Island ist kein Ziel für Strandtage mit Liege und Buffet. Die Insel punktet mit Geysiren, Wasserfällen, Gletschern, schwarzen Stränden und einer Küstenstraße, auf der du jeden Tag anders fährst. Reykjavík liegt als Hauptstadt im Südwesten, der Goldene Kreis beginnt direkt vor der Stadt, und die großen Naturstopps liegen meist entlang der Ringstraße. Für dich passt Island gut, wenn du gern selbst fährst, viel draußen bist und eine Reise suchst, die sich auch in 7 bis 10 Tagen sinnvoll planen lässt.

Was Island sofort besonders macht

Island ist groß genug für echte Weite und klein genug für eine überschaubare Rundreise. Du kannst morgens in Reykjavík starten, mittags am Geysir stehen und am Nachmittag an einem Wasserfall mit nassen Schuhen zurück ins Auto steigen. Dazu kommen klare Jahreszeiten, die den Charakter der Reise stark verändern: Im Sommer fährst du lange im Licht, im Winter jagst du mit etwas Glück das Nordlicht. Gerade deshalb lohnt sich Island für Paare, Freundesgruppen, Aktivurlauber und auch für Best Ager, die lieber Natur als Großstadtprogramm möchten.

Die Insel ist kein Ort für spontane Sprung-ins-Wasser-Urlaube. Sie verlangt etwas Planung, vor allem bei Mietwagen, Unterkünften und Tagesetappen. Dafür bekommst du eine Reise, bei der selbst kurze Distanzen stark wirken: Lavafelder, Fjorde, Gletscherzungen, heiße Quellen und kleine Orte mit wenigen Straßen, Tankstellen und Cafés. Wenn du einmal verstanden hast, wie nah hier Feuer und Eis beieinanderliegen, liest du Island anders als fast jedes andere Reiseziel in Europa.

Anreise und Erreichbarkeit

Island erreichst du fast immer über den Flughafen Keflavík bei Reykjavík. Von dort bist du schnell im Südwesten oder auf dem Weg zur Ringstraße. Für eine erste Reise ist das praktisch, weil du direkt am Start der klassischen Rundreise bist und nicht erst lange Inlandswege brauchst.

Mit dem Auto

Die meisten Reisenden buchen nach der Landung einen Mietwagen. Für Touren im Sommer reicht oft ein normaler PKW auf der Ringstraße und den bekannten Hauptzielen im Süden und Westen. Wenn du ins Hochland willst, brauchst du einen Geländewagen und solltest auf gesperrte Pisten, Furtstellen und Wetterwarnungen achten. In Reykjavík selbst ist Autofahren einfach, aber Parken in der Innenstadt kann teuer werden. Bei mehrtägigen Reisen ist ein Wagen ab Keflavík meistens die flexibelste Lösung.

Mit der Bahn / dem ÖPNV

Eine Bahn gibt es in Island nicht. Zwischen Flughafen, Reykjavík und einzelnen Orten fährst du mit Shuttlebus, Regionalbus oder organisierter Tour. Für den Goldenen Kreis und die Südküste sind geführte Tagesausflüge möglich, aber für eine richtige Island-Reise bist du mit Mietwagen deutlich freier. In Reykjavík selbst kommst du mit Linienbussen gut zurecht, wenn du ein paar Tage ohne Auto bleibst.

Mit dem Flugzeug

Der wichtigste Flughafen ist Keflavík, oft als KEF abgekürzt. Direkte Flüge gibt es je nach Saison von mehreren deutschen Flughäfen, außerdem über Umstiege in Skandinavien oder auf den britischen Inseln. Für viele Reisen ist der Hinflug nach Keflavík und der Rückflug von dort am sinnvollsten, weil du so flexibel an der Ringstraße bleibst.

Vor Ort bewegen / Parken

Vor Ort zählt vor allem die Fahrzeit, nicht die Kilometerzahl. 200 km können wegen Wind, Wetter und Schotter deutlich länger dauern als in Mitteleuropa. In Reykjavík findest du Parkhäuser und bewirtschaftete Zonen, an großen Naturzielen meist ausgewiesene Parkplätze mit teils kostenpflichtiger Nutzung. Für den Sommer ist ein kleiner bis mittlerer Mietwagen oft ausreichend. Im Winter solltest du auf Spikereifen, Fahrbedingungen und Tageslicht achten.

