Der Hardangerfjord liegt in Westnorwegen südöstlich von Bergen und gehört zu den Fjorden, die Du gut als Rundreise-Baustein einplanen kannst. Die Region ist bekannt für Obstplantagen, kurze Wege zwischen Fjord, Wasserfall und Dörfern sowie für den Steinsdalsfossen bei Norheimsund, den Du sogar von einem Pfad hinter dem Wasserfall aus ansehen kannst. Für Dich passt das Ziel, wenn Du Natur ohne weite Anfahrten suchst, gern fotografierst oder im Frühling die Obstblüte sehen willst. Auch für Familien und Best Ager ist die Gegend praktisch, weil viele Highlights nah beieinander liegen und Du nicht jeden Tag lange Strecken fahren musst.
Anreise und Erreichbarkeit
Der Hardangerfjord liegt im Südwesten Norwegens und ist am bequemsten mit Flug nach Bergen und weiter per Mietwagen erreichbar. Die Gegend ist keine klassische Basis für einen reinen Städtetrip. Sie funktioniert besser als Naturstrecke mit mehreren Stopps. Wenn Du den Fjord, die Obstgärten und den Steinsdalsfossen verbinden willst, planst Du am besten eine Route mit Norheimsund, Eidfjord, Ulvik oder Øystese als Zwischenstationen.
Mit dem Auto
Ab Berlin oder Hamburg fährst Du mit dem Auto sehr weit und planst zusätzlich Fähren oder eine lange Nordroute ein. Für die meisten Reisenden ist das nur sinnvoll, wenn Du Norwegen als große Rundreise anlegst. Vor Ort sind die Straßen gut ausgebaut, aber oft schmal, kurvig und im Winter stellenweise anspruchsvoll. Zwischen Bergen und den Orten am Fjord nutzt Du je nach Abschnitt die E16, die E134, die Rv7 oder lokale Uferstraßen. Wenn Du nur den Hardangerfjord besuchst, ist das Auto auf jeden Fall die flexibelste Lösung.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Mit der Bahn kommst Du in Norwegen gut bis Bergen oder Voss. Von dort geht es mit Bus oder Mietwagen weiter. Für den Steinsdalsfossen ist Norheimsund der praktischste Bezugspunkt, danach brauchst Du nur noch ein kurzes Stück per Bus, Taxi oder zu Fuß, je nach Startpunkt. Der ÖPNV funktioniert, aber Du bist mit eigenem Auto deutlich flexibler, vor allem wenn Du mehrere Wasserfälle und Obstorte an einem Tag sehen willst.
Mit dem Flugzeug
Der nächstgelegene große Flughafen ist Bergen Flesland (BGO). Von dort fährst Du je nach Ziel im Hardangerfjord mehrere Stunden weiter. Für eine kurze Reise ist Bergen ideal, weil Du dort direkt einen Mietwagen übernehmen kannst. Ein Direktflug spart Zeit und reduziert den Aufwand gegenüber einer langen Anfahrt über Oslo oder die Landstraße.
Vor Ort bewegen / Parken
Vor Ort kommst Du mit Mietwagen am besten voran. Viele Aussichtspunkte und Wasserfälle haben kleine Parkplätze. In der Hochsaison kann es an bekannten Stopps voll werden, deshalb lohnt sich frühes Ankommen. Beim Steinsdalsfossen gibt es einen einfachen Zugang mit Parkplatz in der Nähe, was den Ort auch für Familien mit Kindern und für ältere Reisende angenehm macht.
Obstplantagen, Wasserfall und Fjord: Das sind die wichtigsten Orte
Die Obstplantagen rund um Ulvik, Lofthus und Øystese
Der Hardangerfjord ist in Norwegen vor allem für den Obstbau bekannt. An den sonnigen Hängen wachsen Apfel-, Birnen-, Kirsch- und Zwetschgenbäume. Im Frühling stehen die Plantagen in Blüte, oft mit weiß-rosa Blüten vor dem Fjord und den Bergen. Das ist die beste Zeit für Fotos und Spaziergänge. Im Sommer und Herbst geht es dann um die Ernte. Viele Höfe verkaufen Saft, Most, Marmelade oder frisches Obst direkt ab Hof.
Ulvik gilt als einer der bekannten Obstorte am Fjord. Auch Lofthus ist für seine Hänge mit Obstbäumen bekannt. In Øystese findest Du einen guten Ausgangspunkt für kurze Ausflüge, Cafés und den Abstecher zum Steinsdalsfossen. Wenn Du regional essen willst, ist die Obstregion am Hardangerfjord ein einfacher Ort für Apfelkuchen, Saft oder Cider. Vieles ist bodenständig, nicht teuer und direkt von kleinen Betrieben geprägt.
