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Lufthansa-Streik: Das musst du jetzt wissen

Check, welche Flüge gecancelt sind, welche Rechte dir zustehen und wie du jetzt schnell umplanst.

Bahnhof mit vielen Reisenden, modernen Warteräumen, Verkaufsständen und einem Zug, der im Hintergrund steht.
Check, welche Flüge gecancelt sind, welche Rechte dir zustehen und wie du jetzt schnell umplanst.

Lufthansa-Streik: Das musst du jetzt wissen

Kurzes Update aus dem Flughafendschungel: Am 12. Februar streikten die Piloten der Vereinigung Cockpit und das Kabinenpersonal von UFO — Lufthansa inklusive Cargo- und CityLine-Einheiten waren betroffen. Das Ergebnis wirkte wie ein doppelter Schlag: Rund 800 Flüge fielen aus und zwischen 70.000 und 100.000 Reisende saßen plötzlich auf gepackten Koffern fest. Besonders übel traf es die großen Hubs; in Frankfurt und München gab es jeweils hunderte Ausfälle, was an manchen Terminals eher an chaotische Festivals als an geordnetes Boarding erinnerte. Ich selbst habe Leute gesehen, die vor Ratlosigkeit fast gelacht haben — so ein Durcheinander ist emotional echt anstrengend.

Hinter dem Ganzen stecken zwei ziemlich unterschiedliche Forderungen. Auf der einen Seite pochen die Piloten auf höhere Beiträge zur betrieblichen Altersversorgung — ein Thema, das bei einem Durchschnittsbezug von knapp 8.400 Euro im Monat ziemlich laut diskutiert wird. Auf der anderen Seite geht es dem Kabinenpersonal um Änderungen am Manteltarifvertrag und um bessere Arbeitsbedingungen insgesamt. Weil die Verhandlungen bisher nicht zum Abschluss kamen, schließen beide Seiten weitere Aktionen nicht aus. Heißt für dich: Die Lage kann kurzfristig neu aufflammen, also Augen offen halten und die Mitteilungen der Gewerkschaften im Blick behalten.

Für Betroffene ist jetzt schnelles, klares Handeln wichtig. Lufthansa hat viele Flüge automatisch umgebucht und innerdeutsche Tickets zum Umtausch in Bahnfahrkarten freigegeben. Falls dein Flug gestrichen wurde, stehen dir Umbuchung oder Ticketrückerstattung zu — Belege aufbewahren, Screenshots machen, E‑Mails herunterladen. Gleichzeitig solltest du wissen: Mitunter beruft sich die Airline auf „außergewöhnliche Umstände“, wodurch eine Ausgleichszahlung nach EU‑Fluggastrecht fraglich werden kann. Trotzdem besteht in der Regel Anspruch auf Betreuung (Essen, Getränke, gegebenenfalls Hotel), solange du am Flughafen festsitzt. Ein kurzer Check bei Konkurrenzairlines wie Ryanair, EasyJet oder Condor kann sich lohnen; viele Flieger externer Anbieter flogen an dem Tag normal weiter. Wer flexibel ist, denkt über Zug, Fernbus oder Leihwagen nach — Geduld ist aber das höchste Gut in solchen Momenten.

Zum Schluss ein paar handfeste Tipps, die ich aus dem Gewusel mitgenommen habe: Prüfe sofort den Status deines Fluges online, ruf die Hotline oder nutze den Chat der Airline, und akzeptiere nicht einfach nur eine automatische Umbuchung, wenn die neue Verbindung für dich unbrauchbar ist. Sammle alle Belege für zusätzliche Kosten (Hotel, Taxi, Bahn), kontaktiere deine Reiseversicherung und notier dir Referenznummern. Nicht ganz unwichtig: Melde dich bei Newsletter‑ oder App‑Warnungen der Airline an, dann kriegst du Änderungen schneller als am Infopoint. Atme tief durch — Stress hilft selten weiter — und denk dran: Manchmal ergibt sich aus so einem Tag voller Ärger eine neue, unerwartete Reisegeschichte.

TH

Thomas Harnisch

Reiseblogger

Thomas Harnisch ist leidenschaftlicher Reiseblogger und Gründer von weloveurlaub.de. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Reisebranche teilt er seine Expertise und Insider-Tipps, um Ihnen unvergessliche Urlaubserlebnisse zu ermöglichen. Mehr über Thomas →
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