Die Hurtigruten-Kreuzfahrt führt dich entlang der norwegischen Küste von Bergen bis Kirkenes oder in Gegenrichtung zurück nach Süden. Die Route verbindet Städte, kleine Küstenorte und Fjorde wie den Geirangerfjord und den Nærøyfjord. Für viele ist das die bequemste Art, Norwegen ohne Mietwagen zu erleben. Die Reise passt gut zu Paaren, Best Agern und Familien mit älteren Kindern, die viel sehen wollen, aber nicht jeden Tag das Hotel wechseln möchten. Je nach Strecke bist du 6 bis 12 Tage unterwegs, auf der klassischen Rundreise oft 12 Tage.
Anreise und Erreichbarkeit
Die Hurtigruten beginnt nicht an einem Resort, sondern an einem Hafen. Für die klassische Reise ist Bergen der wichtigste Startpunkt. Dort steigen die meisten Gäste ein. Für den Norden ist Kirkenes der Gegenpol. Wer eine Teilstrecke plant, kann auch in Tromsø, Bodø, Ålesund oder Trondheim zusteigen, je nach Fahrplan und Kabinenverfügbarkeit.
Mit dem Auto
Für die Anreise nach Bergen ist das Auto für deutsche Urlauber meist nur dann sinnvoll, wenn du Norwegen mit einer längeren Rundreise verbindest. Ab Deutschland fährst du in der Regel über Dänemark und Schweden weiter nach Norwegen. Für die Einschiffung in Bergen ist ein eigener Wagen an Bord meist nicht nötig, weil die meisten Gäste ohne Auto reisen. Wenn du mit dem Auto bis Bergen anreist, prüfe Parkhäuser in Hafennähe frühzeitig, denn rund um den Hafen ist der Platz knapp.
Mit der Bahn / dem ÖPNV
Die Bahn passt besonders gut, wenn du in Bergen startest. Von Oslo kommst du mit der Bergenbahn direkt nach Bergen. Die Strecke gilt als eine der schönsten Zugfahrten des Landes. Am Hafen bist du dann schnell am Terminal. In den Städten entlang der Route sind viele Häfen gut zu Fuß oder mit kurzem Busweg erreichbar. Für Landgänge brauchst du oft kein Taxi.
Mit dem Flugzeug
Der einfachste Einstieg für die meisten Reisenden ist der Flug nach Bergen. Für Nordland-Varianten kommen auch Tromsø oder Kirkenes infrage. Von Deutschland aus erreichst du Bergen oft mit Umstieg, etwa über Oslo. Für die Planung lohnt sich ein Blick auf die Anschlüsse, denn die Schiffe legen meist am Nachmittag oder Abend ab.
Vor Ort bewegen / Parken
Vor Ort ist die Hurtigruten selbst dein Transportmittel. An Land sind viele Hafenstädte gut zu Fuß erkundbar. In Bergen, Ålesund und Trondheim reichen oft kurze Wege vom Anleger in die Altstadt oder ins Zentrum. Wenn du im Sommer reist, plane in Hafenstädten etwas Puffer ein, weil Shuttlebusse und Taxis schnell ausgebucht sein können.
Route, Fjorde und die wichtigsten Häfen
Bergen als klassischer Start
Bergen ist für viele die erste Begegnung mit der Hurtigruten. Der Hafen liegt nah am Zentrum. Die Altstadt Bryggen mit ihren Holzhäusern ist oft der erste kurze Landgang. Die Stadt ist wetteranfällig, aber genau das gehört dazu. Regenjacke und feste Schuhe sind sinnvoll. Bergen ist kein bloßer Einschiffungspunkt. Hier spürst du schon am Kai, dass die Reise mehr ist als eine einfache Kreuzfahrt.
Geirangerfjord und Nærøyfjord
Diese beiden Fjorde gehören zu den stärksten Gründen für die Reise. Der Geirangerfjord ist schmal, steil und von Wasserfällen geprägt. Besonders bekannt sind die Wasserfälle Die sieben Schwestern und Der Freier. Der Nærøyfjord ist noch enger und wirkt dadurch sehr kompakt. Beide Fjorde zeigen dir die norwegische Küste so, wie viele sie sich vorstellen: steile Hänge, Wasser direkt unter dir und kleine Siedlungen am Rand.