Hamburgca. 1.750 kmDirekt- oder Umsteigeflug nach Keflavík
Berlinca. 2.050 kmmeist rund 3 bis 4 Stunden Flugzeit
Münchenca. 2.500 kmoft mit Umstieg, je nach Saison
Keflavíkca. 50 kmbis Reykjavík über Route 41
Akureyrica. 390 kmvon Reykjavík entlang der Ringstraße

Die wichtigsten Natur-Stationen im Überblick

Der Goldene Kreis

Þingvellir, Geysir und Gullfoss liegen so nah beieinander, dass du sie an einem langen Tag abfährst. Das ist der einfachste Einstieg in Island, wenn du nur wenige Tage hast und trotzdem die klassischen Landschaftsbilder sehen willst.

Die Südküste

Zwischen Seljalandsfoss, Skógafoss und den schwarzen Stränden bei Vík bekommst du viel Abwechslung auf kurzer Strecke. Die Strecke ist beliebt, weil sie ohne große Umwege direkt ans Meer und an mehrere Wasserfälle führt.

Snæfellsnes

Die Halbinsel wird oft als Island im Kleinen beschrieben, weil du hier Küste, Lava, Berge und Fischerorte auf engem Raum findest. Für einen Abstecher ab Reykjavík ist das einer der besten Tag- oder Zweitagesausflüge.

Landmannalaugar

Das Hochlandgebiet steht für Rhyolithberge, heiße Quellen und Wanderwege. Du kommst meist nur im Sommer hinein, oft nur mit geeigneten Fahrzeugen oder im Rahmen geführter Touren.

Vatnajökull-Region

Hier liegen Gletscher, Lagunen und Eishöhlen dicht beieinander. Die Region eignet sich für alle, die den Süden weiter bis nach Höfn fahren und ein paar Extra-Tage einplanen.

Reykjavík und Umgebung

Die Hauptstadt ist mehr als nur Start- und Endpunkt. Du findest dort Museen, Hafenviertel, gute Restaurants und genug Services, um vor oder nach einer Rundreise ein bis zwei ruhige Tage einzuplanen.

Strände, Wasserfälle und Orte, die du auf der ersten Reise mitnehmen solltest

Kriterium
Þingvellir
Gullfoss
Seljalandsfoss
Skógafoss
Reynisfjara
Typ
Nationalpark und Geschichtsorte
Wasserfall
Wasserfall mit Weg hinter dem Fall
Breiter, hoher Fall
Schwarzer Sandstrand
Stärke
Erdspalte, Parlamentsgeschichte, einfache Lage
Gewaltige Wassermassen in einer Schlucht
Begehbarer Pfad hinter dem Wasser
Druckvolle Fallhöhe und gute Sicht
Basaltsäulen und starke Brandung
Zeitbedarf
1 bis 2 Stunden
1 Stunde
1 bis 2 Stunden
1 bis 2 Stunden
kurzer Stopp, dann weiter nach Vík
Beste Nutzung
Goldener Kreis
Kombi mit Geysir
Sonnenuntergang im Sommer
Sichere Klassikerroute
Fotostopp, aber Vorsicht am Wasser
Hinweis
Historisch wichtig, aber oft stark besucht
Wind und Sprühnebel einplanen
Weg wird nass, feste Schuhe helfen
Bei Regen und Wind sehr eindrucksvoll
Nicht ins Wasser gehen, Strömung ist gefährlich

Die Tabelle hilft dir vor allem bei der ersten Route. Wenn du wenig Zeit hast, nimm Þingvellir, Gullfoss und einen der Südküsten-Fälle zusammen und baue Reykjavík nur als An- oder Abreisetag ein.

Gletscher, Vulkane und heiße Quellen

Island lebt von Gegensätzen, die hier nicht weit voneinander liegen. Lavafelder treffen auf Gletscher, heiße Quellen auf kalten Atlantik, schwarze Strände auf grüne Täler. Genau deshalb wirkt die Landschaft nie eintönig, auch wenn du viele Stunden im Auto sitzt. Auf kurzen Etappen siehst du oft mehr Wechsel als auf einer ganzen Mittelmeer-Rundreise.

