum Pfälzerwald und ist neben Expedition GeForce die zweite große Adrenalin-Attraktion mit Adressaten ab rund 14 Jahren.

Bobbahn

Die Bobbahn ist eine klassische Wild-Mouse-Variante mit engen Kurven und schnellen Richtungswechseln, die als gute Brücke zwischen Family-Coastern und den großen Achterbahnen funktioniert. Die Strecke ist mit rund 700 Metern moderat lang und kommt ohne Inversionen aus, was sie auch für unerfahrene Coaster-Fans attraktiv macht.

Coaster-Vergleich Holiday Park

Kriterium
Expedition GeForce
Sky Scream
Anubis The Ride
Bobbahn
Free Fall
Typ
Hyper-Coaster
Multi-Launch
Launch-Coaster
Wild Mouse
Drop Tower
Hersteller
Intamin
Premier Rides
Gerstlauer
Mack Rides
Intamin
Eröffnung
2001
2014
2009
älter
älter
Höhe
54 m
33 m
ca. 25 m
ca. 12 m
65 m
Spitze
120 km/h
95 km/h
95 km/h
moderat
freier Fall
Mindestgröße
140 cm
140 cm
130 cm
120 cm
140 cm
Profil
Airtime-Klassiker
Inversionen / Launch
Themen-Launch
Familie
Drop / Aussicht

Die Tabelle zeigt die Eckdaten der größten Achterbahnen und Adrenalin-Attraktionen — die Mindestgrößen können sich je nach Saison ändern und sollten am Tag des Besuchs am Eingang verifiziert werden.

Geschichte und Plopsa-Übernahme

Der Holiday Park wurde 1971 als Haßlocher Freizeitpark eröffnet und gehörte zu den ersten großen privatwirtschaftlich betriebenen Freizeitparks in Deutschland — neben Phantasialand in Brühl (1967), Europa-Park in Rust (1975) und dem heute geschlossenen Traumland Bayern war Haßloch ein Pionier der Branche. In den 1980er und 1990er Jahren war der Park für seine klassische Wildwasserbahn Donnerfluss, eine Hochschaubahn und mehrere Themen-Attraktionen aus dem Pfälzer Wein-Umfeld bekannt. Der Durchbruch zur überregionalen Wahrnehmung kam 2001 mit der Eröffnung von Expedition GeForce, die den Park in die Top Ten der deutschen Themenparks katapultierte und bis heute als das definierende Fahrgeschäft gilt.

2010 übernahm die belgische Plopsa-Group den Park von der bisherigen Eigentümerfamilie. Plopsa ist eine Tochter des belgischen Studios 100, das vor allem mit Animationsserien wie Wickie der Wikinger, Maya die Biene und Heidi bekannt ist. Mit der Übernahme begann eine umfassende Re-Thematisierung des Parks entlang der Studio-100-Marken — 2013 eröffnete die Wickie-Themenwelt, ab 2018 wurde die Maya-Welt schrittweise ausgebaut, und das Anubis-Land erhielt eine konsistentere Architektur. Heute betreibt Plopsa neben Haßloch die Schwesterparks Plopsaland De Panne (Belgien), Plopsa Indoor Hasselt, Plopsa Coo und Plopsaqua Hannut-Landen und ist mit rund vier Millionen Gästen pro Jahr einer der größten Themenpark-Betreiber im Benelux-DACH-Raum.

Saison, Öffnungszeiten und Eintritt

Der Holiday Park ist eine klassische Saison-Anlage und öffnet typischerweise zwischen Anfang und Mitte April mit dem Beginn der Pfälzer Frühlingssaison. Die Hauptsaison reicht von Mai bis September mit täglich geöffneten Toren und Öffnungszeiten zwischen rund zehn Uhr und 18 Uhr, an Wochenenden teils bis 19 Uhr. In den Herbstmonaten Oktober und in der ersten Hälfte November läuft die Halloween-Saison mit verlängerten Abend-Öffnungszeiten, Themen-Dekoration und Scare-Zonen für ältere Besucher. Im Winter ist der Park geschlossen und öffnet erst wieder in der folgenden Saison im April.

Der reguläre Tageseintritt liegt bei rund 36 Euro online, an der Tageskasse können kurzfristig gekaufte Tickets etwas teurer ausfallen. Kinder unter einer bestimmten Körpergröße (typischerweise unter einem Meter) kommen kostenlos in den Park, Kinder bis 14 Jahre und Senioren erhalten reduzierte Tarife. Jahres- und Saisonkarten sind im Park-Shop und online erhältlich und lohnen sich für Familien aus dem Rhein-Neckar-Raum bereits ab dem zweiten Besuch pro Saison. Plopsa bietet zusätzlich eine konzernweite Pass-Variante an, die Zugang zu allen Plopsa-Parks in Belgien und Deutschland kombiniert und für grenznahe Besucher eine attraktive Option darstellt.

