Die bedeutsame Industriegeschichte Bochums

Ungefähr 60 Zechen waren es einst, die Bochum zur echten Schaltzentrale des Bergbaus machten – kein Wunder, dass die Stadt damals „Stadt der 1000 Feuer“ genannt wurde. Überall flackerten die Lichter der Hochöfen und Schornsteine, ein beeindruckendes Schauspiel, von dem heute nur noch vereinzelt Spuren sichtbar sind. Die Zeche Hannover ist so ein Relikt, das Du keinesfalls verpassen solltest. Das Gelände gehört mittlerweile zum UNESCO-Weltkulturerbe „Industriekultur“ und gibt Dir mit Führungen einen ziemlich echten Einblick in das harte Leben und Arbeiten unter Tage. Interessant: Die Zeche war bis in die Mitte der 80er Jahre aktiv – das fühlt sich irgendwie gar nicht so weit weg an.
Auch das RuhrMuseum ist ein echter Geheimtipp, falls Du mehr über die Industriegeschichte und Kultur erfahren möchtest. Montags ist zwar geschlossen, aber sonst kannst Du täglich von 10 bis 18 Uhr rein – der Eintritt kostet etwa 8 Euro, ermäßigt knapp die Hälfte. Drinnen findest Du alles von alten Maschinen bis hin zu spannenden Ausstellungen, die das Ruhrgebiet in seiner ganzen industriellen Vielfalt zeigen.
Ehrlich gesagt hat mich besonders fasziniert, wie Bochum den Sprung geschafft hat – vom rauchigen Kohlezentrum zur modernen Wissensstadt. Die verlassenen Fabriken und stillgelegten Zechen sind nicht nur verlassene Gebäude, sondern lebendige Zeugnisse eines Wandels, der auch heute noch spürbar ist. Und wer weiß? Vielleicht spürst Du den Hauch dieser Geschichte auch auf Deinen eigenen Streifzügen durch die Stadt.
Entwicklung von Bochum zur Industriestadt
1855 begann hier mit der Gründung der ersten Zeche die industrielle Revolution, die Bochum innerhalb weniger Jahrzehnte komplett verwandelte. Von einst etwa 30.000 Einwohnern im Jahr 1850 schoss die Zahl empor – knapp 400.000 Menschen lebten schließlich 1970 in der Stadt, was schon für sich spricht. Die Steinkohleförderung war das Herzstück – mit bis zu 46 aktiven Zechen im frühen 20. Jahrhundert avancierte Bochum zum wahren Zentrum des Bergbaus im Ruhrgebiet. Dass daraus eine Metropole entstand, ist kaum überraschend.
Ehrlich gesagt, beeindruckt mich besonders, wie Unternehmen wie der Bochumer Verein den Stahlstandort prägten und Bochum zugleich zum technischen Vorreiter machten. Maschinenbau und Eisenbahnindustrie gehörten hier zur Tagesordnung und sorgten für ordentlich Bewegung in der Stadt. Natürlich hat diese Erfolgsgeschichte ihre Schattenseiten: Die drastischen Umbrüche ab den 1960ern führten zu einem massiven Rückgang von Arbeitsplätzen und Produktion.
Doch heute kannst Du in Museen wie dem Ruhrmuseum (Dienstag bis Sonntag, 10 bis 18 Uhr, Eintritt um 5 Euro) hautnah erleben, wie facettenreich diese Entwicklung war. Viele ehemalige Industrieanlagen haben sich in spannende Lost Places verwandelt – Orte voller Geschichte, die Dir einen besonderen Einblick geben und zeigen, wie viel Leben hier einst pulsierte. Ganz ehrlich: Gerade dieser Kontrast zwischen Vergangenheit und Gegenwart macht Bochums Entwicklung so faszinierend.
Bedeutende Industriezweige in Bochum
Über 30.000 Menschen waren einst in den Bergwerken Bochums beschäftigt – eine beeindruckende Zahl, die verdeutlicht, wie zentral der Bergbau hier war. Die Energie, die aus der Steinkohle gewonnen wurde, trieb nicht nur die Stadt an, sondern auch unzählige Maschinen und Fabriken. Besonders spannend fand ich die Geschichten rund um den Bochumer Verein für Bergbau und Gießerei AG – ein Unternehmen, das mit seinen technischen Innovationen maßgeblich zur Industrieentwicklung beitrug.
Die Maschinenbauindustrie hat hier jedenfalls tiefe Spuren hinterlassen. Überall in der Stadt stößt man auf Relikte von Fabriken, wo früher alles möglich schien: von gigantischen Pressen bis zu filigranen Metallteilen. Ehrlich gesagt hätte ich nicht gedacht, dass Bochum so eine Vielfalt an industriellen Pionieren vorweisen kann – vom schweren Bergbau bis zu hochkomplexen Maschinenfabriken.
Das Ruhrmuseum ist übrigens ein echter Schatz für alle, die tiefer eintauchen möchten. Es hat von Dienstag bis Sonntag auf und kostet etwa 6 Euro für Erwachsene; ermäßigt geht es deutlich günstiger. Dort findest du nicht nur alte Maschinen, sondern auch spannende Ausstellungen zur Entwicklung dieser Industriezweige. Es fühlt sich fast so an, als könntest du die vergangenen Jahrzehnte förmlich riechen – den Schmierstoff, das Metall und das ehrliche Arbeiten, das hier stattgefunden hat.
- Automobilindustrie mit langer Tradition
- Wachsende IT-Branche mit vielen Arbeitsplätzen
- Boomende Gesundheitswirtschaft mit hochwertiger Versorgung

