Bangkok bebte: Schwerstes Erdbeben seit Jahrzehnten
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In Bangkok ereignete sich ein katastrophales Erdbeben, das die Stadt und weite Teile Südostasiens erschütterte. Mit einer Stärke von 7,7 handelte es sich um das stärkste Beben, das Thailand seit fast 70 Jahren erlebte. Das Epizentrum wurde im benachbarten Myanmar lokalisiert, wo eine Brücke und zahlreiche Gebäude erhebliche Schäden erlitten. In Bangkok selbst kam es zu einem dramatischen Vorfall: Ein im Bau befindliches Hochhaus, das für das Office of the Auditor-General vorgesehen war und ein Budget von 2,1 Milliarden Baht hatte, stürzte während der Erschütterungen ein.
Die thailändische Regierung reagierte sofort und erklärte Bangkok zum Katastrophengebiet. Premierministerin Paetongtarn Shinawatra unterbrach ihre Aktivitäten in Phuket, um sich über die Situation zu informieren und ein SMS-Warnsystem einzurichten. In der Stadt wurden mindestens vier Todesopfer vermeldet, und die Sorgen um vermisste und verletzte Personen wuchsen. Rettungsteams arbeiteten unermüdlich, um Überlebende aus den Trümmern zu bergen.
Die Aeronautical Radio of Thailand musste kurzfristig alle Flüge einstellen, konnte den Betrieb aber bald wieder aufnehmen. In der Stadt wurden mehrere Straßen und Autobahnen, wie der Ramkhamhaeng-Expressway, aufgrund structural damages gesperrt. Tragisch war der Verlust eines Kranfahrers in Bang Pho, der ums Leben kam, als sein Kran während des Bebens in die Luft stürzte und ein Gebäude traf. Die Bevölkerung wurde eindringlich aufgefordert, vorsichtig zu sein, da Nachbeben nicht ausgeschlossen sind. Trotz der Schäden blieben die Auswirkungen an vielen Hochhäusern vergleichsweise gering, was auf die verschärften Bauvorschriften zurückzuführen ist, die nach dem verheerenden Beben von 1956 eingeführt wurden. Während viele Geschäfte und Einkaufszentren ihre Türen schlossen, wurde das öffentliche Verkehrssystem, inklusive der BTS, vorübergehend stillgelegt, um Sicherheitsprüfungen durchzuführen.