Savannah liegt im Osten des US-Bundesstaats Georgia, direkt am Savannah River und rund 25 Kilometer vom Atlantik entfernt. Die Stadt wurde 1733 gegründet und gilt als älteste Planstadt Georgias. Heute prägen 22 historische Plätze, große Eichen mit spanischem Moos und Viertel wie der Historic District das Stadtbild. Savannah passt gut zu dir, wenn du kurze Wege, viel Geschichte, gute Küche und ein entspanntes Tempo magst. Für einen ersten Besuch reichen meist zwei bis drei Tage. Wenn du Museen, Food-Touren und Ausflüge an die Küste einbauen willst, plane besser vier Nächte ein.

Die wichtigsten Orte und Plätze in Savannah

Savannah lebt von ihrem Raster aus Straßen und Plätzen. Das macht die Stadt sehr gut zu Fuß erlebbar. Du läufst selten weit, bevor der nächste Park, ein altes Herrenhaus oder ein Café kommt.

Forsyth Park

Der Forsyth Park ist mit rund 30 Hektar die größte Grünfläche im Historic District. Bekannt ist er für den weißen Springbrunnen, breite Wege und die langen Baumreihen mit spanischem Moos. Morgens joggen hier Einheimische, später kommen Familien, Picknickgäste und Fotografen. Wenn du nur einen Park in Savannah sehen willst, dann diesen.

Chippewa Square

Der Chippewa Square gehört zu den bekanntesten Plätzen der Stadt. Viele kommen wegen der Filmkulisse, aber der Platz lohnt auch ohne Filmbezug. Rundherum stehen historische Häuser, und die Bänke im Schatten sind an warmen Tagen willkommen. Für einen ruhigen Stopp zwischen zwei Museumsbesuchen ist er gut geeignet.

Savannah River Street

Die River Street verläuft direkt am Wasser und ist einer der belebtesten Abschnitte der Innenstadt. Früher lagen hier Lagerhäuser, heute sitzen dort Läden, Bars und Restaurants. Du blickst auf den Fluss, auf vorbeiziehende Schiffe und auf die Brücke Richtung South Carolina. Am späten Nachmittag ist hier viel los, abends wird es noch lebhafter.

Cathedral of St. John the Baptist

Die Kathedrale in der Lafayette Square Area ist eines der auffälligsten Bauwerke in Savannah. Die zwei Türme und das Innere mit reich verzierten Fenstern machen sie zu einem klaren Pflichtstopp für Architekturfans. Der Besuch dauert nicht lange, bleibt aber hängen, weil der Kontrast zu den niedrigen Häusern im Viertel groß ist.

Anreise und Erreichbarkeit

Savannah liegt gut für eine Städtekombination an der US-Ostküste. Viele Reisende verbinden den Aufenthalt mit Charleston, Jekyll Island oder den Stränden von Tybee Island. In der Stadt selbst brauchst du oft kein Auto, im Umland aber schon.

Mit dem Auto

Aus Richtung Norden kommst du meist über die I-95 und die I-16 nach Savannah. Innerhalb der Stadt führt vieles über die Highway-Anbindungen zum Historic District und zum Riverfront-Bereich. Wenn du an der Küste unterwegs bist, ist ein Mietwagen praktisch, vor allem für Tybee Island, Wormsloe Historic Site oder Ausflüge in die Marshlands. Parken im Zentrum ist möglich, aber nicht überall günstig oder direkt vor der Tür.

Mit der Bahn / dem ÖPNV

Der Amtrak-Bahnhof Savannah liegt außerhalb der eigentlichen Altstadt. Mit dem Taxi oder einem Ride-Share bist du danach schnell im Historic District. Vor Ort fährt der kostenlose DOT Shuttle durch Teile der Innenstadt und ist für kurze Wege nützlich. Für viele Besucher bleibt aber das Laufen die einfachste Lösung.

Mit dem Flugzeug

Am bequemsten ist der Savannah/Hilton Head International Airport. Von dort dauert die Fahrt in die Innenstadt je nach Verkehr meist etwa 20 bis 25 Minuten. Alternativ wird auch über Charleston oder Jacksonville gereist, das ist aber meist nur sinnvoll, wenn du die Strecke ohnehin als Rundreise planst.

Vor Ort bewegen / Parken

Im Historic District kommst du gut zu Fuß voran. Für längere Strecken helfen Taxi, Uber oder Lyft. Parkhäuser und Straßenparkplätze gibt es in der Innenstadt, aber die Auslastung steigt an Wochenenden und zu Festivalzeiten. Wenn du mehrere Tage bleibst, ist eine Unterkunft mit Parkmöglichkeit praktisch.

