Snowboarder haben in Europa drei Welten zur Wahl: Park-Riesen wie Laax mit der längsten Halfpipe der Alpen, Backcountry-Klassiker rund um Chamonix, Engelberg und Verbier, und glücklich-günstige Spots in Bulgarien, der Sierra Nevada oder am Polarkreis. Welches Resort wirklich zu dir passt, hängt weniger von der Pistenlänge ab als von Park-Qualität, Freeride-Terrain und der Frage, ob du auf Pulver, Pipe, Aprés oder einer Mischung aus allem stehst. Dieser Vergleich nimmt sieben der wichtigsten Snowboard-Spots Europas unter die Lupe — alle Daten Saison 2025/26.

Sieben Snowboard-Resorts im Vergleich

Wir haben sieben Resorts ausgewählt, die für unterschiedliche Snowboarder-Typen die beste Wahl sind: vom reinen Park-Mekka über das Freeride-Lehrbuch bis zum unterschätzten Allrounder. Die Auswahl deckt vier Länder ab und reicht vom luxuriösen Schweizer Hochpreis-Resort bis zum unkomplizierten Tiroler Aprés-Klassiker.

Laax (Schweiz)

235 Pistenkilometer · 1.100–3.018 m · Tagespass 79 CHF. Die Snowboard-Hauptstadt Europas. Vier Parks (P25, P40, P60, Beginner Park), die mit 220 Metern längste Halfpipe der Alpen, Austragungsort der Laax Open Mitte Januar. Auf dem Crap Sogn Gion (2.252 m) liegt mit der "Freestyle Academy" auch eine Indoor-Trampolin- und Skate-Halle für Trockentraining. Wer Tricks lernen will, kommt hier nicht vorbei.

Avoriaz (Frankreich)

650 km Portes du Soleil · 1.100–2.466 m · Tagespass 62 EUR. Das einzige autofreie Resort der Portes-du-Soleil-Region — die Architektur ist auf Boarder zugeschnitten, breite blaue Pisten, kurze Sessellift-Wege ohne Schlepplifte. Sechs Parks, darunter "The Stash" mit Holz-Features und der Kinder-Park "Lil'Stash". Grenzüberschreitend mit Morzine, Champéry und Les Crosets verbunden.

Saalbach-Hinterglemm (Österreich)

270 Pistenkilometer · 1.003–2.096 m · Tagespass 78 EUR. Skicircus mit lückenlosem Liftnetz — du fährst eine Woche, ohne dieselbe Piste zweimal zu sehen. Zwei Snowparks (Nightpark Hinterglemm für Floodlight-Sessions, Snowpark Leogang im Verbund), aber der wahre Magnet ist die Aprés-Snowboard-Szene: über 200 Hütten, vom Hinterhag bis zur Goassstall. Anfänger-Tauglichkeit hoch, Freeride-Terrain mittel.

St. Anton am Arlberg (Österreich)

305 km Ski Arlberg · 1.304–2.811 m · Tagespass 78 EUR. Backcountry-Mekka mit der Rendl-Beach-Park-Sektion und legendärem Off-Piste-Terrain Richtung Stuben und Sonnenkopf. Aprés rund um Krazy Kanguruh und MooserWirt zählt zu den lautesten der Alpen. Anfänger-tauglich nur auf der Galzig-Seite — unten in St. Anton dominieren rote und schwarze Abfahrten.

Davos-Klosters (Schweiz)

320 Pistenkilometer · 810–2.844 m · Tagespass 82 CHF. Sechs Skigebiete unter einem Pass, schneesicher dank Höhe und Lage am Westwind. Snowpark Jakobshorn ist seit den 1990ern Pflicht in der Schweizer Boarder-Szene, daneben das Pischa-Gebiet als Geheimtipp für ruhige Backcountry-Linien. Davos selbst ist Stadt, kein Bergdorf — wer Aprés sucht, findet es, wer Ruhe sucht, fliegt nach Klosters.

Mayrhofen (Österreich)

148 Pistenkilometer · 630–2.500 m · Tagespass 75 EUR. Heimat des Penken-Parks (sechs Lines, Pro-, Medium- und Beginner-Sektion) und der Harakiri-Piste mit 78 Prozent Gefälle — der steilsten präparierten Piste Österreichs. Anfang April das Snowbombing-Festival mit Live-Acts auf 2.000 Metern. Bestes Anfänger-Park-Programm der Alpen, dazu Aprés-Bezug ohne St.-Anton-Lautstärke.

