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Angola wird MICE-Hotspot: Luanda glänzt 2026 auf der Karte

Erfahre, wie Luanda 2026 als Konferenz-Hotspot durchstartet und was deine Veranstaltung gewinnt.

Blick auf Luanda mit modernen Hochhäusern, ruhigem Wasser und einer bunten Mischung aus Gebäuden und Bäumen.
Erfahre, wie Luanda 2026 als Konferenz-Hotspot durchstartet und was deine Veranstaltung gewinnt.

Angola wird MICE-Hotspot: Luanda glänzt 2026 auf der Karte

Ganz plötzlich steht Luanda nicht mehr nur auf der Landkarte für Ölexporte und Küstenstädte, sondern als ernsthafter Magnet für Business-Reisende: laut Business Traveller ist die Hauptstadt unter den Top 20 Trendzielen 2026. Das hat mich ehrlich überrascht — und neugierig gemacht. Wenn Du an Kongresse oder Incentives denkst, schwebt meist ein anderes Afrika-Bild vor dem inneren Auge, aber die jüngsten strategischen Schritte Angolas lassen aufhorchen: Hier wird gerade ein Fundament gelegt, um internationale Tagungen und Fachmessen in einem neuen Licht zu sehen.

Mitten in diesen Plänen steht das gewaltige Convention Centre im Lundo-Projekt in Chicala. Auf rund 72.000 Quadratmetern entsteht ein Kongresszentrum, das abgesehen von Standardkonferenzräumen sogar ein Amphitheater für bis zu 3.000 Teilnehmer umfasst; die Fertigstellung ist für das erste Quartal 2027 anvisiert. Kleines Rechenbeispiel: Bei einer Investition von rund 100 Millionen US-Dollar ist das kein Lippenbekenntnis, sondern eine handfeste Wette auf die Zukunft. Parallel dazu wird die Luftverkehrsinfrastruktur aufgerüstet und mit dem Flow Hotel ein neues 4-Sterne-Haus speziell für Veranstaltungsreisende angekündigt. Tourismusrichtlinien und ein neues Angola Convention Bureau (ACB) sollen die organisatorische Seite übernehmen — Minister Márcio de Jesus Lopes Daniel bringt es auf den Punkt: „Der MICE‑Markt ist ein zentraler Bestandteil unserer Strategie zur wirtschaftlichen Diversifizierung.“ Klingt pragmatisch, wirkt aber wie ein Plan mit Rückgrat.

Was mir persönlich gefällt: Die Regierung zieht nicht nur an einem Bauteil herum, sondern an mehreren Schrauben gleichzeitig. Im National Development Plan 2023–2027 sind die Maßnahmen verankert, gleichzeitig hat Angola die visumfreie Einreise für 97 Länder eingeführt. Dazu kommen praktische Hilfen wie der frisch lancierte „Tourism Doing Business Guide“ und die Luanda Declaration, die visafreies Reisen sowie offene Flugverbindungen in Afrika voranbringen will. Als Veranstaltungsplaner würdest Du damit weniger Papierkrieg erleben und mehr Zeit für Content, Speaker und Rahmenprogramme haben — das macht die Planung nicht nur leichter, sondern auch attraktiver für internationale Agenturen.

Und ja: Incentive-Reisen könnten dadurch einen ganz neuen Reiz bekommen. Zwischen Calandula-Fällen, der kargen Schönheit der Namibe-Wüste, dem legendären Giant Sable Antelope und den breiten Stränden von Benguela lassen sich nach Tag eins echt überraschende Team-Belohnungen planen. Ob Angola den großen Sprung schafft? Ich bin zuversichtlich, aber auch vorsichtig optimistisch — vieles hängt an Umsetzungstempo und an der internationalen Wahrnehmung. Fakt ist: Luanda rückt 2026 in den Fokus, und wer jetzt zuhört, könnte bald anders planen, buchen und überraschen.

TH

Thomas Harnisch

Reiseblogger

Thomas Harnisch ist leidenschaftlicher Reiseblogger und Gründer von weloveurlaub.de. Mit über 20 Jahren Erfahrung in der Reisebranche teilt er seine Expertise und Insider-Tipps, um Ihnen unvergessliche Urlaubserlebnisse zu ermöglichen. Mehr über Thomas →