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Konsolidierung im Ferienwohnungsmarkt: Darauf musst du achten

So bleibst du trotz Marktverdichtung sichtbar, optimierst Preise und gewinnst mehr spontane Bucher an.

Idyllische Küstenlandschaft mit bunten Häusern, einem Strand und einem ruhigen Gewässer unter einem klaren Himmel.
So bleibst du trotz Marktverdichtung sichtbar, optimierst Preise und gewinnst mehr spontane Bucher an.

Konsolidierung im Ferienwohnungsmarkt: Darauf musst du achten

Die aktuelle Untersuchung von Lodgify hat mir beim Lesen echt die Augen geöffnet: Mehr als 200.000 Buchungen zwischen 2023 und 2025 und fast 1.000 Stimmen von Vermietern – darunter rund 120 aus Deutschland – zeichnen ein Bild, das man nicht einfach wegwischen sollte. Auf dem Markt rücken Anbieter dichter zusammen, Übernahmen und Kooperationen häufen sich, und das bedeutet für dich als Einzelvermieter plötzlich mehr Konkurrenz mit stärkeren Prozessen im Rücken. Auffällig ist auch, dass die Preisdynamik abgeflacht ist, gleichzeitig liegt der durchschnittliche Tagespreis (ADR) gut acht Prozent über dem Niveau von 2023 – das heißt, du kannst zwar mehr verlangen, aber nur wenn deine Leistung das hergibt. Ehrlich gesagt: Wer Preise erhöht, ohne Service oder Sichtbarkeit nachzuschärfen, kassiert schnell Absagen statt Buchungen.

Das Buchungsverhalten hat sich spürbar verändert. Kurztrips sind jetzt der Standard; knapp sieben von zehn Gästen bleiben drei Tage oder weniger, und über ein Drittel entscheidet sich erst in der letzten Woche vor Anreise. Vielleicht kennst du das: Plötzlich ist dein Kalender zwei Wochen vor dem Termin leer, dann kommen auf einen Schlag mehrere Anfragen. Das zwingt dich zu mehr Flexibilität bei Putzplänen, Check‑ins und Mindestaufenthalten. Direktbuchungen nehmen ebenfalls zu und machen inzwischen etwa ein Fünftel des Marktes aus. Gebühren sparen und die direkte Kommunikation mit Gästen kann einem richtig Rückenwind geben – vorausgesetzt, du hast klare Buchungsbedingungen und eine einfache Zahlungsstrecke. Ich habe selbst festgestellt, dass ein klarer, persönlicher Buchungstext und schnelle Antworten deutlich mehr Direktanfragen bringen.

Technik und Automatisierung sind keine Spielerei mehr, sondern oft der Unterschied zwischen Vollbelegung und Leerstand. Nur rund ein Drittel der deutschen Gastgeber nutzt aktuell KI‑Lösungen – da liegt ein echtes Fenster für dich offen. Tools für dynamische Preisgestaltung, Channel‑Management und automatisierte Gästekommunikation nehmen dir nicht nur Routineaufgaben ab, sie helfen auch, kurzfristige Nachfrageausreißer sinnvoll zu bepreisen. Kleiner Praxis‑Tipp: Teste dynamische Preise zunächst nur an einzelnen Wochen oder Saisons, damit du den Effekt auf ADR und Auslastung sauber messen kannst. Und noch etwas: Mindestaufenthalte flexibel handhaben, Specials für Last‑Minute‑Bucher anbieten und auf direkte Vermarktung setzen — manchmal sind genau diese kleinen Stellschrauben entscheidend, um im Konsolidierungsgetümmel sichtbar zu bleiben. Falls du magst, können wir dein Profil gemeinsam kurz durchgehen; oft reichen zwei, drei Anpassungen, um spürbar mehr Anfragen zu bekommen.

TH

Thomas Harnisch

Reiseblogger

Thomas Harnisch ist leidenschaftlicher Reiseblogger und Gründer von weloveurlaub.de. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Reisebranche teilt er seine Expertise und Insider-Tipps, um Ihnen unvergessliche Urlaubserlebnisse zu ermöglichen. Mehr über Thomas →