Der Heide Park in Soltau ist mit 84 Hektar Fläche und rund 1,5 Millionen Besuchern pro Jahr der größte Freizeitpark Norddeutschlands. 1978 eröffnete Hans-Joachim Tiemann den Park am Rand der Lüneburger Heide, seit 2007 gehört er zum britischen Konzern Merlin Entertainments — dem zweitgrößten Freizeitpark-Betreiber der Welt nach Disney. Das Areal teilt sich in sechs Themen-Bereiche: Heide Park als historisches Zentrum, Land der Vergessenen mit Krake und Mountain Rafting, Western und Wild West für Familien, Bonbon City für die jüngsten Besucher sowie die saisonale Welt Transylvania, die zum Halloween-Festival erblüht. Top-Attraktionen sind Colossos — Kampf der Giganten, eine der höchsten Holzachterbahnen weltweit mit 60 Metern Höhe, der Dive-Coaster Krake mit vertikalem Drop und Desert Race, ein Launch-Coaster von Intamin, der in zwei Sekunden auf rund 100 km/h beschleunigt. Übernachtet wird im Glamping-Stil im Holiday Camp von 2017 oder thematisch im Hotel Port Royal mit Piratenschiff-Kulisse. Eintritt liegt bei rund 50 Euro, die Saison läuft von April bis November mit einem Höhepunkt im Oktober, wenn das Mahalloween-Festival den ganzen Park in Nebel und Schocker-Inszenierungen taucht. Anreise erfolgt über die A7, Ausfahrt Soltau-Ost — drei Minuten vom Autobahnkreuz bis zum Parkplatz.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Heide Park liegt am östlichen Rand der Lüneburger Heide, rund vier Kilometer nördlich der Stadt Soltau. Die Lage ist für einen Freizeitpark dieser Größe ungewöhnlich günstig: Die A7 — eine der wichtigsten Nord-Süd-Achsen Deutschlands — führt unmittelbar an Soltau vorbei, die Ausfahrt Soltau-Ost bringt Autofahrer in wenigen Minuten direkt vor die Parkplatz-Schranken. Familien aus Hamburg, Bremen und Hannover erreichen den Park in deutlich unter zwei Stunden, was den Heide Park zum klassischen Tagesausflugs-Ziel für ganz Norddeutschland macht. Wer aus weiterer Entfernung anreist, kombiniert die Tagesfahrt häufig mit einer Übernachtung in den parkeigenen Hotels.
Mit dem Auto
Aus Hamburg führt die A7 in rund 75 Minuten bis zur Ausfahrt 44 Soltau-Ost. Aus Hannover sind es etwa 90 Minuten über die gleiche Autobahn nach Norden. Aus Bremen nutzt man die A1 bis zum Bremer Kreuz, weiter auf die A27 und dann auf die A7. Direkt am Park stehen mehrere Tausend kostenpflichtige Parkplätze, die bei Saison-Höhepunkten im Sommer und am Halloween-Wochenende früh belegt sind. Behindertenparkplätze liegen unmittelbar am Haupteingang. Eine Wohnmobil-Fläche ist ausgewiesen, Übernachtungen direkt auf dem Parkplatz sind aber nur in Verbindung mit den parkeigenen Hotels gestattet.
Mit der Bahn und dem ÖPNV
Der Bahnhof Soltau (Hannover) liegt rund vier Kilometer vom Park entfernt und wird über die Strecken aus Hannover und Buchholz angefahren. Vom Bahnhof bringt in der Hauptsaison ein Park-Shuttle Gäste direkt zum Eingang, alternativ stehen Stadtbusse und Taxis bereit. Wer aus Hamburg oder Bremen anreist, wechselt in der Regel am Bahnhof in den Shuttle — die gesamte Strecke vom Bahnsteig bis ans Drehkreuz dauert dann rund 15 Minuten. Außerhalb der Hauptsaison ist die Bahn-Anreise möglich, der Shuttle-Takt aber deutlich dünner.
