Mauritius liegt im südwestlichen Indischen Ozean, rund 2.000 Kilometer vor der afrikanischen Küste, und ist vor allem für seine Lagunen, Korallenriffe und den Mix aus Badeurlaub, Natur und Kultur bekannt. Die Insel ist etwa 2.040 Quadratkilometer groß und damit gut in einer zwei- bis dreiwöchigen Reise zu erkunden. Für Strandtage, leichte Wanderungen und Ausflüge in den Süden oder Westen passt Mauritius besonders gut. Wenn Du warme Temperaturen, klares Wasser und kurze Wege zwischen Meer, Bergen und Märkten suchst, bist Du hier richtig.
Strände auf Mauritius: wo sich die Insel am besten anfühlt
Mauritius hat keine endlose Strandlinie wie ein Kontinent, aber die Insel bietet viele klare Favoriten. Im Westen und Norden liegen die bekanntesten Badeorte mit ruhigem Wasser in den Lagunen. Im Osten wird der Wind kräftiger, im Süden wird die Küste rauer und leerer. Genau das macht die Insel spannend: Du kannst an einem Tag in einer geschützten Bucht baden und am nächsten an einer offenen Küste stehen, an der die Wellen deutlich mehr Druck haben.
Trou aux Biches
Der Strand von Trou aux Biches im Nordwesten ist einer der bequemsten Strände für einen klassischen Badeurlaub. Das Wasser bleibt oft ruhig, das Ufer fällt sanft ab, und die Lagune eignet sich gut für Familien mit Kindern. Hier findest Du kurze Wege zu Cafés, kleinen Restaurants und Unterkünften. Wenn Du mit Kindern reist oder einfach ohne großes Drumherum ins Wasser willst, ist das ein sehr praktischer Strand.
Flic en Flac
Flic en Flac an der Westküste ist lang, breit und abends oft belebt. Der Strand zieht Einheimische und Urlauber an, vor allem wegen des flachen Wassers und der guten Sonnenuntergänge. Tagsüber wird geschwommen, geschnorchelt und mit dem Boot hinausgefahren. Am späten Nachmittag wird die Promenade voller, und es gibt mehr Bars und Imbissstände als an vielen anderen Stränden der Insel.
Belle Mare
Belle Mare an der Ostküste ist ein guter Ort, wenn Du Platz und Ruhe suchst. Der Strand zieht sich über mehrere Kilometer, und in der Nebensaison wirkt er oft fast leer. Das Wasser ist hier nicht immer so glatt wie im Westen, dafür ist die Küste offen und weit. Wer gern morgens spazieren geht oder lange Strandabschnitte mag, fühlt sich hier meist wohl.
Le Morne
Le Morne am Südwesten verbindet Strand und Landschaft sehr direkt. Der lange Sandstreifen liegt vor dem markanten Berg Le Morne Brabant, der zum UNESCO-Welterbe zählt. Die Bucht ist für Kitesurfer interessant, weil hier oft verlässlicher Wind weht. Wer lieber badet, schaut vorher auf Wind und Wasserstand, denn der Ort lebt mehr von seiner Lage und dem Panorama als von einer geschützten Lagune.
Blue Bay
Blue Bay im Südosten ist vor allem für Schnorcheln bekannt. Das Meer gehört zum Marine Park, und bei ruhigem Wetter siehst Du schon im flachen Wasser viele Fische und Korallenbereiche. Der Strand selbst ist kleiner als die großen Klassiker im Westen, aber für einen halben Tag oder einen Badestopp passt er sehr gut. Früh am Tag ist das Licht besser und das Wasser meist klarer.
St. Félix und Gris Gris
Im Süden wird die Küste dramatischer. St. Félix und der Bereich um Gris Gris zeigen eine andere Seite von Mauritius: weniger Lagune, mehr Wellen, mehr Felsen. Baden ist dort nur an geschützten Stellen sinnvoll. Dafür bekommst Du Landschaft statt Badebecken. Wer den Kontrast zur ruhigen Westküste sehen will, sollte den Süden unbedingt mitnehmen.
Aktivitäten auf Mauritius: was sich wirklich lohnt
Schnorcheln im Blue Bay Marine Park
Im Marine Park bei Blue Bay geht es vor allem um kurze Bootstouren und ruhiges Wasser an windarmen Tagen. Die Unterwasserwelt ist hier zugänglich, auch wenn Du kein Tauchprofi bist. Am besten buchst Du morgens, weil das Wasser dann oft klarer ist.