Praktische Tipps für den Besuch im Holiday Park

  • Online-Ticket statt Tageskasse

    Wer das Ticket online über die Park-Webseite vorab kauft, spart in der Regel mehrere Euro gegenüber dem Preis an der Tageskasse und erhält außerdem einen QR-Code, mit dem man die Kassen-Schlange umgeht und direkt durch die Online-Spur an den Drehkreuzen einlaufen kann.

  • Expedition GeForce zuerst

    Direkt nach Park-Öffnung zur Expedition GeForce zu laufen lohnt sich — in den ersten 30 Minuten sind die Wartezeiten meist unter zehn Minuten, ab Mittag steigen sie auf 60 bis 90 Minuten. Wer früh fährt, kann zwei bis drei Runden hintereinander schaffen.

  • + Wochentag statt Wochenende

    Wer flexibel ist, sollte den Park an einem Dienstag, Mittwoch oder Donnerstag außerhalb der Schulferien besuchen — die Wartezeiten an den großen Coastern sinken dann oft auf unter 20 Minuten, während an Sommer-Samstagen bis zu zwei Stunden Wartezeit möglich sind.

  • i Park-App als Navigation

    Die offizielle Plopsa-App zeigt Live-Wartezeiten, einen interaktiven Park-Plan und die täglichen Show-Zeiten. Wer die App vor dem Besuch installiert, kann den Tagesablauf nach Wartezeiten optimieren und erspart sich das Aussteuern über gedruckte Parkpläne.

  • Wickie-Themenwelt für Kleine

    Familien mit Kindern unter sechs Jahren konzentrieren sich am besten auf die Wickie-Themenwelt und den Family-Bereich — hier sind die meisten Fahrgeschäfte ohne Mindestgröße zugänglich und die Themen-Architektur ist auf jüngere Kinder zugeschnitten. Ein Tag im Park ist hier voll auszufüllen.

  • Barrierearm unterwegs

    Der Park ist weitgehend barrierearm, alle Hauptwege sind asphaltiert oder gepflastert. Gäste mit Schwerbehindertenausweis erhalten am Gästeservice eine Begleitkarte, die reservierte Zeitslots an den großen Attraktionen ermöglicht — sinnvoll besonders an Spitzentagen mit langen Wartezeiten.

  • Sonnenschutz nicht vergessen

    Die Pfälzer Tiefebene zeigt im Sommer regelmäßig Temperaturen über 30 Grad, große Teile des Parks bieten nur wenig Schatten. Sonnencreme, Kopfbedeckung und eine wiederbefüllbare Wasserflasche gehören zum Standard-Repertoire — Wasserstationen sind im gesamten Park verteilt.

  • Wechselkleidung für Donnerfluss

    Die Wildwasserbahn Donnerfluss macht je nach Sitzposition deutlich nass — wer im Sommer mehrfach fahren möchte, sollte Wechselkleidung oder ein Mikrofaserhandtuch dabeihaben. Schließfächer am Eingang fassen das Gepäck für rund vier Euro pro Tag.

Insider-Tipps

Kombinieren mit der Pfälzer Weinstraße

Wer ein Wochenende einplant, kombiniert den Park sinnvoll mit einer Übernachtung in einem der Weinorte entlang der Deutschen Weinstraße — Deidesheim, Forst, Wachenheim, Bad Dürkheim oder Neustadt an der Weinstraße liegen alle innerhalb von 20 Minuten Fahrzeit vom Park und bieten eine breite Auswahl an Hotels, Weingutsappartements und Restaurants mit Pfälzer Küche. Eine Verbindung aus Park-Tag und Weingut-Abend ist eine der charmantesten Familien-Auszeiten im deutschen Südwesten.

Halloween-Saison nicht unterschätzen

Die Halloween-Saison im Oktober und in der ersten Hälfte November ist eine der unterschätzten Stärken des Parks. Mehrere Scare-Zonen, thematisierte Walking-Acts und verlängerte Abend-Öffnungszeiten machen den Besuch zu einem deutlich anderen Erlebnis als in der Hauptsaison. Für Familien mit Kindern ab rund zehn Jahren ist die Halloween-Saison oft attraktiver als der Sommer, weil die Wartezeiten kürzer und die thematische Atmosphäre dichter ist.

HÄUFIGE FRAGEN

Wo genau liegt der Holiday Park?

Der Holiday Park liegt an der Holiday-Park-Straße 1 bis 5 in 67454 Haßloch in Rheinland-Pfalz, rund 30 Kilometer westlich von Mannheim und 20 Kilometer westlich von Speyer. Die Anfahrt erfolgt über die A65 Ausfahrt Haßloch-Süd, der Bahnhof Haßloch liegt rund 2,5 Kilometer vom Parkeingang entfernt.

Wem gehört der Holiday Park?

Seit 2010 gehört der Holiday Park zur belgischen Plopsa-Group, einem Tochterunternehmen des belgischen TV-Studios Studio 100. Plopsa betreibt zusätzlich die Schwesterparks Plopsaland De Panne, Plopsa Indoor Hasselt und Plopsa Coo. Vor 2010 war der Park im Besitz der Gründerfamilie aus den 1970er Jahren.