Verbier (Schweiz)

410 km 4 Vallées · 1.500–3.330 m · Tagespass 89 CHF. Das Freeride-Lehrbuch der Alpen. Vom Mont-Fort (3.330 m) starten Couloirs Richtung Lac des Vaux und Tortin, der Xtreme Verbier auf der Bec des Rosses ist seit 1996 die Schluss-Etappe der Freeride World Tour. Park-Sektion vorhanden, aber sekundär. Hochpreisig, in der Hauptsaison sehr international, Off-Piste ohne Bergführer nur für Erfahrene.

Resort-Vergleich auf einen Blick

Park-Größe, Freeride-Terrain, Anfänger-Tauglichkeit und Aprés sind die vier Kategorien, in denen sich Snowboard-Resorts wirklich unterscheiden. Die Tabelle vergleicht die sieben Spots auf einer Skala von 1 (gering) bis 5 (Spitze) — und nennt die Tagespass-Range für Saison 2025/26.

Resort Snowpark Freeride Anfänger Aprés-Snowboard Tagespass
Laax 5/5 (Halfpipe 220 m, vier Parks) 3/5 4/5 3/5 79 CHF
Avoriaz 5/5 (sechs Parks, "The Stash") 4/5 4/5 4/5 62 EUR
Saalbach 3/5 (Nightpark, Snowpark Leogang) 2/5 5/5 5/5 78 EUR
St. Anton 3/5 (Rendl Beach Park) 5/5 (Stuben, Sonnenkopf, Schindlergrat) 2/5 5/5 78 EUR
Davos-Klosters 4/5 (Jakobshorn-Park) 4/5 (Pischa, Parsenn-Off-Piste) 4/5 3/5 82 CHF
Mayrhofen 5/5 (Penken-Park, sechs Lines) 3/5 (Hochfügen-Anschluss) 5/5 (Beginner-Sektion vorbildlich) 4/5 (Snowbombing April) 75 EUR
Verbier 3/5 (La Chaux Park) 5/5 (Mont-Fort, Bec des Rosses, Tortin) 2/5 4/5 89 CHF

Bewertungen sind Richtwerte aus Park-Datenbank Newschoolers, Freeride-Tour-Daten und Boarder-Foren-Konsens, Saison 2025/26. Tagespässe Erwachsene Hauptsaison ohne Mehrtagesrabatt.

Snowboard-Regionen jenseits der Top-Sieben

Die sieben Resorts oben sind keine vollständige Liste, sondern eine Auswahl mit klarem Profil. Drei weitere Regionen lohnen den Umweg, wenn du das Klassik-Programm satthast.

Pyrenäen — Andorra, Spanien, Frankreich

Die Grandvalira in Andorra ist mit 210 Pistenkilometern das größte Snowboard-Resort der Pyrenäen, Tagespass 56 EUR. Der Snowpark El Tarter steht den österreichischen Parks kaum nach, nur die Höhenmeter sind geringer (1.700 bis 2.640 Meter). Baqueira-Beret in Spanien ist nobler, mit 172 Kilometern Pisten und Tagespass 65 EUR. Geheimtipp ist Astún auf der Nordseite — kleines Resort mit eigener Halfpipe, ruhige Backcountry-Hänge Richtung Pic du Midi d'Ossau, Tagespass unter 50 EUR.

Sierra Nevada — Snowboarden mit Granada-Sonne

Das südlichste große Snowboard-Resort Europas, 32 Kilometer von Granada entfernt, Tagespass 56 EUR. Sulayr Snowpark mit über 50 Obstacles und einer FIS-Superpipe — Austragungsort der Snowboard-WM 2017. Saison Ende November bis Anfang Mai dank der Höhe (2.100 bis 3.300 Meter). Die Mischung aus Vormittags-Boarden und Abend-Tapas in Granada gibt es in keinem anderen europäischen Resort. Direktflüge nach Granada-Jaen oder Malaga ab 80 EUR aus Berlin oder München.

