Du, Glätte-Chaos: Keine Schule, Züge stehen!
Wenn du heute Morgen aufgestanden bist und gedacht hast: „Ach, das geht schon,“ dann hat das Wetter wahrscheinlich schon einen anderen Plan gehabt. Der Deutsche Wetterdienst hat die Warnstufen nochmal nach oben geschraubt: gefrierender Regen zieht in weite Landesteile und verwandelt frisch geräumte Straßen in tückisches Eis. In Sachsen und Sachsen‑Anhalt kippt das Verkehrschaos gerade in eine neue Runde, Schulen sind vielerorts vorsorglich in den Präsenzbetrieb geschickt worden und Eltern improvisieren spontan zu Hause. Mir fiel beim Radiohören auf, wie oft jetzt von „Notbetrieb“ die Rede ist — die Behörden empfehlen dringend, nur bei wirklich wichtigen Fahrten rauszufahren.
Bei den Öffentlichen läuft es auch nicht rund. Gleich mehrere Regional‑ und Fernverkehrsverbindungen mussten im Laufe des Vormittags zurückgenommen werden, weil Signalanlagen und Weichen vereist sind. Manche Bahnunternehmen haben deshalb ihre Fahrpläne massiv ausgedünnt oder auf unbestimmte Zeit pausiert; an den Hotlines hängt man länger als sonst. Ersatzbusse werden zwar angekündigt, kommen aber auf manchen Landstraßen selbst nicht vorwärts, weil die Routen zu glatt sind oder Strecken gesperrt wurden. Das hat zur Folge, dass Pendler plötzlich auf ungewisse Alternativen angewiesen sind — Home‑Office, später starten oder den Arbeitstag anders planen. Ich hab unterwegs in der S-Bahn ein paar Kollegen gesprochen: Die Stimmung reicht von „ist halt so“ bis zu richtig genervt.
Notdienste und Straßenmeistereien arbeiten auf Hochtouren, doch die Ressource Salz ist regional knapp, und in schmalen Nebenstraßen hilft oft nur Schieben statt Räumen. Einsatzkräfte berichten von Mehrfachmeldungen und verlängerten Einsatzzeiten; in einigen Gemeinden wurden vorsorglich Wärme‑ und Betreuungszentren für Menschen geöffnet, die ohne Heizung oder sichere Unterkunft dastehen. Du solltest dringend die aktuellen Warnmeldungen des DWD, die Echtzeit‑Infos der Verkehrsbehörden und die Social‑Media‑Kanäle der regionalen Vekehrsanbieter im Auge behalten — die Lage ändert sich stündlich. Wenn du unterwegs sein musst, pack warme Klamotten, Decken und ein vollgeladenes Handy ein; ein planbarer Puffer von mehreren Stunden ist heute echt kein Luxus.
Zum Schluss ein kurzer, ehrlicher Rat: Verschieb das, wenn du kannst. Die nächsten 24 bis 48 Stunden gelten als kritisch, und es gibt Hinweise, dass sich die Lage erst langsam entspannt. Für alle, die jetzt doch losmüssen — fahr defensiv, geh nicht von geräumten Straßen an Nebenstraßen aus und schau vorher, ob Arbeitsstelle oder Schule wirklich geöffnet sind. Ich weiß, das ist nervig und bringt Pläne durcheinander, aber ein bisschen Vorsicht jetzt erspart große Ärger später. Bleib warm und pass auf dich auf.




