Weltkriegsbombe legt Gare du Nord lahm
Schock in der Hauptstadt: Reisepläne der Passagiere in der französischen Metropole kurzzeitig durcheinandergeworfen.
Der Gare du Nord in Paris, einer der meistfrequentierten Bahnhöfe Europas, wurde am Freitagmorgen aufgrund des Fundes einer nicht explodierten Weltkriegsbombe aus dem Zweiten Weltkrieg geschlossen. Die Bombe, die etwa einen Meter lang und rund 500 Kilogramm schwer ist, mit 200 Kilogramm Sprengstoff, wurde in der Nähe der Gleise in der Pariser Vorstadt Saint-Denis entdeckt. Diese Entdeckung fand während nächtlicher Wartungsarbeiten statt, in einer Entfernung von etwa 2,5 Kilometern vom Bahnhof. Der gesamte Zugverkehr, sowohl im Fern- als auch im Nahverkehr, wurde vorübergehend eingestellt. Darunter fällt auch der Eurostar, der üblicherweise Paris mit London verbindet. Reisende wurden aufgefordert, ihre geplanten Reisen zu verschieben, und die Ticketänderungen wurden kostenlos angeboten. Verkehrsminister Philippe Tabarot informierte darüber, dass die Störungen den ganzen Tag anhalten könnten, beruhigte jedoch, dass keine unmittelbare Gefahr von der Bombe ausgehe. Neben den Zugverbindungen wurde auch der Autoverkehr erheblich beeinträchtigt, da Abschnitte der Pariser Ringautobahn, bekannt als Périphérique, sowie der Autobahn A1 gesperrt wurden, was zu erheblichen Staus führte. Die Entschärfung der Bombe wird von spezialisierten Kräften der Präfektur übernommen. Reisende sollten sich auf alternative Verkehrsoptionen einstellen, da unklar bleibt, wann der Verkehr wieder aufgenommen wird. Der Gare du Nord spielt eine zentrale Rolle im internationalen Reiseverkehr, indem täglich etwa 700.000 Fahrgäste und jährlich über 225 Millionen Reisende bedient werden.