Erkundung der verlassenen Orte in Bochum


Ungefähr 15 Minuten Fußweg vom Stadtzentrum entfernt liegt der Westpark – ein ungewöhnlicher Mix aus grünem Erholungsgebiet und verbliebenen Relikten einer längst vergangenen Industrie-Ära. Überall findest Du verrostete Maschinen und halbverfallene Hallen, die sich erstaunlich gut in die Natur einfügen. Gratis zugänglich ist das Gelände, was ehrlich gesagt überraschend ist, denn hier kann man richtig eintauchen in die Atmosphäre einer ehemaligen Arbeitswelt.
Etwas gediegener geht es beim Franzosenstollen zu: Dieser stillgelegte Bergbaustollen aus dem 19. Jahrhundert wartet mit geführten Touren auf, die Du unbedingt vorab buchen solltest – die Plätze sind nämlich begrenzt! Die Führer erzählen spannende Geschichten vom Leben unter Tage, und die kühle, feuchte Luft dort unten macht das Erlebnis ziemlich authentisch.
Eine ganz andere Stimmung herrscht im ehemaligen Krankenhaus St. Antonius Abbas: Verlassene Flure, bröckelnde Wände und eine fast schon unheimliche Ruhe prägen diesen Lost Place. Wirklich rein kommst Du meist nur bei speziellen Führungen – aber das ist es wert, wenn Du auf dunkle Architektur stehst. Noch eindrucksvoller sind die Ruinen der Zeche Teutoburgia – einst eines der größten Steinkohlebergwerke der Gegend. Heute zeugen verfallene Maschinen von vergangenen Zeiten und bieten Fotomotiven ohne Ende. Auch hier finden regelmäßig Gruppenführungen statt.
Zu guter Letzt darf die Zeche Klosterbusch nicht fehlen: Ihre erhaltenen Gebäude vermitteln einen guten Eindruck davon, wie Industriegeschichte lebendig bleiben kann. Die Öffnungszeiten wechseln zwar saisonal, deshalb solltest Du Dich vorher informieren – aber für moderate Preise bekommst Du tiefe Einblicke in das Leben und Arbeiten vergangener Generationen.
Lost Places in und um Bochum
Ungefähr 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt findest Du den Westpark, der auf dem Gelände der ehemaligen Zeche und Kokerei Bochum-Marl liegt. Hier mischen sich Natur und Industriegeschichte zu einem ungewöhnlichen Erlebnis – verrostete Relikte, die zwischen Bäumen und Wiesen schlummern, erzählen ihre ganz eigenen Geschichten. Der Franzosenstollen ist dagegen ein richtiges Highlight für alle, die es gern etwas mystischer mögen: Das ehemalige Krankenhaus und Lazarett strahlt mit seinen historischen Bauwerken eine fast schon gespenstische Atmosphäre aus. Zugang zu dem Gelände gibt es meist nur bei speziellen Events oder Führungen – besser also, vorher genau nachzuschauen, wann Du dort rein darfst.
Ganz anders das St. Antonius Abbas Krankenhaus: Seit seiner Schließung im Jahr 2007 steht das Gebäude leer und präsentiert sich in einem melancholischen Zustand, der Dich sofort in vergangene Zeiten versetzt. Urban Explorer zieht es immer wieder hierher – natürlich meist im Rahmen geführter Touren, denn einfach so reinspazieren solltest Du nicht.
Wer Lust auf einen kleinen Ausflug hat, kann auch einen Abstecher zur Zeche Teutoburgia in Herne machen. Die Ruinen hier geben einen beeindruckenden Einblick in die Bergbaugeschichte der Region und fühlen sich fast ein bisschen wie eine Zeitreise an. Zurück in Bochum lohnt sich auch ein Besuch der Zeche Klosterbusch mit ihren gut erhaltenen Gebäuden – ein Ort, den man unbedingt gesehen haben sollte, wenn man das Flair des industriellen Erbes spüren will.
Geschichten und Geheimnisse der verlassenen Gebäude
Ungefähr 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt findest Du im Westpark noch die rostigen Überreste alter Maschinen und Industrieanlagen – eine merkwürdige Mischung aus Natur und Technik, die überraschend viel Atmosphäre hat. Man spürt richtig diesen Kontrast zwischen Verfall und neuem Leben, wenn Du durch die halbverfallenen Hallen gehst. Ganz anders, aber ebenso spannend, sind die versteckten Gänge des Franzosenstollens. Dort, wo früher Bergleute Kohle gefördert haben, suchten im Krieg Menschen Schutz vor Bombenangriffen – diese düsteren Tunnel mit ihren geheimnisvollen Kammern haben fast etwas Unheimliches.
Ehrlich gesagt hat mich auch das St. Antonius Abbas Krankenhaus fasziniert, obwohl es seit einiger Zeit geschlossen ist. Die bröckelnden Wände und leeren Zimmer wirken fast wie eine Zeitkapsel voller Geschichten von Patienten und dem medizinischen Alltag vergangener Tage – ein totaler Lost Place mit einer ganz eigenen Stimmung.
Wen es weiter zieht, der kann sich auch zur Zeche Teutoburgia in Herne oder der Zeche Klosterbusch in Bochum aufmachen – beeindruckende Ruinen, die für Urbexer richtig spannend sind. Die Zugänglichkeit variiert zwar und Du solltest vorher checken, ob gerade Führungen laufen oder was erlaubt ist, aber meist ist das Erkunden sogar kostenlos oder kostet nur wenig. So oder so: Diese Orte tragen unzählige Geschichten in sich und lassen Dich die Geschichte von Bochum auf eine ganz besondere Weise erleben.
- Geschichten und Geheimnisse warten darauf, entdeckt zu werden
- Jedes verlassene Gebäude erzählt seine eigene Geschichte
- Lost Places ermöglichen Einblick in die Vergangenheit