Mit dem Flugzeug
Hannover-Langenhagen (HAJ) liegt rund 70 Kilometer südlich, der Hamburger Flughafen (HAM) ungefähr 80 Kilometer nördlich. Beide Flughäfen sind über die A7 schnell zu erreichen, mit dem Mietwagen vom Flughafen Hannover dauert die Fahrt etwa eine Stunde. Bremen Airport (BRE) ist ebenfalls eine Option, mit gut 90 Kilometern aber etwas länger unterwegs. Für Familien aus dem Süden Deutschlands rechnet sich der Flug nur in Verbindung mit einem mehrtägigen Aufenthalt in den Park-Hotels.
Vor Ort bewegen und Parken
Das Gelände ist mit 84 Hektar großzügig dimensioniert — Besucher legen schnell sechs bis acht Kilometer zu Fuß zurück. Bequeme Schuhe sind Pflicht. Die Hauptwege sind eben und für Kinderwagen und Rollstühle problemlos befahrbar, einzelne Bereiche in Wild West oder am Land der Vergessenen führen über leicht ansteigende Wege. Sitzbänke gibt es entlang aller Themen-Gassen, an mehreren Spielplätzen und vor den großen Achterbahn-Stationen. Im Park selbst lassen sich die parkeigenen Hotels zu Fuß in zehn bis zwölf Minuten erreichen, ein Shuttle fährt in regelmäßigen Abständen.
Park-Geschichte: vom Heide-Garten zur Merlin-Großanlage
Als Hans-Joachim Tiemann am 16. August 1978 sein Heide-Park-Tor erstmals öffnete, war Soltau noch ein eher ruhiger Heide-Ort mit Wandertourismus und einigen größeren Möbel- und Designer-Outlets. Tiemann — ursprünglich Heideblütenhonig-Produzent und Schausteller — hatte die Vision, einen Familien-Erlebnispark vor den Toren Hamburgs zu schaffen, der mit dem damals jungen Phantasialand in Brühl und dem 1975 eröffneten Europa-Park im Rheintal mithalten konnte. Die ersten Jahre brachten klassische Karussells, ein kleines Wildwasser-Element und einige Show-Bühnen. Doch früher als andere norddeutsche Parks setzte Tiemann auf größere Achterbahnen.
1980er und 1990er: erste Achterbahnen und Wachstum
1986 eröffnete der Big Loop, ein klassischer Looping-Coaster aus Stahl. Damit zog der Park erstmals Adrenalin-Suchende aus ganz Norddeutschland an. In den 1990er-Jahren folgten die Schweizer Bobbahn, die Wildwasserbahn und ein erstes Themen-Areal nach Western-Motiven. Die Besucherzahlen kletterten kontinuierlich auf rund eine Million Gäste pro Jahr. Die Marken-Anbindung an die Heidschnucken und an die Heideblüte blieb präsent — vor allem für die ältere Generation, die den Park bis heute eher als Heide-Garten denn als Adrenalin-Tempel verbindet.
2007: Übernahme durch Merlin Entertainments
Mit dem Verkauf an Merlin Entertainments im Jahr 2007 änderte sich das Tempo der Investitionen. Der britische Konzern, der unter anderem Madame Tussauds, Legoland und das London Eye betreibt, investierte in größere Achterbahnen, internationalere Theming-Standards und mehrere Themen-Hotels. Krake — Deutschlands erster Dive-Coaster — eröffnete 2011 und brachte den Park auf den internationalen Coaster-Radar. Es folgten Desert Race 2013 und Flug der Dämonen, der mehrfach umgebaut wurde. Heute zählt der Heide Park rund 1,5 Millionen Besucher pro Jahr — Größe drei in Deutschland nach Europa-Park und Phantasialand.
Die Tiemann-Spuren bis heute
Trotz des Konzern-Umbaus sind die Tiemann-Spuren noch sichtbar: ein Teil der ursprünglichen Heide-Architektur am Eingang, einzelne Karussells aus den Frühjahren und die enge Verbindung zur Region Soltau, die viele Saison-Arbeitskräfte aus der Lüneburger Heide stellt. Die Hans-Joachim-Tiemann-Stiftung trägt bis heute Verantwortung für Bildungs-Programme und Stipendien in Niedersachsen.