Wann hat der Holiday Park geöffnet?

Die Hauptsaison läuft typischerweise von Anfang April bis Anfang November mit täglichen Öffnungszeiten zwischen rund zehn Uhr und 18 Uhr. In der Halloween-Saison im Oktober und in der ersten Hälfte November sind die Tore an einigen Abenden bis 21 oder 22 Uhr geöffnet. Im Winter ist der Park geschlossen.

Was kostet der Eintritt?

Der reguläre Tageseintritt liegt bei rund 36 Euro online, an der Tageskasse fallen kurzfristig gekaufte Tickets etwas teurer aus. Kinder unter einer bestimmten Mindestgröße kommen kostenlos, Kinder bis 14 Jahre und Senioren erhalten reduzierte Tarife. Jahres- und Saisonkarten lohnen sich ab dem zweiten Besuch.

Wie viele Besucher hat der Park pro Jahr?

Der Holiday Park zählt rund 1,2 Millionen Besucher pro Jahr und ist damit der größte Freizeitpark in Rheinland-Pfalz und einer der zehn meistbesuchten Themenparks Deutschlands. Innerhalb der Plopsa-Group ist Haßloch nach Plopsaland De Panne das zweitwichtigste Asset des Konzerns.

Welche Achterbahnen gibt es im Park?

Die wichtigsten Coaster sind Expedition GeForce (Hyper-Coaster Intamin 2001, 54 Meter, 120 km/h), Sky Scream (Multi-Launch Premier Rides 2014, 95 km/h, mit Top-Hat-Loop), Anubis The Ride (Launch-Coaster Gerstlauer 2009, 95 km/h) sowie die Bobbahn als Wild-Mouse-Variante und die Wildwasserbahn Donnerfluss als Klassiker aus den Anfangsjahren des Parks.

Was ist Expedition GeForce?

Expedition GeForce ist die Hauptattraktion des Parks, ein 2001 vom Schweizer Hersteller Intamin gebauter Hyper-Coaster mit 54 Metern Höhe und einer Spitzengeschwindigkeit von rund 120 Kilometern pro Stunde auf einer rund 1.220 Meter langen Strecke. Die Bahn wurde in mehreren Branchen-Umfragen wie den Mitchell-Hawker-Awards zu den weltweit besten Stahlachterbahnen gezählt.

Welche Themen-Bereiche hat der Park?

Der Park gliedert sich in fünf Themen-Bereiche — die Wickie-Themenwelt nach der Studio-100-Animationsserie, die Maya-Welt mit pseudo-mesoamerikanischer Tempelarchitektur, das Anubis-Land mit ägyptischer Thematik rund um Anubis The Ride, einen Adventure-Bereich mit den großen Coastern und einen Family-Bereich für jüngere Kinder. Eine Pfälzer-Wein-Thematik findet sich vereinzelt im Family-Bereich.

Was ist die Wickie-Themenwelt?

Die Wickie-Themenwelt wurde 2013 als zentrales Plopsa-Branding-Projekt eröffnet und basiert auf der Studio-100-Animationsserie Wickie der Wikinger. Sie enthält rund acht Familien-Fahrgeschäfte in einer Wikinger-Dorf-Architektur mit Langhäusern, Drachenbooten und Meet-and-Greet-Punkten — geeignet für Kinder zwischen vier und zehn Jahren.

Ist der Park für jüngere Kinder geeignet?

Ja, der Holiday Park ist sehr familienfreundlich. Die Wickie-Themenwelt und der Family-Bereich enthalten zahlreiche Fahrgeschäfte ohne oder mit niedriger Mindestgröße. Für Familien mit Kindern unter sechs Jahren reicht ein Tag in diesen beiden Bereichen vollständig aus. Die großen Coaster verlangen Mindestgrößen zwischen 130 und 140 Zentimetern.

Wie kommt man am besten zum Park?

Mit dem Auto über die A65 Ausfahrt Haßloch-Süd direkt zum Parkeingang — der Parkplatz fasst mehrere tausend Fahrzeuge bei rund acht Euro Parkgebühr. Mit der Bahn fährt man bis Haßloch (Pfalz) an der Strecke Schifferstadt — Wörth, von dort führt ein Park-Shuttle die rund 2,5 Kilometer zum Eingang. Aus Mannheim sind es per RB44 rund 25 bis 30 Minuten Bahnfahrt.

Kann man den Besuch mit einem Wein-Wochenende kombinieren?

Ja, die Deutsche Weinstraße verläuft rund zehn Kilometer westlich des Parks und macht Haßloch zu einem überraschend reizvollen Standort für ein Familien-Wochenende. Orte wie Deidesheim, Forst, Wachenheim, Bad Dürkheim und Neustadt an der Weinstraße liegen alle innerhalb von 20 Minuten Fahrzeit und bieten Hotels, Weingüter und Restaurants mit Pfälzer Küche.
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