Der Steinsdalsfossen bei Norheimsund
Der Steinsdalsfossen ist einer der bekanntesten Wasserfälle in der Hardanger-Region. Das Besondere ist der Weg hinter dem Wasserfall. Du gehst trocken hinter der Wassermasse entlang und hast den Blick nach draußen durch das tosende Wasser. Der Zugang ist kurz, leicht und ohne lange Wanderung machbar. Genau deshalb ist der Ort so beliebt bei Familien, Reisegruppen und allen, die einen starken Eindruck mit wenig Aufwand suchen.
Der Wasserfall liegt nahe Norheimsund und lässt sich gut mit einem Halbtagesausflug verbinden. Die Anlage ist kein großer Erlebnispark, sondern ein klarer Naturstopp mit Parkplatz, kurzer Wegführung und guter Sicht auf den Fall. In der Hauptsaison lohnt es sich, früh oder am späten Nachmittag zu kommen, wenn weniger Besucher da sind.
Hardangervidda und die Fjordhänge
Oberhalb des Fjords beginnt schnell eine andere Landschaft. Die Hardangervidda ist Norwegens bekanntes Hochplateau und steht für Weite, Wind und deutlich raueres Klima. Vom Fjord aus merkst Du den Wechsel oft schon nach kurzer Fahrt. Dadurch ist die Region spannend, wenn Du an einem Tag Obstgärten, Wasser und Hochland verbinden willst. Für längere Wanderungen brauchst Du aber gutes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung.
Wasserfallbesuch am Steinsdalsfossen
Kurzer Spaziergang, viel Effekt. Der Weg hinter dem Wasserfall ist der große Pluspunkt. Gut für Familien, Regenwetter und einen ersten Stopp im Hardangerfjord-Gebiet.
Obsthof-Besuch mit Verkostung
Viele Höfe bieten Saft, Most oder kleine Kostproben an. Im Frühling geht es um Blüte und im Herbst um Ernte. Frag vor Ort nach Öffnungstagen, weil nicht jeder Hof täglich bewirtet.
Wandern mit Fjordblick
Rund um Lofthus, Ulvik und Norheimsund findest Du kurze bis mittellange Touren. Die Wege wechseln zwischen Obsthängen, Wald und Aussichtspunkten. Gute Basis für 2 bis 4 Stunden.
Kajak auf ruhigen Fjordabschnitten
Im Sommer kannst Du in geschützten Abschnitten paddeln und die Ufer aus niedriger Perspektive sehen. Anbieter sitzen meist in den größeren Orten am Fjord. Für Einsteiger lohnt sich eine geführte Tour.
Fahrt über Aussichtsrouten
Die Region lebt von den kurzen Fahrstrecken mit vielen Stopps. Plane lieber weniger Kilometer und mehr Pausen ein. So bekommst Du die besseren Blicke auf Fjord, Wasserfälle und Obstgärten.
Essen und Probieren in Hofläden
Apfelsaft, Cider, Marmelade und Kuchen sind typische Mitbringsel. Viele Produkte bekommst Du direkt beim Erzeuger. Das ist praktisch, wenn Du regional und ohne großes Restaurantprogramm essen willst.
Vergleich: So unterscheiden sich die wichtigsten Hardanger-Stopps
Wenn Du wenig Zeit hast, nimm Steinsdalsfossen plus einen Obstort wie Ulvik oder Lofthus. Mit mehr Zeit lohnt sich die Runde über Norheimsund, den Fjord und einen Abstecher Richtung Hardangervidda.
Wandern, Kajak und Fotostopps am Fjord
Die Region ist kein Ort für extrem lange Tagesmärsche auf Verdacht. Sie passt besser zu klaren, gut geplanten Touren. Viele Wege führen durch Obstgärten, über Hänge oder zu Wasserfällen. Das ist angenehm, wenn Du lieber mehrere kurze Eindrücke sammelst als einen einzigen langen Gipfelanstieg machst.
Im Sommer sind Kajaktouren beliebt, vor allem auf ruhigen Fjordabschnitten. Wer lieber an Land bleibt, kombiniert Wanderung und Aussichtspunkt. Im Frühling sind die Farben am stärksten. Dann stehen Blüte, Wasser und oft noch Schnee in den Bergen nebeneinander. Im Herbst dominieren warme Töne in den Obstgärten und auf den Hängen.