Die sechs Themen-Bereiche im Überblick
Heide Park (Eingangsbereich)
Klassisches Zentrum am Haupteingang mit den ältesten Attraktionen — der Schweizer Bobbahn, dem Big Loop und den großen Show-Bühnen. Restaurants, Souvenir-Shops und der Hauptweg in Richtung der weiteren Themen-Bereiche starten hier.
Land der Vergessenen
Düsterer Themen-Bereich mit Krake — Deutschlands erstem Dive-Coaster — und Mountain Rafting. Verfallene Fabrik-Kulissen, Tropfsteinhöhlen und mystische Soundkulissen prägen die Stimmung. Familien mit kleineren Kindern sollten den Bereich vorsichtig auswählen.
Western und Wild West
Goldgräber-Stadt mit Saloon, Wild-West-Show und Desert Race als Launch-Coaster-Highlight. Die kulissenreiche Hauptstraße ist eines der fotogensten Areale im Park — gerade in der Abendsonne mit ihren breiten Holzfassaden.
Bonbon City (Familien)
Bunte Welt für die jüngsten Besucher — Karussells in Bonbonfarben, kleine Kinder-Achterbahnen, Süßigkeiten-Stände und ein großer überdachter Spielbereich. Hier finden Kinder unter zehn Jahren das beste Tempo, ältere Geschwister machen Pause oder gönnen sich eine Limo.
Colossos-Areal
Rund um die gigantische Holzachterbahn Colossos — Kampf der Giganten zieht sich ein eigenes Themen-Areal mit Mythologie-Bezug. 60 Meter Höhe, gewaltige Kurven und das markante Holz-Gerüst sind schon von der A7 aus zu sehen.
Transylvania (saisonal)
Halloween-Spezial-Welt, die von Mitte September bis Anfang November als Mahalloween-Festival erblüht — Nebel, Schocker-Inszenierungen, Mahalloween-Häuser und Walk-Through-Attraktionen. Außerhalb der Saison bleibt der Bereich überwiegend geschlossen.
Top-Achterbahnen im direkten Vergleich
Die größten Wartezeiten entstehen zwischen 12 und 15 Uhr — wer Colossos und Krake früh morgens oder am späten Nachmittag fährt, spart oft eine ganze Stunde.
Colossos: eine der höchsten Holzachterbahnen der Welt
Wenn der Heide Park ein Wahrzeichen hat, dann Colossos. Die Holzachterbahn der amerikanischen Firma Great Coasters International (GCI) ragt mit 60 Metern Höhe über die Lüneburger Heide und ist schon aus mehreren Kilometern Entfernung von der A7 sichtbar. Bei Eröffnung 2001 war sie die höchste Holzachterbahn Europas und gilt bis heute als eine der höchsten Holzachterbahnen der Welt. 2019 erfolgte ein vollständiger Relaunch unter dem Namen Colossos — Kampf der Giganten mit überarbeiteten Zügen, neuem Theming und einer neuen Soundkulisse.
Technische Eckdaten
Die Strecke ist rund 1.300 Meter lang, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei etwa 120 km/h und die gesamte Konstruktion besteht aus rund 800.000 Stück amerikanischer Süd-Gelb-Kiefer. Holzachterbahnen vermitteln ein deutlich anderes Fahrgefühl als Stahlbahnen — sie schaukeln stärker, die Bewegungen sind weniger glatt, und das knarzende Geräusch des Holz-Gerüsts gehört zum Erlebnis dazu. Wer einmal Colossos gefahren ist, vergisst das laute Anrollen am Lift-Hill so schnell nicht.
Re-Theming 2019
Der Relaunch 2019 inszeniert eine Sage über Kämpfe zwischen mythologischen Giganten. Vor dem Einstieg führt der Weg durch eine erweiterte Station mit Soundkulisse, Nebel-Effekten und großformatigen Reliefs. Die Züge wurden technisch erneuert, sodass das Fahrgefühl nach dem Re-Theming als etwas glatter und schneller wahrgenommen wird — gerade die ersten Kurven nach dem Lift-Hill gehören zu den intensivsten Sekunden der Strecke.