Hamburgca. 8.000 kmFlug mit Umstieg, meist ab 11 h
Berlinca. 7.900 kmFlug mit Umstieg, meist ab 11 h
Münchenca. 7.600 kmFlug mit Umstieg, meist ab 10 h 30 min
New Yorkca. 1.200 kmInlandsflug oder längere Autostrecke
Charlestonca. 170 kmFahrt über die I-95, etwa 2 h

Die Highlights von Savannah im Überblick

Historic District zu Fuß

Der Historic District ist der beste Einstieg in Savannah. Du siehst Plätze, Wohnhäuser, kleine Museen und Cafés auf engem Raum. Für den ersten Tag reicht ein Rundgang völlig aus. Am Morgen ist es ruhiger, am späten Nachmittag werden die Schatten unter den Eichen besonders angenehm.

Historische Häuser besichtigen

Das Owens-Thomas House und das Juliette Gordon Low Birthplace zeigen zwei sehr unterschiedliche Seiten der Stadtgeschichte. Das eine steht für frühe Architektur und Hauskultur, das andere für bürgerliche Stadtgeschichte und Frauenbiografien. Für beide lohnt sich ein Zeitfenster von mindestens einer Stunde.

Kulinarische Tour durch die Altstadt

Food-Touren sind in Savannah beliebt, weil du dabei klassische Gerichte und neue Küchenideen direkt vergleichen kannst. Typisch sind Shrimp and Grits, Fried Green Tomatoes, Lowcountry Boil und Eis bei Leopold''s. Viele Touren laufen abends oder am frühen Nachmittag.

Tagesausflug nach Tybee Island

Tybee Island liegt östlich von Savannah und bringt dich an den Atlantik. Dort gibt es breite Strände, einen Leuchtturm und eher lockere Strandtage als große Seebäder. Für einen halben oder ganzen Tag ist das ein guter Kontrast zur Stadt.

Wormsloe Historic Site

Die Eichenallee bei Wormsloe ist eines der bekanntesten Fotomotive der Region. Die Anlage liegt südöstlich der Innenstadt und passt gut in einen halben Ausflugstag. Wenn du gern historische Orte mit viel Grün magst, ist das ein guter Zusatzstopp.

Geistertour am Abend

Ghost Tours gehören in Savannah fast zum Standardprogramm. Die Stadt hat genug alte Häuser, Legenden und nächtliche Atmosphäre, damit sich so ein Rundgang lohnt. Viele Touren starten im Historic District und dauern rund 90 Minuten bis zwei Stunden.

Vergleich: Welche Savannah-Station passt zu dir?

Kriterium
Forsyth Park
Chippewa Square
River Street
Cathedral of St. John the Baptist
Tybee Island
Atmosphäre
Viel Grün, offen, ruhig am Vormittag
Kompakt, historisch, eher städtisch
Lebhaft, direkt am Wasser
Ruhig, sakral, architektonisch stark
Strandig, locker, weniger formal
Dauer
30 bis 90 Minuten
15 bis 45 Minuten
1 bis 2 Stunden
30 bis 60 Minuten
Halber bis ganzer Tag
Am besten für
Picknick, Spaziergang, Joggen
Filmfans, kurze Pause
Essen, Bummeln, Abendstimmung
Architektur, Ruhe, Kultur
Strandtag, Baden, Leuchtturm
Anreise
Zu Fuß aus dem Historic District
Zu Fuß oder per Taxi
Zu Fuß, nahe Downtown
Zu Fuß oder per Taxi
Mit dem Mietwagen
Kosten
Gratis
Gratis
Gratis, Ausgaben für Essen und Shops
Meist kostenloser Besuch, Spenden willkommen
Strandzugang oft kostenlos, Parkplatz teils kostenpflichtig

Savannah lässt sich gut in Bausteine teilen. Wenn du wenig Zeit hast, kombiniere Forsyth Park, einen Platz im Historic District und die River Street. Für einen zweiten Tag passt dann Tybee Island oder Wormsloe.

Geschichte und Charakter von Savannah

Savannah wurde 1733 von James Oglethorpe gegründet und war als Siedlung mit klarem Raster geplant. Diese frühe Stadtplanung ist bis heute sichtbar. Die 22 Plätze sind nicht nur hübsche Grüninseln, sondern Teil eines Systems, das die Stadt ordentlich und übersichtlich hält. Genau das macht Savannah für Besucher so angenehm. Du verlierst dich hier nicht schnell, sondern findest dich recht gut zurecht.

Zur Stadtgeschichte gehört auch ein dunkles Kapitel. Savannah war eng mit Sklaverei, Baumwollhandel und dem Wohlstand der Plantagenwirtschaft verbunden. Das ist heute an vielen Stellen thematisiert, etwa in Museen und Gedenkorten. Wenn du Savannah besuchst, bekommst du deshalb nicht nur Südstaatenfassaden, sondern auch einen ehrlichen Blick auf die widersprüchliche Vergangenheit der Stadt. Gerade das macht den Besuch inhaltlich so stark.

Der Bürgerkrieg brachte Einschnitte, später folgten Wiederaufbau und Tourismus. Viele Häuser blieben erhalten, weil Savannah im Vergleich zu anderen Städten nicht stark zerstört wurde. Das erklärt, warum du heute so viele originale Straßenzüge, Plätze und Gebäude sehen kannst. Wer alte Stadtbilder mag, bekommt hier sehr viel Substanz auf engem Raum.