Vulkane und Lavafelder

Die vulkanische Aktivität ist kein Randthema, sondern Teil des Alltags. Rund um die Reykjanes-Halbinsel siehst du frische Lavafelder und Spuren jüngerer Ausbrüche, während das Hochland und Landmannalaugar die geologische Bandbreite noch sichtbarer machen. Wenn du dich für diese Seite Islands interessierst, solltest du mehr Zeit als nur einen klassischen Goldenen-Kreis-Tag einplanen.

Heiße Quellen und Badestellen

Die Blaue Lagune ist die bekannteste Thermalbad-Adresse des Landes. Sie liegt nahe Keflavík und wird oft mit An- oder Abreise kombiniert. Daneben gibt es weitere geothermische Bäder und natürliche Quellen, die oft ruhiger und kleiner sind. Für viele Reisende ist genau das der angenehmste Ausgleich nach einer Fahrt über Wind, Schotter und Regen.

Gletscher und Eishöhlen

Der Vatnajökull ist der größte Gletscher Islands und einer der wichtigsten Gründe für eine Südküsten- oder Südostrundreise. Geführte Gletscherwanderungen und Eishöhlentouren sind saisonal abhängig, oft im Winter und in der kalten Übergangszeit am stärksten gefragt. Wenn du so etwas machen willst, buche rechtzeitig und achte auf Anbieter mit klaren Sicherheitsstandards und guter Ausrüstung.

Nordlicht, Winter und die beste Reisezeit

Für Nordlichtreisen sind die Monate von Ende September bis Anfang April die beste Wahl. Im Hochwinter sind die Nächte lang, aber das Wetter kann schnell umschlagen. Im Herbst und späten Winter hast du oft einen brauchbaren Kompromiss aus Dunkelheit, relativ guter Erreichbarkeit und etwas mehr Tageslicht für Ausflüge. Wer nur im Sommer fahren kann, verpasst das Nordlicht, bekommt dafür aber sehr lange Tage und bessere Bedingungen für Rundreisen.

Wann sich welche Jahreszeit lohnt

Von Mai bis September ist Island am einfachsten zu bereisen. Dann sind viele Straßen offen, die Tage lang und die Bedingungen für Wanderungen, Küstenstopps und Rundfahrten deutlich angenehmer. Im Juni und Juli wird es fast nie richtig dunkel. Im Winter sind einzelne Regionen schwieriger erreichbar, dafür bekommst du Schneelandschaften, gefrorene Wasserfälle und bei Glück ein gutes Nordlichtfenster.

Wie du die Nordlicht-Chancen erhöhst

Plane mehrere Nächte ein und bleibe mobil. Eine feste Nordlicht-Sichtung gibt es nie, auch wenn manche Anbieter so tun, als wäre sie sicher. Hilfreich sind dunkle Standorte außerhalb von Reykjavík, ein Blick auf Wetter und Bewölkung und die Bereitschaft, den Standort zu wechseln. Besonders gut funktionieren abgelegene Plätze an der Südküste, auf Snæfellsnes oder in Teilen Nordislands.

Tierwelt zwischen Meer, Wiesen und Klippen

Island ist nicht nur Gletscher und Dampf. Auf Weiden stehen Islandpferde, an den Klippen nisten Papageientaucher, und vor der Küste ziehen im Sommer Wale vorbei. Das macht das Land für Familien ebenso interessant wie für Reisende, die gern mit Fernglas unterwegs sind. Gerade die Mischung aus offenen Landschaften und Tierbeobachtung ist einer der Gründe, warum viele zweimal oder öfter herkommen.

Islandpferde

Das Islandpferd ist klein, robust und seit Jahrhunderten Teil der Inselkultur. Berühmt ist vor allem der Tölt, ein besonders ruhiger Gang. Wenn du reiten willst, kannst du geführte Touren auf Farmen und Reitbetrieben buchen. Wichtig ist die saubere Trennung: Aus dem Ausland importierte Pferde dürfen nicht wieder nach Island zurückkehren, damit die Population geschützt bleibt.