Unterkunft am Hardangerfjord
Am sinnvollsten übernachtest Du in Orten mit gutem Anschluss und Fjordblick, statt mitten im Nichts zu sitzen. Norheimsund, Ulvik, Lofthus, Øystese und Eidfjord sind als Basen praktisch. Wenn Du den Steinsdalsfossen früh oder spät ohne Tagesgäste erleben willst, ist eine Nacht in Norheimsund oder Øystese besonders bequem. Für eine längere Reise lohnt sich auch ein Aufenthalt in Bergen als Kombination aus Stadt und Fjord.
Such Dir am besten eine Unterkunft mit Parkplatz und Frühstück. Viele Gäste wollen am Morgen direkt losfahren, ohne erst in ein Restaurant suchen zu müssen. Familien profitieren von Ferienwohnungen mit Küche. Paare greifen oft zu kleineren Fjordhotels oder historischen Häusern mit weniger Zimmern. Für Aktivurlauber zählen Waschmöglichkeit, gute Lage und frühe Frühstückszeiten mehr als Luxusdetails.
So wählst Du die passende Basis
Wenn Du Obstblüte und Höfe sehen willst, ist Ulvik oder Lofthus stark. Wenn Du den Wasserfall und kurze Wege suchst, nimm Norheimsund oder Øystese. Wenn Du Richtung Hochland und Hardangervidda weiter willst, ist Eidfjord sinnvoll. Für eine entspannte Fjordreise mit mehreren Tagen lohnt sich eine Kombination aus zwei Orten statt nur einer festen Basis.
Praktische Tipps für den Hardangerfjord
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☀
Blüte früh planen
Für die Obstblüte ist Mai oft der beste Monat, in kühleren Lagen auch noch Anfang Juni. Das Wetter wechselt schnell, also plane nicht nur mit Sonnenschein.
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€
Hofläden statt Souvenirshops
Apfelsaft, Cider und Marmelade bekommst Du oft direkt beim Erzeuger. Das ist meist sinnvoller als teure Mitbringsel aus dem Standardladen.
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✦
Steinsdalsfossen früh besuchen
Der Wasserfall ist ein kurzer, populärer Stopp. Früh am Morgen oder später am Nachmittag ist es ruhiger und beim Parken entspannter.
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i
Wetterfeste Schichten mitnehmen
Am Fjord kann es auch im Sommer frisch und windig sein. Eine leichte Regenjacke gehört auf jeden Fall in den Tagesrucksack.
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⌘
Nur wenige Orte pro Tag einplanen
Die Strecke wirkt auf der Karte kurz, kostet aber wegen Kurven und Stopps Zeit. Zwei oder drei gute Stationen reichen oft völlig aus.
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♿
Leichte Zugänge nutzen
Der Steinsdalsfossen ist einer der angenehmsten Naturstopps für Gäste mit wenig Kondition. Auch viele Uferbereiche sind ohne große Steigungen erreichbar.
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☂
Regen ist kein Grund zu streichen
Wasserfall und Fjord funktionieren auch bei Wolken gut. Gerade dann wirken die Hänge oft ruhig und die Wasserfälle führen viel Wasser.
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+
Bergen als Ergänzung mitdenken
Wenn Du ohnehin nach Westnorwegen fliegst, lohnt sich ein Tag in Bergen vor oder nach dem Fjord. Das macht die An- und Abreise entspannter.
Insider-Tipps
Ruhige Stopps abseits der Hauptpunkte
Abseits der bekannten Stationen lohnt sich ein Halt an kleinen Uferbereichen und Hofläden. Dort bekommst Du oft den besseren Eindruck vom Alltag in der Region. Frag nach Tagesproduktion, wenn Du Apfelsaft oder Cider direkt beim Hof kaufen willst. Nicht jeder Betrieb hat täglich geöffnet, aber genau das macht den Einkauf oft persönlicher.
Die beste Kombi für einen Kurztrip
Für zwei Tage ist die Mischung aus Bergen, Steinsdalsfossen und einem Obstort wie Ulvik oder Lofthus sinnvoll. Mit drei bis vier Tagen kannst Du zusätzlich eine Bootsfahrt, eine Wanderung oder einen Ausflug Richtung Eidfjord einbauen. So wirkt die Reise nicht gehetzt und Du siehst trotzdem die typischen Seiten des Hardangerfjords.
Eine sinnvolle 4-Phasen-Route am Hardangerfjord
FAQ zum Hardangerfjord
Die wichtigsten Buchungsfragen drehen sich fast immer um Saison, Wegstrecken und den richtigen Standort für die Übernachtung. Hier sind die Antworten, die Dir bei der Planung helfen.