Essen und Trinken in Savannah

In Savannah geht es kulinarisch deutlich über Touristenessen hinaus. Die Stadt ist bekannt für Südstaatenküche, Lowcountry-Gerichte und moderne Lokale, die mit regionalen Produkten arbeiten. Fried Green Tomatoes, Shrimp and Grits, Collard Greens, Biscuits und Seafood gehören zu den Klassikern. Dazu kommen Eisdielen, Bäckereien und Bars mit langer Tradition.

Ein Name, der oft fällt, ist Mrs. Wilkes' Dining Room. Dort wird im Familienstil serviert, ohne viel Inszenierung, aber mit klarer Ausrichtung auf Hausmannskost aus dem Süden. The Grey steht für die modernere Seite der Stadt und setzt auf kreative Küche in einem historischen Gebäude. Leopold''s Ice Cream ist für viele der einfache, süße Abschluss nach einem langen Stadttag. Wenn du gern isst, solltest du dafür mehr Zeit einplanen als in vielen anderen Städten.

Übernachten in Savannah

Für die erste Reise sind Unterkünfte im oder nahe dem Historic District am sinnvollsten. Dann bist du zu Fuß bei den Plätzen, Museen und vielen Restaurants. Besonders praktisch sind Hotels mit Parkplätzen, weil du sonst in der Innenstadt extra planen musst. Wenn du es ruhiger magst, ist auch ein Haus etwas außerhalb der Altstadt eine gute Wahl, solange es gut angebunden ist.

Typische Profile sind historische Boutique-Hotels in alten Gebäuden, komfortable Mittelklassehotels am Rand des Historic District und kleine Häuser mit Innenhof. Für Familien ist eine Lage mit Parken und Frühstück oft wichtiger als ein großes Spa. Paare greifen gern zu den Boutique-Optionen mit Balkon, Veranda oder Blick auf die Plätze. Wenn du länger bleibst, achte auf eine gute Klimaanlage, denn die Sommer in Georgia werden heiß und feucht.

Praktische Tipps für Savannah

  • Parken vorher prüfen

    Im Historic District sind Stellplätze nicht überall einfach und oft kostenpflichtig. Ein Hotel mit Parkplatz spart dir Zeit und Nerven, vor allem am Wochenende.

  • Früh starten

    Zwischen April und Oktober wird es schnell heiß und feucht. Für Spaziergänge durch die Plätze ist der Morgen meist die beste Zeit.

  • Plätze statt langer Listen

    Plane Savannah nicht über zu viele Einzelsehenswürdigkeiten. Ein schöner Mix aus drei Plätzen, einem Haus und einem Restaurant funktioniert oft besser als ein voller Pflichtkatalog.

  • iTybee Island als Gegenpol

    Wenn dir die Stadt nach zwei Tagen zu dicht wird, fährst du ans Meer. Der Strand bringt sofort mehr Luft in den Reiseplan.

  • Wege gut wählen

    Viele Teile des Historic District sind zu Fuß angenehm, aber das Pflaster kann unruhig sein. Mit Rollstuhl oder Kinderwagen sind breite Gehwege und Parks die entspanntere Wahl.

  • Führungen vorab buchen

    Beliebte Food-Touren, Hausbesichtigungen und Geistertouren sind oft ausgebucht, besonders rund um Feiertage und im Frühjahr. Früh reservieren hilft.

  • Wetter im Blick behalten

    Sommergewitter kommen in Georgia schnell. Ein leichter Regenschutz ist nützlicher als ein dicker Schirm, weil du viele Wege zu Fuß gehst.

Insider-Tipps

3-Phasen-Plan für Savannah

  1. Tag 1

    Tag 1 — Historic District

    Starte mit einem Spaziergang durch Forsyth Park, Chippewa Square und die umliegenden Straßen. Danach passt ein Museumsbesuch oder ein historisches Haus. Am Abend gehst du zum Essen in ein Lokal mit Südstaatenküche.

  2. Tag 2

    Tag 2 — Kulinarik und Fluss

    Nutze den Vormittag für eine Food-Tour oder eine Cafépause. Danach geht es an die River Street und an den Savannah River. Wenn du Lust auf einen ruhigen Abschluss hast, bleibt Zeit für eine Geistertour.

  3. Tag 3

    Tag 3 — Küste oder Wormsloe

    Wähle Tybee Island für Strand und Meer oder Wormsloe für Allee, Geschichte und Grün. Beide Ziele funktionieren gut als Tagesausflug. So bekommst du nach der Stadt noch eine zweite Seite der Region zu sehen.

  4. Tag 4

    Tag 4 — Vertiefung

    Wenn du länger bleibst, nimm dir ein zweites Museum, mehr Zeit für Architektur oder einfach einen langsamen Parktag. Savannah eignet sich gut zum Runterfahren. Genau das macht die Stadt für viele Reisende so angenehm.