Krake: Deutschlands erster Dive-Coaster
Krake — eröffnet 2011 — war Deutschlands erster Dive-Coaster aus dem Hause Bolliger & Mabillard (B&M). Das besondere Merkmal: Nach dem Lift-Hill stoppt der Zug für drei Sekunden waagrecht auf 41 Metern Höhe, die Fahrgäste schauen senkrecht nach unten — und stürzen dann nahezu vertikal in die Tiefe. Diese Pause vor dem Drop ist es, was Dive-Coaster psychologisch besonders intensiv macht: Stahlbahnen mit reinem Loopings-Konzept sind dynamisch, ein Dive-Coaster ist eine konzentrierte Schock-Erfahrung.
Theming als verfallene Werft
Das Theming um Krake greift den Mythos eines Riesenkraken auf, der ein altes Hafen-Areal heimsucht. Verrostete Container, eine eingestürzte Werft-Halle und tropfende Wasser-Effekte bilden die Kulisse. Der Wartebereich führt durch eine düstere Halle mit Klang-Inszenierung — Krähen, Wasser, ein dumpfes Brüllen — und bereitet psychologisch auf den Drop vor.
Position im Park
Krake steht im Themen-Bereich Land der Vergessenen, der insgesamt eine düsterere Atmosphäre hat. Mountain Rafting liegt direkt nebenan, sodass Familien beide Attraktionen kombinieren — Adrenalin auf dem Coaster, nasse Erfrischung auf dem Rafting-Boot. Bei warmen Sommertagen ist diese Kombination eine der beliebtesten Tages-Routen des Parks.
Desert Race und die weiteren Coaster
Desert Race ist ein Launch-Coaster von Intamin, eröffnet 2013, und beschleunigt seine Züge in rund zwei Sekunden auf ungefähr 100 km/h. Das Erlebnis unterscheidet sich grundlegend von einem klassischen Lift-Hill-Coaster: Statt langsamen Hochklettern und dann Fallen folgt der Adrenalin-Schock sofort am Start. Der namensgebende Wüsten-Style mit Sandstein-Felsen und einem riesigen Skorpion-Wahrzeichen schmückt den Bahnhof.
Limit als Inverted-Coaster
Limit ist ein Inverted-Coaster aus dem Haus Vekoma, eröffnet 1999. Die Fahrgäste sitzen unter der Schiene, die Beine hängen frei — eine Konstruktion, die in den 1990er-Jahren als revolutionär galt und bis heute zum Standard-Repertoire großer Parks gehört. Mit rund 33 Metern Höhe ist Limit weniger spektakulär als Colossos oder Krake, sorgt durch die hängende Bauweise aber für ein anderes, eigenes Fahrgefühl.
Big Loop als Klassiker von 1986
Big Loop ist der älteste Stahl-Coaster im Park, ein klassischer Looping-Coaster aus den 1980er-Jahren. Für Coaster-Fans gehört eine Fahrt zum Pflichtprogramm — als technisches Zeitzeugnis und für den Vergleich mit den modernen Konstruktionen. Die Wartezeit ist meist deutlich kürzer als an Colossos und Krake.
Schweizer Bobbahn
Die Schweizer Bobbahn ist ein Bob-Coaster, der die Züge nicht auf Schienen, sondern in einer geschlossenen Halbrohr-Bahn führt — vergleichbar mit einer Bobbahn auf Schnee. Sie ist ein typischer Familien-Coaster, geeignet ab 120 cm Körpergröße, und ein guter Einstieg für Kinder, die sich an die größeren Achterbahnen herantasten möchten.
Wasserwelt: Mountain Rafting und Wildwasserbahn
Neben den Achterbahnen sind die beiden großen Wasserattraktionen — Mountain Rafting und Wildwasserbahn — Höhepunkte für warme Sommertage. Mountain Rafting setzt acht Personen in ein rundes Schlauchboot, das eine 600 Meter lange Strecke durch Stromschnellen, kleine Wasserfälle und enge Felsschluchten treibt. Wer in der Mitte sitzt, bleibt eher trocken; an den Rändern ist eine ordentliche Dusche programmiert.