Papageientaucher

Die besten Chancen auf Papageientaucher hast du im Sommer an Klippen und Küstenabschnitten wie Vestmannaeyjar oder Látrabjarg. Die Tiere sind nur in der Brutzeit vor Ort. Beobachte sie mit Abstand, bleibe auf den Wegen und nimm lieber ein Fernglas als ein langes Teleobjektiv mit viel Herumlaufen im Gelände. So störst du die Kolonien nicht.

Wale

Für Whale Watching ist Húsavík einer der bekanntesten Orte. Dort starten im Sommer viele Touren, häufig mit Buckelwalen, manchmal auch mit anderen Arten. Auch ab Reykjavík und Akureyri gibt es Angebote. Wenn du die Wahl hast, nimm einen Vormittag mit ruhigerem Wetter und zieh dich warm an. Auf dem Wasser wird es schnell deutlich kälter als an Land.

Reykjavík, Fischerdörfer und Kultur zwischen Hafen und Hot Dog

Wenn du Island nur als Naturziel siehst, verpasst du die praktische Seite der Reise. Reykjavík ist kompakt, freundlich zu Fuß und gut als Startpunkt für die ersten zwei Nächte. Die Stadt liefert Museen, gute Cafés, brauchbare Restaurants und eine lebendige Musikszene. Gleichzeitig bleiben Hafen, Hallgrímskirkja und die Hafenpromenade überschaubar genug, um alles ohne Stress zu sehen.

Reykjavík für den ersten und letzten Reisetag

Reykjavík ist keine Metropole im klassischen Sinn. Genau das macht den Reiz aus. Du kannst durch die Innenstadt laufen, in einer Bäckerei frühstücken und später die Harpa oder das Nationalmuseum ansteuern. Viele nutzen die Stadt bewusst als Puffertag, weil Flugzeiten, Wind und Wetter in Island schnell einen ruhigen Start oder Abschluss sinnvoll machen.

Traditionelle Fischerdörfer

Orte wie Siglufjörður und Stykkishólmur zeigen, wie stark die Küste Island geprägt hat. Dort geht es ruhiger zu als in Reykjavík, und du findest oft kleine Museen, bunte Häuser und direkte Blicke auf den Hafen. Wenn du mehrere Tage unterwegs bist, sind diese Orte gute Stopps für Reisende, die nicht nur Wasserfälle abhaken möchten.

Isländische Küche ohne Umweg

Die Küche ist bodenständig und oft deutlich ehrlicher als in touristischen Prospekten. Lamm, Fisch, Skyr und einfache Backwaren spielen die Hauptrolle. Das ist für viele Reisende angenehmer als große Showküche, weil du nach einem langen Tag draußen etwas Wärmendes und Klaren bekommst. Wer mag, kann auch spezielle Traditionen testen, aber das muss nicht der Maßstab deiner Reise sein.

Was du probieren solltest

Zu den sicheren Klassikern gehören Skyr, Fischsuppe, gebratenes Lamm und Plokkfiskur, ein Fischgericht mit Kartoffeln. In Reykjavík und entlang der Ringstraße findest du zudem gute Bäckereien und Cafés für eine einfache Mittagspause. In ländlichen Orten ist die Auswahl kleiner, dafür sind die Zutaten oft sehr regional. Wenn du gern isst, plan besser nicht nur Tankstellen-Snacks ein.

Was du eher gezielt probierst

Gerichte wie fermentierter Hai, Svið oder andere traditionelle Wintergerichte sind eher etwas für Neugierige. Sie gehören zur Kultur, aber du musst sie nicht essen, um Island zu verstehen. Viele Reisende konzentrieren sich lieber auf Fisch, Lamm und Skyr und sind damit kulinarisch gut unterwegs.

Die 6 wichtigsten Aktivitäten für deine Island-Reise

Nordlicht-Tour

Am besten von Ende September bis Anfang April. Viele Anbieter starten ab Reykjavík oder in Nordisland und fahren an dunkle Orte ohne Stadtlicht. Rechne mit warmer Kleidung und einem flexiblen Zeitfenster, weil die Sichtung vom Wetter abhängt.

Gletscherwanderung

Geführte Touren gibt es vor allem an der Südküste und in der Vatnajökull-Region. Steigeisen, Helm und Guide gehören dazu. Das ist nichts für einen spontanen Selbstversuch, aber sehr gut für Reisende mit normaler Kondition.