Skandinavien und Bulgarien

Riksgränsen in Schwedisch-Lappland ist Europas nördlichstes Resort, 250 Kilometer nördlich des Polarkreises. Saison Ende Februar bis Mitte Juni — Snowboarden unter der Mitternachtssonne von Mai bis Saisonende, Tagespass 50 EUR. Karge Pisten, dafür endlose Off-Piste-Hänge und ein Banked-Slalom-Kult-Event Mitte Mai. Bansko in Bulgarien hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis Europas: 75 Pistenkilometer im Pirin-Gebirge, Tagespass 35 EUR, Hotel ab 50 EUR pro Nacht, Hauptgericht 8 EUR. Direktflüge Sofia ab 60 EUR machen Wochenend-Trips realistisch.

Snowboard-Equipment und Bord-Wahl

Bord-Wahl, Bindung und Boots hängen vom Fahrertyp ab. Nicht jedes Setup passt für Park, Backcountry und Carving — wer auf einer Reise zwei Welten kombiniert, kompromisst gezielt.

Bord-Typen nach Einsatzzweck

  • Park / Freestyle: Twin-Tip, weicher Flex (3 bis 5 von 10), Camber oder Hybrid-Camber. Empfohlene Marken: Capita, Lib Tech, Salomon. Länge: Schulterhöhe minus 5 bis 10 cm.
  • All-Mountain: Directional-Twin, mittlerer Flex (5 bis 7), Camber dominant. Empfohlene Marken: Burton, Jones, Nitro. Länge: Kinnhöhe.
  • Freeride / Powder: Directional, steifer Flex (7 bis 9), Setback-Stance, Rocker-Camber-Mix. Empfohlene Marken: Jones, Korua, Gentemstick. Länge: Augenhöhe oder darüber.
  • Splitboard (Backcountry): trennbar für Aufstieg, mit Fellen und Harscheisen. Empfohlene Marken: Jones Solution, Voilé, Burton Family Tree. Komplett-Setup ab 1.200 EUR.

Bindung und Boots

Park-Bindungen sind weicher (Flex 3 bis 5), All-Mountain-Bindungen mittelsteif (5 bis 7), Freeride-Bindungen steif (7 bis 9). Boots sollten zum Bord-Flex passen — weicher Park-Boot mit weicher Park-Bindung, harter Freeride-Boot mit steifer Freeride-Bindung. BOA-Schnürung hat sich in den letzten Jahren bei den meisten Marken durchgesetzt, klassische Schnürsenkel bleiben Geschmackssache.

Verleih versus eigenes Setup

Wer drei bis fünf Wochen pro Saison fährt, investiert in eigenes Equipment — Komplett-Setup ab 800 EUR (Bord 350, Bindung 200, Boot 250). Bei zwei Wochen pro Jahr lohnt der Verleih: Tagesgebühr für Park-Setup 35 bis 50 EUR, Wochenpaket 180 bis 250 EUR. Verleih lohnt auch in Saas-Fee oder Tignes für Glacier-Camps, weil du sonst Bord plus Aufstiegs-Equipment im Flieger transportierst.

Events und Saisonkalender

Das europäische Snowboard-Jahr hat einen klaren Rhythmus — wer Event-Atmosphäre sucht, plant um die großen Termine herum.

November und Dezember (Pre-Season)

Saisonstart auf den Gletschern: Saas-Fee, Hintertux, Kitzsteinhorn-Kaprun und Tignes öffnen ab Mitte Oktober — Pre-Season-Camps für Profi- und Junior-Teams laufen bis Anfang Dezember. Der erste komplette Park steht meist Mitte Dezember in Laax. Vor Weihnachten sind die Resorts leer und die Preise unter Hauptsaison-Niveau.

Januar und Februar (Hauptsaison)

Mitte Januar die Laax Open (Snowboard-Weltcup, Slopestyle und Halfpipe, Eintritt für Zuschauer frei). Anfang Februar die Burton European Open in Davos. Karneval und Faschingswochen Mitte Februar bringen die höchsten Preise und vollsten Lifte — wer kann, fährt vorher oder nachher.

März und April (Spätsaison)

Anfang April das Snowbombing-Festival in Mayrhofen — Live-Acts auf 2.000 Metern, fünf Tage durchgehend. Mitte April endet die Saison in den meisten Mittelgebirgsregionen, Hochlagen wie Saas-Fee, Tignes und Verbier laufen bis Anfang Mai weiter. Park-Aufbau im März oft in Bestform.

Mai und Juni (Früh-Sommer)

Mitte Mai der Banked Slalom in Riksgränsen — Kult-Event unter der Mitternachtssonne, Anmeldung über pre-event Lottery. Saas-Fee und Hintertux haben Sommer-Glacier-Saison von Juli bis September.