Wildwasserbahn-Klassiker
Die klassische Wildwasserbahn — auf zwei Personen pro Reihe ausgelegt — ist seit den 1990er-Jahren im Park und gehört zu den meistgefahrenen Attraktionen. Höhepunkt ist der lange Drop am Ende, der zuverlässig für nasse Haare und einen großen Spritzer ins Wasserbecken sorgt. Direkt am Bahnhof gibt es Trocknungs-Stationen für mitgebrachte Wechselkleidung — gerade Familien mit kleinen Kindern nutzen diese in den heißen Sommermonaten.
Wasser-Spielplätze
Zusätzlich verteilen sich mehrere Wasser-Spielplätze über das Gelände, an denen kleine Besucher mit Pumpen, Wasserläufen und Spritz-Elementen experimentieren können. Sie sind in den Sommermonaten besonders gut besucht, ein zweites Outfit für den Nachmittag ist sinnvoll.
Übernachten: Holiday Camp und Hotel Port Royal
Wer den Heide Park nicht als Tagesausflug erlebt, sondern den Park-Aufenthalt als Mini-Urlaub plant, übernachtet in einem der beiden parkeigenen Hotels. Beide Häuser sind als Themen-Hotels konzipiert und in das Gesamterlebnis des Parks integriert — inklusive Frühzutritts-Privilegien und teilweise direkter Wege zum Eingang.
Holiday Camp (2017 eröffnet)
Das Holiday Camp ist ein Glamping-Style-Resort mit Holzhütten und Tipi-artigen Großzelten auf festem Untergrund. Die Lodges sind komfortabel ausgestattet — feste Betten, eigenes Bad, Heizung und WLAN — und vermitteln dennoch das Gefühl eines Camp-Aufenthalts. Eine eigene Lagerfeuer-Plaza und ein zentrales Restaurant gehören zum Konzept. Gerade Familien mit Kindern zwischen 6 und 12 Jahren schätzen die Mischung aus Abenteuer-Optik und Hotel-Komfort.
Hotel Port Royal
Das Hotel Port Royal ist in einer Piraten-Hafen-Kulisse gebaut — mit einem nachgebauten Schiff im Innenhof, Holzbalken-Architektur und Piraten-Themed-Räumen. Es richtet sich vor allem an Familien, die das Thema vollständig erleben möchten. Das Restaurant ist im Schiffsdeck-Stil eingerichtet, einzelne Zimmer haben spezielle Kinder-Schlafbereiche in Form kleiner Kojen.
Frühzutritts-Privilegien
Beide Hotels bieten Übernachtungsgästen Frühzutritt — meist 30 bis 60 Minuten vor offizieller Park-Öffnung. Diese Zeit reicht aus, um Colossos oder Krake ohne lange Wartezeit zu fahren, bevor die Tagesbesucher eintreffen. Wer auf das Pflicht-Coaster-Programm Wert legt, spart so leicht mehrere Stunden Anstehen im Tagesverlauf.
Halloween und Mahalloween-Festival
Eine der prägendsten Phasen im Heide-Park-Jahr ist das Halloween-Festival — vor Ort als Mahalloween vermarktet. Von Mitte September bis Anfang November verwandelt sich der Park in den Abendstunden in eine düstere Themen-Welt mit Nebelmaschinen, Schocker-Inszenierungen und mehreren Walk-Through-Häusern. Transylvania, der saisonale Themen-Bereich, erblüht voll erst in dieser Zeit. Für viele Stammgäste ist die Halloween-Saison der spannendste Park-Zeitraum überhaupt.
Mahalloween-Häuser
Die Walk-Through-Häuser sind kein klassisches Fahrgeschäft, sondern begehbare Schreckensszenarien — von der verfallenen Klinik über das Voodoo-Anwesen bis zu einer industriellen Schlachthof-Kulisse. Schauspieler in Maske sorgen für überraschende Schocker-Momente. Mindestalter und Altersempfehlungen sind eindeutig kommuniziert; für jüngere Kinder gibt es ein eigenes, weniger gruseliges Halloween-Programm.
Coaster-Fahrten im Dunkeln
Während des Halloween-Festivals fahren die großen Coaster auch nach Sonnenuntergang — Colossos im Dunkeln, mit beleuchteter Strecke und Nebel-Effekten am Lift-Hill, ist für viele Coaster-Fans der Höhepunkt der Saison. Die Wartezeiten sind allerdings entsprechend lang; ein Frühzutritt aus den Hotels lohnt sich gerade in dieser Phase besonders.