Wandern im Black River Gorges National Park
Der größte Nationalpark der Insel bietet markierte Wege, Aussichtspunkte und dichten Wald. Beliebt sind Touren zu Wasserfällen und auf Hügelrouten mit Blick über das Hochland. Für Wanderungen lohnt sich festes Schuhwerk, und nach Regen können die Wege rutschig sein.
Kitesurfen in Le Morne
Le Morne gilt als einer der besten Spots auf Mauritius für Kitesurfer. Der Wind ist vor allem in der trockeneren Saison zuverlässig, und die Lagune bietet viel Platz. Wenn Du anfangen willst, findest Du dort mehrere Schulen und Verleiher direkt in Strandnähe.
Ausflug nach Chamarel
Chamarel verbindet Wasserfall, Hügel und die bekannte Erde in mehreren Farbtönen. Der Ort ist kein Tagesfüllprogramm, aber ein guter Stopp auf einer Südtour. Plane dafür lieber mit einem Mietwagen oder einer organisierten Tour, weil die Wege kurvig sind.
Marktbesuch in Port Louis
Der Zentralmarkt in Port Louis ist stark auf Alltag statt Souvenirshow ausgelegt. Obst, Gewürze, Snacks und kleine Küchenstände machen den Besuch interessant. Wer mauritisches Essen und den direkten Kontakt zum Stadtleben sucht, bekommt hier einen schnellen Eindruck.
Bootstouren zu Inseln und Lagunen
Rund um Mauritius werden viele Halbtagestouren angeboten, etwa zu kleinen Inseln, Schnorchelplätzen oder für Sonnenuntergangsfahrten. Die Angebote unterscheiden sich stark nach Route und Bootstyp. Vor allem an der West- und Nordküste findest Du viele Abfahrten.
Die besten Naturerlebnisse auf der Insel
Wer Mauritius nur über den Strand kennt, verpasst einen großen Teil der Insel. Im Inneren liegen Wälder, Basaltlandschaften, Wasserfälle und Höhlen. Dazu kommt das Hochland mit kühlerer Luft und weiterem Blick. Die Insel ist klein genug für Tagesausflüge, aber groß genug, dass Du Dich immer wieder auf neue Landschaften einstellst.
Black River Gorges National Park
Der Black River Gorges National Park ist das wichtigste Schutzgebiet auf Mauritius. Er liegt im Südwesten der Insel und umfasst dichte Wälder, Schluchten und mehrere Aussichtspunkte. Hier wachsen endemische Pflanzen, und mit Glück siehst Du seltene Vögel. Für den Einstieg eignen sich kurze Rundwege, aber auch längere Touren sind möglich.
Chamarel und die Siebenfarbige Erde
Chamarel ist einer der bekanntesten Ausflüge auf Mauritius. Die farbigen Erden sind ein geologisches Kuriosum, das besonders bei trockenerem Wetter gut wirkt. Dazu kommt der Chamarel-Wasserfall, der sich in die Tiefe stürzt und oft mit demselben Ausflug kombiniert wird. Wenn Du wenig Zeit hast, reicht ein halber Tag.
Le Morne Brabant
Le Morne Brabant ist mehr als nur ein schöner Berg. Der Aufstieg ist machbar, aber nicht ohne Kondition, und oben wartet ein weiter Blick über Lagune und Küste. Der Berg gehört auch zur Geschichte der Insel, weil er eng mit der Vergangenheit der Sklaverei verbunden ist. Wenn Du Kultur und Natur verbinden willst, ist das einer der stärksten Orte auf Mauritius.
Pamplemousses Botanical Garden
Der Botanische Garten im Norden ist ein guter Stopp für alle, die Pflanzen mögen und lieber gemütlich unterwegs sind. Berühmt ist er für seine Seerosenbecken und alte Bäume. Der Garten ist kein Ersatz für Naturwanderungen im Süden, aber ein einfacher und angenehmer Ausflug, wenn Du in der Nordhälfte der Insel wohnst.
Kultur auf Mauritius: Märkte, Feste und Alltag
Die Kultur auf Mauritius ist im Alltag überall sichtbar. Auf der Insel leben Menschen mit indischen, afrikanischen, chinesischen und europäischen Wurzeln. Das prägt Sprache, Essen, Feste und Religion. Du merkst das nicht nur in Tempeln, Kirchen und Moscheen, sondern auch beim Mittagessen am Straßenrand oder beim Einkauf auf dem Markt.
Port Louis als Kulturort
Port Louis ist der beste Ort, wenn Du mauritischen Alltag erleben willst. Zwischen Markt, Uferpromenade und kleinen Straßenläden ist viel los, ohne dass die Stadt auf Hochglanz poliert wirkt. Wer nur Strand und Resort sieht, bekommt hier den Gegenpol dazu. Besonders interessant sind Gewürzstände, Snack-Verkäufer und kleine Gassen mit kolonialen Gebäuden.