Geschichte des Snowboardens in Europa

Snowboarden kam in den frühen 1980er Jahren aus den USA nach Europa — der erste europäische Snowboard-Hersteller war 1987 die Firma Nitro, gegründet in Seattle, mit zentraler Vertriebsstruktur ab 1990 in Deutschland und Österreich.

Die Pionier-Phase (1985 bis 1995)

Bis Anfang der 1990er war Snowboarden in vielen Resorts verboten — Lifte hatten "No Snowboard"-Schilder, einige Bahnen liessen Boarder gar nicht erst auf den Sessel. Mit den ersten Profi-Wettbewerben (Burton European Open 1985 in St. Moritz, ISF World Championships 1992 in Zermatt) kam die Anerkennung. Laax öffnete 1989 als eines der ersten grossen Schweizer Resorts komplett für Boarder und installierte 1995 den ersten kommerziellen Snowpark Europas.

Park-Boom und Olympia (1995 bis 2010)

Mit der Aufnahme ins olympische Programm 1998 (Halfpipe und Riesenslalom in Nagano) verschwanden die letzten Lift-Verbote. Die 2000er Jahre brachten den Park-Boom: Avoriaz, Mayrhofen, Saas-Fee und Sierra Nevada bauten ihre Parks aus, Slopestyle wurde 2014 olympische Disziplin. Iouri Podladtchikov gewann 2014 in Sotschi Halfpipe-Gold für die Schweiz — bis heute der bekannteste Schweizer Snowboarder.

Heute — Spezialisierung und Backcountry-Renaissance

Die Resorts haben sich spezialisiert: Laax für Park, Verbier für Freeride, Saalbach für Aprés. Splitboarding und Touren-Snowboarden ist seit den 2010er Jahren stark im Trend, die Freeride World Tour mit der Schluss-Etappe in Verbier ist heute eines der wichtigsten Backcountry-Events weltweit. Boarder und Skifahrer auf den Liften sind seit 2010 etwa gleich verteilt.

Praktische Tipps

  • Mehrtagespass: Sechs-Tagespass spart in fast allen Alpen-Resorts 15 bis 20 Prozent gegenüber sechs einzelnen Tagespässen. Magic-Pass (Schweizer Verbund) kostet 449 CHF für die ganze Saison in 90 Resorts — lohnt ab acht Skitagen.
  • Park-Knigge: einer nach dem anderen am Drop-In, eigene Linie ankündigen, nach dem Sprung sofort zur Seite — wer im Landebereich liegen bleibt, riskiert Verletzungen anderer.
  • + Versicherung: Bergrettung im Backcountry ohne Versicherung kostet 5.000 bis 20.000 EUR. ADAC-Auslandskrankenschutz oder DAV-Mitgliedschaft (110 EUR Jahresbeitrag) decken Bergung in fast allen Alpen-Ländern ab.
  • i LVS-Ausrüstung: Lawinenpiepser, Sonde, Schaufel sind im Backcountry Pflicht — Verleih ab 18 EUR pro Tag. Wer Off-Piste fährt, ohne LVS dabei zu haben, ist nicht nur sich selbst gegenüber fahrlässig, sondern bringt auch Bergretter in Gefahr.
  • Lawinenwarnstufe prüfen: slf.ch für Schweiz, lawinenwarndienst-bayern.de für den Alpenraum. Ab Stufe 3 (erheblich) Off-Piste nur mit Bergführer und LVS-Erfahrung.
  • Wachs-Pflege: Bord nach jedem dritten Tag mit Allround-Wachs heisswachsen lassen — kostet im Verleih 15 bis 25 EUR. Wer es selbst macht, braucht Wachs (12 EUR), Bügeleisen (alt aus dem Haushalt), Schaber und Bürste.
  • Sonnenschutz: auf 2.500 Metern ist die UV-Strahlung doppelt so stark wie auf Meereshöhe, plus Schnee-Reflexion. Sonnencreme LSF 50, Lippenpflege mit LSF und vor allem Schneebrille mit Spiegelung — keine Sonnenbrille, sondern Goggle.
  • 📶 Skipass-App: in Schweiz, Österreich und Frankreich gibt es Apps mit GPS-Tracking, Pistenstatus und digitalem Skipass. Spart Schlange am Schalter, wenn man am ersten Tag online kauft.