Ålesund, Trondheim und Bodø
Ålesund fällt durch seine Jugendstilfassaden auf. Die Stadt lässt sich an einem Landgang gut zu Fuß erkunden. Trondheim bringt mit dem Nidarosdom eine wichtige historische Station in die Reise. Bodø ist ein praktischer Zwischenhalt Richtung Norden. Hier spürst du schon, dass die Strecke länger, rauer und leerer wird. Genau das macht den Reiz aus.
Tromsø, Honningsvåg und Kirkenes
Im hohen Norden wird die Reise deutlich weiter und stiller. Tromsø ist der größte Ort auf dieser Nordstrecke und ein guter Ausgangspunkt für Ausflüge. Honningsvåg ist für den Abstecher zum Nordkap bekannt. Kirkenes markiert für viele das Ende der klassischen Nordroute. Hier ist die Landschaft karger, die Luft klar und das Licht je nach Jahreszeit sehr speziell.
Die 6 wichtigsten Stationen im Überblick
Bergen
Startpunkt vieler Reisen. Bryggen, Fischmarkt und Hafen liegen nah beieinander. Gut für einen halben oder ganzen Tag vor der Einschiffung.
Ålesund
Jugendstilstadt mit kompaktem Zentrum. Der Blick vom Aksla lohnt sich, wenn du Treppen und kurze Wege magst.
Trondheim
Historische Stadt mit Nidarosdom und Hafenlage. Gut für Reisende, die Kultur und kurze Stadtgänge mögen.
Tromsø
Großer Nordland-Stopp mit Polarmuseum, Hafen und guten Chancen auf Winteraktivitäten. Im Sommer sehr lange Tage.
Honningsvåg
Ausgangspunkt fürs Nordkap. Meist ein klarer Ausflugshalt mit wenig Zeit für Umwege, aber starkem Lichterlebnis.
Kirkenes
Endpunkt der Nordroute. Ruhig, nordisch, nah an der russischen Grenze und oft mit klarer Winterstimmung.
Aktivitäten an Bord und an Land
Fjordblick vom Deck
Die einfachste und meist beste Beschäftigung kostet nichts extra. Gerade bei Einfahrt in schmale Fjorde lohnt sich ein Platz an der Reling früh morgens oder spät abends.
Vorträge zur Route
An Bord gibt es oft kurze Vorträge zu Küste, Geschichte und Wetter. Das hilft bei der Orientierung und macht Landgänge einfacher.
Foto-Touren
Fotoworkshops oder Tipps für Landschaftsaufnahmen sind je nach Schiff und Saison verfügbar. Praktisch bei Mitternachtssonne und Winterlicht.
Kajak und kleine Ausflüge
In einzelnen Häfen werden Kajaktouren, Bootsfahrten oder kurze Wanderungen angeboten. Das hängt stark von Wetter und Saison ab.
Nordlicht-Beobachtung
Von Oktober bis März ist das ein Hauptgrund für die Reise nach Norden. Am besten draußen, fern von Decklicht und mit warmer Kleidung.
Kulinarik an Bord
Regionale Küche spielt eine große Rolle. Fisch, Suppen, Brot, Beeren und Käse prägen viele Menüs. Das ist oft ruhiger und bodenständiger als auf großen Ozeanschiffen.
Hurtigruten oder klassische Kreuzfahrt?
Praktische Tipps für deine Hurtigruten-Kreuzfahrt
- €Früh buchen lohnt sich
Für Sommer und Nordlicht-Saison sind gute Kabinen schnell weg. Wer flexibel ist, findet manchmal bessere Preise bei Teilstrecken.
- ✦Die richtige Kabine wählen
Außenkabinen mit Fenster sind auf dieser Route oft deutlich angenehmer. Bei längeren Fahrten lohnt sich mehr Platz, besonders im Winter.