Religion und Feste
Auf Mauritius werden verschiedene Feste im Jahreslauf sichtbar gefeiert. Diwali ist auf der ganzen Insel präsent, außerdem spielen chinesisches Neujahr, tamilische Feste und christliche Feiertage eine Rolle. Für Besucher ist das angenehm, weil viele Feste nicht streng abgeschottet wirken. Du bekommst also nicht nur Fotos, sondern echte Alltagsbezüge.
Sega, Musik und Begegnungen
Sega gehört zu Mauritius wie Strand und Currys. Die Musik und der Tanz sind eng mit der Inselgeschichte verbunden. Oft hörst Du Sega bei Veranstaltungen, in Hotels oder auf Festen. Wenn Du die Kultur nicht nur anschauen willst, sondern erleben, geh auf kleinere Veranstaltungen statt nur in große Shows.
Essen auf Mauritius: was Du probieren solltest
Die Küche von Mauritius ist einfach einer der wichtigsten Gründe für eine Reise. Sie ist würzig, oft unkompliziert und stark vom Straßenverkauf geprägt. Gute Adressen erkennst Du nicht immer an der Fassade, sondern eher daran, dass Einheimische dort anstehen. Besonders praktisch ist, dass Du viele Gerichte schnell und günstig probieren kannst.
Streetfood und Snacks
Dholl Puri ist der Klassiker unter den mauritischen Snacks. Dazu kommen Samosas, Gato Piment und Mine Frit. Diese Gerichte bekommst Du an vielen Ständen, oft sehr günstig und direkt auf die Hand. Wenn Du die Insel kulinarisch verstehen willst, fang genau hier an.
Fisch, Meeresfrüchte und Currys
Frischer Fisch ist an der Küste weit verbreitet, und viele Restaurants arbeiten mit einfachen Zubereitungen statt großer Kücheninszenierung. Dazu kommen Currys, Rougaille und Biryani, die deutlich von indischen und kreolischen Einflüssen geprägt sind. In Strandorten wie Flic en Flac oder Grand Baie sitzt Du dafür oft mit Blick aufs Wasser, aber die beste Küche findest Du nicht zwingend in den teuersten Häusern.
Getränke und Süßes
Alouda, ein kaltes Getränk mit Milch und Basilikumsamen, ist an warmen Tagen eine gute Pause. Bei Süßem lohnt sich Gâteau Patate oder einfach ein Stopp an einem kleinen Marktstand. Wenn Du gern probierst, ist Mauritius kein Ort für eine einzige Küche, sondern für viele kurze Entdeckungen.
Unterkunft auf Mauritius: wo Du am besten schläfst
Die Wahl der Unterkunft hängt stark davon ab, was Du auf der Insel vorhast. Wer nur baden will, nimmt meist den Norden oder Westen. Wer Ausflüge plant, sollte auf kurze Wege und einen Mietwagen setzen. Familien achten auf flache Strände und ruhige Lagunen, Aktivurlauber eher auf gute Lage zwischen Küste und Inland.
Für Familien
Familienfreundlich sind vor allem Orte mit ruhigem Wasser, flachem Einstieg und wenig Wellen. Trou aux Biches und Teile von Grand Baie werden dafür oft gewählt. Wichtiger als ein großer Namen ist oft die Lage am Strand und die Frage, ob Du Supermarkt, Arzt und Restaurants in Reichweite hast.
Für Paare
Paare, die Ruhe suchen, wählen gern den Westen außerhalb der ganz dichten Zentren oder den Südwesten bei Le Morne. Dort sind Sonnenuntergänge und Lagunen oft die stärksten Argumente. Wenn Du etwas mehr Abgeschiedenheit willst, schau eher nach kleineren Boutiquehotels als nach großen Anlagen.
Für Natururlauber
Wer wandern, fahren und viel sehen will, übernachtet idealerweise nicht nur an der Küste. Eine Unterkunft im Südwesten oder in der Nähe des Hochlands spart Fahrzeit zu Nationalpark, Chamarel und Le Morne. Dann musst Du für jeden Ausflug nicht einmal die halbe Insel queren.
Reisezeit, Wetter und Planung
Die beste Reisezeit für Mauritius liegt meist zwischen Mai und Dezember. Dann ist es trockener, die Temperaturen sind angenehm, und die Luftfeuchtigkeit ist niedriger als im Südsommer. Von Januar bis März wird es heißer und feuchter, außerdem steigt das Risiko für tropische Stürme. Für Badeurlaub ist die Insel fast ganzjährig geeignet, aber für Ausflüge und Wandern sind die kühleren Monate deutlich angenehmer.
