Wendland.Elbe glänzt: Gold-Award für nachhaltigen Tourismus
Seit der Gold-Prämierung herrscht hier ein deutlich spürbarer Aufbruch: Regionenpartner, Kommunen und Unternehmer nutzen den Rückenwind, um konkrete Projekte anzustoßen statt nur darüber zu reden. Neu bewilligte Landes- und EU-Mittel fließen in Mobilitäts-Experimente — etwa ein Shuttle-Konzept mit Elektrobussen zwischen kleineren Orten und mehrere E-Bike-Stationen an strategischen Punkten — sowie in eine digitale Besuchersteuerung, die Stoßzeiten sichtbar macht und so Überlastungen auf Wander- und Radwegen vermeiden soll. Mir fällt auf, wie schnell aus guter Absicht praktische Arbeit wird; Du siehst jetzt Planer-Meetings, bei denen konkrete Zeitpläne stehen und provisorische Probebetriebe binnen Wochen starten.
Auf ökologischer Ebene sind frische Partnerschaften mit Hochschulen und Forschungsstellen am Entstehen, die langfristige Monitoring-Programme aufsetzen: Boden- und Wasseruntersuchungen, Vogelkartierungen und Kohlenstoffbilanzen sollen künftig regelmäßig aktualisiert werden. Parallel entsteht ein Fördertopf für regionale Hofläden und Produzenten, damit lokale Lebensmittel stärker in touristische Angebote integriert werden — das stärkt die Wertschöpfung vor Ort und reduziert Transporte. Außerdem laufen Gespräche über eine gemeinsame Strom- und Wärmenetzstrategie zwischen Unterkünften und Landwirten, mit dem Ziel, erneuerbare Energie dezidierter einzubinden; erste Pilotprojekte zur Nutzung von Biogas und Solaraktion auf Scheunendächern sind bereits terminiert.
Die Stimmung unter Einheimischen wirkt erwartungsfroh, aber nicht naiv: Viele wollen Tourismus klug steuern statt ihn blind anzukurbeln. In Workshops zur Besucherführung und nachhaltigen Gästekommunikation lernen Gastgeber neue Tools kennen; gleichzeitig testet eine Arbeitsgruppe ein digitales Ampelsystem für Tagesausflüge, das Reisenden aktuelle Hinweise zu Besucherzahlen, Parkplätzen und Rastplätzen liefert. Internationale Aufmerksamkeit zeigt sich durch Einladungen zu Erfahrungsaustauschen mit anderen ausgezeichneten Regionen — das könnte den Austausch von Best-Practices beschleunigen. Für Dich als Neugierigen heißt das: Die Region investiert gerade in erlebbare, verantwortungsvolle Angebote und gleichzeitig in die Technik und Netzwerke, die diese Angebote vernünftig steuern. Ich persönlich finde die Dynamik spannend — hier entsteht gerade etwas, das nicht nur schön klingt, sondern sichtbar umgesetzt wird. Wenn Du das live erleben willst, plan lieber eine ruhige Jahreszeit ein; dann trifft man die Leute, die das Ganze mit Herzblut voranbringen.



