Fluggastrechte: Parlament kämpft für deine Entschädigung
Ende Januar 2026 gab es im Europaparlament richtig Wirbel um deine Rechte am Gate: Abgeordnete haben mehrheitlich gegen eine Abschwächung gestimmt und klargemacht, dass Passagiere nicht einfach länger warten sollen, ohne Anspruch auf Entschädigung. Für mich fühlte sich das wie ein kleiner Sieg an — immerhin reden wir hier nicht nur über bürokratischen Kram, sondern um echte Stunden und Nerven am Flughafen. Auf der anderen Seite drängen mehrere Mitgliedstaaten darauf, die Schwelle raufzusetzen: statt nach drei Stunden sollen Betroffene erst ab vier Stunden kompensiert werden, und bei interkontinentalen Flügen sogar erst nach sechs Stunden.
Was konkret auf dem Spiel steht, ist ziemlich greifbar. Nach der aktuellen Regelung gilt die Drei‑Stunden‑Marke als Entscheidungsgrenze; je nach Flugdistanz kannst du zwischen 250, 400 und 600 Euro bekommen. Denk mal kurz an all die verpassten Anschlüsse, ungewollten Hotelübernachtungen oder die gereizten Kinder — so ein Betrag kann vieles geradebiegen. Sollte der Vorschlag der Staaten durchkommen, wären viele Reisende deutlich schlechter gestellt: Schätzungen nennen, dass bis zu rund 85 Prozent der betroffenen Passagiere weniger profitieren würden als bisher. Klingt erst mal abstrakt, ist aber ganz konkret: mehr Warten, weniger Geld, mehr Stress.
Abseits der reinen Entschädigungszahlen kämpft das Parlament noch für praktische Verbesserungen, die im Alltag nervige Zusatzkosten streichen könnten. Unter anderem stehen Gebühren für das Online- oder Schalter‑Einchecken, lästige Zahlungen für Namenskorrekturen und das Recht, dass Kinder ohne Extraaufschlag neben ihren Eltern sitzen, auf der Agenda. Für mich sind das die kleinen Dinge, die eine Reise menschlicher machen — solche Änderungen würden oft mehr Frust verhindern als hohe Summen auf dem Papier. Klar ist trotzdem: Bislang gibt es kein finales Ergebnis; Parlament und Mitgliedstaaten verhandeln weiter, und das kann sich noch hinziehen.
Mein Tipp an dich: Behalte deine Bordkarten und alle Belege, dokumentier Verspätungen (Screenshots von Anzeigen sind super) und mach dir bewusst, dass die Debatte noch nicht vorbei ist. Wenn du Ärger mit einer Airline hast, lohnt sich oft hartnäckiges Nachfragen — und im Zweifelsfall juristischer Rat oder spezialisierte Dienstleister. Ich persönlich verfolge die Entwicklungen weiter und melde mich, sobald sich etwas Entscheidendes ändert. Bis dahin: plane etwas Puffer ein, nimm genügend Snacks mit und lass dich nicht vom Gate‑Chaos die Urlaubslaune vermiesen.




