Neue EU-Regeln ab 2026: So musst du deine Ferienwohnung registrieren
Seit kurzem geht’s bei der Umsetzung der EU-Regeln für Kurzzeitvermietung merklich in die heiße Phase: Kommunen und IT-Firmen basteln an Registrierungsportalen, Lobbygruppen feilen an Forderungen, und bei Gastgebern schnürt sich so manchem der Hals — aus Sorge vor zusätzlichem Aufwand und Datenchaos. Ich war letzte Woche auf einer Infoveranstaltung und war überrascht, wie unterschiedlich die Antworten ausfallen: Manche Behörden zeigen sich pragmatisch und testen schlanke Formulare, andere planen komplexe Schnittstellen, die erst noch programmiert werden müssen. Das Ergebnis: Verwirrung statt Klarheit, zumindest vorerst.
Technisch geht's mittlerweile richtig an die Substanz. Entwickler talken über standardisierte Schnittstellen, Datenschemata und Prüfalgorithmen, damit Plattformen und lokale Systeme später miteinander sprechen können. Parallel dazu laufen heftige Datenschutz‑Diskussionen: Wie lange dürfen Buchungsdaten gespeichert werden? Welche Angaben müssen pseudonymisiert werden? In Gesprächen mit Datenschutzbeauftragten hörte ich oft das Wort „Verhältnismäßigkeit“ — und das klingt gut, ist aber in der Praxis ein ziemlicher Flickenteppich. Kleinvermieter sorgen sich, weil sie nicht wissen, wer später ihre Buchungsdetails einsehen darf und wie sicher die Server eigentlich sind.
Politisch rumort es ebenfalls. Auf Bundes- und Landesebene werden Förder‑ und Kostenfragen verhandelt: Wer zahlt für die IT‑Anbindung der kleinen Gemeinden? Manche Städte fordern Zuschüsse, andere setzen auf Eigenentwicklung — das erzeugt Frust bei Leuten, die nur eine Handvoll Feriengäste pro Jahr haben. Gleichzeitig formieren sich Petitionen und juristische Vorstöße: Rechtsanwälte prüfen bereits, ob kommunale Zusatzauflagen über das Ziel hinausschießen. Mir kommt das vor wie ein klassisches Hase‑und‑Igel‑Rennen: Die Politik stampft Regeln aus, die Verwaltung holt sich technische Antworten, und die Gerichte könnten das Ganze zum größten Teil wieder entwirren.
Was heißt das konkret für dich als Gastgeber? Keine Panik, aber Augen offenhalten. Es macht Sinn, sich jetzt mit den Tools auseinanderzusetzen, die zur Vernetzung angeboten werden, und Lieferanten zu fragen, ob ihre Lösungen später kompatibel sind. Ich habe mit einigen jungen Softwarefirmen gesprochen: Viele versprechen Plug‑and‑Play‑Anbindungen, manche verlangen allerdings monatliche Gebühren, die sich bei ein, zwei Objekten kaum rechnen. Ein guter Tipp von einem erfahrenen Vermieter auf der Messe: Leg dir eine einfache Dokumentenmappe an — digital oder auf Papier — mit Belegen zu Reparaturen, Mietverträgen und Gästebestätigungen. Wenn es später strengere Kontrollen gibt, bist du nicht derjenige, der hektisch Unterlagen zusammensuchen muss.
Kurzum: Die Grobrichtung steht, aber an Details wird weiter gefeilt. Für Unruhe sorgen die vielen lokalen Lösungen und die anhaltende Datenschutz‑Debatte. Ich bleibe dran und werde die Entwicklungen beobachten — und wenn du magst, halte ich dich auf dem Laufenden mit den wirklich relevanten Änderungen, sobald aus Theorie Praxis wird.