Insider-Tipps

Drei Spots und Strategien, die nicht in jedem Reiseführer stehen:

Saalbach am Mittwoch — der Insider-Tag

In Saalbach-Hinterglemm wechselt der Wochenrhythmus der Hotels mittwochs. Die Anreisenden sind noch nicht in den Liften, die Abreisenden räumen Hotels — der Mittwochmorgen ist der ruhigste Lift-Tag der Woche. Wer Mittwochs ohne Liftschlange fahren will, ist um 8:30 am Schattberg Ost und fährt bis elf Uhr ohne Wartezeit. Danach wird es wieder voll.

Avoriaz versus Morzine — die Hotel-Frage

Hotels in Avoriaz sind teurer und die Betten kleiner als in Morzine 1.000 Meter weiter unten — dafür hast du Ski-In/Ski-Out und keine Bus-Fahrt morgens. Wer mit Familie reist, schläft besser in Morzine und fährt morgens den Prodains-Lift hoch (15 Minuten von Tür zu Pistenkante). Wer Park-Sessions plant, braucht Avoriaz: nach 23 Uhr keinen Bus mehr, dafür kurzer Heimweg vom letzten Bier zur Bettstatt.

Verbier ohne Bergführer — der Itinéraire-Hack

Im 4-Vallées-System gibt es markierte Itinéraires (gelb-schwarze Pfeile) — Off-Piste-Routen, die zwar nicht gesichert, aber kontrolliert sind. Tortin und Mont-Fort haben mehrere solche Linien. Wer keinen Bergführer bezahlen will (Tagessatz 600 CHF), kann mit LVS-Ausrüstung und etwas Erfahrung diese Itinéraires fahren. Aber: Die Verantwortung liegt voll bei dir, im Zweifel lieber bei Stufe 3 plus verzichten.

Anschluss-Spots und Region-Kombinationen

Wer einen der Top-Spots gefahren ist, hat oft Lust auf einen Vergleich. Drei Kombinations-Vorschläge für Folge-Trips:

Park-Vergleich: Laax und Mayrhofen

Laax ist die Spitze des Park-Aufbaus, Mayrhofen die zugänglichste Beginner-Sektion. Wer beide Pole kennt, hat das gesamte alpine Park-Spektrum gesehen. Anreise zwischen den beiden: Bahn ab Chur über Salzburg in 8 Stunden, oder Auto über Innsbruck in 6 Stunden.

Freeride-Trio: St. Anton, Verbier und Engelberg

Drei Schweizer und österreichische Freeride-Klassiker — wer in einer Saison alle drei abklappert, hat das Backcountry-Curriculum der Alpen durch. Idealerweise mit Bergführer-Tagen kombiniert (300 bis 600 CHF/EUR pro Tag). Reihenfolge: Verbier im Februar (Pulver-Saison-Höhepunkt), St. Anton im März (länger sonnig), Engelberg für den Galtibergli im April (stabilere Schneedecke).

Saison-Verlängerung: Saas-Fee und Riksgränsen

Saas-Fee mit Allalin-Gletscher (bis September) und Riksgränsen mit Saison bis Mitte Juni geben ein 11-Monats-Fenster. Beide Spots sind atmosphärisch komplett unterschiedlich: Saas-Fee ist alpiner Park-Klassiker mit Coach-Camps, Riksgränsen ist Backcountry-Lappland mit Mitternachtssonne.

HÄUFIGE FRAGEN

Welches ist das beste Snowboard-Resort in Europa für Anfänger?

Mayrhofen in Österreich gilt als zugänglichstes Park-Resort der Alpen — der Penken-Park hat eine separate Beginner-Sektion mit niedrigen Kickern und Mini-Rails, dazu gute Snowboardschulen mit Anfängerkursen ab 220 EUR für drei Tage. Avoriaz ist die Familienalternative mit autofreiem Resort und vielen breiten blauen Pisten.

Welches Resort hat die längste Snowboard-Saison in Europa?

Saas-Fee in der Schweiz mit Allalin-Gletscher hat von Mitte Oktober bis September geöffnet, mit kurzer Pause im Oktober. Riksgränsen in Schwedisch-Lappland fährt von Ende Februar bis Mitte Juni unter der Mitternachtssonne. In Kombination beider Spots ist im europäischen Schnee fast 11 Monate im Jahr Snowboarden möglich.

Wo ist die größte Halfpipe Europas?

