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Du, schau dir Venus, Merkur & Saturn an!

Erfahre, wann und wie du im Februar die enge Begegnung von Venus, Merkur und Saturn am Abendhimmel entdeckst.

Eine Familie schaut auf eine Stadtlandschaft mit einem eindrucksvollen Sonnenuntergang und einem sichtbar ringförmigen Planeten.
Erfahre, wann und wie du im Februar die enge Begegnung von Venus, Merkur und Saturn am Abendhimmel entdeckst.

Du, schau dir Venus, Merkur & Saturn an!

Im Februar 2026 lohnt sich ein Blick nach Westen: kurz nach Sonnenuntergang formt sich dort eine enge Szenerie aus Mondsichel, Venus, Merkur und Saturn, die geradezu danach schreit, draußen fotografiert oder einfach nur bestaunt zu werden. Genau richtig war der Abend des 18. Februar für so ein kleines Himmelskonzert — gegen 18:15 Uhr erschien die zarte Mondsichel, Venus funkelte direkt daneben, Merkur thronte ein Stück darüber und Saturn schob sich links dazu; diese Viererkette blieb bis etwa 18:45 Uhr sichtbar, bevor der Mond untertauchte. Ich stand auf einem windigen Hügel mit Thermoskanne und Fernglas in der Hand und dachte nur: wow, wie dicht die Planeten plötzlich zusammenrücken.

Technische Eckdaten helfen beim Planen: Merkur erreicht seine größte östliche Elongation am 19. Februar, was ihn tief im Westen gut beobachtbar macht — ideal, wenn du einen freien Horizont hast. Gleichzeitig zeigt sich Venus ab Mitte des Monats als extrem heller Abendstern, mit einer Helligkeit bis zu etwa −3,9 mag, allerdings ziemlich tief überm Horizont. Saturn zieht durch das Sternbild Fische und verabschiedet sich nach der Monatsmitte allmählich vom Abendhimmel; als Anhaltspunkt: am 15. Februar liegt sein Untergang ungefähr bei 20:42 Uhr. Tipp aus eigener Erfahrung: such dir einen Ort mit flachem Westblick, sonst verschwindet das Schauspiel hinter Häusern oder Bäumen viel zu früh.

Der Rest des Planetenspiels ist ebenfalls interessant und ergänzt die Abende: Jupiter leuchtet im Sternbild der Zwillinge und dominiert die zweite Nachthälfte — in der Mitte des Monats geht er gegen 22 Uhr auf und bleibt bis weit in den Morgen sichtbar. Uranus wird im Stier wieder direktläufig und lässt sich in der ersten Nachthälfte mit etwas Mühe finden, Neptun in den Fischen bleibt dagegen ein Kandidat für Teleskop oder Finderkarte. Besonders spannend könnte der 28. Februar werden, wenn gleich sechs Planeten kurz nach Sonnenuntergang in einer Reihe erscheinen — vier davon mit bloßem Auge, falls der westliche Horizont frei und der Himmel klar ist.

Zum Schluss ein paar praktische Hinweise, damit dein Abend gelingt: beobachte etwa zwischen 18:15 und 19 Uhr, nimm Fernglas und warme Klamotten mit, und such eine erhöhte Stelle ohne Lichtverschmutzung. Apps oder eine ausgedruckte Sternkarte helfen beim Zuordnen der kleinen Punkte, und mit einem Stativ lässt sich die Szene auch gut ablichten — kurze Belichtungen, kleiner ISO-Wert, und du vermeidest verwackelte Punkte. Falls Wolken aufziehen oder der Horizont zugebaut ist, nicht ärgern: solche Konstellationen kommen wieder, aber dieser Februar hat tatsächlich ein paar besonders hübsche Momente parat, die man sich nicht entgehen lassen sollte.

TH

Thomas Harnisch

Reiseblogger

Thomas Harnisch ist leidenschaftlicher Reiseblogger und Gründer von weloveurlaub.de. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Reisebranche teilt er seine Expertise und Insider-Tipps, um Ihnen unvergessliche Urlaubserlebnisse zu ermöglichen. Mehr über Thomas →
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