eDreams ODIGEO verzehnfacht Gewinn und knackt 7,8 Mio Prime-Mitglieder
Wenn du die Zahlen liest, merkt man erst, wie schnell sich das Blatt gewendet hat: eDreams ODIGEO meldet für das erste Halbjahr 2026 einen Nettogewinn von 40,3 Millionen Euro — das sind zehnmal so viel wie im Vorjahr. Mir kommt das vor wie ein Start-up, das plötzlich abhebt, obwohl es schon länger am Markt ist. Parallel dazu stieg das bereinigte EBITDA um 74 Prozent auf 138,4 Millionen Euro, was zeigt, dass das Geschäft sich nicht nur mit Hoffnung füllt, sondern tatsächlich Cash generiert. Kurz gesagt: Die Bilanz wirkt jetzt deutlich stabiler und das wirkt sich in der ganzen Branche nachdrücklich aus.
Auf der Kundenfront gibt es ebenfalls Bewegung: Ende Januar zählte Prime mehr als 7,8 Millionen Mitglieder, ein Plus von rund 13 Prozent binnen zwölf Monaten. Prime existiert seit 2017 und hat sich schrittweise von einem simplen Rabattheft zu einem umfassenderen Abo entwickelt – Flüge, Hotels, Bahnreisen, Mietwagen und kombinierte Packages sind alle mit dabei, ergänzt durch Extras für Flexibilität beim Bezahlen und Buchen. Spannend finde ich, wie stark die Technologie im Hintergrund arbeitet: Die hauseigene KI trifft angeblich jeden Tag rund sechs Milliarden Prognosen, um dir personalisierte Vorschläge aufzutischen. Das heißt konkret: Je mehr Leute mitmachen, desto mehr Daten fließen in die Maschine — und desto treffsicherer können die Angebote aussehen. Ob das für jeden Nutzer immer der Riesenvorteil ist, lasse ich mal offen, aber die Zahlen sprechen eine klare Sprache.
Strategisch bleibt das Management ambitioniert. Der Plan bis 2030 setzt auf Ausbau in neuen Bereichen wie Schienenverkehr, internationale Märkte und flexiblere Zahlungsmodelle für Jahresabos. Zielsetzung: über 13 Millionen Prime-Mitglieder und ein Cash-EBITDA jenseits von 270 Millionen Euro. CEO Dana Dunne fasst das nüchtern zusammen: Die Transformation zur KI-gestützten Plattform zahlt sich aus. Für mich klingt das nach einem Marathon mit klaren Zwischenzielen — erreicht man die Etappenziele, kann das Ergebnis am Ende sehr beeindruckend werden. Gleichzeitig bleibt ein bisschen Unsicherheit: Wachstum ist schön, aber die Konkurrenz schläft nicht und Kundenlieben ändern sich schnell.
Zum Schluss noch ein kleiner Blick auf Resonanz und regionale Präsenz: In Italien kommt die Servicequalität besonders gut an — der Net Promoter Score für Unterkünfte liegt dort bei 61 und damit deutlich über dem Niveau nicht abonnierter Kunden. In Deutschland, Österreich und der Schweiz laufen die Aktivitäten über bekannte Labels wie Opodo, eDreams und Liligo, was dem Konzern lokal mehr Schlagkraft gibt. Wenn du fragst, ob das alles nur kurzfristiger Glanz ist oder ein dauerhaftes Upgrade des Geschäftsmodells — meine Wette? Es riecht stark nach Bestand, aber die spannendsten Kapitel werden die nächsten zwei bis vier Jahre schreiben.




