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Bahn-Chaos 2025: Nur 60% pünktlich, du!

Lies, warum deine Fahrten öfter ins Stocken geraten und wie du Verspätungsstress clever umgehst.

Menschen warten an einem Bahnhof, während ein Zug einfährt. Die Sonne scheint, und im Hintergrund sind historische Gebäude zu sehen.
Lies, warum deine Fahrten öfter ins Stocken geraten und wie du Verspätungsstress clever umgehst.

Bahn-Chaos 2025: Nur 60% pünktlich, du!

Okay, atmen wir kurz durch: Die große Zahlenmesse für 2025 hat ergeben, dass nur noch 60,1 % der ICE- und Intercity-Verbindungen pünktlich ankamen. Krass, oder? Zum Vergleich: 2024 waren es noch 62,5 % und vor zehn Jahren sogar 74,4 %. Ein Zug gilt laut Bahn schon als verspätet, wenn er sechs Minuten oder mehr hinten liegt; rechnet man großzügiger mit einer Viertelstunde Toleranz, landet man bei einer „Reisendenpünktlichkeit“ von 65,8 %. Ich weiß nicht, wie es dir geht, aber solche Werte reißen einem echt den Zeitplan auseinander — und viele Leute, mit denen ich gesprochen habe, sind ziemlich genervt.

Wer wissen will, wann es besonders schlimm lief: Der Herbst war ein Albtraum. Im Oktober sackte die Quote auf nur noch 51,5 % ab, während der Januar mit 66,9 % noch vergleichsweise human war. Gegen Ende des Jahres stabilisierte sich die Lage leicht; Dezember brachte 61,7 %. Eine kleine, überraschende Ausnahme waren die Weihnachtsfeiertage: Am 24., 25. und 26. Dezember kamen über 75 % der Reisenden rechtzeitig an — rund fünf Millionen Menschen saßen demnach vergleichsweise entspannt im Zug. Warum? Weil vieles an den Baustellen ruhte und die Gleisarbeiten pausierten. Trotzdem: Im Vergleich zum Vorjahr lagen die Feiertagswerte noch unter dem Niveau von über 80 %.

Die Verantwortlichen reagieren natürlich. Evelyn Palla, die neue Vorstandschefin, hat sich das Mindestziel von 60 % als kurzfristige Messlatte gesetzt und will den Abwärtstrend stoppen. Langfristig bleibt das Regierungsziel von 70 % bis Ende 2029 auf dem Radar, wobei Palla selbst davor warnt, mit knalligen Versprechen zu jonglieren. Praktische Unterstützung soll durch deutlich mehr Geld kommen: Für 2026 sind Bundesmittel in Höhe von 23 Milliarden Euro eingeplant, und aus der DB-Zentrale heißt es, man habe Maßnahmen angeschoben. Ob das reicht? Ich bin da vorsichtig optimistisch, aber realistisch: Große Sprünge wird man nicht von jetzt auf gleich sehen.

Wenn du für 2026 planst, dann empfehle ich, Puffer einzubauen — lieber früher los als später fluchen. Flexibilität und Plan B sind deine besten Freunde: Nachmittagstermine statt Morgenstress, Zugalternativen prüfen oder gleich ein Ticket mit großzügiger Umbuchungsregel wählen. Mir persönlich hilft eine App mit Live-Meldungen und die Möglichkeit, spontan den nächsten ICE überspringen und einen regionalen Zug zu nehmen. Kurz gesagt: Ruhig bleiben, Zeitreserve einplanen und die Nerven aufstocken — das Bahn-Chaos ist nicht weggezaubert, aber mit ein paar Tricks lässt sich die Reise trotzdem retten.

TH

Thomas Harnisch

Reiseblogger

Thomas Harnisch ist leidenschaftlicher Reiseblogger und Gründer von weloveurlaub.de. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Reisebranche teilt er seine Expertise und Insider-Tipps, um Ihnen unvergessliche Urlaubserlebnisse zu ermöglichen. Mehr über Thomas →