Praktische Tipps für den Heide-Park-Besuch
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Online-Tickets statt Tageskasse
An Sommer-Wochenenden bilden sich an der Tageskasse häufig längere Schlangen. Online-Tickets mit Zeitfenster sparen 15 bis 45 Minuten Anstehen und sind in der Regel ein paar Euro günstiger. Familien-Pakete für vier Personen lohnen sich besonders.
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Früh am Park sein
Wer um 10 Uhr am Eingang steht, hat die ersten Coaster-Fahrten ohne große Wartezeit. Zwischen 12 und 15 Uhr erreichen die Schlangen an Colossos und Krake häufig 60 bis 90 Minuten — die Differenz zur Frühphase ist beträchtlich.
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Express-Pass für Vielfahrer
Der Express-Pass kostet extra, lohnt sich aber an Hochsaison-Tagen, wenn Wartezeiten besonders lang sind. Wer nicht nur ein- oder zweimal an die großen Coaster will, spart mehrere Stunden über den Tag.
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i
Wechselkleidung für Wasserattraktionen
Mountain Rafting und Wildwasserbahn machen zuverlässig nass. Wechselshirt oder dünne Regenjacke in einer kleinen Tasche oder im Schließfach lassen sich nach der Fahrt gut nutzen. Im Hochsommer trocknet die Kleidung in der Sonne von selbst.
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Eigene Verpflegung erlaubt
Eigene Snacks und Getränke sind im Park gestattet. Mehrere Picknick-Wiesen und schattige Pausen-Bereiche stehen zur Verfügung. Die parkeigene Gastronomie bietet Klassiker wie Pommes, Currywurst, Pizza und Eis zu Park-üblichen Preisen.
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♿
Barrierearm unterwegs
Die Hauptwege sind eben, breit und für Rollstühle wie Kinderwagen problemlos befahrbar. Behindertenparkplätze liegen direkt am Haupteingang. Einzelne Coaster bieten spezielle Einstiegs-Hilfen, Details klärt der Service-Desk am Eingang.
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☀
Sommer-Hitze einplanen
An heißen Tagen wird der Park in der Mittagszeit anstrengend. Schattige Plätze bieten Bonbon City mit überdachten Spielbereichen, die schattigen Wege im Land der Vergessenen und die klimatisierten Indoor-Shops. Trinkflasche mitbringen — Wasserstellen sind im Park verteilt.
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☂
Schlecht-Wetter-Plan
Bei leichtem Regen läuft der Park normal weiter. Bei Gewitter werden Coaster vorübergehend gestoppt — der Hotel-Empfang und die Indoor-Shows in Bonbon City sind dann gute Pausen-Optionen. Aktuelle Status-Infos hängen am Eingang aus.
Insider-Tipps
Foto-Spots in der Abendsonne
Die Westernstadt-Hauptstraße in Wild West fotografiert sich gegen 18 Uhr in der weichen Abendsonne am eindrucksvollsten — die Holzfassaden glühen warm, und die Schatten der Saloon-Vordächer geben dem Areal Tiefe. Auch Colossos in der untergehenden Sonne mit dem markanten Holz-Gerüst ist ein typisches Postkarten-Motiv.
Saison-Eröffnung mit kurzen Wartezeiten
In den ersten beiden Wochen nach der Saison-Eröffnung im April sind die Wartezeiten an allen Coastern deutlich kürzer als im Sommer. Wer flexibel ist und gemütliches Wetter nicht scheut, bekommt für die Top-Bahnen Wartezeiten von oft unter 20 Minuten — ein großer Komfort gegenüber den Juli- und August-Wochenenden.
Halloween-Karten frühzeitig buchen
Mahalloween-Tickets — vor allem für die beliebten Samstag-Abende im Oktober — sind oft Wochen vorher ausgebucht. Wer das Halloween-Festival fest einplant, bucht im Sommer vorab. Übernachtungen im Hotel Port Royal sind in der Halloween-Zeit deutlich teurer als an gewöhnlichen Wochenenden.



