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Bald mehr Bürokratie für Gastgeber: So bereitest du dich vor

Digitalisiere jetzt deine Abläufe, spare später Zeit und Nerven und meistere die neuen Regeln gelassen

Eine malerische Gasse mit historischen Gebäuden, Cafés und Restaurants unter Sonnenschirmen, umgeben von Bäumen.
Digitalisiere jetzt deine Abläufe, spare später Zeit und Nerven und meistere die neuen Regeln gelassen

Bald mehr Bürokratie für Gastgeber: So bereitest du dich vor

Die allerneuesten Signale zum Thema Kurzzeitvermietung drehen sich nicht mehr nur um Pläne auf dem Papier – es rührt sich praktisch überall. Aus Fachkreisen hört man, dass große Plattformen an technischen Schnittstellen feilen, damit Behörden künftig strukturierte Daten bekommen können. Man merkt richtig, wie aus vagen Ankündigungen konkrete IT‑Arbeiten werden: API‑Änderungen werden getestet, Datenschemata diskutiert und erste Entwickler‑Releases verteilt. Für dich heißt das: Die Technikseite der Vermietung wird lauter und komplizierter, wenn du’s jetzt noch hobbymäßig mit einem Chaos‑Ordner managst, wirst du bald ins Straucheln kommen.

Auf lokaler Ebene laufen gleichzeitig Experimente und Vorbereitungen. Einzelne Gemeinden bauen digitale Meldewege auf oder stellen Testformulare online, damit die Abläufe vor dem großen Rollout überprüft werden können. Manche Kommunen schicken Info‑Mails an Vermieter, andere veranstalten digitale Sprechstunden mit dem Ordnungsamt – das variiert stark, aber der Trend ist klar: Die Verwaltung bereitet sich vor und will weniger auf Papierkram setzen. Mir persönlich fiel auf, wie unterschiedlich die Erwartungen sind; in manchen Orten reicht ein kurzes Online‑Formular, anderswo werden deutlich detailliertere Angaben eingefordert.

Parallel entsteht ein kleiner Markt für Compliance‑Helfer: Softwareentwickler, Channel‑Manager und Buchhaltungsprogramme bringen neue Features, die speziell auf Kurzzeitregeln und den Datentransfer ausgerichtet sind. Tools, die Buchungen automatisch mit einer Behörden‑ID verknüpfen oder Belegungsdaten in strukturierter Form exportieren, tauchen vermehrt auf. Auch Vermieter‑Verbände und lokale Netzwerke bieten inzwischen Webinare an, wo Praktiker verraten, welche Dokumente sie digital abgelegt haben und wie sie Datenflüsse absichern. Ich hab mir ein paar Demo‑Accounts angeguckt und war positiv überrascht, wie schnell sich ein geordnetes System einrichten lässt — vorausgesetzt, du nimmst dir die Zeit dafür.

Was kannst du konkret jetzt tun? Erstens: Verschaffe dir einen klaren Überblick über deine aktuellen Prozesse — von Buchungsquellen bis zur Ablage von Gästedaten. Zweitens: Digitalisiere das, was noch im Ordner liegt, und lege ein einheitliches Dateinamen‑Schema an, damit Exporte später nicht zur Sucherei werden. Drittens: Teste mindestens ein Angebot eines Channel‑Managers oder eines PM‑Systems, das Exporte im CSV/XML‑Format kann; das erspart später Fummelei mit Formaten. Viertens: Such das Gespräch mit deiner Gemeinde oder schau auf deren Website nach Pilotinfos — oft sind die Meldeformulare schon online. Und ganz wichtig: Mach Backups, sicher dir Datenschutz‑Infos und frag im Zweifelsfall einen Steuerberater oder eine Hosting‑Community um Rat. Klingt nach Aufwand? Klar — aber mit ein paar abendlichen To‑Dos kannst du dir später echt viel Stress sparen. Ich hab’s so gemacht: ein paar Stunden, ein bisschen Sortierarbeit, und schon fühlte sich alles deutlich weniger panisch an.

TH

Thomas Harnisch

Reiseblogger

Thomas Harnisch ist leidenschaftlicher Reiseblogger und Gründer von weloveurlaub.de. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Reisebranche teilt er seine Expertise und Insider-Tipps, um Ihnen unvergessliche Urlaubserlebnisse zu ermöglichen. Mehr über Thomas →