Entdecke die neuen Reisetrends: Klein statt groß 2026
2026 bringt eine spürbare Verschiebung in die Art, wie junge Menschen unterwegs sind: Weg von Megastädten und hinein in überschaubare Orte, die mehr Raum zum Atmen lassen. Ganze 86 Prozent der befragten Gen Z‑ und Millennial‑Reisenden planen laut aktueller Auswertung lieber Landstriche oder kleinere Städte als die üblichen Metropolen anzusteuern. Hinter diesen Zahlen steckt mehr als bloß eine Laune: Ein Drittel sucht nach echtem Erleben und Authentizität, ein Viertel sehnt sich nach weniger Trubel, und rund 40 Prozent geben an, kleinere Destinationen zu wählen, weil sie günstiger sind. Die Basis für diese Erkenntnis ist ein Mix aus exklusiven TikTok‑Trends, Milliarden KAYAK‑Suchanfragen sowie groß angelegten Umfragen und Studien — unter anderem einer repräsentativen Onlinebefragung von WALR im Oktober 2025 mit 1.503 deutschen Teilnehmenden — alles nach MRS‑ und ESOMAR‑Standards erhoben.
Neu ist, wie klar die Daten jetzt zusammenspielen: Social Media signalisiert, wo gerade Interesse wächst, Suchmaschinen zeigen das tatsächliche Buchungsverhalten, und Umfragen bestätigen den Wunsch nach mehr persönlichen Momenten statt nach einer Liste von Sehenswürdigkeiten. In der Folge tauchen Begriffe wie „Kleinmetropolen“ oder „Feel‑good‑Trips“ häufiger auf, wenn Reiseanbieter ihre Ziele neu sortieren. KAYAK hat jüngst eine Liste kleinerer Städte mit gutem Preis‑Leistungs‑Verhältnis veröffentlicht, und lokale Verwaltungen reagieren mit gezielten Kampagnen für ruhige Saisons und kurzen Städtereisen, die weniger Menschenmassen anziehen.
Auf dem Reiseangebot schlägt sich die Entwicklung längst nieder: Agenturen kreieren mehr Erlebnisse, die auf Begegnung setzen — handwerkliche Workshops, lokale Food‑Touren abseits der Mainstream‑Routen oder geführte Spaziergänge mit echten Bewohner*innen. Gastgeber wandeln leerstehende Gebäude in überschaubare Übernachtungsorte um, während Mobilitätsanbieter mehr Regionalverbindungen und Fahrradverleihe promoten, sodass du den Ort ohne großen CO2‑Rucksack erkunden kannst. Gleichzeitig versuchen viele Orte, die Balance zu halten: Sie locken mit Sonderangeboten in Randzeiten, legen klare Regeln für Besucherströme fest und investieren in Infrastruktur, die kleinen Städten Authentizität lässt statt sie touristisch zu überdecken.
Wenn du jetzt planst, anders zu reisen, fang pragmatisch an: Schau dir Rankings für kleinere Destinationen an, buche Erlebnisse direkt bei lokalen Initiativen und plane flexibel — oft sind Wochentage oder Nebensaison die besten Zeitfenster. Nimm Rücksicht auf den Alltag vor Ort, zahl fair für Dienstleistungen und bring ein bisschen Neugier mit statt großer Erwartungen. Mir persönlich fühlt sich diese Art zu verreisen frischer an; weniger Lärm, mehr echte Gespräche und immer wieder kleine Überraschungen, die nicht auf Instagram‑Formaten basieren. Wer 2026 auf „klein statt groß“ setzt, erlebt offenbar weniger Show und dafür mehr Substanz.