Walbeobachtung

Húsavík ist der bekannteste Ausgangspunkt, dazu kommen Reykjavík und Akureyri. Die Saison ist vor allem im Sommer stark. Zieh winddichte Kleidung an, auch wenn der Hafen ruhig wirkt.

Reiten auf Islandpferden

Geführte Ausritte funktionieren besonders gut rund um Reykjavík, im Süden und auf Farmen entlang der Ringstraße. Der Tölt macht auch längere Strecken angenehm. Für Familien ist das oft einer der zugänglichsten Aktivpunkte.

Bad in der heißen Quelle

Ob Blaue Lagune oder kleinere Bäder: Nach einem Fahrtag sind Thermalquellen ein sehr sinnvoller Stopp. Viele Anlagen sind ganzjährig geöffnet, aber bitte vorher Slots und Anfahrt prüfen, weil beliebte Zeiten schnell voll sein können.

Wandern im Hochland

Landmannalaugar und andere Hochlandgebiete sind die beste Wahl, wenn du längere Touren suchst. Die Saison ist kurz und wetterabhängig. Gute Ausrüstung und klare Etappenplanung sind Pflicht.

Praktische Tipps für deine Island-Reise

  • Plane das Budget großzügig

    Island ist teuer, vor allem bei Mietwagen, Essen und Unterkünften. Wenn du in der Hauptsaison reist, steigen die Preise weiter an. Wer früh bucht, spart oft spürbar.

  • Unterschätze das Wetter nicht

    Wind, Regen und Temperaturwechsel gehören zum Alltag. Auch im Sommer brauchst du eine gute Regenjacke und feste Schuhe. Das Wetter entscheidet oft stärker als der Kalender.

  • + Fahre lieber weniger, dafür ruhiger

    Die Ringstraße sieht auf der Karte kurz aus, kostet aber wegen Stopps und Wetter oft mehr Zeit als gedacht. Zwei bis drei große Ziele pro Tag reichen völlig. So bleibt die Reise entspannt.

  • iBuche Ausflüge im Winter rechtzeitig

    Nordlicht- und Eishöhlentouren sind gefragt und wetterabhängig. Wenn du nur wenige Tage da bist, hilft eine frühe Buchung mit flexiblem Umbuchungsrecht.

  • Wähle Tagesziele mit wenig Laufaufwand

    Viele Hauptattraktionen sind gut erreichbar, auch wenn du nicht lange wandern willst. Besonders der Goldene Kreis, die Südküste und Reykjavík lassen sich mit kurzen Wegen gut kombinieren.

  • Rechne mit nassen Stopps

    An Wasserfällen wirst du oft feucht, auch wenn es nur kurz wirkt. Eine Hülle für Kamera und Handy ist sinnvoll. Das gilt besonders am Seljalandsfoss und an windigen Küsten.

  • Nutze Reykjavík als Puffer

    Ein zusätzlicher Tag in der Hauptstadt hilft bei Flugverspätungen, schlechtem Wetter oder einer müden Ankunft. So beginnt oder endet die Reise stressfreier.

Insider-Tipps

Wenig bekannte Stopp-Ideen

Wenn du abseits der Pflichtstopps unterwegs sein willst, sind kleinere Orte am Küstenrand oft die bessere Wahl als ein weiterer Wasserfall. Auf Snæfellsnes lohnt sich ein langsamer Tag mit mehreren kurzen Pausen. Im Nordwesten und in Teilen der Westfjorde wird es noch ruhiger. Dort merkst du schneller, wie leer Island zwischen den Hauptattraktionen sein kann.

Gut zu wissen für Familien

Island funktioniert mit Kindern besser, als viele denken, solange du die Etappen nicht zu lang machst. Viele Wasserfälle, Strände und geothermische Bäder sind leicht zugänglich. Für lange Wanderungen oder hochalpines Gelände ist dagegen weniger Geduld nötig als bei einem klassischen Wanderurlaub in den Alpen.

A oder B? So planst du deine erste Island-Reise besser

Beispiel für eine gute erste Route

Unterkunft: so übernachtest du in Island sinnvoll

Für die erste Reise ist die Lage wichtiger als das große Hotel-Label. In Reykjavík lohnt sich eine Unterkunft mit einfachem Parken oder guter Fußlage zur Innenstadt. Entlang der Südküste sind kleine Gästehäuser und Landhotels oft praktischer als große Häuser, weil du näher an den Hauptstopps bist. In der Hochsaison solltest du früh buchen, sonst wird die Auswahl schnell dünn.