In Laax (Schweiz) auf dem Crap Sogn Gion — 220 Meter lang, 6,7 Meter (22 Fuss) Wandhöhe, FIS-zertifiziert. Sie ist der zentrale Wettkampf-Ort der Laax Open Mitte Januar (Snowboard-Weltcup, Slopestyle und Halfpipe). Auch ausserhalb der Wettbewerbe ist die Pipe täglich offen.

Was kostet ein Tagespass in den Top-Snowboard-Resorts Europas?

In Saison 2025/26: Bansko (BG) 35 EUR, Avoriaz (FR) 62 EUR, Sierra Nevada (ES) 56 EUR, Mayrhofen (AT) 75 EUR, St. Anton (AT) 78 EUR, Laax (CH) 79 CHF, Davos (CH) 82 CHF, Verbier (CH) 89 CHF. Mehrtagespässe und Saisonkarten reduzieren die Kosten um 15 bis 30 Prozent.

Welches Resort ist das beste für Backcountry-Snowboarden?

Verbier (CH) gilt als Freeride-Lehrbuch — vom Mont-Fort (3.330 m) starten Couloirs Richtung Tortin und Lac des Vaux, der Bec des Rosses ist Schluss-Etappe der Freeride World Tour. Engelberg-Titlis (CH) mit dem Galtibergli und St. Anton (AT) mit Stuben-Off-Piste sind weitere Top-Adressen. Im Backcountry sind LVS-Ausrüstung (Piepser, Sonde, Schaufel) und idealerweise ein Bergführer Pflicht.

Lohnt sich Snowboarden in Bulgarien oder Bosnien?

Bansko (BG) bietet das beste Preis-Leistungs-Verhältnis Europas: 75 Pistenkilometer, Tagespass 35 EUR, Hotel ab 50 EUR pro Nacht, Hauptgericht 8 EUR — etwa ein Drittel des Schweizer Niveaus. Die Lift-Infrastruktur wurde modernisiert, der Snowpark ist solide. Bosnien (Jahorina, Bjelasnica) ist noch günstiger, aber Lift-Auswahl und Park-Qualität sind kleiner.

Welche Snowboard-Marke wird in europäischen Resorts am häufigsten verliehen?

Im Verleih dominieren Burton, Salomon, Nitro und K2 — alle vier produzieren Park-, All-Mountain- und Anfänger-Modelle. Spezial-Marken wie Jones (Freeride), Capita (Park) und Korua (Carving) sind im Verleih seltener, aber in den Park-Resorts Laax, Mayrhofen und Avoriaz oft gut geführt. Verleih-Tagesgebühr 35 bis 50 EUR für Park-Setup.

Wann ist die beste Zeit für Park-Snowboarden in Europa?

Mitte Januar bis Mitte März. Der Park-Aufbau ist komplett (oft erst ab Anfang Januar), die Tage werden länger (9 bis 11 Sonnenstunden im März), die Liftschlangen sind moderat — vor allem ausserhalb der Schul-Ferienwochen. Hauptsaison-Wochen Karneval und Faschingswochen Mitte Februar bringen die höchsten Preise und vollsten Lifte.

Welche Schnee-Region in Europa hat das höchste Risiko für Saison-Verspätung?

Resorts unter 1.500 Meter Höhe sind am verletzlichsten — also viele Tiroler Talstationen, südeuropäische Resorts und Mittelgebirge in Polen und Tschechien. Schneesicher dank Höhe sind Saas-Fee, Tignes-Val d'Isere, Davos, Verbier, Zermatt — alle mit Pistenoberkante über 3.000 Meter und meist Gletscherbeitrag.

Wie kombiniere ich mehrere Snowboard-Resorts in einer Reise?

Logistisch funktionieren drei Modelle: Auto-Roadtrip durch die Alpen (St. Anton bis Mayrhofen über Innsbruck in 2:30 h, Mayrhofen bis Saas-Fee über Innsbruck-Brig in 5 Stunden), Bahn-Tour für CO2-bewussten Trip (Eurocity Zürich-Chur-Innsbruck-Salzburg) oder ein Standort mit Tagestouren in benachbarte Resorts (Davos als Basis für Klosters, Arosa und Lenzerheide). Eine Wochen-Tour über drei Resorts ist gerade richtig — kürzer wird hektisch.
Was denkst du? Schreib uns deine Meinung in die Kommentare — wir lesen jedes Feedback und antworten gern.
Kommentar schreiben →