Anreise und Erreichbarkeit
Mauritius liegt weit draußen im Indischen Ozean. Die Anreise läuft fast immer über den Sir Seewoosagur Ramgoolam International Airport bei Plaine Magnien im Südosten der Insel. Vor Ort lohnt sich ein Mietwagen für Ausflüge, für reine Badeferien reichen oft Taxi und Transfers. Die Straßen sind außerhalb der Städte meist gut fahrbar, aber Du solltest auf Linksverkehr und teils längere Fahrzeiten eingestellt sein.
Mit dem Auto
Direkt auf die Insel kommst Du natürlich nicht mit dem Auto, aber vor Ort ist ein Mietwagen für Rundfahrten sehr praktisch. Vom Flughafen erreichst Du den Südosten und den Osten schnell, nach Port Louis, Flic en Flac oder Le Morne brauchst Du je nach Verkehr deutlich länger. Wenn Du mehrere Küsten und den Süden sehen willst, ist ein Wagen die flexibelste Lösung.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Eine Fernbahn gibt es auf Mauritius nicht. Zwischen einigen Orten verkehren Busse, aber sie sind für Urlauber eher langsam und weniger planbar als ein Mietwagen oder Taxi. Für Tagesausflüge in abgelegene Naturgebiete ist der ÖPNV kaum die beste Wahl.
Mit dem Flugzeug
Internationale Flüge landen am MRU bei Plaine Magnien. Ab Deutschland gibt es in der Regel keine kurzen Direktverbindungen von jedem Flughafen aus, deshalb spielen Umstiege oft eine Rolle. Wenn Du die Flugzeit und Umstiegsdauer zusammenrechnest, solltest Du für die Anreise einen Reisetag einplanen.
Vor Ort bewegen / Parken
Vor Ort ist das Auto auf Mauritius erlaubt und nützlich. In touristischen Orten findest Du meist Parkplätze an Stränden, Aussichtspunkten und bei größeren Attraktionen. In Port Louis ist das Parken enger und teilweise mühsamer, deshalb lohnt sich dort Taxi oder ein früher Start.
Welche Region auf Mauritius passt zu Dir?
Die Tabelle hilft Dir bei der Wahl der Region. Für den ersten Mauritius-Urlaub sind Norden oder Westen meist am einfachsten. Wenn Du Natur und weniger Betrieb willst, sind Süden und Hochland spannender.
Praktische Tipps für Mauritius
- €Streetfood spart Geld
Dholl Puri, Samosas und Mine Frit sind nicht nur günstig, sondern auch ein guter Einstieg in die lokale Küche. In kleinen Ständen isst Du oft besser als in touristischen Restaurants am Strand.
- ✦Früh am Strand sein lohnt sich
Am Morgen ist das Licht klarer, das Wasser oft ruhiger und die Strände sind leerer. Gerade bei Blue Bay und Belle Mare merkst Du den Unterschied deutlich.
- +Ein Mietwagen spart Zeit
Für Chamarel, Le Morne, den Süden und das Hochland ist ein Auto deutlich praktischer als Busse. Die Insel ist klein, aber die Wege werden durch Kurven und Verkehr länger.
- iWind und Wellen immer mitdenken
Im Westen ist das Meer oft ruhiger, im Osten und Süden kann es kräftiger werden. Wenn Du mit Kindern reist oder viel baden willst, hilft das bei der Standortwahl.
- ⌘Ein Ausflug pro Region reicht oft
Die Insel wirkt kompakt, aber jeder Teil hat seinen eigenen Charakter. Nimm Dir lieber Nordwesten, Südwesten und Hochland einzeln vor, statt alles in einen Tag zu pressen.
- ♿Barrierefreiheit ist unterschiedlich
Strände mit flachem Einstieg sind angenehmer als Felsküsten oder steile Wege zu Aussichtspunkten. Vor allem in Naturgebieten lohnt sich vorher ein kurzer Check.
- ☀Die Trockenzeit ist angenehmer für Touren
Von Mai bis Dezember sind Wanderungen und Rundfahrten meist angenehmer als in den feuchteren Sommermonaten. Baden geht dann trotzdem sehr gut.
- ☂Bei Regen lieber Küste statt Hochland
Im Inneren der Insel kann es schneller nass und neblig werden. Wenn das Wetter umschlägt, sind Strand, Markt oder Stadtbesuch oft die bessere Wahl.