Wenn du Komfort suchst, achte auf gute Heizsysteme, ruhige Zimmer und Frühstückszeiten, die zu deinem Fahrplan passen. Für Familien sind Apartments oft angenehmer, weil du flexibler bist. Für Paare funktionieren kleine Hotels und Boutique-Häuser in Reykjavík oder auf Snæfellsnes gut. Wer Nordlicht sehen will, sollte eher außerhalb von Städten schlafen.

FAQ zur Island-Reise

Die häufigsten Fragen drehen sich um Saison, Mietwagen, Nordlicht und Budget. Mit ein paar klaren Entscheidungen wird die Reise deutlich einfacher.

HÄUFIGE FRAGEN

Wann ist die beste Reisezeit für Island?

Für Rundreisen ist Mai bis September am angenehmsten. Dann sind die Tage lang, viele Straßen gut befahrbar und die meisten Naturziele leicht erreichbar. Für Nordlicht solltest du von Ende September bis Anfang April reisen.

Wie viele Tage solltest du für Island einplanen?

Für einen ersten Eindruck reichen 7 Tage, wenn du dich auf Reykjavík, den Goldenen Kreis und die Südküste konzentrierst. Sinnvoller sind 10 bis 14 Tage, weil du dann auch Snæfellsnes, Nordisland oder die Vatnajökull-Region einbauen kannst.

Brauche ich in Island unbedingt einen Mietwagen?

Für eine echte Island-Rundreise ja, meistens schon. Ohne Auto kommst du zwar mit Touren und Bussen zu den Hauptzielen, aber du bist deutlich unflexibler. Besonders bei Wetterwechseln und langen Distanzen ist ein Mietwagen klar im Vorteil.

Kann ich Island auch im Winter gut bereisen?

Ja, aber du solltest vorsichtiger planen. Im Winter sind die Straßenbedingungen wechselhaft, dafür bekommst du gute Chancen auf Nordlicht, Schnee und gefrorene Wasserfälle. Nimm lieber weniger Etappen und mehr Puffer mit.

Wo sehe ich am ehesten das Nordlicht?

Am besten abseits von Städten und Lichtverschmutzung, zum Beispiel auf Snæfellsnes, in Teilen Nordislands oder auf ruhigen Abschnitten der Südküste. Wichtig sind klare Nächte und wenig Wolken. Eine sichere Garantie gibt es nie.

Ist Island für Familien geeignet?

Ja, wenn du die Fahrten nicht zu lang machst. Viele Wasserfälle, Thermalbäder und Aussichtspunkte sind gut erreichbar. Für kleine Kinder sind kurze Tagesetappen und feste Unterkünfte deutlich angenehmer als jeden Tag neue lange Fahrten.

Wie teuer ist eine Reise nach Island?

Island liegt preislich eher im oberen Bereich. Mietwagen, Essen und Unterkünfte kosten mehr als in vielen anderen europäischen Ländern. Wer früh bucht und nicht in der absoluten Hochsaison reist, kann das Budget besser steuern.

Welche Orte sollte ich bei einer ersten Reise nicht verpassen?

Für den Einstieg sind Reykjavík, der Goldene Kreis, Seljalandsfoss, Skógafoss und die Südküste besonders sinnvoll. Wenn du mehr Zeit hast, nimm Snæfellsnes oder die Vatnajökull-Region dazu.

Ist Island gut für Roadtrips geeignet?

Ja, sehr sogar. Die Ringstraße verbindet viele wichtige Regionen, und du kannst die Reise gut in Etappen aufteilen. Wichtig ist, dass du nicht zu viele Kilometer pro Tag planst und Wetter sowie Tankstopps immer im Blick behältst.

Wann sind Papageientaucher in Island zu sehen?

Vor allem in den Sommermonaten, wenn sie an den Klippen brüten. Gute Orte sind zum Beispiel Vestmannaeyjar und Látrabjarg. Außerhalb der Brutzeit sind sie meist auf dem offenen Meer.
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