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Du freust dich: ICE jetzt alle 30 Min!

Halbstundentakt, schnellere Sprinter und neue Direktverbindungen – so reist du künftig spontaner, relaxter.

ICE fährt bei Sonnenaufgang auf einer schmalen Gleisstrecke vorbei, umgeben von Bäumen und sanften Hügeln.
Halbstundentakt, schnellere Sprinter und neue Direktverbindungen – so reist du künftig spontaner, relaxter.

Du freust dich: ICE jetzt alle 30 Min!

Musst du kurz grinsen, wenn du daran denkst, dass der ICE jetzt alle 30 Minuten rollt? Genau das ist momentan die größte Neuigkeit aus dem neuen Fahrplan: Auf deutlich mehr Fernverkehrskorridoren gibt es jetzt einen durchgehenden Halbstundentakt, und das Netz deckt inzwischen über 20 Städte ab. Für mich fühlt sich das an wie ein Quantensprung von „Planen mit Stress“ zu „einfach losfahren“ — spontaner Kaffee in der anderen Stadt ist plötzlich realistisch, nicht mehr bloß ein Traum. Die Takte sind so angelegt, dass du weniger auf den Minutenzeiger starrst und mehr mit dem Kopf für den Tag planen kannst.

Hinter dem regelmäßigen Rhythmus steckt aktuell viel Arbeit an Fahrplänen und Betriebsabläufen. DB hat die Linienführung aufgeräumt: Start- und Zielbahnhöfe wurden klarer festgelegt und Zuggattungen vereinheitlicht, damit weniger nervige Sonderfälle entstehen. Das führt zwar an manchen Stellen zu veränderten Direktverbindungen — ja, das kann kurz ungewohnt sein — aber langfristig sollen Umstiege besser passen und Anschlusszeiten kürzer werden. Für Vielfahrer bedeutet das: stabilere Rhythmen, weniger Fahrplanchaos morgens und abends und eine höhere Planbarkeit im Alltag.

International tut sich auch was, und zwar gerade in Sachen Frequenz: Es gibt deutlich mehr grenzüberschreitende Fahrten als zuvor, sodass Kurztrips über die Grenzen hinweg einfacher planbar sind. Zugverbindungen wurden verlängert oder neu eingeführt, sodass Reisende häufiger Direktverbindungen finden, ohne extra umsteigen zu müssen. Auch die Fahrzeugflotte wurde regional ergänzt, wodurch Langstrecken entspannter werden können — nicht nur wegen mehr Plätzen, sondern wegen gleichmäßigeren Fahrplänen, die sich aneinander anschmiegen. Ich persönlich finde die Idee großartig: spontane Feierabendausflüge ins Ausland klingen plötzlich machbar, ohne dass du den halben Abend auf Verbindungen starren musst.

Trotz all der schönen Nachrichten bleibt ein realistischer Blick wichtig: Baustellen und Modernisierungen verändern immer wieder Laufzeiten, und an manchen Knotenpunkten wird es Übergangsphasen mit Verzögerungen geben. Mein Tipp: plane bei wichtigen Terminen einen kleinen Puffer ein, und wenn du flexibel bist, schnapp dir einen früheren oder späteren Zug — die Taktverdichtung macht genau das möglich. Insgesamt fühlt sich die Bahn gerade an wie ein System, das schneller, regelmäßiger und verlässlicher tickt als noch vor einem Jahr — und ja, das macht mich echt neugierig, welche spontanen Trips ich dieses Jahr noch einschiebe.

TH

Thomas Harnisch

Reiseblogger

Thomas Harnisch ist leidenschaftlicher Reiseblogger und Gründer von weloveurlaub.de. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Reisebranche teilt er seine Expertise und Insider-Tipps, um Ihnen unvergessliche Urlaubserlebnisse zu ermöglichen. Mehr über Thomas →