- +Zwiebellook einpacken
Wind, Regen und Sonne können am selben Tag kommen. Eine wasserdichte Jacke ist wichtiger als ein dicker Mantel.
- iFernglas mitnehmen
Damit siehst du Küstenorte, Seevögel und gelegentlich Meeressäuger besser. Gerade auf dem Außendeck macht das viel aus.
- ⌘Ausflüge nicht zu knapp planen
Die Zeit in den Häfen ist oft begrenzt. Buche gefragte Touren, etwa Nordkap oder Fjordfahrten, lieber früh über die Reederei.
- ♿Barrierefreiheit vorab prüfen
Viele Schiffe sind gut nutzbar, aber nicht jede Landtour ist gleich bequem. Wer eingeschränkt mobil ist, sollte Kabine, Gangwege und Ausflüge vorher vergleichen.
- ☀Mitternachtssonne nutzen
Im Norden ist es im Sommer lange hell. Plane Fotos und Deckzeit nicht zu spät, damit du das Licht wirklich mitnimmst.
- ☂Wetter flexibel sehen
Landgänge können sich durch Wind oder Regen ändern. Wer die Reise locker angeht, hat weniger Stress und sieht oft mehr.
Insider-Tipps
Wetter, Saison und Reisegefühl
Mai bis Juni
Dann ist das Licht oft klar, die Wasserfälle führen viel Wasser und die Tage werden lang. Für viele ist das die beste Mischung aus guter Sicht, noch überschaubaren Temperaturen und ersten langen Abenden an Deck.
Juli bis August
Das ist die Hauptsaison. Die Temperaturen sind meist am angenehmsten, aber die Schiffe und Häfen sind voller. Wer warme Tage und viel Aktivität möchte, reist jetzt.
September bis März
Im Herbst wird es ruhiger. Im Winter kommen Nordlichter, Schnee und deutlich mehr Kälte dazu. Dann ist die Reise am stärksten wetterabhängig, aber auch besonders eindrücklich, wenn du die Ruhe magst.
Welche Route passt zu dir?
Die klassische Rundreise ist am besten, wenn du Norwegen zum ersten Mal per Schiff sehen willst. Kurzstrecken passen, wenn du die Reise mit einem Landurlaub kombinierst. Im Winter zählt weniger die Badewetter-Frage als die Frage nach Licht, Ruhe und Nordlichtern.
Unterkunft vor und nach der Kreuzfahrt
Vor der Abfahrt lohnt sich in Bergen ein Hotel nah am Hafen oder im Zentrum. Dann bist du morgens schnell am Terminal und kannst die Stadt vor dem Ablegen noch zu Fuß sehen. Für die Nacht nach der Reise gilt das Gleiche. In Tromsø oder Kirkenes sind Hotels mit guter Flughafennähe sinnvoll, wenn du Anschlussflüge hast. Für Familien sind Zimmer mit Frühstück praktisch, weil die Abfahrtstage oft lang werden.
Worauf du bei Hotels achten solltest
Wichtig sind kurze Wege, frühe Frühstückszeiten und eine Gepäckaufbewahrung. Gerade in Bergen und Tromsø kann ein zentral gelegenes Stadthotel mehr wert sein als ein großes, aber abgelegenes Haus. Wenn du nur eine Nacht bleibst, ist eine gute Lage wichtiger als ein breiter Wellnessbereich.
Für wen sich die Hurtigruten besonders lohnt
Die Reise passt gut, wenn du Norwegen wirklich sehen willst und nicht nur einen Hafen. Sie ist stark für Reisende, die Ruhe, Landschaft und klare Abläufe mögen. Familien mit schulpflichtigen Kindern profitieren von den kurzen Landgängen und den vielen Blicken aufs Wasser. Best Ager schätzen die entspannte Taktung. Wer Action, Shows und große Pooldecks sucht, wird auf anderen Schiffen glücklicher.
FAQ zur Hurtigruten-Kreuzfahrt
Die Antworten auf die häufigsten Buchungsfragen findest du unten in den FAQs. Dort geht es um Saison, Kabinen, Nordlichter, Kinder und die beste Reiserichtung.




